Methodenlehre Flashcards

(86 cards)

1
Q

Was ist ein empirischer Satz? Nenne ein Beispiel.

A

‚Sportler XY erzielt seine persönliche Bestleistung im leeren Olympiastadion‘

Dies ist eine Existenzaussage.

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2
Q

Was sind die Aufgaben eines Moderators in der Forschung?

A
  • Kontrolle
  • Störvariable

Der Moderator sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der Studie.

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3
Q

Erkläre den Median und die Varianz.

A
  • Median: Der Wert, der die Daten in zwei Hälften teilt
  • Varianz: Maß für die Streuung der Daten

Beide sind wichtige statistische Kennzahlen.

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4
Q

Was beschreibt die relative Häufigkeit?

A

Das Verhältnis der Anzahl der Ereignisse zur Gesamtzahl der Ereignisse

Sie wird oft in Prozent angegeben.

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5
Q

Nenne die Skalenniveaus für die folgenden Merkmale:
1. Alter
2. Konfession
3. Haarfarbe
4. Beurteilung Methodenlehrevorlesung
5. Englischnoten
6. Intelligenztest

A
  1. Alter: quantitativ, stetig
  2. Konfession: qualitativ, diskret
  3. Haarfarbe: qualitativ, diskret
  4. Beurteilung Methodenlehrevorlesung: quantitativ, diskret
  5. Englischnoten: quantitativ, diskret
  6. Intelligenztest: quantitativ, stetig

Diese Merkmale können in einer Tabelle dargestellt werden.

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6
Q

Was ist eine wissenschaftliche Forschungsfrage?

A

Eine präzise Fragestellung mit Benennung von Untersuchungsobjekt und Merkmal

Sie leitet die Forschung und die Methodik.

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7
Q

Was ist die Formel für die Stichprobenvarianz?

A

s² = Σ(xi - x̄)² / (n - 1)

Sie ist wichtig für den Mittelwertvergleich.

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8
Q

Definiere die Regressionslinie.

A

Eine Linie, die die Beziehung zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen darstellt

Sie wird häufig in der linearen Regression verwendet.

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9
Q

Was ist ein Beta-Fehler?

A

Die Wahrscheinlichkeit, eine falsche Nullhypothese nicht abzulehnen

Er ist ein wichtiger Aspekt in der Hypothesenprüfung.

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10
Q

Nenne die Eigenschaften einer Normalverteilung.

A
  • Symmetrie
  • Glockenform
  • Mittelwert = Median = Modus

Diese Eigenschaften sind grundlegend für viele statistische Tests.

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11
Q

Was muss neben der Reliabilität für die Zuverlässigkeit individueller Messwerte gegeben sein?

A

Validität

Validität stellt sicher, dass die Messung das misst, was sie messen soll.

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12
Q

Nenne die Forschungstypen in einer Tabelle.

A
  • Deduktiv
  • Reduktiv
  • Regressiv
  • Progressiv

Diese Typen beschreiben unterschiedliche Ansätze in der Forschung.

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13
Q

Was bedeutet Zirkularität in der Forschung?

A

Ein Problem, bei dem die Schlussfolgerungen die Annahmen stützen und umgekehrt

Dies kann die Validität der Forschungsergebnisse beeinträchtigen.

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14
Q

Skizziere einen Versuchsplan.

A

Ein Plan, der die Methodik, die Stichprobe und die Datenerhebung beschreibt

Ein klarer Versuchsplan ist entscheidend für die Durchführung der Forschung.

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15
Q

Was ist Triangulation in den qualitativen Methoden?

A

Die Verwendung mehrerer Methoden oder Datenquellen zur Validierung der Ergebnisse

Sie erhöht die Glaubwürdigkeit der Forschung.

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16
Q

Nenne die Voraussetzungen für einen Bernoulli-Prozess.

