Definieren Sie Risiko!
Risiko = relevante Ergebnis ist eine Zufallsvariable mit bekannter Wahrscheinlichkeitsverteilung
• Risiko ist subjektiv, weder pos noch neg
Skizzieren Sie Dominanz und Effizienz unter Risiko
Beschreiben Sie die unterschiedlichen Formen von Risikoeinstellungen! Wie lassen sie sich voneinander unterscheiden?
• Sicherheitsäquivalent = sichere Zielbetrag, der der WS Verteilung gleichwertig ist
→ Entscheider ist indifferent zwischen Sicherheitsäquivalent und WS Verteilung
• [Erwartungswert:] ◦ E(R) = P(R1)R1 + P(R2)R2 + …
◦ Alternative mit höherem Erwartungswert wird als besser angesehen
◦ vernachlassigt Schwankungen
Charakterisieren Sie das Risikomaß Varianz!
Charakterisieren Sie das Risikomaß Lower Partial Moments!
• bewertet Abweichungen einer Referenzgröße z.B. E(X) nach unten negativ, nach oben nicht
◦ → LPM0: Unterschreitungswahrscheinlichkeit
(bei Risikoaversion Alternative mit geringerem Wert besser)
◦ → LPM1: Erwartungswert der Unterschreitung
( bei Risikoaversion Alternative mit geringerem Wert besser)
◦ → LPM2: Varianz der Unterschreitung
( Referenzwert = Erwartungswert → LPM2 heist Semi-Varianz; bei Risikoaversion Alternative mit geringerem Wert besser)
Charakterisieren Sie das Risikomaß Value at Risk!
VaR ist der maximale Verlustbetrag gemessen zu einem bestimmten Zeitpunkt t mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit p innerhalb eines bestimmten Zeitraums, der den VaR nicht überschreiten wird
Alternativen mit niedrigerem VaR besser.
Wie lässt sich der VaR basierend auf Renditen berechnen?
Umrechnung in Return at Risk (RaR)
Beurteilen Sie ausführlich die Eignung des Value at Risk als Risikomaß!
Charakterisieren Sie das Risikomaß Conditional Value at Risk!
Beurteilen Sie ausführlich die Eignung des Conditional Value at Risk als Risikomaß
* bezieht mehr Informationen als nur das Quantil
Schildern Sie die Informationen, die zur Prognose unter Risiko benötigt werden! Benutzen Sie dabei ein Beispiel zur Erläuterung!
→ Ein und dieselbe Position kann bei Verwendung versch. Risikomaße unterschiedlich gut abschneiden
• eine Downsidemaße (LPM, VaR, CVaR) sind isoliert nicht sinnvoll zu verwenden, sondern müssen bspw. um den Erwartungswert ergänzt werden
Skizzieren Sie Möglichkeiten zur Prognose von Verteilungen!
◦ zukunftsorientiert
→ Introspektion: Erfahrung von WSVorstellungen des Entscheiders
→ verhaltensorientiert: Ableitung subjektiver Prognosen aus tatsachlichen Entscheidungen
◦ teilweise vergangenheitsorientierte Simulation
Skizzieren Sie Möglichkeiten zur Prognose von Risiko-Maßen!
• Risikomaße:
◦ vergangenheitsorientiert
◦ Schätzer für Erwartungswert: 1/n(sum x_i)
◦ Schätzer fur Varianz: 1/(n-1)(sum(x_i - SEW)^2)
◦ Schätzer fur Kovarianz:
1/(n-1) (sum((x_i - SEW)(y_i - SEW)))
Erläutern Sie den Varianz/Kovarianz-Ansatz und die historische Simulation im Zusammenhang mit der Ermittlung des Value at Risk!
• weil VaR Sicherheit fur die Zukunft geben soll, aber auf Vergangenheitsdaten basiert, erfolgt ein sog. Backtesting
→ es wird durch tatsächliche Realisationen der interessierenden Zahlung geprüft, wie oft der ermittelte VaR tatsächlich überschritten wurde
• historische Simulation ist strikt vergangenheitsorientiert. Es werden die historisch aufgetretenen Realisation der Interessierten Zahlungen betrachtet.
→ Quantilbestimmung durch abzählen
Erläutern Sie Risikoverbund-Effekte anhand der Varianz eines Portfolios!
rho<0: WPs tendenziell gegenläufig rho=0: WPs unabhängig rho>0: WPs tendenziell gleichläufig rho=1: WPs gleichläufig rho=-1: WPs gegenläufig
Wann sind Diversifikations- und wann Spezialisierungsstrategien in der Portfolio Selektion zu empfehlen?
• Diversifikation: = Wertpapiermischung (nicht WP mit kleinster Varianz)
-> nicht die Varianz sondern die Kovarianz bestimmt das Risiko
Erläutern Sie das Konzept der μ-σ-Effizienz. Gehen Sie in diesem Zusammenhang auch darauf ein, wie eine Senkung der Varianz auf den Erwartungswert wirkt und umgekehrt!
• Portfolios können nur miteinander verglichen werden, wenn ihre Erwartungswerte um die Varianz bereinigt werden → μ-σ-Effizienz
• Ein Portfolio ist μ-σ-effizient, wenn es kein anderes Portfolio gibt, das
◦ bei gleichem Erwartungswert eine niedrigere Varianz
◦ bei gleicher Varianz einen höheren Erwartungswert
◦ oder niedrigere Varianz und höherer EW
◦ ↑EW um 1 Einheit → ↑Risiko um >1 Einheit
◦ ↓Risiko um 1 Einheit → ↓EW um >1 Einheit