Genetik Flashcards

(33 cards)

1
Q

Was sind Vektoren?

A

Plasmide oder Bakteriophagen, die in der Lage sind, Fremd-DNA in einen anderen Organismus einzuschleusen (“Gentaxi”, “Genfähre”)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Was sind Restriktionsenzyme?

A

Schneiden DNA an spezifischen palindromischen (Palidnrom: ANNA) Sqeuenzenerzeugen Blunt- oder Sticky-Ends;

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Was ist LIgase?

A

(DNA-Replikation) verbindet Desoxyribose-phosphat-Gerüst der DNA

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Was sind Marker-/Reportergene?

A

Codieren Antibiotica-Resistenzen oder Bildung von Farbstoffen (XGal, GFP) -> Selektion erfolgreich transformierter Bakterien

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Was sind Stempeltechnik?

A

Replizieren von Bakterienkolonien auf Agarplatten mit gleicher Lage!

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Was ist Transformation?

A

Veränderung des Genoms von Lebewesen, Einschleusen von Fremd-DNA

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Was ist ein Hybridplasmid?

A

Plasmid mit Fremd-DNA

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Was ist der genetische Fingerabdruck?

A

DNA-Profil eines Individuums, das in hohem Maße charakteristisch für dieses ist (Ausnahme: eineiige Zwillinge). Das genetische Material wird aus Gewebeproben (Hautzellen, Haarfollikel..) oder Sekreten (Blut, Speichel, Sperma…) gewonnen.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Was sind Gene?

A

codierende Bereiche der DNA sind stark konserviert, kaum individuelle Abweichungen vorhandne

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Was schaut man sich an wenn man DNA verlgeichen will?

A

Analyse von nicht codierenden Bereichen, dort sammeln sich Mutationen individuell an
-> Ofe Mikrosateliten (=STR, short tandem repeats): Kurze sich wiederholende Basensequenzen (zB TACTAC)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Wenn es wenig DNA Material ist, wie kann man Proben überhaupt vergleichen?

A

Vervielfältigung der gewünschten Sequenzen durch PCR anschließend Vergleich der Proben durch Gel-Elektrophorese

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Was ist die PCR?

A

Methode zur in-vitro-Vervielfältigung von DNA und RNA

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Was braucht man für eine PCR?

A

Genetische Probe, spezifische Primer (vorwärts- + Rückwärtsprimer), DNA-Nukleotide, hitzebeständige DNA-Polymerase

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Wie läuft die PCR ab?

A
  1. Denaturierung: Die genetische Probe wird auf 95°C erhitzt das die DNA denaturiert und sich in zwei einzelstränge teilt.
  2. Hybridisierung: Bei etwa 50-60°C werden die Primer dazugegeben welche sich dann an die passende DNA-Sequenz anlagern und den gewünschten DNA-Abschnitt in eine Richtung begrenzen
  3. Elongation/Vermehrung der DNA: Bei 68-72°C werden

Nach dem 3. Zyklus liegen dann doppelstänge in der gewünschten Länge vor die keine überstehenden Einzelstränge mehr haben

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Was ist die Gel-elektrophorese?

A

physikalische Auftrennung von RNA/DNA-Molekülen (oder Proteinen) nach ihrer Größe

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Wie funktioniert die Gel-Elektrophorese?

A

Aufgrund der endständigen, freien Phosphat-Gruppen (PO43-) sind DNA- oder RNA-Moleküle negativ geladen
* Es wird ein elektrisches Feld angelegt. Die Proben werden nahe des Minus-Pols in das Gel gegeben und
bewegen sich in Richtung des Plus-Pols
* Je größer das DNA-Fragment, desto langsamer bewegt es sich durch das Gel → Auftrennung in Banden
* DNA-Längenstandard wird mit aufgetragen, um Länge der DNA-Stücke abschätzen zu können

17
Q

Was ist die DNA-Chip-Technologie?

A

Methode, um Genexpression in bestimmten Zellen zu messen oder Genome auf das
Vorhandensein bestimmter Sequenzen zu untersuchen.

18
Q

Wie funktioniert die DNA-Chip-Technologie grob?

A

Glas- oder Kunststoffplatten, auf denen sich in einem Raster DNA-Sonden befinden.
* Deren Sequenz und genaue Position auf der Platte werden digital gespeichert
* Durch komplementäre Basenpaarung und Fluoreszenzmarkierung erfolgt Identifikation

19
Q

Wie wird bei der Genomanalyse mit DNA-Chip-Technologie vorgegangen?

