Wirkungen von Antidepressive
• stimmungsaufhellend
setzt verzögert ein (Tage bis Wochen nach initialer Gabe)
bei Nichtdepressiven keine Wirkung
• dämpfend vs. antriebssteigernd
• vegetative Nebenwirkungen
Mundtrockenheit, Potenzstörungen, Schwindel, Herzklopfen, Blutdruckabfall, Delirien (bei Überdosis), Störungen der Herzfunktion
Wirkmechanismen von Antidepressiva
• der pharmakologische Effekt (Konzentrationserhöhung im synaptischen Spalt) tritt sehr schnell ein, eine Wirkung auf die Symptomatik erst nach 4-6 Wochen
• Down-Regulation: Reduktion der Rezeptordichte und
-affinität an der Postsynapse
Trizyklische Antidepressiva (TZA)
Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)
• Hemmung des Abbaus von Monoaminen (DO, NA, 5-HT) • Nebenwirkungen: • Unruhe • Schwindel, Kopfschmerzen • Schlafstörungen • Mundtrockenheit, Übelkeit
Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI)
Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)
Selektive Hemmung der Rückaufnahme von 5-HT und NA aus dem synaptischen Spalt
• Nebenwirkungen (insgesamt weniger als TZA & MAO):
• Magen-Darm-Beschwerden, häufiges Wasserlassen
• Schlafstörungen, Kopfschmerzen
• sexuelle Funktionsstörungen
• Blutdruckanstieg
Lithium
Antikonvulsiva
Wirksamkeit
Antidepressive in der Psychotherapie
Realistische Erwartungen
• Nebenwirkungen ansprechen (v.a. Gewichtszunahme und sexuelle Funktionsstörungen)
• verzögerten Einsatz der antidepressiven Wirkung vorbereiten
• „Einnahmeregeln“
• Sich an Dosierung und Dauer der Einnahme halten (nicht plötzlich, selbstständig absetzen)
• Kein Alkohol -> verstärkt Wirkung