Was sind die 8 wichtigen Schritte beim Preforming?
Fertigungsverfahren, sortiert nach Faservolumengehalt (von niedrig zu hoch)
Faserspritzen (niedrig) Handlaminieren GMT-Pressen SMC-Pressen Nasspressen RTM Schlauchblasen Flechten Wickeln Umformen Autoclav/RI Pultrusion (hoch)
Fertigungsverfahren, sortiert nach Stückzahlen (von niedrig zu hoch)
Autoclav/RI (niedrig) Handlaminieren Faserspritzen Wickeln Flechten Schlauchblasen Umformen Nasspressen RTM GMT-Pressen SMC-Pressen Pultrusion (hoch)
Auswahl an Fertigungsverfahren nach Gestalt und Form der Bauteile:
Ablauf Handlaminierverfahren
Vor und Nachteile des Handlaminierverfahren
+ sehr geringe Anlagen- und Werkzeugkosten
+ geeignet für Prototypenfertigung
+ gute Oberflächenqualität durch Gelcoatschichten möglich
Ablauf der Prepreg / Autoklavtechnik
Vor und Nachteile der Prepreg / Autoklavtechnik
+ geringe Werkzeugkosten
+ geeignet für Prototypenfertigung und Kleinserie
+ Konstante, hohe Laminatqualität durch Verwendung von Prepregs
+ Vielfältige Einsatzmöglichkeiten (z.B. hohe Oberflächenqualitäten, Formenbau, komplexe Geometrien)
Ablauf des Harzinfusionsverfahrens
Vor und Nachteile des Harzinfusionsverfahrens
+ relativ geringe Werkzeug- und Anlagenkosten
+ Geeignet für Prototypenfertigung und Kleinserie, insbesondere für großflächige Bauteile
+ Konstante Bauteilqualität
+ flächige Matrixverteilung
+ schnelle Imprägnierung in Dickenrichtung
+ geschlossener Prozess
Ablauf des Nasspressverfahrens
-Imprägnierung:
• Harzauftrag auf die trockenen Fasern
• Ruhephase zur Vorvernetzung
-Formgebung:
• Einlegen und imprägnieren des Lagenaufbaus im das Werkzeug
-Aushärtung:
• Aushärtung bei 80-130°C
• Nachtemperierung möglich
-Entformung:
• Entformung und Nachbearbeitung
Vor und Nachteile des Nasspressverfahrens
+ niedrige Werkzeugkosten
+ geringe Presskräfte realisierbar (> 10 bar)
+ Reduzierung Taktzeiten
+ Sehr hohe Faservolumengehalte
+ Hoher Automatisierungsgrad
+ Großflächige Bauteile mit beidseitig hoher Oberflächengüte
+ Hinterschnitte mit teilelastischen Formwerkzeugen realisierbar
-Nur Bauteile mit geringer 3-dimensionaler
Komplexität
Ablauf des Resin Transfer Moulding (RTM)
Vor und Nachteile des Resin Transfer Moulding (RTM)
\+ Realisierung von Bauteilen mit hohen Faservolumengehalten (bis 65%) \+ Relativ kurze Zykluszeiten (> 2 min bis mehrere Stunden) \+ Geschlossener Prozess \+ Kaum Emissionen \+ Kein direkter Kontakt mit dem Harz \+ Beidseitig gute Oberflächenqualität \+ Reproduzierbare Qualität \+ Kaum Harzabfall \+ Hoher Automatisierungsgrad
Ablauf des Stempelumformverfahren
Vor und Nachteile des Stempelumformverfahren
+ Sehr kurze Zykluszeiten (1-5 min)
+ Geeignet für mittlere und große Serien und relativ kleine Bauteile
+ Konstante, hohe Laminatqualität Nachteile
Anwendungsgebiete des Stempelumformverfahren
Feuerwehr-Schutzhelm
Vor und Nachteile des Vakuumumformens
\+ Niedrige Werkzeugkosten \+ Geeignet für Prototypen und Kleinserienfertigung, besonders für große Bauteile \+ Konstante, hohe Laminatqualität
Ablauf des Nicht-isothermes Diaphragma-Umformens
Vor und Nachteile des Nicht-isothermes Diaphragma-Umformens
+ Kurze Zykluszeiten möglich (ca. 2 min)
+ Geeignet für Prototypen, Klein- und Mittelserienfertigung wergen geringer Werkzeugkosten
+ Konstante hohe Laminatqualität
+ Sehr flexible Verfahrenstechnik
+ Fast alle Preforms verarbeitbar (vorkonsolidiert oder Hybridfasern)
+ In-Mould-Dekoration möglich
+ Sehr geringe Emissionen durch geschlossenen Prozess Nachteile
Fertigungsverfahren für Multiaxial-Gelege und Gewebe aus
a) Duroplasten
b) Thermoplasten
a)
b)
- Stempelumformverfahren
- Vakuumumformen
- Nicht-isothermes Diaphragma-Umformen
- Tapeverarbeitung
Einordnung ausgewählter Herstellungsprozesse für FVK, bei denen die Komplexität des Bauteils abnimmt (Y-Achse), aber die Wirtschaftlichkeit steigt (X-Achse)
Handlaminieren Resin Infusion RTM Autom. Tapelegen Faserwickeln Pultrusion
Verfahrensvarianten des Wickelverfahrens
-Nasswickeln:
• Fäden werden vor dem Ablegen auf dem Wickelkern getränkt
-Trockenwickeln:
• Fäden werden nach dem Ablegen auf dem Kern im Harzinfusionsverfahren oder im RTM-Verfahren getränkt
-Prepreg-Wickeln (auch: Towpreg-Wickeln):
• Vorimprägnierte Bänder mit definiertem Faservolumengehalt werden im Wickelverfahren verarbeitet
• In Sonderfällen auch Verarbeitung thermoplastischer Matrices
Vor und Nachteile des Wickelverfahrens
Vorteile:
+ geeignet für kleine und mittlere Serien
+ gute Automatisierbarkeit
+ konstante, sehr hohe Laminatqualität (Faservolumengehalt bis 60%)
+ auch große Bauteile herstellbar (z.B. Eisenbahnwagenkasten)
Nachteile: