Herkunft des Begriffs Design
Ursprünglich aus dem lateinischen designare. Bedeutung: Entwurf, Zeichnung, Schema, Muster, Konstruktion im technischen Sinn und Dekoration. Lange nur Fachleuten bekannt, erst in den 1980ern üblich in der westlichen Welt.
Ersten Designer
Vorinustrielle Geschichte, gab es keine Designer
Erst mit entwicklung der Massenproduktion, Notwendigkeit der Herstellung eines Prototyps. Künstler hatten Vorstellungsvermögen über Geschmack der Käufer. Designer in England: Modeller
Im deutschsprachigem Raum: Michael Thonet. Aus Kunst und Industrie entstand die Angewandte Kunst, Kunstgewerbe, Kunsthandwerk und Kunstindustrie
Wer waren die Designer von früher?
Malerinnen, Bildhauerinnen, Handwerkerinnen, Architektinnen, Innenarchitektinnen, Ingenieurinnen, Werbefachleute, Regisseurinnen, Bühnenbildnerinnen.
Reformbewegung Henry Cole
Reformbewegung Gottfried Semper
proklamierte neue Kunst, Mechanisierung akzeptieren und reine Form beruhen. Beginn des modernen Industriealters
Reformbewegung William Morris
machte den Kapitalismus verantwortlich für die Hässlichkeit der Zeit. Wollte zurück zum vorindustriellem Leben. Mittelalter war das Ideal.
Weitere Reformierungen?
Art-Déco-Stil (F) und Jugendstil (D,Ö) erneuerung des Handwerks und Idee des Gesamtkunstwerks
Modernes Design
Lebensreform: Ausdruckstanz, Wandervögel, Biokost und modernes Design. Künstlerwerkstätten entstanden = Deutschen Werkstätten
Später gegründet= Deutsche Werkbund, Organisation für Gestaltung
(modernes Design) Richard Riemerschid
Maschinenmöbel, verbindung Industrie und Kunst
Peter Behrens
war künstlerischer Beirat in Elektrofirma AEG. gestaltete nicht nur Produkte sondern auch Erscheinungsbild
=Corporate Identity
Funktionalismus
Bauhaus= Werkstättenbewegung, Designschule
Wurde zum Labor für Gestaltungsexerimente
beschränkung auf einfache Grundelemente
klassische Moderne
politisch definiert
Viele Vertreterinnen waren Sozialistinnen
80-90er Jahre
Gruppe Memphis: am Anfang Tabu, viele Kritikerinnen
Oberflächlichkeit und Eklektizismus, lustvolle und ironische Zugänge
Ablehnung des Funktionalismus, Protestbewegung : Radical Design (antikapitalistisch) Schlüssel zu einer Besseren Welt
Design wurde bekannt, Designer profitierten
Internationale Vernetzung durch Internet. Weltweite Verbreitung des Autorendesigns, eingeführt von Metallwarenhersteller Alessi. Technischer Fortschritt forderte High Tech-Ästetik. Sichtbare Konstruktionsteile wurden zu dekorativen Elementen.
Konzeptdesign
PopArt wird mit Farben und Materialien beeinflusst, Kunststoff wurde zum wesentlichen Gestaltungsmaterial
60er-70er
Proteste gegen autoritären Strukturen, Gesellschaft, Politik, Konsumverhalten, Kapitalismus,
69’ hatte auswirkung auf Design
nicht nur ästhetische und formale Funktionen sondern auch gesellschaftliche und soziokulturelle Aspekte inkludiert. Primäre (praktische) und Sekundäre (symbolische) Funktionen.
Manche Designerinnen zogen sich zurück und entwarfen gesellschaftspolitische Konzepte, sie wollten keine Handlanger des Industriekapitalismus sein
Droog Design
konzeptionellen Produkte, ironische Readymades, Recyclingprodukte, Experimente
Ab den 90ern bis heute
Digitalisierung forderte neue Kommunikationswege, beschleunugte Entwicklung neuer Softwares und Herstellungsverfahren (digital) und neue gestaltungs und Produktionsmöglichkeiten
Aktuelle Positionen
neue Ästhetik entstand, organische Form und computerbasierende Ornamentik ausgezeichnet
Wissenschaft und Industrie investieren in neue Entwicklungen.
Trend (Apple) nachhaltiges Design wurde teils niedergeschalgen