Kapitel 1 Flashcards

1.1 Begriffe 1.2 Überblick über die Finanzierungsarten 1.3 Bilanzielle Auswirkungen der Finanzierung 1.4 Finanzmanagement im Unternehmen (19 cards)

1
Q

Was bedeutet „Kapital“?

A

Kapital = Ansprüche gegen ein Unternehmen, deren Erfüllung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit aufgeschoben ist; insgesamt durch das Vermögen begrenzt.

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2
Q

Aktiva vs. Passiva

A

**Aktiva: **Was das Unternehmen hat → Vermögen / Mittelverwendung (wohin fließt das Geld?) / Kapitalbindung (wo ist Geld „festgelegt“, z. B. Maschinen, Vorräte).

**Passiva: **Woher das Geld kommt → Mittelherkunft (EK & Schulden) / Kapitalbeschaffung (Prozess, Kapital zu holen).

**Merksatz: **Aktiva = Investition/Verwendung/Bindung; Passiva = Finanzierung/Herkunft/Beschaffung.

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3
Q

Anlagevermögen vs. Umlaufvermögen

A

Anlagevermögen: langfristig gebunden (z. B. Grundstücke, Maschinen), nicht liquide bzw. nicht „schnell zu Geld“.

**Umlaufvermögen: **„dreht sich“ im Betrieb, schneller zu liquidieren (z. B. Vorräte, Forderungen aus LuL, liquide Mittel).

Merksatz: Anlagevermögen bleibt lange, Umlaufvermögen dreht sich schnell im Kreislauf.

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4
Q

Geldmarkt vs. Kapitalmarkt

A

**Geldmarkt: **kurzfristige Geldanlage/-aufnahme bis 12 Monate (u. a. Zentralbankgeld, Geldmarktinstrumente, kurzfristige Wertpapiere).

Kapitalmarkt: längerfristige Anlage/-aufnahme über 12 Monate, typischerweise in Wertpapierform.

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5
Q

Welche rechtliche Stellung hat der Geldgeber im Unternehmen?

A

Beteiligungsverhältnis vs. Schuldverhältnis (Rechtsstellung)

Eigenkapital = Beteiligungsverhältnis: Kapitalgeber wird (Mit-)Eigentümer → „Mitinhaber“.

Fremdkapital = Schuldverhältnis: Kapitalgeber bleibt Gläubiger → „Geld gegen Rückzahlungsanspruch“.

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6
Q

Mitbestimmung (EK vs. FK)

A

**EK-Geber: **grundsätzlich Mitbestimmungsrechte (z. B. Stimmrechte), können vertraglich eingeschränkt sein.

FK-Geber: grundsätzlich keine Mitbestimmung – in der Praxis können aber vertraglich Mitbestimmungs-/Einflussrechte entstehen (z. B. über Kreditbedingungen).

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7
Q

Fristigkeit (EK vs. FK)

A

**Eigenkapital: **grundsätzlich unbefristet (teils Kündigungsrechte möglich – je nach Vertrag/Rechtsform).

**Fremdkapital: **wird befristet mit fester Laufzeit zur Verfügung gestellt (z. B. 5 Jahre).

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8
Q

Wovon hängt die Kapitalhöhe ab? (EK vs. FK)

A

Eigenkapitalhöhe: hängt davon ab, wie Chancen & Risiken des Unternehmens eingeschätzt werden + was die Eigenkapitalgeber finanziell leisten können/wollen.

**Fremdfinanzierungsmöglichkeiten: ** hängen von den wirtschaftlichen Verhältnissen (Bonität/Lage) und der Stellung von Sicherheiten ab.

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9
Q

Bilanzielle Auswirkungen von Bilanzverlängerung

A

Beide Seiten steigen, Bilanzsumme ↑.
Typisch bei Finanzierung, weil neues Kapital ins Unternehmen kommt.

Beispiel:
Kredit für Maschine → Aktivseite: Anlagevermögen ↑ (oder Bank ↑),
Passivseite: Fremdkapital ↑.

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10
Q

Bilanzielle Auswirkungen von Aktivtausch

A

Nur Aktivseite ändert sich, Bilanzsumme bleibt gleich. Kein Finanzierungsvorgang, eher Investition/Umwandlung innerhalb der Aktiva.

Beispiel:
Maschinenverkauf → Bank ↑, Anlagevermögen ↓ (Liquidität kann steigen, Bilanzsumme gleich).

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11
Q

Bilanzielle Auswirkungen von Passivtausch

A

Nur Passivseite ändert sich, Bilanzsumme bleibt gleich. Oft zur Umstrukturierung von Schulden/Kapital.

Beispiel aus deiner Übung:
Gesellschafterdarlehen aufnehmen und Bankdarlehen ablösen → eine FK-Position ersetzt die andere (Passivtausch).

