Ziele der Psychologischen Diagnostik
> Verringerung von Leiden durch korrekte Diagnosen
Verhinderung finanzieller Verluste etwa durch valide Selektionsdiagnostik
Ressourchenorientierung im Sinne der Identifikation von Potenzialen (Positive Psychology Movement)
Bestimmungsstücke der Psychologischen Diagnostik
Diagnostisches Dreieck nach Hossiep und Wottawa (1993)
Grundlegende Arten bzw. Strategien der Diagnostik
2. Modifikationsdiagnostik
Selektionsdiagnostik
Auswahl geeigneter Personen oder Bedingungen. Bei der Personenselektion (Anforderungen fixiert, Personen variabel) sollen geeignete Personen identifiziert werden, die einem Anforderungsprofil genügen; bei der Bedingungsselektion (Personen fix, Anforderungen variabel) sollen geeignete Bedingungen identifiziert werden, die einem gegebenen Fähigkeitsprofil entsprechen.
Modifikationsdiagnostik
Steht im Mittelpunkt der klinisch-psychologischen Diagnostik. Es soll ermittelt werden, welche Erlebens- und Verhaltensweisen einer Person verändert (Verhaltensmodifikation) werden sollen, oder welche externen Bedingungen verändert (Bedingungsmodifikation) werden müssen, damit ein Problemverhalten reduziert werden kann.
Eigenschaftsmodell
Hauptsächlich Basis für Selektionsdiagnostik.
Geht von der Vergleichbarkeit von Personen auf bestimmten Dimensionen aus. Individuelle Ausprägungen werden dabei mit einer Normstichprobe verglichen
- Prognosen sind möglich (Transsituativität & zeitl. Stabilität von Eigenschaften)
Verhaltensdiagnostik
Hauptsächlich Basis für Modifikationsdiagnostik.
Grundannahme: Verhalten ist erlernt, variiert von Situation zu Situation und lässt sich prinzipiell verändern. Zentrale diagnostische Frage: Welche situativen Bedingungen lösen ein Verhalten aus und erhalten es aufrecht?
- Fokus: was eine Person tut (nicht hat).
Dimensionen und Zielsetzungen der Diagnostik nach Pawlik
Kann die psychologische Diagnostik eher als Quer- oder Längsschnittdisziplin verstanden werden?
Querschnitt, weil sie sich durch alle Grundlagen- und Anwendungsfächer zieht
Was bedeutet die Abkürzung GI-GO
Garbage In, Garbage Out; “ wer Datenmüll erhebt, wird auch ungültige Ergebnisse erzeugen”
“Menschliches Verhalten und Erleben” in der Diagnostik
nicht zwingend eigenschaftsorientiert, sondern kann sich auch mit situativ bedingtem Verhalten und Erleben befassen
gezielte Informationserhebung in der Diagnostik über menschl. Verhalten und Erleben und deren relevante Bedingungen : Def “Deren relevanter Bedingungen”
Wenn es für die Beantwortung der Fragestellung nützlich ist, können auch Informationen über situative Bedingungen, denen die untersuchte(n) Person(en) ausgesetzt ist (sind), erhoben werden.
Testen
Medizinische Diagnostik
Evaluation
Befragung von 400 praktisch tätige Psychologen: Wie viel Arbeitszeit entfällt Im Durchschnitt auf Psychodiagnostik ?
27 Prozent (im Bereich Klinische Psych. am geringsten, Verkehrspsychologie und forensische Psych. am größten)
Diagnostik in der Klinischen Psychologie
Diagnostik in der Pädagogischen Psychologie
Diagnostik in der A&O-Psychologie
Diagnostik in der Forensischen Psychologie
Strafverfahren:
Sorgerechtsstreit:
Rückfallprognose bei Straftätern
Schuldunfähigkeit
krankhafte seelische Störung, eine tief greifende Bewusstseinsstörung, Schwachsinn, eine schwere andere seelische Abartigkeit
Verkehrspsychologie
Entzug der Fahrerlaubnis/ MPU
Leistungsfähigkeitsuntersuchung von Kraftfahrern, die Personen befördern
- Messinstrument: Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Belastbarkeit und Orientierungsleistung
Traits
Die grundlegende Annahme eigenschaftstheoretischer Konzepte besteht darin, dass sich das Erleben und Verhalten von Menschen in Form von Eigenschaften (»traits«) beschreiben lässt.