Evolution Flashcards

(57 cards)

1
Q

Was belegt, dass heutige Organismen nicht immer so waren, wie wir sie jetzt kennen?

A

Alle Organismen haben sich im Verlauf der Zeit verändert, und aus früheren Lebensformen haben sich neue Arten gebildet.

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2
Q

Welches bekannte Beispiel wird oft für die gemeinsame Abstammung der Säugetiere genannt?

A

Der gemeinsame Bauplan der Vorderextremitäten, ein homologes Merkmal.

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3
Q

Was sind rudimentäre Strukturen und nenne ein Beispiel beim Menschen?

A

Strukturen, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Beispiel: das menschliche Steißbein, ein Überrest der Schwanzwirbel.

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4
Q

Welche Belege liefert die Molekularbiologie für die gemeinsame Abstammung aller Organismen?

A

Der genetische Code ist bis auf wenige Ausnahmen universell. Außerdem teilen alle Organismen gemeinsame Gene.

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5
Q

Warum kann menschliches Insulin in Bakterien hergestellt werden?

A

Weil wir mit Bakterien einen gemeinsamen genetischen Code und Gene teilen, was gentechnische Anwendungen ermöglicht.

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6
Q

Was besagt das biologische Artkonzept?

A

Eine Art ist eine Gesamtheit von Individuen, deren Mitglieder sich miteinander fortpflanzen und lebensfähige, fruchtbare Nachkommen bilden können.

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7
Q

Wie entstehen neue Arten nach dem biologischen Artkonzept?

A

Durch den Aufbau von Isolationsmechanismen über viele Generationen, die schließlich reproduktive Isolation verursachen.

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8
Q

Was versteht man unter reproduktiver Isolation?

A

Mechanismen, die verhindern, dass sich Individuen verschiedener Populationen erfolgreich fortpflanzen können.

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9
Q

Welche Rolle spielt geographische Trennung bei der Artbildung?

A

Geographische Trennung kann Populationen voneinander isolieren, sodass adaptive oder zufällige Veränderungen zur Entstehung neuer Arten führen.

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10
Q

Wie können sich Populationen auch ohne geographische Trennung voneinander isolieren?

A

Durch zeitliche Trennung der Fortpflanzung oder durch spontane Erbgutveränderungen, wie Chromosomenvervielfachung.

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11
Q

Warum führt die Kreuzung von Individuen mit unterschiedlichen Chromosomensätzen oft zu genetischer Isolation?

A

Weil es während der Meiose zu inkorrekter Paarung der Chromosomen kommt, was nicht lebensfähige Gameten erzeugt.

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12
Q

Wann entstand die Erde?

A

Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren.

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13
Q

Wie sah die frühe Atmosphäre der Erde aus?

A

Sie bestand hauptsächlich aus Stickstoff und Kohlendioxid.

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14
Q

Was sind die frühesten fossilen Belege für Leben auf der Erde?

A

Fossile Prokaryoten, einfache Einzeller, auch „Luca“ (Last Universal Common Ancestor) genannt, die vor 3,5 Milliarden Jahren lebten.

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15
Q

Welche Bedeutung hatten Cyanobakterien für die Evolution?

A

Sie produzierten Sauerstoff und veränderten dadurch die Atmosphäre der Erde nachhaltig.

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16
Q

Wann entstanden die ersten Eukaryoten?

A

Vor etwa 2 Milliarden Jahren.

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17
Q

Was unterscheidet Eukaryoten von Prokaryoten?

A

Eukaryoten besitzen Zellkern, Mitochondrien und andere Organellen, während Prokaryoten keinen Zellkern besitzen.

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18
Q

Wie erklärt die Endosymbiontentheorie die Entstehung von Mitochondrien und Chloroplasten?

A

komplexe Eukaryotenzellen aus der Symbiose zwischen einfacheren prokaryotischen Zellen entstanden sind. Demnach wurden Bakterien von einer Wirtszelle aufgenommen, wo sie sich zu Organellen wie Mitochondrien und Chloroplasten entwickelten. Diese Theorie erklärt die Entstehung von Mitochondrien (Energieversorgung) und Chloroplasten (Photosynthese).

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19
Q

Wann traten die ersten vielzelligen Eukaryoten auf?

A

Vor etwa 1,5 Milliarden Jahren, belegt durch Algenfossilien.

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20
Q

Wann entstanden die Vorläufer vieler heutiger Tierarten?

A

Vor etwa 550 Millionen Jahren.

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21
Q

Wann begannen Tiere, Pflanzen und Pilze das Land zu besiedeln?

A

Nach der Entstehung vielzelliger Eukaryoten und der frühen Tierstämme, vor weniger als 550 Millionen Jahren.

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22
Q

Wer gilt als der nächste Verwandte des Menschen?

A

Der Schimpanse.

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23
Q

Wann lebten die letzten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Schimpanse?

A

Vor etwa 5–7 Millionen Jahren.

24
Q

Wo wurden fossile Belege der frühen menschlichen Evolution gefunden?

A

Ausschließlich in Afrika.

