Gentech Flashcards

(42 cards)

1
Q

Was umfasst die Gentechnologie?

A

Alle Methoden mit denen man DNA oder RNA analysiert, verändert oder nutzt, um biologische Prozesse zu verstehen, Krankheiten zu diagnostizieren oder therapieren

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2
Q

Gentechnologische Diagnostik

A

PCR, Taq-Man, Microarrays, Sequenzierung

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3
Q

Gentechnologische Forschung

A

GWAS, Rna Sequenzierung

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4
Q

Gentechnologische Therapie

A

Gentherapie, CRISPR, RNA-basierte Therapie

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5
Q

Wofür werden DNA Technologien eingesetzt?

A
  • genetische Mutationen
  • krankheitsauslösende Erreger
  • Genexpressionsmuster
    identifizieren, vergleichen, ändern
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6
Q

Nachweis bekannter genetischer Varianten

A

PCR / TaqMan-PCR

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7
Q

Analyse vieler bekannter Varianten gleichzeitig

A

Microarrays

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8
Q

Suche nach unbekannten Mutationen

A

DNA Sequenzierung (Illumina)

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9
Q

Worauf basiert PCR?

A

DNA Replikation und dient gezielter Amplifikation einer bekannten DNA Sequenz

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10
Q

Voraussetzungen PCR

A
  • DNA Vorlage (Zielsequenz)
  • zwei Primer (definieren Start und Ende)
  • DNA Polymerase
  • dNTPs (Basen mit Phosphorückgrad)
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11
Q

Zyklus PCR

A
  1. Denaturierung (Trennung der Stränge)
  2. Annealing: Primer binden komplementär an Zielstellen
  3. Elongation: DNA Synthese
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12
Q

TaqMan PCR

A

Real Time PCR

Ziel TaqMan:
- gleichzeitige Amplifikation und Nachweis einer spezifischen DNA Sequenz in Echtzeit

  • zusätzlich zur normalen PCR:
    fluoreszenzmarkierte TaqMan Primer mit Fluorophor, Quencher

4 Primer anstatt 2 wie bei normaler PCR

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13
Q

Mechanismus Taq Man

A
  • Gen wird amplifiziert
  • Primer A für eine genetische Variante, Primer B für die andere
  • Jeder Primer verschiedenfarbige Fluoreszenzmarkierer und Quencher Molekül (löscht Leuchten)
  • Entweder Primer A oder B bindet je nach gen. variante vorhanden
  • Fluorophor löst sich von Quencher und leuchtet farbig
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14
Q

Anwendungsbereich TaqMan

A
  • Genotypisierung einzelner SNPs (Sichelzellanämie)
  • Erregernachweis (HIV) (man schaut ob Virus Genom im Blut vorhanden ist)
  • Quantifizierung (Intensität des fluoreszenzsignals steigt exponentionell –> Erregermenge kann berechnet werden)
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15
Q

Grundprinzip Microarrays

A
  • Hybridisierung komplementärer Basen:
    Probe (DNA) wird fluoreszent markiert
    Komplementäre Basenpaarung bildet Lichtsignal

Signalstärke = Bindungsstärke

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16
Q

Genotypisierung Microarrays

A

Bestimmung von SNPs im gesamten Genom, bildet die Grundlage für GWAS

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17
Q

GWAS (Genotyp durch Microarrays bestimmen)

A

Genomweite Assoziationsstudient

Vergleich von Patienten vs Kontrollgruppe

Millionen von SNPs gleichzeitig

Identifikation krankheitsassoziierter Regionen

–> sagt nicht welches Gen die Ursache ist, sondern wo man suchen sollte

18
Q

Genexpression durch Microarray bestimmen

A

Genexpressions Microarray
- Vergleich mRNA Profile

detektiert durch:
mRNA -> komplementärDNA –> Fluoreszenzmarkierung

Farbcode:
- rot: nur Tumorzellen
- grün: nur gesunde Zellen
- gelb: beide gleich
- schwarz: nicht exprimiert

–> Tumorklassifikation, Personalisierte Krebstherapie

19
Q

Illumina Sequenzierung Prinzip

A

Illumina-Sequenzierung liest DNA, indem bei jeder Basen ein fluoreszierend markiertes Nukleotid eingebaut und detektiert wird.

