Wann Urinuntersuchung
Klinik
fiebernder Sgl < 12 Mo IMMER
FUO (vor Rö!)
Wann Strep A-Test?
hohe falsch positiv Rate (20%) -> wenn unwahrscheinlich, dann nicht
+ wenn Klinik klar (plötzliches, hohes Fieber, hohes CrP, hochrote Tonsillen, evtl. Kopf- und Bauchschmerzen) auch nicht
Kinder < 2 haben seltenst Strep Angina
Wann Mibi?
bei ambulanten eher nicht
bei HWI immer
bei therapierefraktären Infektionen (Konjunktivitis, perf Otitis)
Wann CT/MRT
bei unmittelbarer Konsequenz
bei Bewusstseinsströung
bei V.a. ZNS Blutung/Infarkt/SHT bzw schwerer Commotio/ Koma aber nicht im posiktalen Intervall
bei V.a. Meningitis mit Einschränkung des Bewusstseins vor LP (bei Sgl Sono ausreichend, Fontanelle bis 18 Mo etwa offen)
Wann Aufnahme auf Intensiv
IMMER ärztliche und pflegerische Ressourcen im Team bedenken
SK1
SK2
SK3
1- sofortig
2- dringlich
3- nicht dringend
Konjuntivitis
= Bindehautentzündung
infektiös vs nicht-infektiös (allergisch, toxisch, iR anderer E aus rheumtol. Formenkreis)
infektiös: meist viral (epidemisch - Adeno) -> symptomatisch mit NaCl Tropfen
bei Superinfektion -> Ofloxacin oder Gentamicin Augentropfen
CAVE Beginnende Periorbitalphlegmone
DD kongenitale Dakryostenose : Tränensee an der Unterlidkante, Absonderung von Sekret durch Druck auf den Tränensack -> AB zurückhaltend, da meist spontan ausheilend & die eigentliche Th in einer Intervention besteht (Tränenkanalmassage, abschwellende Nasentropfen)
Konjunktivitis des Neugeborenen
- Chlamydien, Staph/Strep, H.influenzae, E.coli
starker Sekretion und starke Schwellung beidseitig -> immer Abstrich unter Eigenschutz!
bei Chlamydiennachweis: Erythromycin systemisch + topische Antibiose
MERKE: eine seröse Keratokonjunktivitis kann das einzige Frühzeichen einer systemischen HSV-Infektion sein!
Periorbitalphlegmone
meist fortgeleitete Infektion der NNH, Zähne …
Exophthalmus, Chemosis, Augenmotilitätsstörungen
DD Monokelhämatom durch Neuroblastom
Dx Lab mir Entzündungsparamtern (BK, Bildgebung)
Th system. AB bereits bei Verdacht
K. Sehverlust, Sinus cavernosus Thrombose
Inhalationstherapie
Was: Salbutamol, ggf Berodual (Fenoterol+Ipratropiumbromid)
Wie: **Trocken»_space;> Nass **(auch bei Sgl)
stationär 6-8(-12)x/d, ambulant: 3-4x/d
Nass -> 1 Tropfen/Lebensjahr, mind. 3, max 10
Trocken -> 1 Hub <6, 2 Hub > 6
milde ObsBronch, aber kein Inhalator -> Salbutamol p.o. (Salbubronch Elixier)
Asthma Bronchiale: Definition & Pathophys
= anfallsweise auftretende spontan oder durch Behandlung reversible Atemwegsobstruktion, die auf einer** Hyperreagiblität **des Bronchialsystems beruht.
Ursache für Hyperreagibilität ist ein chronischer Reiz (Allerge, Tabak, Reflux), der zu einer chronischen Entzündung führt.
Pathophysiologisch kommt es zu einer IgE vermittelten Degranulation vin Mastzellen -> Ausschüttung Entzündungsmediatoren -> Schleimhautschwellung + Bronchospasmus
Langfristig: **Airway Remodeling **
Therapie Asthmaanfall/ Akute Obs Bronch
Allgemeinmaßnahmen
- sitzende Position in OK Hoch
- Kontrollierte O2 Gabe bei Hypoxie zB 2-4l und Ziel SpO2 93-95%
- häufige Reevaluation !
Salbutamol
Ipratropiumbromit = Atrovent
bzw Berodual
Predni p.o /i.v./supp sowohl initial als auch als Dauertherapie
Therapieeskalation:
- Mg-Sulfat 2g
- Terbutalin s.c.
- Reproterol = Bronchospasmin LANGSAM i.v.
- Theophyllin
Wann CAP aufnehmen?
< 6 Mo
Dyspnoe Zeichen
SpO2 < 92%
Apnoen
Rekap >2s
Nahrungsverweigerung, Erbrechen, Dehydratation
soziale Indikation
Therapie CAP
Amoxicillin
atypisch -> Azithromycin (Mycoplasmen/Chlamydien)
Wann RSV-Schnelltest
< 6 Mo -> IDOL, RSV typischer Husten
6-12: ObsBronch
CAVE <6 Apnoen möglich!