25
Wie nennt man die Gruppe menschenähnlicher Vorfahrenarten?
Hominini.
26
Welche Art der Hominini ist heute nicht ausgestorben?
Der moderne Mensch (Homo sapiens).
27
Welche Idee verfolgte Charles Darwin in „On the Origin of Species“ bezüglich des Menschen?
Darwin vermied es größtenteils, die menschliche Abstammung zu diskutieren, aber seine Theorie implizierte, dass der Mensch von tierischen Vorfahren abstammt.
28
Welches Virus dient als Beispiel für schnelle Evolution durch Medikamentenresistenz?
Das HI-Virus (HIV), der Auslöser von AIDS.
29
Warum ist HIV für den Menschen so gefährlich?
Weil es Immunzellen befällt und zerstört, sodass das Immunsystem nach Jahren so geschwächt ist, dass harmlose Krankheiten tödlich sein können.
30
Wie viele Menschen sind weltweit etwa mit HIV infiziert bzw. gestorben?
Über 65 Millionen haben sich infiziert, ca. 30 Millionen sind daran gestorben.
31
Wo ist HIV besonders verbreitet?
In Afrika, wo mehr als 5 % der Bevölkerung infiziert sind.
32
Warum verlieren HIV-Medikamente oft schnell ihre Wirkung?
Weil die Viruspopulation sehr variabel ist und resistente Viruspartikel durch Selektion überleben.
33
Was macht das Medikament 3TC?
Es ähnelt einem DNA-Baustein und blockiert die reverse Transkriptase, wodurch die Virusvermehrung verhindert wird.
34
Warum gibt es innerhalb einer Viruspopulation Variation?
Weil verschiedene Viruspartikel leicht unterschiedliche Bestandteile besitzen, z. B. eine veränderte reverse Transkriptase.
35
Wie entsteht Variation bei HIV?
Durch Mutationen während der Vermehrung des Virusgenoms in Wirtszellen.
36
Sind Mutationen zielgerichtet?
Nein, sie treten zufällig auf, nicht als Reaktion auf die Umwelt.
37
Warum spricht man bei resistenten Viren von „Anpassung“?
Weil die resistenten Viren einen selektiven Vorteil haben und sich stärker vermehren als nicht-resistente.
38
Wie funktioniert natürliche Selektion bei HIV?
Resistente Viren überleben unter Medikamentendruck und vermehren sich, während nicht-resistente sterben.
39
Warum ist die moderne HIV-Therapie oft eine Kombinationstherapie?
Damit es unwahrscheinlicher wird, dass Viruspartikel gegen alle Wirkstoffe gleichzeitig resistent sind.
40
Warum gibt es bisher keine Heilung für HIV?
Weil manche Viren ihr Erbgut dauerhaft in das Erbgut der Wirtszellen integrieren.
41
Was ist Fitness in der Evolutionsbiologie?
Der Reproduktionserfolg eines Individuums, gemessen an der Zahl fortpflanzungsfähiger Nachkommen.
42
Warum ist Fitness relativ?
Weil sie von den Umweltbedingungen abhängt – ein Virus ist nur unter bestimmten Bedingungen fitter als ein anderes.
43
Warum verschwinden manche Krankheiten nicht durch natürliche Selektion?
Weil sie entweder erst nach der Fortpflanzungszeit auftreten oder sogar Vorteile bieten können.
44
Nenne ein Beispiel für eine Krankheit, die erst nach der Fortpflanzungszeit auftritt.
Chorea Huntington oder die familiäre Form von Alzheimer.
45
Warum können solche Krankheiten bestehen bleiben?
Weil sie die Fortpflanzung nicht beeinflussen und daher nicht selektiv benachteiligt werden.
46
Nenne ein Beispiel für eine Krankheit, die Nachteile und Vorteile haben kann.
Die Sichelzellenanämie.
47
Welcher Vorteil ergibt sich für Heterozygote mit Sichelzellenanämie?
Sie sind weniger anfällig für schwere Malariaerkrankungen.
48
Warum kommt die Sichelzellenanämie besonders in Malariagebieten häufig vor?
Weil der heterozygote Vorteil gegen Malaria dort einen Selektionsvorteil bietet.
49
Warum verschwinden Krankheiten, die durch Krankheitserreger ausgelöst werden, nicht?
Weil Krankheitserreger selbst einer Evolution unterliegen und sich ständig verändern.
50
Wie können Krankheitserreger ihre Fitness steigern?
Indem sie dem Immunsystem entkommen oder Übertragungsmechanismen wie Niesen oder Durchfall ausnutzen.
51
Nenne ein Beispiel für eine Krankheit, die wir wohl nicht loswerden.
Grippe (Influenza) oder Cholera.
52
Nenne ein Beispiel für eine Krankheit, die durch Impfungen ausgerottet wurde.
Pocken (seit 1977 nicht mehr aufgetreten).
53
Warum konnte die Pockenimpfung erfolgreich sein?
Weil eine weltweite Impfpflicht durchgesetzt wurde und das Virus keinen Wirt mehr fand.
54
Was bedeutet „Individuen produzieren mehr Nachkommen, als überleben“?
Es überleben nicht alle Nachkommen, sondern nur diejenigen, die durch ihre Eigenschaften besser angepasst sind.
55
Wie lautet die zentrale Bedingung für Selektion?
Es muss Variation innerhalb einer Population geben, und diese Unterschiede müssen vererbbar sein.
56
Was ist die Hauptursache für Variation?
Mutationen und Rekombination während der Nachkommenproduktion.
57
Wodurch werden Virenresistenzen gegen Medikamente möglich?
Durch zufällige Mutationen, die bestimmte Viruspartikel resistent machen und ihnen unter Selektionsdruck einen Vorteil verschaffen.