MRT 2 Flashcards

(36 cards)

1
Q

Beschreiben Sie ein Verfahren um T1 zu messen!

A

Inversion-Recovery-Methode (T1-Messung)
- Durch 180° Hochfrequenzimpuls
–> Übergang von paralleler zu antiparallelen Ausrichtung erzwungen
- T1 messbar in Transversalebene (wenn Atome sich wieder parallel ausrichten wollen) maximales Messsignal beo 0,7*T1 (0 % Längsrelaxation; Erinnerung: ln (0,5)= 0,693 = -t/T1)
- nach 3 T 1 werden 95% der Gesamtmagnetisierung in Z-Richtung erreicht

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2
Q

Beschreiben Sie ein Verfahren um T2 zu messen!

A

Mehrfach-Spin-Echo Verfahren:
1) Anregung 90°-HF-Impuls
–> Kippen in Transversalebene + Spins Phasenkohärent
2) Dephasierung: Spins verlieren gemeinsame Phase
3) 180°-HF-Impuls
–> Spins werden gespiegelt + laufen aufeinander zu
4) Nach bestimmter Zeit treffe sich die Spins wieder
–> Echo entsteht (signal)

–> insgesamt: mehrere Messungen nötig, um T2 zu bestimmen.

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3
Q

Wozu wird das Gradientenfeld genutzt und welche Rolle spielt hierbei die Lamorfrequenz?

A

Nutzung: Gradientenfelder werden in der MRT verwendet, um die Larmorfrequenz ortsabhängig zu verändern – und damit festzustellen, woher im Körper das gemessene MR-Signal stammt.

Notiz: Gradientenfelder = zusätzliche Magnetfelder, die das Hauptfeld B0​ räumlich variieren

Rolle Lamorfrrequenz:
- Nur Spins mit einer bestimmten Larmorfrequenz werden vom HF-Puls angeregt.
- Wenn man ein Gradientenfeld anlegt, kann man gezielt eine Schicht oder Position im Körper ansprechen, weil dort die Larmorfrequenz passt.

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4
Q

Was versteht man unter der Spin-Echo-Zeit (Skizze)?

A

Zeit TE = Zeit zwischen Anregung und Messung des Echos (siehe MRT_2)

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5
Q

Was versteht man unter der Repititionszeit (Skizze)?

A

TR = Zeit zwischen zwei 90° Anregungen (siehe MRT_3)

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6
Q

Warum kommt es nach einer 90°- und einer 180°-Anregung zu einem Spin-Echo?
Skizzieren sie die Folge von Antennensignalen. Geben Sie die vielen magnetischen
Dipolmomente in einem Voxel im rotierendem Koordinatensystem an.

A

90°-Puls –> Spins in xy-Ebene synchronisiert –> Startsignal FID

Dephasierung –> Signal fällt ab (T2/T2*-Effekte)

180°-Puls –> Spins werden gespiegelt

Rephasierung –> Spins „finden sich“ –> erzeugen Spin-Echo

Neues messbares Signal bei TE=2τ

Skizze: siehe MRT_4

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7
Q

Was ist TE und TR?

A

TE = Spin-Echo-Zeit
TR = Repetitionszeit

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8
Q

Bei der MRT lassen sich unterschiedliche Gewebeeigenschaften durch bestimmte Parameter der Pulssequenzen hervorheben. Vervollständigen sie die Tabelle, indem sie angeben, ob die jeweiligen Zeiten „sehr kurz“, „sehr lang“ oder „in etwa gleich“ sein sollen.

A

siehe MRT_5

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9
Q

Erläutern Sie wie ein T1- bzw. T2- bzw. protonen-gewichtetes Bild entsteht (mit Skizze).

