Überblick und Funktion
Sympathikus
Perikarya der präganglionären Neurone in thorakalen und lumbalen Segmenten des Rückenmarks. Axone ziehen in der Vorderwurzel und dann im Spinalnerv, verlassen ihn als R. communicans albus, der zu den sympathischen Grenzstrangganglien zieht. Hier jetzt Umschaltung oder nicht.
Truncus sympathikus: beidseits der Wirbelsäule von Schädelbasis bis Steißbein. 21-25 Ganglien, die durch Rr. interganglionares verbunden sind:
Einige postganglionäre Axone des Grenzstrangs ziehen über Rr. communicantes grisei zurück zu Spinalnerven und innervieren Gefäße, Drüsen und Mm. arrectores pilorum.
Plexus aorticus abdominalis: Geflecht auf der ventralen Seite der Aorta, aus Fasern der Nn. splanchnici majores et minores. Eingelagert sind:
- Ganglia coeliaca (bds. Truncus coeliacus)
- Ganglion mesentericum superius
- Ganglion aortorenalia (bei Abgang Aa. renales)
- Ganglion mesentericum inferius
Plexus aorticus abdominalis zieht zum Plexus coeliacus, der sich in Unterplexen teilt hin zu Erfolgsorganen: Plexus suprarenalis, renalis, hepaticus…
Plexus hypogastricus inferior und superior bilden die kaudale Fortsetzung vom Plexus aorticus abdominalis.
Präganglionär: Acetylcholin / Postganglionär: Noradrenalin
Parasympathikus
Umschaltung von präganglionär auf postganglionär erfolgt erst im Erfolgsorgan oder in seiner Nähe. Acetylcholin prä- und postganglionär. Kopfteil und Sakralteil.
1) Kranialer Parasympathikus: Perikarya liegen in Hirnnervenkernen:
- Ncl. accessorius oculomotorii (Edinger-Westphal)
- Ncl. salivatorius inferior et superior
- Ncl. posterior nervi vagi
Präganglionäre Fasern verlaufen in den HN III, VII, IX und X und werden im Ganglion ciliare, pterygopalatinum, submandibulare, oticum oder in organnahen Ganglien im Brust- und Bauchraum postganglionär umgeschaltet. Sie innervieren Drüsen im Kopfbereich, innere Augenmuskeln, Brust- und Baucheingeweide bis zum Cannon-Böhm-Punkt nahe der linken Colonflexur, ab da dann vom sakralen Parasympathikus
2) Sakraler Parasympathikus: S2-S4. Axone ziehen mit den Radices anteriores der Sakralnerven in der Cauda equina. Verlauf getrennt als Nn. splanchnici pelvici und dann in Plexus hypogastricus inferior und vermischen sich mit Sympathiksufasern.
3) Enterisches Nervensystem: Plexus submucosus (Meißner-Plexus) und Plexus myentericus (Auerbach-Plexus). Autonome Steuerung von Darmbewegungen und Darmwanddrüsen-Sekretion.