Was ist ein Wertstrom?
Ein Wertstrom umfasst alle Tätigkeiten (wertschöpfend und nicht wertschöpfend), die notwendig sind, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erstellen.
Ein Wertstrom beschreibt den Durchlauf eines Produktes durch einen Fertigungsbereich, eine Fabrik oder eine logistische Kette (Netz).
Woher kommt Wertstromdesign?
Prof. Mike Rother, der eng mit Jim Womack und Dan Johnes zusammenarbeitet, entdeckte eine Vorgehensweise bei Toyota, an der bis dato kaum jemand Interesse gezeigt hat. Er entwickelte Die Methode Wertstromdesign (Value Stream Mapping) und beschrieb diese 1998 in dem Buch „Sehen lernen“ (Learning to see).
Was ist das Ziel des Werstroms?
Erzeugung einer logistischen Kette welche einen Fertigungsfluss, beinhaltet, der:
Das richtige Teil in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Qualität zum richtigen Preis.
Von traditionelles Denken zu schlanke Produktion.
Merkmale und Vorteile der Vorgehensweise eines Wertstroms
Wie ist das Vorgehen bei Wertstromdesign?
Auswahl Produktfamilien
Eine Produktfamilie ist eine Gruppe von Produkten oder Leistungen, die ähnliche Prozessschritte durchlaufen
Also ein Produkttypenvertreter mit Sicht auf gemeinsame Prozesse
(Prozesstypenvertreter).
Eine Produktfamilie aus Wertstromsicht ist also nicht gleichbedeutend
mit einer Produktfamilie aus Vertriebssicht!
Ist eine Produktfamilie aus Wertstromsicht ist gleichbedeutend
mit einer Produktfamilie aus Vertriebssicht?
NEIN!
Symbolik zur Darstellung des Wertstroms symbole
Folie 17
Anwendungsbeispiel von Wertstrom
Beispiel: Wertstromanalyse für Typenvertreter „KOLBEN“
Schritte für Wertstromdesign
Wozu führt Überproduktion?
Überproduktion meint sowohl das Produzieren von zu vielen Teilen als auch die zu frühe bzw. die zu schnelle Produktion von Teilen, die der Kundenprozess noch nicht benötigt.
Dies führt zu hohen Bestände mit den „Nebenwirkungen“…
• zu viel gebundenes Kapital
• mehr Aufwand für Lagerung
• weniger Flexibilität
• hohe Durchlaufzeiten (lange Lieferzeiten)
Ziel bzw. Lösung: Einzelstückfluss im Kundentakt
Zeitdiskreter Durchlaufgraph DIAGRAMME
Folie 32
Was passiert wenn Kundentakt und interne Taktzeit nicht synchronisierbar sind, Taktzeiten zu unterschiedlich und mehrere Produktvarianten mit Rüstvorgängen zu produzieren sind?
Aber: Wenn Kundentakt und interne Taktzeit nicht synchronisierbar sind, die Taktzeiten zu unterschiedlich und mehrere Produktvarianten mit Rüstvorgängen zu produzieren sind, dann kann auf Losfertigung nicht verzichtet werden!
Was ist die Durchlaufzeit?
Die Kennzahl, an der sich jede Veränderung des Wertstroms messen
lassen muss, ist jedoch die Durchlaufzeit!
Wie kann man die Durchlaufzeit reduzieren?
Die Reduktion der Durchlaufzeit wird primär nicht durch eine Reduktion der wertschöpfenden Tätigkeiten erreicht, sondern durch die Reduktion (Eliminierung) der Verschwendung!
PIE CHART von Durchlaufzeit Tätigkeiten
Folie 35
Übungsbeispiel: Durchführung einer Wertstromanalyse
Folie 37/39
Leitlinien des Wertstroms:
Ziel: Produzieren nach dem Kundentakt MERKMALE
Der Kunde gibt den Produktionsrhythmus vor!
Die Produktion sollte diesem Rhythmus durch Einhaltung des Kundentakts folgen!
Der Kundentakt gibt den Zeitraum an, in dem Sie ein Produkt fertigstellen sollten, um dem Kundenbedarf genau zu entsprechen.
KUNDENTAKT = (VERFUGBARE BETRIEBSZEIT PRO ZEITINTERVAL)/(VON KUNDEN VERLAGTE PRODUKTIONSMENGE PRO ZEIT INTERVAL)
Sowohl zu langsames als auch zu schnelles Produzieren sollte vermieden werden!
KUNDENTAKT Mathematische Definition
KUNDENTAKT = (VERFUGBARE BETRIEBSZEIT PRO ZEITINTERVAL)/(VON KUNDEN VERLAGTE PRODUKTIONSMENGE PRO ZEIT INTERVAL)
Folgen unabgestimmter Arbeitsinhalte DIAGRAMME
Folie 44
Ideales Ziel bei Produzieren nach dem Kundentakt
Synchronisation von Kundentakt, Zykluszeit und Durchlaufzeit
Taktzeit = Zykluszeit = Kundentakt = Idealfall!
Was ist die Zykluszeit?
Die Zykluszeit ist die Zeit, die vergeht zwischen der Produktion zweier Produkte an einer Arbeitsstation
Wann ist der Idealfall erreicht bei Produzieren nach dem Kundentakt?
Der Idealfall ist erreicht, wenn die Zykluszeiten der einzelnen Prozesse genau gleich dem der Taktzeit und dem Kundentakt sind.