A

T1-Wichtung:
- Gewebe mit kurzem T1 baut sich Signal in kurzer Zeit auf im Vergleich zu Gewebe mit langem T1
–> Kontrast zu Gewebe größer
- TR kurz und TE kurz (Signal-zu-Rausch-Verhältnis hoch und den T2-Kontrast niedrig zu halten)

T2-Wichtung:
- je länger TR desto geringer Einfluss des T1-Kontraster
- TR und TE lang
- Betrachtung der Stärke der Transversalrelaxation

Protonenwichtung:
- langer TR und kurzes TE
–> keine T1 oder T2 Unterschiede
–> nur mEssung der Protonenmenge bzw Dichte

Skizze MRT_6

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10
Q

Warum (wie) können aus einer Messung unterschiedliche Kontraste mit T2-und
Protonenwichtung entstehen?

A

Weil beide Gewichtungen ein langes TR gemeinsam haben.

1) Eine Messung früh (kurzes TE) –> PD gewichtet

2) Eine Messung spät (langes TE) –> T2 gewichtet

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11
Q

Welche Verbesserungen bzw. Verschlechterungen bringen höhere Feldstärken des konstanten Magnetfeldes?

A

Vorteil:
- bessere Auflösung
- verkürzte Messzeiten

Nachteil:
- höhere Sicherheitsmaßnahmen
- höherer Energieverbrauch

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12
Q

Was wird als Doppelkontrastechnik bezeichnet und wie entsteht sie?

A

T2 und Protonen-gewichtete Bilder in einer Sequenz

Sequenz mit langem TR:
frühe Messung (TE kurz): PD-gewichtet
späte Messung (TE lang): T2-gewichtet

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13
Q

Nennen Sie Beispielwerte (Größenordnung) für
a) die magnetische Flussdichte B1 und Pulsdauer TPuls der
Hochfrequenzanregungsimpulse.
b) die magnetische Flussdichte B0 des statischen Magnetfeldes.
c) die T1-Zeiten von menschlichem Gewebe (bei 1 Tesla).
d) die T2-Zeiten von menschlichem Gewebe.
e) die Feldgradienten

A

a) B1=12µT (ca. 1–100 µT), Tpuls=0,5ms (ca. 1–5 ms)
b) B0 = 1,5 T (1,5 T – 3 T)
c) T1 <1000 ms
d) T2 <100 ms
e) Feldgradienten: 15-200 mT/m

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14
Q

Nennen Sie technische Parameter die (beim Anregen und Auslesen) zur Veränderung der Kontraste gewählt werden können.

A
  • Repetitionszeit TR
  • Echozeit TE
  • Inversionszeit TI
  • Impulsdauer Tp
  • Flussdichte B bzw. Gradientenstärke (und Richtung)
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15
Q

Welche Wechselwirkungen zwischen Objekten und dem statischen Magnetfeld eines
MRT sind zu beachten? Was hat das für Konsequenzen?

A
  1. Beeinflussung von Objekten durch magn.
    Felder z.B.:
    o Kraft- und Momenten-wirkung,
    o HF-induziertes Erhitzen,
    o Fehlfunktion von elektronischen Geräten
  2. Beeinflussung der Felder durch Objekte
    z.B.: Feldinhomogenitäten verursachen Bildfehler

Konsequenz: Um z.B. Gefährdungen auszuschließen und um
die erforderliche Bildqualität sicherzustellen müssen eingesetzte chirurgische Instrumente, Geräte und Maschinen „MR-kompatibel“ sein

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16
Q

Welche Wirkung von Gradienten- und Hochfrequenzfeldern (zeitlich veränderliche
Magnetfeldstärke) auf Objekte sind zusätzlich zu beachten?

A

Induktion von elektrischen Spannungen in leitenden
Objekten
o Spannungen sind proportional zu dB/dt
o Werte von mehreren 10 V können erreicht werden
(abhängig von Länge bzw.
o die dabei entstehenden Temperaturen können schwere
Verbrennungen verursachen (Beispiele:)
o Katheter
o Schrittmacherkabel
o Spannungen können Fehlfunktionen aktiver elektromedizinischer Geräte verursachen (Beispiel: Respirator, Patienten-Monitoring)

17
Q

Skizzieren Sie qualitativ den Verlauf der Magnetfeldstärke und der Beschleunigung (von
ferromagnetischen Massen) in Abhängigkeit von der Entfernung x vom Isozentrum eines MRT
und geben Sie die Abhängigkeiten B(x) bzw. a(x) an.

