Dendriten-Funktion und Aufbau
Verzweigung am Zellkörper
1. Empfangen Informationen von anderen Nerven- oder Sinneszellen/„Erregungsaufnahme“-> durch die vielen Verzweigungen sehr leicht
2. Leiten die Erregung zum Zellkörper weiter
3. Bilden den Kontakt zu den anderen Nervenzellen, indem sie die Signale ankommender Endknöpfchen aufnehmen
Soma (Zellkörper) - Aufbau und Funktion
Aufbau:
- bildet einen mit Cytoplasma gefüllten Bereich
- Enthält wichtige Zellorganellen wie: Zellkern, Mitochondrien, Endoplasmatisches Retikulum (ER) und den Golgi-Apparat (größten Teil der Zellorganellen)
Funktion:
1. Verarbeitet die von den Dendriten kommenden Erregungssignale
2. Steuert lebenswichtige Zellfunktionen wie den Stoffwechsel und den Herstellung von Botenstoffen (z.B. Neurotransmitter-Vorstufen)
Axon
Aufbau:
- umgeben von Myelinscheide
Funktion:
1. Erregungsweiterleitung
Leitet den Nervenimpuls (Aktionspotenzial) vom Soma weiter zu den synaptischen Endigungen
Axonhügel
Aufbau:
- bildet den Übergang zum Soma zum Axon
Funktion:
1. Die von den Dendriten gesammelten Informationen werden am Axonhügel gesammelt, wo ein Aktionspotenzial (Nervenimpuls) ausgelöst werden kann
2. elektrische Signale werden hier summiert, bis eine bestimmte Schwelle(-npotential) überschritten wird
-> erst dann wird das Signal als Aktionspotenzial an das Axon weitergeleitet
Myelinscheide
Aufbau:
- lipidreiche Schicht, wird von Schwann-Zellen gebildet und umhüllt das Axon
- Besteht zu 80% aus Lipiden und 20% aus Protein
Funktion:
1. Schutz-, Stütz- und Ernährungsfunktion -> Schutz vor mechanischer Belastung
2. Wirkt als Isolierschicht für Nervenimpuls (-> Nervenimpuls entweicht nicht aus dem Axon)
Axon mit Myelinscheide (myelinsierte Nervenfasern):
- Markhaltige Nervenfasern
- Schnelle Erregungsleitung durch saltatorische Erregungsleitung
- Nervenfasern der Wirbeltiere
Axon ohne Myelinscheide (nichtmyelisierte Nervenfasern):
- marklose Nervenfasern
- langsame Erregungsleitung durch kontinuierlicher Erregungsleitung
- Häufig bei Wirbellose
Nervenzelle
Aufbau:
1. Dendriten
2. Zellkern
3. Soma (Zellkörper)
4. Myelinscheide
5. Axonhügel
6. Axon
7. Renvierscher Schnürring
8. Synaptische Endigungen
- Oberflächenvergrößerung durch den vielen Verästelungen
Funktion:
1. Informationen weiterzuleiten
2. Nervenimpulse werden weitergeleitet zu einer benachbarten Zielzelle: weitere Nervenzelle/Muskelzelle/Drüsenzelle
3. Verästelungen: leichtere Kontaktaufnahme mit der Zielzelle
Synaptische Endigungen
Funktion:
1. Bilden Synapsen mit einer Zielzelle und übertragen dort die Erregung
Synaptische Endigungen
Funktion:
- bilden Synapsen mit einer Zielzelle (postsynaptische Zelle) und übertragen dort die Erregung
Fun Fact
Längste Nerv und dickste: Nervus ischiadiscus
Präsynaptisch, postsynaptisch
Präsynaptisch:
• Befindet sich im Axon-Endknöpfchen der Nervenzelle
• Sendet das Signal weiter
• Enthält Synapsenvesikel mit Neurotransmittern
• Setzt Neurotransmitter in den synaptischen Spalt frei
Postsynaptisch:
• Befindet sich meist an den Dendriten oder am Zellkörper der nächsten Zelle
• Empfängt das Signal
• Besitzt Rezeptoren für Neurotransmitter
• Wandelt das chemische Signal zurück in ein elektrisches Signal
Ranvierscher Schnürring
Aufbau:
- Engstelle zwischen zwei Myelinscheiden am Axon
- Keine Isolierschicht (Myelinscheide) an dieser Stelle
- Axonmembran liegt hier frei
Funktion:
1. ermöglicht die schnelle Weiterleitung von elektrischen Signalen (Aktionspotentialen)
2. Sprunghafte Erregungsleitung (saltorische Leitung)
3. Signal „springt“ von Schnürring zu Schnürring -> erhöht Leistungsgeschwindigkeit
Ruhepotential - Definition
Elektrische Spannung einer uneregten Nervenzelle - „Ruhezustand“
Wie ergibt sich die elektrische Spannung bei einer uneregten Nervenzelle?
-> Ungleichen Verteilung an Ionen -> positiv und negativen Teilchen an der Innen- und Außenseite einer Zelle
-> dieser elektrische Spannung wird auch als Membranpotenzial bezeichnet