quiz Flashcards

(60 cards)

1
Q

Welche Phasen umfasst der Software-Lebenszyklus (Life Cycle)?

A

Vorprojekt, Software-Projekt (Entwicklung), Betriebsphase, Außerbetriebsetzung.

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2
Q

Was ist das Ziel der Vorprojektphase?

A

Bedürfnisse des Kunden klären, Ziele definieren, Unsicherheiten minimieren und Rahmenbedingungen schaffen.

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3
Q

Welche Hauptziele verfolgt die Betriebsphase?

A

Funktionalität und Sicherheit der Software erhalten, Wartung, Weiterentwicklung, Support und Schulungen.

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4
Q

Was bedeutet „De-Commissioning“?

A

Geordnete Außerbetriebnahme einer Software am Lebensende, ggf. mit Datenmigration in eine neue Lösung.

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5
Q

Warum ist die Übergabe in eine neue Lösung oft Teil der Außerbetriebsetzung?

A

Um die Kontinuität von Daten und Prozessen zu gewährleisten.

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6
Q

Was sind die zentralen Aufgaben in der Pre-Project-Phase?

A

Kundenbedarf analysieren, Ziele und Nutzen definieren, technische Architektur entwerfen, Aufwand schätzen, Angebot erstellen.

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7
Q

Warum ist Vertrauen zum potenziellen Kunden entscheidend?

A

Weil die Phase stark von offener Kommunikation und ehrlicher Bedarfserhebung abhängt.

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8
Q

Welche Informationen sind nötig, um ein Angebot zu legen?

A

Anforderungen, Ziele, Budget, Zeitrahmen, technische Rahmenbedingungen, Risiken, MVP.

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9
Q

Welche Bedeutung haben Business Value und technische Komplexität?

A

Sie helfen bei der Priorisierung von Anforderungen und realistischen Aufwandsschätzungen.

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10
Q

Welche Herausforderung gibt es bei der Bezahlung des Vorprojekts?

A

Oft ist noch kein Auftrag erteilt, daher unklar, wer die Kosten trägt.

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11
Q

Was beschreibt der „Cone of Uncertainty“?

A

Das Maß an Unsicherheit über Anforderungen und Aufwand ist zu Beginn am größten und nimmt im Verlauf stark ab.

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12
Q

Um welchen Faktor ist die Unsicherheit zu Projektstart höher als am Ende?

A

Um den Faktor 16 (laut Boehm).

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13
Q

Warum lohnt sich ein sorgfältiges Vorprojekt?

A

Änderungen in der Konzeptphase sind viel günstiger als während der Umsetzung.

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14
Q

Warum stellt der Konus ein Dilemma dar?

A

Kunden erwarten oft ein günstiges oder kostenloses Vorprojekt, obwohl es entscheidend für den Projekterfolg ist.

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15
Q

Nenne die acht gefährlichen Fallen in der Vorprojekt-Phase.

A

Selbstdiagnose-, Expert:innen-, Mehr-vom-Selben-, Hidden-Player-, Öffentlichkeits-, Storchenperspektive-, Froschperspektive-, Hoffnungs-Falle.

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16
Q

Was ist die „Selbstdiagnose-Falle“?

A

Man übernimmt unkritisch die (falsche) Problembeschreibung des Kunden.

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17
Q

Was passiert in der „Expert:innen-Falle“?

A

Man fokussiert sich auf einen Lösungsweg aus Erfahrung und übersieht Alternativen.

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18
Q

Was beschreibt die „Mehr-vom-Selben-Falle“?

A

Man versucht erneut einen Lösungsansatz, der bereits früher gescheitert ist.

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19
Q

Wie äußert sich die „Hidden-Player-Falle“?

A

Wichtige Einflussfaktoren oder Personen im System werden übersehen.

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20
Q

Was ist der Unterschied zwischen Storchen- und Froschperspektive-Falle?

A

Storchenperspektive: zu weit weg, Details übersehen. Froschperspektive: zu nah dran, verliert das große Ganze.

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21
Q

Was ist die „Hoffnungs-Falle“?

A

Man bietet zu günstig an, in der Hoffnung auf Folgeaufträge („strategisches Projekt“).

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22
Q

Wofür steht ORDER?

A

Opportunity, Resources, Decision Process, Exact Solution, Relationship.

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23
Q

Warum gilt „no need, no problem = no project“?

A

Ohne klaren Bedarf gibt es keinen Projektgrund.

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24
Q

Was wird in der Phase Opportunity überprüft?

A

Ob die Gelegenheit real, relevant und für das eigene Unternehmen passend ist.

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25
Welche Fragen sind in der Resources-Phase zentral?
Gibt es passende Personen, Budget und Zeitrahmen auf beiden Seiten?
26
Was sollte man im Decision Process über den Kunden herausfinden?
Wie Entscheidungen getroffen werden, wer entscheidet, und welche Kriterien (Preis, Vertrauen, Lösung) zählen.
27
Was bedeutet ein „ORD-Check“?
Überprüfung der ersten drei ORDER-Phasen, ob das Projekt sinnvoll und realistisch ist.
28
Was bedeutet „No Accepting – No Telling – No Guessing“?
Keine Selbstdiagnosen übernehmen, keine Lösung aufzwingen, keine Annahmen ohne Fakten.
29
Was ist ein „Minimum Loveable Product (MLP)“?
Ein minimal umsetzbares Produkt, das Nutzer trotzdem begeistert.
30
Was sind Ziele der Relationship-Phase?
Beziehung pflegen, Kommunikation aufrechterhalten, Feedback einholen – auch bei verlorenen Angeboten.
31
Was bedeuten „yellow“ und „red lights“?
Warnsignale: gelb = anhalten und prüfen, rot = stoppen und neu bewerten.
32
Warum soll über Budget und Zeitrahmen früh gesprochen werden?
Um Missverständnisse und unrealistische Erwartungen zu vermeiden.
33
Welche Inhalte gehören in ein professionelles Angebot?
Leistungsbeschreibung, Spezifikation, Zeitplan, Preis/Konditionen, Rechte, AGB.
34
Warum ist eine gute Vorprojektphase wichtig für das Angebot?
Sie liefert die fachlich-technische Grundlage für realistische Schätzungen und klare Leistungen.
35
Welche Risiken entstehen bei zu vagen Angeboten?
Nachverhandlungen, Margeverlust, unerfüllbare Anforderungen, Projektverzögerungen.
36
Welche Preisgestaltungsformen gibt es?
Festpreis, Time & Material, Mischmodelle.
37
Welche Zusatzthemen können im Angebot geregelt sein?
Nutzungsrechte/Source-Code, Projektplan, Zahlungsmodalitäten, Abnahme, SLA.
38
Was ist das Ziel eines Storymapping-Workshops?
Gemeinsames Verständnis der Produktvision und Erstellung eines initialen, priorisierten Backlogs.
39
Was ist der Unterschied zwischen „Backbone“ und „Walking Skeleton“?
Backbone = Kernaktivitäten; Walking Skeleton = minimaler End-to-End-Durchstich über die Journey.
40
Wie hilft Story Mapping bei der Priorisierung?
Visualisiert Zusammenhänge, bildet vollständige Nutzenscheiben, erleichtert Release-Planung nach Wert.
41
Wie wird ein MVP im Story Mapping definiert?
Kleinste, aber vollständige Funktionalität über die gesamte User Journey mit nutzbarem Wert.
42
Welche Vorteile hat Story Mapping für Product Owner, Entwickler:innen und Kunden?
Gemeinsames Verständnis, Risikoreduktion, Transparenz, frühzeitiges Feedback, bessere Planung.
43
Welche drei Fragen beantwortet eine User Story?
Who (Rolle), What (Ziel/Funktion), Why (Grund/Nutzen).
44
Warum ist der „reason“-Teil wichtig?
Er liefert den Geschäftsnutzen; unterschiedliche ‚Whys‘ können unterschiedliche Features bedeuten.
45
Was ist laut Steve McConnell eine gute Schätzung?
Eine Schätzung, die als solide Entscheidungsgrundlage für die Projektsteuerung dient.
46
Welche typischen Schätzfehler lassen sich vermeiden?
Unklare Annahmen, fehlende Struktur/Dokumentation, Ankereffekte, Überoptimismus, Scope-Drift.
47
Was ist das „Yesterday’s Weather Principle“?
Nutzung realer Vergangenheitsdaten aus demselben Projekt/Team als Basis für die Planung.
48
Was ist „Schätzen durch Vergleichen“?
Aufwand anhand ähnlicher, bereits umgesetzter Projekte/Features ableiten.
49
Was ist das Delphi-Verfahren?
Iteratives Expertenschätzen im Team mit strukturierter Konsensfindung.
50
Welche Schritte umfasst der Delphi-Schätzprozess?
1 Spezifikation, 2 Team, 3 Einzelschätzungen, 4 Konsens/Review, 5 Gesamtschätzung/Kosten.
51
Warum sollte das Schätzteam interdisziplinär sein?
Um alle relevanten Skills/Perspektiven abzudecken und blinde Flecken zu vermeiden.
52
Welche Rolle spielt Konsensfindung im Delphi-Prozess?
Sie erhöht Realismus, Commitment und Nachvollziehbarkeit der Schätzung.
53
Wie wird aus Einzelschätzungen eine Gesamtschätzung gebildet?
Konsenswerte je Story summieren; daraus Dauer, Teamgröße und Kosten ableiten.
54
Warum ist das Vorprojekt entscheidend für den Projekterfolg?
Es reduziert Unsicherheiten und schafft eine belastbare Grundlage für Planung und Angebot.
55
Wie lassen sich Unsicherheiten zu Beginn minimieren?
Workshops, Prototyping/Mockups, gründliche Anforderungsanalyse, klare Kommunikation, frühe Tests.
56
Welche Parallelen bestehen zwischen Story Mapping und ORDER?
Beide strukturieren Bedarf/Kontext, fördern Priorisierung und verbessern Entscheidungsgrundlagen.
57
Wie hängen Schätzverfahren und der Cone of Uncertainty zusammen?
Strukturiertes Schätzen verringert früh die Unsicherheit und macht Risiken sichtbar.
58
Welche Vorteile bietet ein MVP?
Frühes Nutzerfeedback, geringeres Risiko, schnellere Value-Realisation, iteratives Lernen.
59
Welche Maßnahmen helfen, „rote Lichter“ früh zu erkennen?
Regelmäßige Reviews, ehrliche Eskalation, Risiko-Logs, Abgleich Budget/Timeline vs. Erwartung.
60
Warum ist Kommunikation in der Relationship-Phase entscheidend?
Sie erhält Vertrauen, ermöglicht Nachfragen, bereitet Folgechancen vor—even bei verlorenen Angeboten.