A
  • Zwei mögliche Ergebnisse
  • Unabhängigkeit der Versuche
  • Konstante Erfolgswahrscheinlichkeit

Diese Voraussetzungen sind wichtig für die Anwendung der Bernoulli-Verteilung.

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17
Q

Was beeinflusst die emotionale Beanspruchung und die sportliche Leistung?

A

Fragebogen vor Training, Trainer beurteilen sportliche Leistung auf Skala von 0-30

Diese Anwendungsaufgabe untersucht den Zusammenhang zwischen Emotionen und Leistung.

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18
Q

Was wird in der Anwendungsaufgabe 2 untersucht?

A

Kognitive Leistung bei 500 und 3000m Höhe in Höhenhypoxiekammer

Es wird ein Aufmerksamkeitstest durchgeführt, um die Leistung zu messen.

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19
Q

Was ist eine Theorie?

A

Ansammlung von Annahmen über gesetzmäßige Zusammenhänge von Phänomenen

Theorien helfen, Phänomene zu erklären und zu strukturieren.

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20
Q

Was sind Annahmen in einer Theorie?

A

Behauptungen darüber, wie bestimmte Phänomene funktionieren

Die Auswahl der Phänomene nennt man auch „Gegenstand(sbereich)“.

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21
Q

Was sind Gesetzesaussagen?

A

Formulierung in gesetzmäßigen Aussagen (WENN – DANN – Aussagen)

Besonders relevante Gesetzesaussagen werden in Form empirisch prüfbarer Annahmen formuliert.

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22
Q

Nenne die Bestandteile einer Theorie.

A
  • Begriffsdefinitionen
  • Postulate (Aussagen)
  • Deduktionen (Hypothesen)

Postulate sind Annahmen über Beziehungen bedeutsamer Variablen.

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23
Q

Warum braucht man eine Theorie?

A

Geordnetes System von Aussagen, das hilft, die Wirklichkeit zu strukturieren und zu erklären

Dies geschieht durch das Ordnen und Beschreiben von Variablen und Begriffen.

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24
Q

Was ist der Unterschied zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung?

A
  • Grundlagenforschung: keinen praktischen Nutzen
  • Angewandte Forschung: praktischen Nutzen

Beispiel für Grundlagenforschung: Zusammenhang zwischen Gray-Matter Gehirnvolumen und sportlicher Aktivität.

