Was ist Sintern?
WBH mit dem Ziel Stofftransport auszulösen, so dass in Pulverstrukturen Zusammenhalt entsteht und die Porosität abnimmt.
Durch Sintern gewinnt der Grünling seine Festigkeit und Gebrauchseigenschaften
3 Prozesse beim Sintern
(Prozesse überlappen teilweise)
Was passiert beim Sintern (energetisch)?
Oberflächen u. später Grenzflächenenergien sinken durch Konrwachstum.
Makros- und Mikroskopische Vorgänge beim SIntern?
Schwindung
Umordnung v. Teilchen
Änderung der Poren:
Kornwachstum
Entstehung neuer Phasen möglich
veränderung mech. u. phys. Eigenschaften
Treibkraft des Sinterns
Erreichen Zustands geringster freier Enthalpie
Hohe OF Energie im Pulver stellt Triebkraft bereit, Temperatur lediglich zur Aktivierung der Diffusion
Beeinflussung des Sinterverhaltens durch … möglich:
mech. Druck (Drucksintern)
Konzentrationsgradienten oder chem Reaktion der Ausgangsstoffe (Reaktionssintern -> AluminiumNitrit?)
Anwesenheit einer Schmelze die Teilchenumorientierung bzw. Lösung und Wiederausscheidung ermöglicht ( Flüssigphasensintern)
Verdichtungsstadien beim Sintern
I Anfangsstadium
Festphasensintern
Sintern ohne überschreiten des Schmelzpunkts der Inhaltsstoffe (mehr und einphasig)
Verdichtung beruht auf Umlagerung von Teilchen und deren Form- und Größenänderung
Verdichtung durch Leerstellendiffusion
Triebkraft: Minimierung der Grenzflächenenergie
Flüssigphasensintern
mindestens ein Ausgangsstoff oder sich bildende Phase wird schmelzflüssig
bei <15Vol% werden nicht alle Poren mit Schmelze gefüllt (Si3N4 )
bei >15Vol% kann die Schmelze alle Poren ausfüllen (WC/Co und SiSiC)
Verdichtung durch Umordnung fester Teilchen die von der Schmelze umschlossen werden
Verdichtung abhängig von guter Benetzung, gesteruert durch Kapillardruck
Vorteilhaft: Löslichkeit des feststoff in der Schmelze
Einfluss von Sinterverfahren und Korngröße
Heißpressen: schnelleres Sintern bei geringerer Temp. höhere Verdichtung wird erreicht (fast 100%)
feinere Ausgangskorngröße hat ähnlichen (aber schwächeren) Effekt
Verdichtungsstadien beim Sintern
II Zwischenstadium
Verdichtungsstadien beim Sintern
III Endstadium
Diffusionsvorgänge im Anfangsstadium
2-5: Beim Keramik vorherrschend
4 + 5 verantwortlich für Schwindung
Regelfall: a wird größer (180°)
a wird kleiner:
Festphasensintern mit Additiven
Aufgaben
Eerzielbar durch:
Sinterstadien beim Flüssigphasensintern
verdichtung erfolgt durch Rasch ablaufende Anziehungs und Umlagerungsprozesse
Flüssigphasensintern: Teilchenumlagerung
Triebkraft wie immer!
Sinterung abhängig vom Gehalt der fl. Phase und dem Benetzungswinkel
Keramische Systeme: Gute bis Vollständige Benetzung
Kapillarkräfte halten Teilchen stärker zusammen, ohne Verdichtung zu erwirken.
ab ca. 30% Flüssigphase erfolgt Umorientierung in richtung dichteste Packung
Analog zu Parikelumlagerung im ersten Stadium der Festphasensinterung
Halsbildung beim Flüssigphasensintern
Anziehungskraft 2er Teilchen:
F=Benetzung-Kapillardruck
Wenn Benetzung Schlecht: F klein -> langsame Annäherung
==> Werkstoffe mit guter Benetzung und geringem Kapillardruck wählen
Zusamenfassung der Teilechnumlagerung beim Flüssigphasensintern
aufschmelzen der niedrigschmelzenden Komponente
Hals und Brückenbildung
Kapillarkräfte ermöglichen schnelle Teilchenumorientierung
Gefahr der Ausbildung von Hohlräumen die später nicht mehr gefüllt werden
Teilchen noch in urspünglicher Form nur lokal dichter gepackt
Flüssigphasensintern: Lösung und Wiederausscheidung
(Analog der Verdampfung und Kondesation beim Festphasensintern)
Nach Teilechnumlagerung liegt eine mehr oder minder dichte Teilepackung vor
Triebkraft: Energieminimierung
Ebenfalls: Reduktion des chem. Potentials
Mit steigender Temp diffusionsgestuerte Verdichtungsvorgänge (Lösungsreaktionen)
Konzentrationsunterschiede steuern den Vorgang. (-> Abflachung von Körnern und scharfen Kanten -> Reduzierung der Reibung -> bessere verdichtung
Flüssigphasensintern Lösung und Wiederauscheidung
Zusammenfassung
Diffusionsgestuerte Prozesse (Lö u. Wiederaus. und formangleichung)
unterschiedliche chem. Potentiale werden ausgeglichen
Ostwald Reifung
Verrundung der Körner bzw. formangleichung an den Nachbarn
Idiomorphes Wachstum bei schlechter Benetzung möglich
Flüssigphasensintern - Skelettsintern
Am Ende des fl.Ph.Sinterns: Poreneliminierung und Kornwachstum
Wichtig: Benetzungsverhältnisse die auch Temperaturabhängig sind.
Zu geringer anteil an Schmelze ermöglicht an Berührpunkten Festphasensintern
Gefüge besteht aus starren Teilchenbrücken die von Schmelze umgeben sind -> Skelettartig
Flüssigphase Skelettsintern
Zusammenfassung
Diffusionsvorgänge: Kornwachstum und Poreneliminierung
Körner bei Metallen rundliche bei Keramiken gerne Idiomorph
Typisch: - Ebene kristallograph. Begrenzungsflächen
Eckige Poren, einspringende Winkel sowie fest/fest-KG deuten auf Skelettbildung hin
Wichtig für Gefüge: der Winkel am Fest/fest/flüssig-Punkt