A

Spotting: Aufbringen der DNA mit bekannter Sequenz auf definierte Postition der
Platte
o mRNA wird isoliert und mit reverser Transkriptase in einzelsträngige copy- DNA
(=cDNA) umgewandelt
o Die cDNA (oder „normale“ DNA Probe) wird auf das Microarray gebracht.
Komplementäre Sequenzen Hybridisieren mit DNA auf Chip, Rest wird
abgewaschen
o Auswertung: cDNA wird mit Fluoreszenzfarbstoff markiert → je nach Intensität
der Fluoreszenz wurde unterschiedlich viel gebunden → Aussage über Intensität
der Genexpression
o Auch mit mehreren mRNA-Proben aus zwei unterschiedlichen Geweben
möglich. Die entstehende cDNA wird dann mit unterschiedlichen
Fluoreszenzfarbstoffen (blau und gelb) markiert
o Aufnahme von zwei identisch gespotteten Platten, einmal mit Probe 1 und
einmal mit Probe 2 hybridisiert.
o Fluoreszenzaufnahmen werden übereinandergelegt. Blau = Sequenz nur in Probe
1; Gelb = Sequenz nur in Probe 2; Grün (Mischung d. Farben) = Sequenz in beiden
Proben enthalten.

20
Q

Was ist Reverse Transkriptase?

A

Enzym aus RNA-Viren, die einzelsträngige RNA-Moleküle in
einzel- oder doppelsträngige DNA transkribiert. Eine so entstandene DNA nennt man
cDNA

21
Q

Was ist CRISPR CAS und was kann es?

A

Leitet sich aus dem natürlichen Immunsystem von Bakterien gegen Bakteriophagen ab
* Programmierbare Genschere mit Einsetz-Funktion
* Enzym CRISPR erkennt mit komplementärer guide-RNA die jeweilige Zielsequenz und
schneidet diese dort
* Protein CAS9 mit Fremd-DNA fügt diese in die durch CRISPR erzeugte Schnittstelle ein
und verbindet diese mit der ursprünglichen DNA zu einem durchgängigen DNA
Doppelstrang

22
Q

Was versteht man unter Gentherapie?

A

Gentechnische Veränderung des menschlichen Erbguts zur Behandlung von
Erbkrankheiten

23
Q

Wofür steht die Abkürzung PND?

A

pränatale Diagnostik

24
Q

Wofür wird die PND verwendet?

A

Erkennung von schwerwiegenden genetischen Defekten (oder anderen
Erkrankungen)

25
Worin wird die PND eingeteilt?
in invasiv und nicht-invasiv
26
Was sind nicht invasive Methoden?
Ultraschall, Bluttest
27
Was macht man mit dem Ultraschall?
Überprüfen der allg. Entwicklung und Prüfen auf Marker für Gendefekte ▪ → z.B. Messung der Nakenfalte ▪ Hinweis auf Trisomie 21, aber keine sichere Diagnose
28
Was untersucht man beim Bluttest?
Untersuchung des mütterlichen Bluts auf Erbgutstücke des Embryos ▪ Erkennt relativ sicher Trisomien, liefert aber auch falsch-positive Ergebnisse ▪ Für sichere Diagnose müssen Invasive Diagnostiken folgen
29
Was für invasive Methoden der PND gibt es?
Fruchtwasseruntersuchung, Chorionzottenbiopsie, Nabelschnurpunktion
30
Wann macht man eine fruchtwasseruntersuchung, was wird damit gemacht und was für Risikten birgt es?
11. – 13. Schwangerschaftswoche ▪ Durch eine Punktion wird Fruchtwasser entnommen. Von darin enthaltenen Zellen des Embryos wird Karyogramm erstellt ▪ Risiko von Infektionen oder Fehlgeburten (0,1- 0,4 %)
31
Wann macht man eine Chorionzottenbiopsie, was wird damit gemacht und was für Risiken birgt es?
▪ 15.-16. Schwangerschaftswoche ▪ Chorion = embryonaler Anteil der frühen Plazenta ▪ Erstellung Karyogramm ▪ Risiko von Infektionen oder Fehlgeburten (0,1- 0,4 %)
32
Wann macht man eine Nabelschnurpunktion, was wird da gemacht und was für Risiken birgt es?
▪ 17.- 18. Schwangerschaftswoche ▪ Embryonales Blut wird direkt aus Nabelschnur entnommen ➔ genaueste Diagnostik, viele weitere Krankheiten und Probleme erkennbar (z.B. Rhesusunverträglichkeit) ▪ Nur bei besonderen Fragestellungen und in spezialisieren Zentren ▪ 1-2% Fehlgeburtrisiko
33
Was für ethische Aspekte gibt es beim betrachten der PND und Gentechnik generell?
o In Gendiagnostik-Gesetz geregelt o Recht auf Wissen bzw. Nicht-Wissen der Eltern o Recht des ungeborenen Kindes auf Unversehrtheit o Gesellschaftliche Aspekte, z.B. Abtreibung von Embryos mit Behinderung? „Designer-Babys“?