20
Q

Illumina Sequenzierung Vorbereitung

A
  • Genom wird zufällig fragmentiert
  • DNA wird auf Chip fixiert
  • 2 Adapter hinzugegeben:
    1 Flowcell (komplementäre fixierung DNA
    2. Primer adapter, damit komplementär Primer binden können
  • Clusterbildung durch PCR (Signalverstärkung)
  • DNA Stränge getrennt
  • Komplementäre Nukleotide werden verknüpft
  • Ungebundene Nukleotide werden abgewaschen
  • Fotografieren von Fluoreszenzsignal
21
Q

Illumina Sequenzierung (Sequencing by Synthesis)

A

Zugabe aller vier dNTPs, jeweils:
-fluoreszenzmarkiert
-mit reversibler Terminator-Gruppe

Pro Zyklus wird genau ein Nukleotid eingebaut

Kamera erfasst die Farbe jedes Clusters → identifiziert die Base

22
Q

Geneediting

A

Mutationen korrigieren

23
Q

Gentherapie Prinzip

A

Gezieltes Einbringen / Verändern genetischer Informationen in Zellen

(krankheiten auf molekularer Ebene behandeln)

24
Q

Versch. Gentherapien

A
  • Defekte Gene ersetzen (Genaddition)
  • Funktionslose Gene korrigieren (Geneditierung)
  • Krankmachende Gene ausschalten (Genesilencing)
25
Wieso ist Gentherapie möglich?
Weil alle Zellen eines Menschen das gleiche Genom besitzen --> bringt man ein funktionierendes Gen in eine betroffene Zelle, kann dieses Gen dort ein funktionelles Protein herstellen, das den Defekt ausgleicht
26
Wie bringt man die DNA / Gene in Zellen
DNA kann Zellmembran nicht spontan durchdringen --> man braucht Transportmechanismus oder physikalische Methoden
27
Virale Vektoren Transport Methode
--> man kann Viren als DNA Transport Maschinen verwenden --> man entfernt krankmachende Gene und ersetzt sie durch TherapieGen -->infiszieren Zellen und bringen Erbgut hinein
28
Verschiedene Virale Vektoren
es gibt RNA Viren, DNA Viren, beide haben Vorteile, aber Nachteile von RNA kann sein, dass sie sich integriet
29
Nicht-Virale Transportmethoden
Elektroporation (kurzer elektrischer Impuls --> kurzzeitig durchlässige Zellmembran --> DNA gelangt hinein) Mikroinjektion (DNA direkt in Zellen) Lipofektion (DNA in Liposome verpackt, fusionieren mit Zellmembran)
30
Transgen
Zusätzlich eingeführtes Fremd-Gen, dass neben usrpünglichem Genom in Zelle exisitert
31
In Vivo Theapie
Gen oder Editiermaschinerie direkt in Körper gebracht
32
Ex Vivo Therapie
Zellen werden ausserhalb des Körpers genetisch verändert und danach wieder eingesetzt
33
Risiken und Herausforderungen Gentherapien
- Insertionale Mutagenes (Integration des Gens an falscher Stelle --> Tumorsuppressoren zerstören) - Immunreaktion (Körper erkennt Virus oder Protein als fremd) - Überexpression von etwas - Empisomale vektoren können verloren gehen bei Langzeitwirkung
34
CRISPR Cas
Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats Cas: CRISPR associated Protein
35
Crispr Prinzip
Ursprünglich war CRISPR bakterielles Immunsystem, das fremde DNA erkennt und zerschneidet --> in Gentherapie dient als präzise Genschere
36
Mechanismus CRISPR
Erkennung: gRNA bindet komplementäre Base Bindung an PAM: (DNA Sequenz) Cas 9 prüft ob neben Zielsequenz PAM vorhanden ist, sonst kein Schnitt Doppelstrangbruch: Cas9 schneidet beide DNA Stränge genau 3 Basen vom PAM DNA Reparatursysteme weren aktiviert: NHEJ und HDR (präzise schwierig)
37
Medizinische Anwendungen CRISPR
Sichelzellanämie: Austausch von Mutationen (Basentausch) Krebs-Immuntherapie: Deaktivierung von Checkpoint Genen in T-Zellen
38
Herausforderungen CRISPR Cas Erbkrankheit Therapien
- Off-target Effekte (schnitte an ähnlichen aber falschen Stellen) - Doppelstrangbrüche - Verteilung im Körper
39
RNA Basierte Technologien Prinzip
RNA Therapien nutzen RNA Moleküle direkt als Wirkstoff oder Regulator --> greifen nicht direkt in DNA ein --> Veränderungen sind reversibel
40
Antisens RNA
- komplementäre RNA bindet an fehlerhafte Ziel mRNA --> blockiert Translation doer Splicing
41
mRNA Impfung
mRNA wird in Lipid-Nanopartikeln verpackt gelagnt in Zytoplasma, wo Ribosomen übersetzen, Antigen, Immunantwort
42
Herausforderungen moderne Gentherapie
Effizienz (nur Bruchteil Zielzellen) Immunantwort (Abwehrreaktion) Sicherheitsrisiken (zufällige Integration oder Off Targets)