Symbolischer Interaktionismus nach Blumer
3 Prämissen
Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
1. Prämisse
Menschen handeln Dingen gegenüber auf Grundlage der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben
Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
2. Prämisse
Bedeutungen enstehen aus sozialen Interaktionen
Symbolischer Interaktionismus (Blumer)
3. Prämisse
Bedeutungen werden in einem interpretativen Prozess benutzt und verändert
Wie wird Bedeutung in der Interaktion Interpretiert (nach Mead)?
Was sind die Dinge?
Blumer: Unter “Dinge” wird alles gefasst, was der Mensch in seiner Welt wahrnehmen vermag
- Physische, Soziale oder Abstrakte
Bedeutungen entstehen …?
Methodologische Implikation
Da Bedeutungen interaktiv ausgehandelt werden, aber nicht stabil und zwischen verschiedenen Menschen identisch sind, muss man methodologisch unterstellen, dass Menschen unterschiedliche Bedeutungen dem gleichen Ding verbinden (können).
-> Untersuchungen können daher nicht standardisiert oder widerholt werden
Wie entsteht dann eine gemeinsame Wirklichkeit/Lebenswelt? (Schütz)
Gewissheit das wir andere verstehen und sie uns Verstehen
Idealisierungen (-> unausgesprochene Annahmen, die wir im Alltag verwenden)
- Und so weiter -> die Welt läuft weiter wie gewohnt
- Ich kann immer wieder -> Handlungen sind wiederholbar
- Kongruenz der Relevanzsysteme -> du glaubst, was für dich wichtig ist, ist es für andere auch
-> Ohne diese Annahmen würde der Alltag nicht funktionieren
Zusammenhang Blumer: Bedeutung entsteht in Interaktion, Bedeutungen sid unterschiedlich, Schütz: Trotzdem funktioniert unser Alltag; wegen Idealisierungen
Ethnomethoden (Garfinkel)
Methoden, nach der Gesellschaftsmitglieder vorgehen, wenn sie ihr tägliches Leben organisieren und ihre alltägliche Lebenswelt rekonstruieren
Das wir diese Methoden haben müssen zeigt sich an der Indexikalität und Vagheit der Kommunikation
Ethnomethoden: Indexikalität
Wir sprechen oft so, dass man viel Kontext braucht um zu verstehen
Ethnomethoden: Vagheit
Wir sprechen so, das viele Formulierungen vage sind
Interpretative Sozialforschung
… ist offen für die subjektive Sinngebungg der Handelnden
Rekonstruktive Sozialforschung
… rekonstruiert Sinnebenen, die nicht offen zu Tage liegen (v.a. Gruppen- und Millieusprezifisch)
Rollen (Goffman)
“Wir alle Spielen Theater” Vorderbühne- Hinterbühne
Rollen (Interpretatives Paradigma)
Die Handelnden interpretieren die Anforderungen von Rollen und Veränderungen sie damit zugleich: “role taking”
Rollen (Normatives Paradigma)
Die Individuen akzeptieren die Rollen, die ihnen im Rahmen gesellschaftlicher Strukturen zugedacht sind
Makrosoziologie
Mikrosoziologie
Interpretatives Paradigma
Wie forscht das interpretative Paradigma? (Konsequenzen für die Methodologie?)
Kontextualität