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25
Was ist eine **unabhängige Variable (UV)**?
**Vom Versuchsleiter direkt oder indirekt verändert** ## Footnote Auch bekannt als Reizvariable.
26
Was ist eine **abhängige Variable (AV)**?
**Ereignis, das die Folge der Manipulationen der UV beobachtet** ## Footnote Der Versuchsleiter hat auf die AV keinen direkten Einfluss.
27
Wie kann man die **Merkmalsausprägungen von Variablen** klassifizieren?
* Nach Stellenwert für die Untersuchung * Nach Art der Merkmalsausprägungen * Nach empirischer Zugänglichkeit ## Footnote Beispiel für eine Moderationsvariable: Sicherheitsgefühl.
28
Was zeichnet eine **wissenschaftliche Hypothese** aus?
* Annahmen über reale Sachverhalte * Widerspruchsfrei und logisch korrekt * Falsifizierbar ## Footnote Hypothesen sind in der Form von „wenn-dann-/je-desto-Sätzen“ formuliert.
29
Erkläre das **erste Axiom der klassischen Testtheorie**.
**Testergebnis = wahrer Wert + Messfehler** ## Footnote Der Mittelwert mehrerer unabhängiger Messungen repräsentiert den wahren Wert.
30
Nenne die **vier Skalenniveaus**.
* Nominalskala * Ordinalskala * Intervallskala * Verhältnisskala ## Footnote Jedes Skalenniveau hat spezifische Eigenschaften und Anwendungsbereiche.
31
Was ist der Unterschied zwischen **Grundgesamtheit (Population)** und **Stichprobe**?
* Grundgesamtheit: Alle potenziell untersuchbaren Einheiten * Stichprobe: Teilmenge der Grundgesamtheit ## Footnote Eine gute Stichprobe spiegelt die relevanten Eigenschaften der Grundgesamtheit wider.
32
Was versteht man unter einem **Konfidenzintervall**?
**Bereich eines Merkmals**, in dem sich z.B. 95% aller möglichen Populationsparameter befinden ## Footnote Je größer die Stichprobe, desto kleiner das Konfidenzintervall.
33
Was ist der Unterschied zwischen **deskriptiver Statistik** und **inferenzstatistischer Statistik**?
* Deskriptive Statistik: Aufbereitung von Daten * Inferenzstatistik: Analyse und Bewertung von Daten ## Footnote Inferenzstatistik geht über die beschreibende Aufbereitung hinaus.
34
Nenne drei **konkrete Formen der Darstellung von Verteilungen**.
* Tabellen * Graphische Darstellungen * Charakteristische Maßzahlen ## Footnote Diese Formen helfen, Daten übersichtlich darzustellen.
35
Was ist eine **Häufigkeitstabelle**?
**Zusammenfassung gleicher Messwerte** einer primären Tafel ## Footnote Häufigkeitstabellen sind übersichtlicher und bieten bessere Aussagen über die Verteilung der Ergebnisse.
36
Was sind die drei **Lokationsmaße**?
* Modus * Median * Arithmetisches Mittel ## Footnote Diese Maße helfen, zentrale Tendenzen in Daten zu bestimmen.
37
Wie sieht ein **Box-Whisker-Plot** aus?
**Darstellung des Bereichs**, in dem 50% aller Daten liegen ## Footnote Der Median wird durch einen schwarzen Strich innerhalb der Box dargestellt.
38
Was ist die **Standardabweichung**?
**Beschreibt die Streuung der Daten** um den Mittelwert ## Footnote Sie wird mit Sigma abgekürzt und ist die Wurzel aus der Varianz.
39
Was sind **Freiheitsgrade**?
**Werte, die frei verändert werden können**, ohne dass ein Parameter verändert wird ## Footnote Formel: FG = n-1.
40
Wie lässt sich der **Variationskoeffizient** bestimmen?
**V = Standardabweichung/Mittelwert** ## Footnote Er ist ein relatives Streuungsmaß und unabhängig von der Maßeinheit.
41
Wozu dienen **Formmaße**?
**Überprüfung der Symmetrie** und der Anpassung einer Kurve an die Normalverteilung ## Footnote Sie helfen, die Verteilung von Daten zu analysieren.
42
In einer **rechtssteilen Verteilung** ist die Reihenfolge der Lokationsmaße wie folgt: __________, Median, Modus.