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12
Q

Bilanzielle Auswirkungen von Bilanzverkürzung

A

Beide Seiten sinken, Bilanzsumme ↓. Typisch bei Tilgung, weil Geld abfließt und Schulden sinken.

Beispiel:
Tilgung Darlehen → Bank ↓ (Aktiva),
Fremdkapital ↓ (Passiva).

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13
Q

Finanzmanagement: Finanzmittelkreislauf (5 Schritte)

A

Finanzmittel durchlaufen:
1 Beschaffung → 2 Einsatz im Produktionsprozess → 3 Freisetzung aus dem Produktionsprozess → 4 Reinvestition → 5 Befriedigung der Ansprüche von Investoren & Fremdkapitalgebern.

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14
Q

Warum ist der Finanzmanager eine „Schlüsselposition“?

A

Weil er die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Finanzmarkt ist und intern meist die bestinformierte Person über Projekte/Strategien (weil alles budgetiert und geplant werden muss). Er begleitet Planungsprozesse fortlaufend, muss viel kommunizieren und vor allem: Liquidität sichern.

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15
Q

Was bedeutet „Kapital“ in der Finanzierung?

A

Kapital ist das Geld, das dem Unternehmen von Kapitalgebern zur Verfügung gestellt wurde – und damit verbunden die Ansprüche dieser Kapitalgeber an das Unternehmen.

**Fremdkapital: ** Anspruch auf Zinsen + Rückzahlung zu festen Bedingungen.
**Eigenkapital: ** Anspruch auf Anteil am Unternehmen und ggf. Gewinn (keine feste Rückzahlung).
**
Merksatz: Kapital = „Wer hat das Unternehmen finanziert – und was schuldet/verdankt das Unternehmen diesen Leuten?“

Kapital = Summe der Ansprüche der Kapitalgeber (EK + FK) an das Unternehmen, die erst später (oder unbefristet) erfüllt werden und nur durch das Unternehmensvermögen gedeckt sind.

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16
Q

Was sind Financial Covenants?

A

Financial Covenants sind vertraglich festgelegte Finanzkennzahlen/Regeln im Kreditvertrag, die ein Unternehmen einhalten muss (z. B. Mindest-EK-Quote, maximaler Verschuldungsgrad, Mindest-Zinsdeckungsgrad). Sie dienen dazu, dass die Bank das Risiko begrenzen und früh merken kann, wenn sich die Lage verschlechtert.

17
Q

Was passiert, wenn Financial Covenants verletzt werden?

A

Je nach Vertrag kann die Bank dann z. B.:
* Sonderkündigungsrecht nutzen (Kredit wird fällig),
* Zinsen erhöhen / Marge anpassen,
* Sicherheiten nachfordern,
* Ausschüttungen begrenzen (z. B. keine Dividenden),
* Auflagen machen (z. B. Reporting häufiger, Investitionen nur mit Zustimmung).

Merksatz: Covenants = „Gelbe Karte“ im Kreditvertrag: Wenn Kennzahlen kippen, bekommt die Bank mehr Kontrolle bzw. du zahlst mehr oder musst schneller zurückzahlen.

18
Q

Wie wirken sich mehr Fremdkapital vs. mehr Eigenkapital auf EK-Quote, Schuldentilgungsdauer und Covenant-Risiko aus?

A

Mehr Fremdkapital (z. B. neuer Kredit):
* Eigenkapital quote sinkt, weil das Gesamtkapital (und FK) steigt, EK aber gleich bleibt.
* Schuldentilgungsdauer steigt tendenziell, weil Finanzverbindlichkeiten ↑ (bei gleichem Cashflow).
* Covenant-Risiko steigt, weil Mindest-EK-Quote oder max. Verschuldungskennzahlen schneller gerissen werden können.
* Mehr Eigenkapital (z. B. Einlage/Kapitalerhöhung):
* Eigenkapitalquote steigt (EK ↑).
* Tilgungsdruck entfällt (keine fixe Rückzahlung wie beim Kredit).
* Covenants leichter einzuhalten, weil Bilanzrelationen „stabiler“ wirken und Verschuldung relativ sinkt.

**Merksatz: **Mehr FK = mehr Hebel, aber mehr Kennzahl-/Covenant-Stress. Mehr EK = stabiler, aber teurer/verwässert Eigentum.

19
Q

Ein Unternehmen braucht 500.000 € und schwankt zwischen Bankkredit und EK-Zufuhr. Welche Argumentation zu Covenants/Kennzahlen ist korrekt?

A

Kredit erhöht FK → EK-Quote fällt, Verschuldung steigt, ggf. Covenant-Verstoß/strengere Kreditbedingungen. EK-Zufuhr erhöht EK → EK-Quote steigt, Verschuldung relativ sinkt, Covenant-Puffer wird größer; dafür evtl. Mitbestimmung/„Verwässerung“.