Oberflächenanästhesie
-> Von dort diffundiert es zu den sensiblen Endorganen und
terminalen Nerven-Verzweigungen
Mit speziellen Applikations-Verfahren, beispielsweise in Form eines Pflasters oder mittels Elektrophorese, kann man mit einigen Lokalanästhetika auch normale Haut betäuben?
Was ist die Definition von Lokalanästhetika?
Lokalanästhetika sind Pharmaka, die örtlich begrenzt und reversibel die Schmerz-Empfindung ausschalten, ohne dabei das Bewusstsein zu beeinträchtigen.
Infiltrations-Anästhesie
Beschreibe die Verwendung der Infiltrations-Anästhesie?
Bei der Infiltrations-Anästhesie injiziert man das Lokalanästhetikum direkt in das Operations-Gebiet in das Unterhaut-Fettgewebe bzw. durchtränkt das Gewebe. Zusätzlich zu den sensiblen Endorganen werden dadurch auch kleinere Nervenstämme blockiert.
Infiltrations-Anästhesie
Was ist der Nachteil der Infiltrations-Anästhesie?
Ein Nachteil dieser Methode ist, dass hierbei auch die Eigenschaften des zu operierenden Gewebes verändert werden und man verhältnismäßig große Mengen an Lokalanästhetikum benötigt.
Leitungs-Anästhesie
Was ist Leitungsanästhesie und was ist der Vorteil gegenüber der
Infiltrations-Anästhesie?
Bei der Leitungs-Anästhesie umspritzt man gezielt bestimmte Nerven und unterbricht dadurch die Erregungsleitung an diesen Stellen.
Die Injektion des Lokalanästhetikum erfolgt also in der Regel in einer gewissen Entfernung zum Operations-Gebiet, so dass dessen Gewebe im Gegensatz zur Infiltrations-Anästhesie nicht beeinflusst wird. Außerdem kann man hiermit mit relativ wenig Lokalanästhetikum größere Gebiete bzw. ganze Gliedmaßen anästhesieren, weshalb man diese Form auch als Regional-Anästhesie bezeichnet.
Leitungsanästhesie
Wie findet man den betroffenen Nerven?
Zum Auffinden der zu blockierenden Nerven verwendet man häufig einen Nerven-Stimulator, dessen Impulse die betroffenen Nerven stimulieren und unwillkürliche Muskelzuckungen auslösen.
Intravenöse Regional-Anästhesie
Intravenöse Regional-Anästhesie
1.
Bei der i.v.-Regional-Anästhesie injiziert man das Lokalanästhetikum in eine Vene einer nicht durchbluteten Gliedmaße, bei der der Blut-Zu- und –Abfluss durch vorheriges Anlegen einer Blutdruck-Manschette unterbunden wurde. Aus der Vene diffundiert das Lokalanästhetikum in das umliegende Gewebe und bewirkt dort innerhalb von 10-15 min eine Anästhesie.
Intravenöse Regional-Anästhesie
1.
Die Blutsperre muss mindestens 20-30 min bestehen bleiben, damit keine größeren Lokalanästhetika-Mengen in den systemischen Kreislauf gelangen. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass nach Beendigung der Blutsperre die Betäubung innerhalb weniger Minuten abklingt.
Lokalanästhetika vom Ester-Typ
1.
Cocain
Was kann Cocain, was kein anderes LA kann, tun?
Cocain ist weiterhin von Interesse, da es durch Blockade der Noradrenalin-Aufnahme aus dem synaptischen Spalt als einziges Lokalanästhetikum eine vasokonstriktorische Wirkung besitzt.
Procain
Was ist die maximale Einzeldosis?
Wie wird Procain abgebaut?
Maximale Einzeldosis ist 0,6 g s.c.
Im Organismus wird Procain rasch durch Esterasen hydrolysiert
Benzocain
Tetracain
Tetracain
Was ist die maximale Einzeldosis von Tetracain?
Die maximale Einzeldosis beträgt nur 20 mg
Amid-Typ
Die Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ sind die wichtigste Gruppe der Lokalanästhetika, da sie eine verhältnismäßig lange Wirkdauer aufweisen und - bei Einhaltung der Dosierungsvorschriften - gut verträglich sind. Daher gehören nahezu alle derzeit in der Anästhesie verwendeten Lokalanästhetika zu dieser Gruppe.
1.
Oberflächen-, Infiltrations- und Leitungs-Anästhesie. Aufgrund seiner Wirkung auf den Herzmuskel verwendet man Lidocain zusätzlich auch als Antiarrhythmikum.
Lidocain
Lidocain besitzt, zumindest in Konzentrationen über 2 %, das höchste neurotoxische Potenzial aller klinisch verwendeten Lokalanästhetika.
Lidocain
Was wirkt länger Lidocain oder Procain?
Dauert der Wirkeintritt lange?
Lidocain wirkt deutlich länger
Schneller Wirkeintritt
Lidocain
Vergleiche die Wirksamkeit und Toxizität zwischen Lidocain und
Procain
Verglichen mit Procain hat es eine etwa 4-fache Wirksamkeit, aber nur 2-fache Toxizität
Lidocain
Was ist die special-ability von Lidocain?
Eine Besonderheit des Lidocains ist, dass eine zusätzliche Vasokonstriktor-Gabe häufig nicht notwendig ist
Etidocain
Wirkungseintritt und Wirkungsdauer von Etidocain!
Welche Eigenschaft von Etidocain verhindert den Einsatz bei einem bestimmten Eingriff
Etidocain hat einen schnellen Wirkungseintritt und ist langwirksam
Eine Eigenheit des Etidocains ist seine im Vergleich zu anderen Lokalanästhetika stärkere Wirkung auf motorische Neurone, was seinen Einsatz vor allem in der Geburtshilfe einschränkt.
Etidocain
Für welche Verfahren verwendet man Etidocain?
Etidocain verwendet man zur Infiltrations- und Peridural-Anästhesie sowie zur peripheren Nerven-Blockade.
Pirlocain
Welche Eigenschaft fehlt Pirlocain?
Es hat keine vasodilatierende Wirkung
Pirlocain
Wie toxisch ist Pirlocain
weist durch sein großes Verteilungsvolumen die geringste Toxizität aller Lokalanästhetika auf