arithm. Mittel ## Footnote Dies beschreibt die Anordnung der zentralen Tendenzen in einer rechtssteilen Verteilung.
43
In einer **linkssteilen Verteilung** ist die Reihenfolge der Lokationsmaße wie folgt: Modus, __________, arithm. Mittel.
Median ## Footnote Dies beschreibt die Anordnung der zentralen Tendenzen in einer linkssteilen Verteilung.
44
In einer **symmetrischen Verteilung** (Normalverteilung) ist die Reihenfolge der Lokationsmaße wie folgt: __________, Median, arithm. Mittel.
Modus ## Footnote In einer symmetrischen Verteilung fallen Modus, Median und arithmetisches Mittel zusammen.
45
Der **Exzess** (Kurtosis) beschreibt die **relative Steilheit** einer Verteilung im Vergleich zu einer Normalverteilung. Was bedeutet ein Exzesswert von Null?
Datenbündel ist in etwa normal verteilt ## Footnote Ein Exzesswert von Null zeigt an, dass die Verteilung der Daten der Normalverteilung ähnelt.
46
Ein **positiver Exzess** bedeutet, dass die Verteilung __________ ist.
spitz ## Footnote Eine spitzere Verteilung hat eine höhere Konzentration der Daten um den Mittelwert.
47
Ein **negativer Exzess** bedeutet, dass die Verteilung __________ ist.
flacher als Normalverteilung ## Footnote Eine flachere Verteilung zeigt eine breitere Streuung der Daten.
48
Was beschreibt die **interne Validität**?
Veränderungen der AV eindeutig auf den Einfluss der UV zurückzuführen ## Footnote Interne Validität bezieht sich auf die Genauigkeit der Schlussfolgerungen innerhalb der Studie.
49
Was beschreibt die **externe Validität**?
Ergebnis kann auf andere Personen, Situationen oder Zeitpunkte generalisiert werden ## Footnote Externe Validität bezieht sich auf die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Kontexte.
50
Nenne zwei **Vorteile der Laborforschung**.
* Situationen und Verhalten sind leichter manipulierbar * Störvariablen können besser kontrolliert werden ## Footnote Laborforschung ermöglicht eine präzisere Untersuchung unter kontrollierten Bedingungen.
51
Nenne zwei **Nachteile der Laborforschung**.
* Umgebung ist ungewohnt und unnatürlich * Personen wissen, dass sie untersucht werden und verändern so evt. ihr Verhalten ## Footnote Diese Faktoren können die Validität der Ergebnisse beeinträchtigen.
52
Nenne zwei **Vorteile der Feldforschung**.
* Natürliche Umgebung * Spontanes, „normales“ Verhalten ## Footnote Feldforschung bietet Einblicke in das Verhalten in realen Situationen.
53
Nenne zwei **Nachteile der Feldforschung**.
* Störvariablen schlecht zu kontrollieren * Manipulation von Situation und Verhalten schwierig ## Footnote Diese Herausforderungen können die Zuverlässigkeit der Ergebnisse beeinträchtigen.
54
Was ist der Hauptunterschied zwischen einem **Experiment** und einem **Nicht-Experiment**?
In Experimenten stellt der Forscher aktiv die Bedingungen her und beobachtet die Effekte ## Footnote Dies ermöglicht Kausalaussagen, während Nicht-Experimente keine Informationen über Kausalität liefern.
55
Was bedeutet **Reaktivität** bei Studienteilnehmern?
Veränderung des Verhaltens von Versuchsteilnehmern, verursacht durch deren Bewusstsein über den Versuch ## Footnote Reaktivität kann die Ergebnisse einer Studie verfälschen.
56
Wie kann das Problem der Reaktivität gelöst werden?
Verblindung der Studie ## Footnote Teilnehmer haben kein Wissen über ihre Zugehörigkeit zu den Gruppen, was das Verhalten unbeeinflusst lässt.
57
Erkläre das **MAX-KON-MIN-Prinzip** bei einer Versuchsdurchführung.
* MAXimiere die Primärvarianz * KONtrolliere die Sekundärvarianz * MINimiere die Fehlervarianz ## Footnote Dieses Prinzip hilft, die Qualität der Forschungsergebnisse zu verbessern.
58
Was sind die Eigenschaften eines **Bernoulliexperiments**?
