Was versteht man unter Operationalisierung in der Psychologie?
Operationalisierung beschreibt den Prozess, abstrakte theoretische Konzepte (z.b. Persönlichkeiten, Intelligenz) in messbare und beobachtbare Einheiten zu übertragen, damit sie Empirisch untersucht werden können.
Definiere Manifest
Definiere latente variablen
Welche manifesten Indikatoren könnte man für die latente Variable Stimmung erheben?
Die latente variable Stimmung ist in:
- Gesichtsausdrücken
- Sprachton
- Körperhaltung
… sichtbar. Sind somit manifeste Indikatoren für Stimmung
Was bedeutet „Messen” in der Psychologie?
Nenne ein Beispiel für „Messen“ in der Psychologie und erwähne welche Variable erhoben wird und wann sie Operationalisiert wird
Beispiel: „Messung“ von Intelligenz
• Intelligenz ist nicht direkt beobachtbar und somit eine latente Variable, ein Konstrukt
• Intelligenz wird über Ergebnisse in Leistungstests operationalisiert (mainfeste Indikatoren schließen auf latente Merkmale)
→ von Anzahl gelöster Aufgaben wird auf die “dahinterliegende” Intelligenz geschlossen
• Unterschiedlichen Ausprägungen von Intelligenz werden unterschiedliche Zahlen zugeordnet (messen)
• Differenzen zwischen Zahlen sollen Unterschieden zwischen Personen entsprechen
Nach welcher Art der Daten, die generiert werden kann unterscheiden werden?
Definiere Quantitativ
Definiere Qualitative Erhebungsmethoden
Auswahl und Einsatz von Erhebungsmethoden, übergeordnete Perspektive und Einzelstudien- Perspektive
Übergeordnete Perspektive:
• Ziel: Wissenschaftliche Fragestellungen in breite und tiefe zu beantworten
• Lösung: Kombination mehrerer Methoden/Datenquellen (multimodale oder multimethodale Erfassung)
Einzelstudien-Perspektive:
• Oft nicht umsetzbar (ökonomisch/planerisch)
• Daher gezielte Auswahl weniger Methoden
Was sind Gütekriterien?
Definiere Objektivität
-> es stellt sicher, dass die Versuchsleitenden Person keinen Subjektiven Einfluss auf die Forschung nimmt
-> erfüllt wenn…: das Merkmal unabhängig von Testleiter, Testauswerter und Ergebnissinterpretation erhoben wird
Drei Bereiche lassen sich unterscheiden:
Unterteilung von Erhebungsmethoden
Unterscheidung nach:
Definiere Durchführungsobjektivität
Definition: Testergebnis soll nicht davon abhängen, welche Testleiterin Test durchführt → Erhebung sollte unter möglichst standardisierten Bedingungen stattfinden und die Testperson als einzige Variationsquelle (Faktor, der das Testergebnis beeinflussen kann)
Durch was wird Standardisierung Optimiert?
• Instruktionen der Testleiter und schriftliches Festhalten des Ablaufs (z. B. auch durch Interviewleitfäden bei Interviews oder Beobachtungspläne bei Verhaltensbeobachtung)
• möglichst geringe soziale (nicht-testbezogene) Interaktion zwischen Versuchsleiter und Testperson
• möglichst ähnliche Untersuchungssituation (z. B. Einzel- vs. Gruppentestung, Zeitbegrenzungen)
• eindeutige Anweisungen für Umgang mit Nachfragen und für Störungen im Testablauf
-> bei Verhaltensbeobachtung: Training von Beobachtern
Definiere Auswertungsobjektivität
Definition: Beim Vorliegen der Antworten/Beobachtungen einer Person soll jede:r Auswerter:in zum selben
Ergebnis kommen
Durch was wird Auswertungsobjektivität Optimiert ?
• Vermeiden freier Antwortformate - zum bsp. eher Kreuze-bei Freien antworten genau codieren
• klare Auswertungsregel
• Hilfsmittel wie Auswertungsschablonen oder computergestützte Auswertung
• festgelegte Ausschlusskriterien
• Informationen zum Umgang mit fehlenden Werten
• festgelegte Antwortmöglichkeiten, z. B. bei Interviews
• verhaltensverankerte Ratingskalen, z. B. bei Verhaltensbeobachtungen → ausmaß eines verhaltens
• Training von Beurteilern
Definiere Interpretationsobjektivität
Definition: unterschiedliche Erheber:innen sollen beim vorliegen der selben Ergebnisse zum selben Schluss kommen
Durch was wird Interpretationsobjektivität optimiert
• klare Regeln für die Interpretation → Z. B. genaue Vorgaben, wie man ein Merkmal benennt und beschreibt, oder was verschiedene Ausprägungen bedeuten
• Normen und Vergleichswerte bereitstellen → Man sollte wissen, was „normal“ ist, um Ergebnisse richtig einordnen zu können (z. B. Durchschnittswerte einer Stichprobe).
• Hinweise auf Interpretation auf Basis von Konfidenzintervallen → Diese zeigen, wie sicher man sich über das Ergebnis sein kann (Statistik: Vertrauensbereiche).
• Klassifikationen und Kategorien verwenden → Ergebnisse einordnen (z. B. „unterdurchschnittlich“, „durchschnittlich“, „überdurchschnittlich“).
• Fallbeispiele → Beispiele helfen, die Interpretation zu vereinheitlichen.
Definiere Reliabilität
Definition: Eine Erhebungsmethode ist (vollständig) reliabel (zuverlässig), wenn sie das Merkmal ohne Messfehler misst.
-> die Reliabilität sagt aus, ob sich eine die Forschung reproduzieren lässt
• anders ausgedrückt: Reliabilität gibt den Grad der Genauigkeit an, mit der eine Erhebungsmethode misst
• Wertebereich von 0-1
• wichtige Einflussgröße auf Breite der Konfidenzintervalle in der Einzelfalldiagnostik ( → Wie sicher kann ich
mir bei einer einzelnen Messung sein?)
In welche verschiedene Arten zur Schätzungen der Reliabilität lasses sich unterscheiden ?
• Retest-Reliabilität → Erhebungsmethode kommt bei Wiederholung zum gleichen Ergebnis
• Paralleltest-Reliabilität → Erhebungsmethode kommt unter vergleichbaren Bedingungen bzw. vergleichbaren Erhebungsmethoden (z. B. bei Durchführung mit einer Parallelform) zum gleichen Ergebnis
• innere Konsistenz → Einzelteile der Erhebungsmethode (z. B. Items eines Fragebogens) kommen alle zu ähnlichen Ergebnissen
• Testhalbierungs-/Split-half-Reliabilität → analog zur inneren Konsistenz: Trennung der Erhebungsmethode
in genau zwei Hälften und Vergleich der Ergebnisse
Was ist ein Konstrukt ?
Ein Konstrukt ist ein theoretisches, nicht direkt beobachtbares Merkmal (z.B. Intelligenz, Motivation, Prüfungsangst), das durch Messbare Indikatoren (z.b. Antworten, Verhalten) erschlossen wird.
Was ist ein Indikator ?
Beispiele:
Was ist die Definition von Validität ?
Definition: Eine Erhebungsmethode ist valide, wenn sie das Merkmal, das sie Messen soll, auch wirklich misst (und nichts anderes).