Interpretatives Paradigma Flashcards

(23 cards)

1
Q

Symbolischer Interaktionismus nach Blumer
3 Prämissen

A
  1. Menschen handeln nach Bedeutungen
    Bsp: Ein Lehrer = Autorität -> Du verhältst dich respektvoll
  2. Bedeutungen entstehen sozial
    -> durch Interaktionen mit anderen
  3. Bedeutungen werden Interpretiert
    -> aktiv verändert
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2
Q

Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
1. Prämisse

A

Menschen handeln Dingen gegenüber auf Grundlage der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben

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3
Q

Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
2. Prämisse

A

Bedeutungen enstehen aus sozialen Interaktionen

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4
Q

Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
3. Prämisse

A

Bedeutungen werden in einem interpretativen Prozess benutzt und verändert

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5
Q

Wie wird Bedeutung in der Interaktion Interpretiert (nach Mead)?

A
  • Nonverbale Zeichen bei Menschen v.a. Gestik und Mimik
  • Signifikante Symbole haben für zwei oder mehr Menschen die gleiche Bedeutung (Bsp. Winken der Queen)
  • Sprache
    -> Menschen Interagieren v.a. über Signifikante Symbole und Sprache
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6
Q

Was sind die Dinge?

A

Blumer: Unter “Dinge” wird alles gefasst, was der Mensch in seiner Welt wahrnehmen vermag
- Physische, Soziale oder Abstrakte

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7
Q

Bedeutungen entstehen …?

A
  • indem sich Menschen in der Interaktion wechselseitig auf die gleichen Dinge beziehen
    -> da sie das fortlaufend tun, werden interaktiv ausgehandelte Bedeutungen fortlaufen verändert
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8
Q

Methodologische Implikation

A

Da Bedeutungen interaktiv ausgehandelt werden, aber nicht stabil und zwischen verschiedenen Menschen identisch sind, muss man methodologisch unterstellen, dass Menschen unterschiedliche Bedeutungen dem gleichen Ding verbinden (können).

-> Untersuchungen können daher nicht standardisiert oder widerholt werden

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9
Q

Wie entsteht dann eine gemeinsame Wirklichkeit/Lebenswelt? (Schütz)

A
  • Konstitution der Welt in unserem Bewusstsein durch:
    -> regelmäßige Teilnahme
    -> so dass sich eine gemeinsame kommunikative Umwelt konstituiert ,
    -> die als “schlicht gegeben” vorausgesetzt wird
  • Wir handeln in der Lebenswelt und verändern sie dadurch
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10
Q

Gewissheit das wir andere verstehen und sie uns Verstehen

A

Idealisierungen (-> unausgesprochene Annahmen, die wir im Alltag verwenden)
- Und so weiter -> die Welt läuft weiter wie gewohnt
- Ich kann immer wieder -> Handlungen sind wiederholbar
- Kongruenz der Relevanzsysteme -> du glaubst, was für dich wichtig ist, ist es für andere auch

-> Ohne diese Annahmen würde der Alltag nicht funktionieren

Zusammenhang Blumer: Bedeutung entsteht in Interaktion, Bedeutungen sid unterschiedlich, Schütz: Trotzdem funktioniert unser Alltag; wegen Idealisierungen

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11
Q

Ethnomethoden (Garfinkel)

A

Methoden, nach der Gesellschaftsmitglieder vorgehen, wenn sie ihr tägliches Leben organisieren und ihre alltägliche Lebenswelt rekonstruieren

Das wir diese Methoden haben müssen zeigt sich an der Indexikalität und Vagheit der Kommunikation

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12
Q

Ethnomethoden: Indexikalität

A

Wir sprechen oft so, dass man viel Kontext braucht um zu verstehen

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13
Q

Ethnomethoden: Vagheit

A

Wir sprechen so, das viele Formulierungen vage sind

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14
Q

Interpretative Sozialforschung

A

… ist offen für die subjektive Sinngebungg der Handelnden

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15
Q

Rekonstruktive Sozialforschung

A

… rekonstruiert Sinnebenen, die nicht offen zu Tage liegen (v.a. Gruppen- und Millieusprezifisch)

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16
Q

Rollen (Goffman)

A

“Wir alle Spielen Theater” Vorderbühne- Hinterbühne

17
Q

Rollen (Interpretatives Paradigma)

A

Die Handelnden interpretieren die Anforderungen von Rollen und Veränderungen sie damit zugleich: “role taking”

18
Q

Rollen (Normatives Paradigma)

A

Die Individuen akzeptieren die Rollen, die ihnen im Rahmen gesellschaftlicher Strukturen zugedacht sind

19
Q

Makrosoziologie

A
  • Gesellschaft als ganzes
  • Beispiel aus der Vorlesung: Strukturfunktionalismus (Parson) und Systemtheorie (Luhmann)
  • Idee dahinter: Gesellschaft besteht aus Strukturen und Systemen, Individuen sind eher “Teil des Systems”
20
Q

Mikrosoziologie

A
  • Rational Choice: Menschen handeln nach Kosten und Nutzen
  • Menschen sind rational
  • Bsp: Studium wählen -> weil bessere Jobchancen
21
Q

Interpretatives Paradigma

A
  • Menschen handeln nach Bedeutungen
  • Beispiele aus der Vorlesung: Symbolischer Interaktionismus (Dead, Blumer), Ethnomethodologie (Garfinkel), Wissenssoziologie (Schütz)
  • BSp: Studium wählen weil man macht das so oder ich will dazugehören oder cu es passt zu meiner Identität
22
Q

Wie forscht das interpretative Paradigma? (Konsequenzen für die Methodologie?)

A
  • Die Forschung muss erst herausarbeiten, wie Handelnde die Welt sehen
  • durch: Rollenübernahme & Beobachtungen, Intersubjektive Reflexion (Bedeutungen werden nicht einfach übernommen), Methodisch kontrollierte Annäherung
  • Kontextualität: Bedeutungen wandeln sich je nach Situation
23
Q

Kontextualität

A
  • Handlungen und Äußerungen werden nur im jeweiligen Kontext verstanden
  • sie sind situationsabhängig und können sich je nach Situation verändern
    daher muss die QM immer den Zusammenhang berücksichtigen