* Zufallsexperiment * Genau zwei Ergebnisse (Treffer oder Niete) * Wird n-mal durchgeführt mit gleichbleibender Wahrscheinlichkeit ## Footnote Bernoulli-Experimente sind die Grundlage für viele statistische Analysen.
59
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Handballspieler bei 10 Siebenmetern genau 8 verwandelt, wenn seine Trefferwahrscheinlichkeit p=0,90 beträgt?
p=0.9, x=8, n=10, q=1-p ## Footnote Diese Berechnung verwendet die Binomialverteilung.
60
Was sind die **Verteilungseigenschaften der Normalverteilung**?
* Glockenförmiger Verlauf * Symmetrisch * Modalwert, Median und arithmetisches Mittel fallen zusammen * Nähert sich asymptotisch der x-Achse ## Footnote Diese Eigenschaften sind grundlegend für viele statistische Tests.
61
Was bedeutet **Signifikanz** in der Statistik?
Bedeutsamkeit eines statistischen Versuchsergebnisses ## Footnote Signifikanz ermöglicht Entscheidungen über Hypothesen, insbesondere die Nullhypothese.
62
Was beschreibt die **Irrtumswahrscheinlichkeit**?
Normalverteilung der Mittelwerte zufällig gezogener Stichproben ## Footnote Diese Wahrscheinlichkeit ist entscheidend für die Interpretation von Hypothesentests.
63
Was ist der **Kolmogoroff-Smirnoff-Test**?
Ein Test zur Prüfung der Normalverteilung einer Stichprobe ## Footnote Die Nullhypothese besagt, dass die Stichprobe normal verteilt ist.
64
Was versteht man unter **abhängigen und unabhängigen Stichproben**?
* Abhängige Stichprobe: Werte stammen aus der gleichen Gruppe * Unabhängige Stichprobe: Werte stammen aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Gruppen ## Footnote Diese Unterscheidung ist wichtig für die Wahl des statistischen Tests.
65
Was sind die **wahren Varianzen** in Bezug auf ihre Homogenität?
homogen (vs. heterogen) ## Footnote Die wahren Verteilungsformen sind ähnlich (vs. nicht-ähnlich).
66
Welcher **Hypothesentest** wird genutzt, um die Verteilung einer Stichprobe auf die Normalverteilung zu prüfen?
Kolmogoroff-Smirnoff-Test (KS-Test) ## Footnote Die Nullhypothese lautet, dass die Stichprobe normalverteilt ist.
67
Was versteht man unter **abhängigen** und **unabhängigen Stichproben**?
* Unabhängige Stichprobe: Werte stammen aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Gruppen * Abhängige Stichprobe: jedem Datenpunkt einer Reihe kann ein Datenpunkt der übrigen Reihe zugeordnet werden ## Footnote Die Messwerte sind miteinander verbunden.
68
Welcher Hypothesentest wird bei **Unterschiedsmessungen** bei nominalskalierten Daten verwendet?
* Unabhängige Stichproben: t-Test (Voraussetzung: F-Test zur Prüfung der Varianzhomogenität) * Abhängige Stichproben: McNemar-Test ## Footnote Diese Tests sind spezifisch für nominalskalierte Daten.
69
Welcher Hypothesentest wird bei **intervallskalierten Daten** zur Unterschiedsmessung verwendet?
t-Test ## Footnote Voraussetzungen: Prüfung des Mittelwertunterschieds unabhängiger Stichproben (homogene Varianzen).
70
Mit welchem Test wird geprüft, ob die **Varianzen** von zwei unabhängigen Stichproben homogen sind?
t-Test ## Footnote Die Nullhypothese lautet, dass die Varianzen gleich sind (Homoskedastizität).
71
Warum wird beim t-Test bei intervallskalierten Daten und einer **abhängigen Stichprobe** kein F-Test durchgeführt?
Der F-Test wird bei der Frage durchgeführt, ob die beiden Stichprobenvarianzen nur zufällig voneinander abweichen oder signifikant verschieden sind ## Footnote Der t-Test prüft, ob die Mittelwerte zur gleichen Grundgesamtheit gehören.
72
Wann wird der **U-Test** verwendet?
Wenn metrische Merkmale mit n < 10 vorliegen und keine Aussage über Normalverteilung möglich ist ## Footnote Auch bei ordinalskalierten Merkmalen möglich.
