Chromatographie
Prozesse der Chromatographie
Stationäre Phase
Phase, die mit den einzelnen Substanzen des Substanzgemisches Wechselwirkungen eingeht und sich nicht bewegt. Der Aufenthalt der Analyten bei ihrer Retention wechselt zwischen mobiler und stationärer Phase (random walk), und verursacht die substanzcharakteristische Retentionszeit.
Mobile Phase
Phase, in die das Substanzgemisch am Beginn des Trennsystems eingebracht wird und die bewegt wird (Phase an einem festen oder flüssigen Stoff). Mobile Phasen unterscheiden sich in ihrer Elutionsfähigkeit („Stärke“ s. u. „Elutrope Reihe“), dies bedingt unterschiedliche Retentionszeiten und oft auch unterschiedliche Selektivitäten.
Retention
Verzögerung von einzelnen Substanzen des Substanzgemisches durch Wechselwirkung mit der stationären Phase.
Retentionszeit
Zeit, die die Moleküle eines reinen Stoffes zum Durchwandern der Säule benötigen (von der Injektion bis zur Detektion).
Durchflusszeit
Die Durchflusszeit (früher auch “Totzeit”) gibt die Zeit an, die die mobile Phase oder eine nicht zurückgehaltene Substanz benötigt, um die Säule zu durchwandern. Eine nicht zurückgehaltene Substanz (Inertsubstanz) befindet sich nur in einer vernachlässigbar geringen Konzentration in der stationären Phase und durchläuft die Säule daher in der selben Zeit wie die mobile Phase.
Elution
Elution (von lat. eluere „auswaschen“) ist das Herauslösen oder Verdrängen von adsorbierten Stoffen aus festen oder mit Flüssigkeit getränkten Adsorbentien und Ionenaustauschern durch kontinuierliche Zugabe eines Lösungsmittels (Elutionsmittel = mobiler Phase). Die aus der Trennsäule fließende Lösung wird Eluat genannt.
Eluent
Mobile Phase, die die Trennstrecke passiert hat.
Van-Deemter Gleichung:
H = A + B/u + C * u
H= L/N
H - Bodenhöhe
L - Länge der Säule
N - Trennstufenzahl
u - lineare Trägergasgeschwindigkeit
A - Streudiffusion/Wirbeldiffusion (Eddy-Diffusion). Bei gepackten Säulen erhöht die Verwirbelung diese Konstante. Bei Kapillarsäulen entfällt dieser Term.
B - Longitudinal-Diffusion, Diffusion in Längsrichtung. Dieser Faktor ist abhängig von der Viskosität und Temperatur des Trägergases.
C - beschreibt den Massenübergang zwischen stationärer und mobiler Phase. Dieser Term wird durch die Art des Trägergases, die Art und Dicke der stationären Phase beeinflusst.
Der Term A ist von dem Teilchendurchmesser der stationären Phase abhängig: A = 2 λ d (λ = Faktor, d=Teilchendurchmesser).
Der Term B ist von dem Diffusionskoeffizient der mobilen Phase (D(M)) abhängig: B = 2 λ D(M).
Der Term C ist auch von dem Teilchendurchmesser, der Säulenlänge und dem Säulenradius sowie dem Diffusionskoeffizienten in der stationären Phase abhängig.
Gaschromatographie
Injektion:
Trennsäulen: (Kenngrößen: Säulenlänge- und Durchmesser)
Detektoren:
Flammenionisationsdetektor
Wärmeleitfähigkeitsdetektor
Stickstoff-Phosphor-Detektor
Detektion von Stoffen, die Stickstoff oder Phophor enthalten, oder ungerade Elektronenzahl aufweisen -> Aufbau ähnelt FID
- Probe wird furch ein Wasserstoff/Luft-Plasma geleitet ohne CH-Atome zu ionisieren -> über der Düse befindet sich eine beheizte Keramikperle -> Alkali-Ionen der Perle und entsprechend gewählte Temp. sorgen für Ionisation der Stickstoff- oder phosphorhaltigen Verbindungen -> es fließt ein Strom, der proportional zur Menge der erzeugten Ionen ist
Elektronenauffangdetektor
Massenspektrometer
-Erkennt und misst durch Konvertierung von Analyten in Gasphasenione
- Einige Analyten können mit Elektronen in Anionen umgewandelt werden (Elektronenfang oder chemische Einwirkung)
-> Gasphasenionen werden nach Masse / Ladungsverhältnis getrennt
normalerweise mit Quadrupol-Massenanalysator
Flüssigketschromatographie
HPLC - High pressure liquid chromatographie
Aufbau:
-Pumpe, Injektor, Säule, Detektor
Techniken der LC
Detektoren:
Adsorptionschromatographie
Verteilungschromatographie
Die chromatografische Trennung erfolgt durch multiple Verteilung: Der Analyt ist unterschiedlich gut in stationärer und mobiler Phase löslich. Je besser sich ein Analyt in der stationären Phase löst, desto länger hält er sich darin auf und desto weniger weit wird er folglich von der mobilen Phase transportiert. Umgekehrt wird ein Analyt, der besser in der mobilen Phase löslich ist, eine größere Strecke transportiert.
VGL. NP-HPLC, RP-HPLC
Ionenaustauschchromatographie
Größenausschlusschromatographie
Affinitätschromatographie
UV/VIS - Detektor
Moleküle werden mit Elektromagnetischen Wellen im Bereich des sichtbaren und ultravioletten Lichts bestrahlt. Valenzelektronen von beispielsweise p- und d-Orbitalen der äußeren Schalen werden angeregt. Anhand der Energieabsorption des untersuchten Moleküls erhält man Informationen über Bindungsverhältnisse im Molekül.
Titration
Ist eine Methode bei der mit Hilfe einer Maßlösung die Konzentration einer unbekannten Lösung ermittelt wird. Dazu wird die Maßlösung Tropfenweise über eine Bürette bis zum ÄP zum Analyten hinzugegeben bis ein Umschlag von pH, Farbe oder anderen messbaren Größen zu erkennen ist.
Volumetrische Titration: Voulmenmessung während der Titration
Gravimetrische Titration: Messung der Masse, die zum Analyt gegeben wurde
Vorteile:
2 Typen von Titration: