I. Rechtsnatur
II. Rechte
I. Rechtsnatur:
Teilrechtsfähige Vereinigungen des PrivatR (i.d.R. nicht rechtsfähige Vereine); Vergleiche §§ 2 u. 3 PartG.
II. Rechte
(!) Verfassungsprozessuale Bedeutung: Sofern die Parteien in diesem Tätigkeitsbereich von Verfassungsorganen beeinträchtigt werden, können sie das Organstreitverfahren gem. Art. 93 I Nr. 1 GG als “andere Beteiligte” betreiben; dies gilt nicht, wenn eine Partei wie jeder andere Bürger in Rechten beeinträchtigt ist (zB teilweise Entziehung des Parteivermögens der SED zulasten der PDS, Art. 14 I, 19 III GG.)
(!) Abgestufe Chancengleichheit gem. § 5 I 3 und 18 I 2 PartG.
a) Zulässig ist nur eine offene Parteienfinanzierung
- unmittelbar, zB gem. § 18 III u. IV PartG,
- mittelbar, zB durch steuerliche Begünstigungen für Spenden und Beiträge an Parteien.
b) Stets unzulässig ist die verdeckte Parteienfinanzierung (zB bei den Globalzuschüssen an die parteinahen Stiftungen und Jugendverbände; str.) und die vollständige Parteienfinanzierung. Grund: Demokratieprinzip; Willensbildung von unten nach oben.
c) Zu beachten sind Obergrenzen:
- absolute Obergrenze, § 18 II, V 2 PartG.
- relative Obergrenze, § 18 V 1, 24 IV Nr. 1 - 7 PartG.
III. Pflichten
c) Bei massiven Verstößen Parteiverbot durch BVerfG gem. Art. 21 II 2, 93 I Nr. 5 GG, §§ 13 Nr. 2, 43 ff. BVerfGG.
- > Dadurch Mandatsverlust der betreffenden Abgeordneten; § 46 I Nr. 5, IV BWG, Vollzug gem. §§ 32 ff. PartG.
- “freiheitlich demokratische Grundordnung”, Art. 1 I GG und § 92 II StGB.
- “Bestand der BRD”, § 92 I StGB.
IV. Koalitionsvereinbarungen