73
Wann wird der **Wilcoxon-Test** verwendet?
Wenn Voraussetzungen für den t-Test nicht erfüllt werden ## Footnote Verwendung der Rangplätze zur Berechnung der Prüfgröße T bzw. u.
74
Was wird bei einer **Regressionsanalyse** untersucht?
Untersuchung und Quantifizierung von Abhängigkeiten zwischen metrisch skalierten Variablen ## Footnote Es wird eine lineare Funktion gefunden, die die Abhängigkeit einer Variablen von einer oder mehreren anderen quantifiziert.
75
Wie werden bei Regressionsanalysen **unabhängige** und **abhängige Variablen** auch genannt?
* Unabhängige Variablen: Faktoren * Abhängige Variablen: Prädiktoren ## Footnote Diese Begriffe beschreiben die Rolle der Variablen in der Analyse.
76
Was ist die **Definition der Regressionsgeraden**?
Eine Regressionslinie ist eine Gerade G, für welche die Summe der Quadrate der Abweichungen aller Punkte ein Minimum bildet ## Footnote Dies ist die mathematische Grundlage der linearen Regression.
77
Was zeichnet eine **multiple lineare Regression** im Vergleich zu einer einfachen linearen Regression aus?
Das Kriterium wird durch mehrere Prädiktoren vorhergesagt ## Footnote Beispielhafte mathematische Funktion: Kriterium = β1 * Prädiktor1 + β2 * Prädiktor2.
78
Was wird bei einer **Varianzanalyse** untersucht?
Statistische Technik zur gemeinsamen Untersuchung von zwei oder mehreren Mittelwerten ## Footnote Es handelt sich um einen Sammelbegriff für verschiedene Analyseverfahren.
79
Wie viele **unabhängige** und **abhängige Variablen** werden bei einer mehrfaktoriellen univariaten Varianzanalyse untersucht?
Einfaktorielle ANOVA: Eine unabhängige Variable und eine abhängige Variable ## Footnote Beispiel: Gruppenzugehörigkeit als unabhängige Variable und eine abhängige Variable wie Testergebnisse.
80
Was wird durch den **F-Test** bei der Varianzanalyse untersucht?
Prüfung der Signifikanz ## Footnote Der F-Test hilft zu bestimmen, ob die Mittelwerte signifikant unterschiedlich sind.
81
Was untersucht der **post-hoc-Test**?
Er beantwortet die Frage, welche Mittelwerte im Einzelnen differieren ## Footnote Post-hoc-Tests ermöglichen alle möglichen Mittelwertvergleiche.
82
Was beschreiben **Effektstärken** bei der ANOVA?
Geben Auskunft über die praktische Bedeutsamkeit statistischer Signifikanzen ## Footnote Effektstärken helfen zu verstehen, wie relevant die Ergebnisse sind.
83
Nenne die **Hauptgütekriterien** von Messverfahren.
* Objektivität * Reliabilität * Validität ## Footnote Diese Kriterien sind entscheidend für die Qualität von Messungen.
84
Was sind **Artefakte** in der empirischen Forschung?
Ein scheinbarer, unbeabsichtigt künstlich herbeigeführter Kausalzusammenhang ## Footnote Beispiele: Fehler bei der Datenerhebung, -auswertung, -dokumentation oder -interpretation.
85
Wie können **Artefakte** bei der Versuchsdurchführung kontrolliert werden? Nenne fünf Lösungsmöglichkeiten.
* Standardisierte Instruktionen * Konstante Untersuchungsbedingungen * Selbstkontrolle der Versuchsleiter*in * Verwendung blinder Versuchsleiter * Einhalten des zeitlichen Ablaufs ## Footnote Diese Maßnahmen helfen, Verzerrungen zu minimieren.
86
Was sind die **elf Phasen der empirischen Forschung**?
* Problemstellung * Theorie/Vorliegende Forschungsbefunde * Fragestellung * Auswahl von Konstrukten/Variablen * Formulierung von Hypothesen * Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen * Auswahl geeigneter Forschungsinstrumente * Auswahl geeigneter Stichproben * Datenerhebung * Quantitative und/oder qualitative Auswertung * Interpretation der Ergebnisse ## Footnote Diese Phasen strukturieren den Forschungsprozess.