18
Q

Welcher Parameter ist (z.B. beim sehr schnellen Schalten/Pulsen von hohen
Gradientenamplituden (dB/dz in T/m) bei der EPI Bildgebung) für die Stimulation peripherer
Nerven oder auch des Herzens (abhängig von der Stimulationsdauer) kritisch und ist deshalb auch nach IEC 60601-2-33 limitiert:

A

Induktion elektrischer Spannungen sind proportional zu dB/dt

19
Q

Erläutern Sie die Begriffe „MR-Sicherheit“ und „MR-Kompatibilität“

A

MR-Sicherheit:
Ein im MR-Bereich eingesetztes Gerät ist MR-sicher, wenn von ihm
keine Gefahr und kein Risiko für Patient und Arzt sowie für die technische Ausrüstung ausgeht, unabhängig davon, ob eine Beeinträchtigung der Bildqualität vorliegt.

MR-Kompatibilität:
Ein Instrument oder Gerät ist MR-kompatibel wenn:
o es MR-sicher ist
o die Verwendung im MR-Bereich die Bildqualität nicht beeinträchtigt
(Differenzierung s.u.!)
o es im MR-Bereich uneingeschränkt funktionsfähig ist

–> alles kontextspezifisch, je nach System (1,5T oder 3T, etc)

20
Q

Was versteht man unter dem Isozentrum eines offenen MRT-Systems?

A

Isozentrum:
- Bereich maximaler Flussdichte
- homogen ausgeprägtes
Feld

–> dB/dt = 0

21
Q

Skizzieren sie die unterschiedlichen Zonen im MRT und beschreiben Sie diese kurz.

A

Skizze: MRT_8

die grundlegenden Kompatibilitätsanforderungen werden erfüllt, wenn sich das Instrument…

Zone 1:
Interessierender Bereich innerhalb des Bildvolumens
Beispiele: Biopsienadeln, Endoskop
Zone 2:
Bildvolumen
Beispiele: Wundhaken, Schädel-Pins
Zone 3:
Bereich innerhalb einer Distanz von 1 m zum
Isozentrum oder innerhalb der 20 mT Grenze
Beispiele: Skalpell, Schere, Pinzette
Zone 4:
Bereich außerhalb einer Distanz von 1 m zum Isozentrum oder außerhalb der 20 mT Grenze
Beispiele: Respirator, Gasflaschen, Patienten-Monitoring, Instrumententisch

22
Q

Nennen Sie die Ihnen bekannten MR-Kompatibilitätsstufen (NICHT ZONEN!) und
erläutern Sie kurz die jeweils zu beobachtenden Effekte

A

magnetisch inkompatibel:
- hohe magnetische Kräfte und Momente
- verhindern auch im größeren Abstand
zum Isozentrum eine korrekte Abbildung

magnetische Kompatibilität 1. Ordnung:
- keine beobachtbaren Kräfte und Momente
- bewirken Artefakte, falls sie sich zu nah am
Bildvolumen befinden

magnetische Kompatibilität 2. Ordnung:
- keine beobachtbaren Kräfte und Momente
- bewirken keine oder vernachlässigbare
Artefakte, auch wenn sie sich im Bildvolumen befinden

23
Q

Welche Materialklassen (MR-Kompatibilitätsstufen) gibt es und in welchen Zonen dürfen sie eingesetzt werden?

A

magnetisch inkompatibel:
eingeschränkt in Zone 3 und 4
magn. Kompatibilität 1. Ordnung:
Zonen 3 und 4, eingeschränkt in 2
magn. Kompatibilität 2. Ordnung:
Zonen 1 bis 4

24
Q

Erläutern Sie anhand der bei der MRT potentiell zu beobachtenden Effekte was man unter magnetischer Kompatibilität 1. und 2. Ordnung versteht.

