Definition: Einstellung
bewertende, individuelle Überzeugungen, die sich in Form von Ablehnung oder Zustimmung auf konkrete Objekte, Handlungen oder Situationen beziehen
Drei Komponenten-Modell
Die Einstellung gegenüber eines Objekts wird durch folgende Faktoren bestimmt:
Theorie des überlegten Verhaltens (ToRA)
Annahmen
Wann wird die Theorie des geplanten Handelns (ToRA) angewendet?
bei hoher Verarbeitungsintensität
Theorie des überlegten Handelns (ToRA)
Die Einstellung zu einem Verhalten und die subjektive Norm führen unter Einfluss der relativen Wichtigkeit zu einer Verhaltensabsicht, welche wiederum zu einem bestimmten Veralten führt.
Die Einstellung zu einem Verhalten setzt sich aus dem erwarteten Verhaltensergebnis und der Bewertung des Verhaltensergebnisses zusammen. Die subjektive Norm entsteht aus den wahrgenommenen sozialen Erwartungen an das Verhalten und der Motivation, diesen Erwartungen zu entsprechen.
Wichtig für die Messung von Einstellungen:
Kompatibilität
Theorie des geplanten Verhaltens (TPB)
Theorie des geplanten Verhaltens
Einstellungen ggü. dem Verhalten
Theorie des geplanten Verhaltens
subjektive Norm
Theorie des geplanten Verhaltens
wahrgenommene Verhaltenskontrolle
Kritik: Theorie des geplanten Verhaltens
Einstellung-Verhaltens-Lücke
Einstellungs-Verhaltens-Hypothese
Attitude-to-behavior Model
Schokoriegelstudie: Probanden gaben Einstellungen zu bestimmten Produkten ab, Verfügbarkeit der Einstellung wurde über die Zeit bis zu Antwort gemessen, Messung des tatsächlichen Verhaltens mit Auswahl von 10 Produkten, von denen die Probanden fünf zur Belohnung mitnehmen durften
hohe attitude-behavior consistency:
Einstellung bestimmt das Verhalten, wenn die Einstellung verfügbar ist
geringe attitude-behavior consistency:
Wenn die Einstellung nicht verfügbar ist, bestimmten Variablen der Situation das Verhalten. Hier: es wurden eher die vorne liegenden Schokoriegel gewählt
Worauf basieren Multiattributiv-Modelle?
- verschiedene Operationalisierenden, z.B. Fischbein, Trommsdorf
Einstellungsmessung nach Fishbein
Kognitive Komponente:
- indirekte Messung = Wahrscheinlichkeit k: “Wie wahrscheinlich ist es, dass die Deutsche Bank die Eigenschaft “zuverlässig” aufweist?”
Affektive Komponente:
- direkte Messung = subjektive Wertschätzung a: “Dass die Deutsche Bank zuverlässig ist, finde ich sehr gut/sehr schlecht”
Verknüpfung: E = Summe [ki * ai]
Einstellungsmessung nach Trommsdorf
Kognitive Komponente:
- direkte Messung = Wahrnehmung k: “Wie zuverlässig ist die Deutsche Bank?”
Affektive Komponente:
- indirekte Messung = Idealbild a: “Wie zuverlässig ist die ideale Bank?”
Verknüpfung: E = Summe | ki-ai |
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Grundidee
Elaboration: Wirkung der Verarbeitung von Informationen auf persönliche Einstellung und Verhalten
Likelihood: Verschiedene Faktoren beeinflussen die Wahrscheinlichkeit, Informationen auf der zentralen bzw. peripheren Route zu verarbeiten
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Dual-Prozess-Theorie: Zentrale Route
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Dual-Prozess-Theorie: Periphere Route
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Bewertung
Wann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Konsument eine Botschaft zentral verarbeitet?
Beeinflussungsmodell
Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass ein Konsument eine Botschaft zentral verarbeitet, wenn die Motivation vorhanden ist, die Botschaft zu verarbeiten und die Person muss die Fähigkeit aufweisen, die Botschaft zu verarbeiten -> für eine zentrale Verarbeitung müssen beide Bedingungen hinreichend erfüllt sein
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Beeinflussungsmodell
Folgen hoher Motivation zur Verarbeitung und hoher Fähigkeit zur Verarbeitung
Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)
Beeinflussungsmodell
Folgen geringer Motivation zur Verarbeitung und geringer Fähigkeit zur Verarbeitung
Geringe Elaboration ist wahrscheinlich -> periphere Cues ausschlaggebend
-> Verhaltensänderung ist fragil und temporär, geringe Prognosekraft für Verhalten
Die Hintergrundmusik-Studie
Das Verhalten von Shoppen hängt stark von automatisch aktivierten Assoziationen ab, die nicht bewusst verarbeitet werden