Management RSV
Monitoring
NaCl Inhalation
Hydrierung (watch TV, ggf Infusion)
Kohortierung
O2
things we do for no reason
= keine Evidenz, in Einzelfällen hilfreich, sollten unbedingt zuerst ausgeschöpft werden, um Intubation zu verhinder:
- Salbutamol
- Adrenalin
- Steroide (inh + syst)
- 3% NaCl
Obs Bronch
= virale Infektion der uAW, meist Adeno oder RSV
Viren verursachen Hyperreagibilität des Bronchialsystems durch Schleimhautödem, vermehrte Schleimproduktion & Bronchospasmus
LS: Dyspnoe + trockener Husten
Dx klinisch! :exspiratorisches Giemen/Pfeifen und Brummen+ verlängertes Exspirium, ggf erhöhte AF
je nach Schweregrad BGA
bei V.a. Komplikationen -> Labor, Rö-Thorax
Th: Schwerpunkt der Behandlung bildet die Inhalationstherapie mit ß-Mimetika
bei schwereren Formen gibt man Glucocorticoide p.o/supp, ggf i.v.
begleitend immer watch: TV/Hydrierung!
Krupp
meist viral durch Parainfluenzae oder Adenoviren ausgelöste subglottische Laryngitis mit Leitsymptom bellendem Husten & inspiratorischem Stridor
Stadien:
I - bellender Husten
II - Ruhestridor
III - Ruhedyspnoe
IV - Zyanose
Th ab II mit Predni supp und Adrenalin inhal., CAVE Rebound Phänomen, bei IV Sedierung & Intubation
DD: Peri/Retrotonsillarabszess, Epiglottitis (Staph/Strep,Pneumokokken), (Diphtherie)
Tonsillitis
Akute Tonsillitis = Entzündung der Tonsillen über das physiologische Maß hinaus also mit zusätzlich bestehender klinisch relevanter Symptomatik (als Teil des Immunsystems in Dauerentzündungszustand)
meist viral bedingt: Rhino, Corona, Adeno, Influenza, EBV, RSV, Entero
auch mal an Kawasaki denken
bakteriell: Strep pyogenes am häufigsten
Besonderheiten:
- weiß gräuliche Beläge -> EBV
- herpesähnliche Bläschen -> Herpangina durch Coxsackie A
Lymphadenopathie
benigne vs maligne
benigne: infektiös vs nicht infektiös (Infektionen machen 90% der LK Vergrößerungen aus!)
maligne: hämatologisch vs Metastasen
pathologisch ab > 1cm CAVE supraklavikulär IMMER pathologisch!!!!!!
Basisdx: Routine-BE mit Diff-BB,CRP, BSG, LDH, Harnsäure, Krea, Transaminasen
Serologie: Bartonellen, Brucellen, EBV, CMV, Toxoplasmose
Therapie: Cefuroxim i.v. (auch aus diagnostischen Gründen)
gutes Ansprechen -> oralisieren auf AmoxiClav (10-14d)
-> kein Ansprechen nach 5d -> Diagnostik beginnen
Zusatzdx: Sono LK z.A Abszedierung, Sono-Abdomen z.A. HSM wenn bilateral ohne Infektparameter,
Quantiferon-Test (auch an atypische Mykobakteriose denken!), weitere Bildgebung (Rö/MRT), KMP
Balanitis
lokal vs systemisch je nach Ausprägung des Lokalbefunds
systemisch bei Fieber oder Penisschaftphlegmone (Cefaclor)
Herpangina
Symptomatische Therapie
- Ibuprofen für 2-3 Tage fest
-Infectogingi MG vor den Mahlzeiten
- bei Trinkverweigerung und reduziertem AZ stationäre Aufnahme
-Bei ausgeprägter Stomatitis aphthosa Aciclovir, wenn möglich frühzeitiger Beginn
CAVE Enzephalitis bei Säuglingen !
Bauchschmerzen beim Sgl: was müssen wir IMMER mit untersuchen?
-> eingeklemmte Leistenhernie?
-> Hodentorsion !
DD Invagination, Volvolus
Anaphyxlaxie
I lokale Hautsymptome
II GIT symptome, Tachy, Hypo
III Stridor/Bronchospasmus, Schock
IV Atem/Kreislaufstillstand
ab II stationär
Adrenalin im
Antihistaminika + Predni
Volumen
Inhalation mit Adrenalin bei Stridor, Berodual bei obs Bronch
DD Hereditäres Agioödem -> Adrenalin, Predni & H1 hier wirkungslos -> C1-Esterase Inhibitor (Berinert)
Status epilepticus
wenn nach 60 min refraktär -> Intubation & Beatmung erforderlich
Midazolam als DTI
Thiopental Loading & dann als DTI (wenn kreislaufstabil)
Propofol als Bolus, dann Erhaltung (cave: Mitochondriopathie)