A
  1. Ordnung:
    - keine beobachtbaren Kräfte und Momente
    - bewirken Artefakte, falls sie sich zu nah am
    Bildvolumen befinden
  2. Ordnung:
    - keine beobachtbaren Kräfte und Momente
    - bewirken keine oder vernachlässigbare
    Artefakte, auch wenn sie sich im Bildvolumen befinden
25
Erläutern Sie die Beeinflussung von Objekten (z. B. chirurgischen Instrumenten) durch das statische Magnetfeld des MR-Systems im: a) Isozentrum b) Gradientenbereich
a) Isozentrum: - Keine Kraft im Isozentrum, Momente können induziert werden b) Gradientenbereich: - erhebliche Kraftwirkung, starke Beschleunigung ferromagnetischer Objekte → gefährliche Geschosse - Induktion von Spannungen
26
Nennen Sie einen Effekt, der bei einer massiven Kupfer- oder Aluminiumplatte auftreten kann und zu Kraftwirkung, Bildstörungen und zu Hitzeentwicklung führen kann.
--> Induzierung von elektrischer Spannung --> Wirbelstrom
27
Darf sich ein Zone 2 kompatibles Instrument während der Bildaufnahme im Kontakt mit dem Patienten befinden?
Ja
28
Verursacht ein Zone 3 kompatibles Instrument Bildverzerrungen?
Ja
29
Darf ein Instrument/Gerät aus ferritischem Stahl (z.B. 1.4104) in Kompatibilitäts-Zone 1 oder 2 (3 oder 4) verwendet werden?
Nein, darf in keiner dieser Zonen verwendet werden
30
Was bezeichnet die Magnetische Suszeptibilität?
Magnetische Suszeptibilität X ist ein Maß für die Magnetisierung M, die ein Material in einem Magnetfeld der Feldstärke H* erfährt
31
Nennen Sie Bereiche der Magnetischen Suszeptibilität für magnetische Inkompatibilität, Kompatibilität, 1. und 2. Ordnung sowie jeweils ein bis zwei übliche Strukturwerkstoffe.
IXI > 10^-2: magnetisch inkompatibel; Beispiele: reines Eisen, austenitischer und martensitischer Stahl 10^-5 < IXI < 10^-2: magnetische Kompatibilität 1.Ordnung; Beispiele: Titan, Palladium, Wismut IXI < 10^-5: magnetische Kompatibilität 2. Ordnung; Beispiele: Kunststoffe, Hölzer, Kupfer, ZrO2
32
Nennen Sie die Kompatibilitätseigenschaften von a) Martensitischem Stahl b) Austhenitischem Stahl c) Titan d) Aluminium e) Zirkoniumoxid-Keramik f) Kupfer g) CFK h) Plexiglas (PMMA).
a) inkompatibel b) inkompatibel c) 1. Ordnung d) 1. Ordung e) 2. Ordnung f) 2. Ordnung g) 2. Ordnung h) 2. Ordnung
33
Welche vier der genannten Materialien entsprechen einer magnetischen Kompatibilität 2. Ordnung? Titan, austenitischer Stahl, Eisen, Zirkonium-Oxid, Kupfer, Aluminium, Nylon, CFK
Kupfer, Zirkonium-Oxid, Nylon, CFK
34
Sind elektrische Motoren in Zone 4 einsetzbar? Wenn ja, welche?
Ja, elektromagnetische Funktionselemente sind maximal in Zone 4 einsetzbar
35
Welche Typ Motoren (Kupplungen) würden sie in Zone 2 einsetzen?
hydrauliche und pneumatische Elemente sind bis in Zone 2 einsetzbar. Wanderwellenmotoren sind ein alternatives elektrisches Antriebskonzept bis in Zone 2
36
Welches Bauprinzip würden Sie für einen Winkelsensor vorschlagen, der in Zone 2 eingesetzt werden soll?
optische Sensoren, da induktive oder kapazitive Sensoren maximal ab Zone 3 eingesetzt werden können