Text e context Flashcards

(14 cards)

1
Q

Kommunikativer Kontext

A

Jeder Text hat einen kommunikativen Kontext

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2
Q

Organon Modell von Karl Bühler

A

Sender und Empfänger tauschen sich Mittels Zeichen (z) über Gegenstände und Sachverhalte aus.
Zeichen drückt als Symbol den Sachverhalt aus.
Zeichen transportiert als Symptom den Ausdruck des Senders.
Zeichen appelliert als Signal an den Empfänger.
Zeichen können schriftlich oder Sprache, Körpersprache etc. sein.

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3
Q

Model de la communicaziun (Roman Jakobson)

A

Weiterentwicklung vom Organon Modell: fügt Contact (Kanal der übermittlung) und Code (in dem Bedeutung verschlüsselt ist) hinzu.
Autor, Leser, Botschaft, Code, Kanal (e.g. Buch).

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4
Q

Instanzen der literarischen Kommunikation

A
  • Autor (unter welchen Bedingungen und mit welchem Prozess entsteht Literatur?)
  • Leser (Rezeptionsbedingungen)
  • Code (literarische Sprache, sprachliche Phänomene)
  • Kanal (Medium)
  • Sachverhalt (sprachlich-kulturelle, kultur-historische und gesellschaftliche Gegebenheiten)
  • Text (Konstruktion, Struktur, Funktionsweise, Bedeutung)
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4
Q

Genetique des textes / critique génétique, Textgenese, Textgenetik

A

Französischer Ansatz der Literaturwissenschaft in den 1970er Jahren, der sich besonders mit der Entstehung von Texten befasst.
- Prozesse die dem Schreiben innewohnen
- Vorstufen von Texten: Notizen, Skizzen, Manuskripte, Korrekturversionen
- auch Erforschung von Dokumenten wie Briefwechseln

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5
Q

Biographik

A

Dokumentation des Lebens einer Autorin oder eines Autors

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6
Q

Rezeptionsästhetik

A

Deutscher Ansatz der Literaturforschung aus den 1970ern, der sich besonders mit dem Rezeptionskontext befasst.
- Frage ist nicht, was der Autor ausdrücken wollte, sondern was beim Leser ankommt.
- Studie von Dokumenten wie Lesetagebücher, Briefe und publizierte Rezensionen

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7
Q

Implizierter Leser / Modelleser

A

Idee, dass der Autor eine Vorstellung der Kompetenzen, Erfahrungen und des textspezifischen Wissens seines Modell-Lesers hat. Je spezifischer die Vorstellung davon ist, desto schwieriger ist es für nicht Modellleser den Text zu verstehen

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8
Q

New Historicism

A

Literaturwissenschaftliche Strömung aus den 1980ern aus den USA
- analysiert Texte in Bezug auf andere Texte die zeitgleich zirkulieren (texte aller Art)
- Texte als Teil eines kulturellen Gefüges

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9
Q

Gender Studies

A

literaturwissenschaftlicher Ansatz, der Texte in einen historischen und gesellschaftlichen Kontext stellt und insbesondere Machtstrukturen betrachtet
- nicht nur Literatur
- geschlechtsspezifische Markierung von Sprache, Rollenbilder, Positionen und Prozesse im gesellschaftlichen System

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10
Q

Postkolonialismus

A

Interdisziplinärer literaturwissenschaftlicher Ansatz, der Texte in einen historischen und gesellschaftlichen Kontext stellt und insbesondere Machtstrukturen betrachtet. Setzt sich mit Sprachen, Kulturen, Identitäten und gesellschaftliche durchdrungenen Strukturen im Kontext des Kolonialismus auseinander.

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11
Q

Thesen über Kontextbezogenheit von Literatur in Kleinsprachen

A
  1. Literarische Texte sind stärker auf den sprachlichen Kontext bezogen als Texte in grossen Nationalsprache (z.B. habe Gedichte über die Sprache Räterromanisch Tradition)
  2. Vorstellung eines Musterlesers ist spezifischer (-> Kommunikation wird mehr auf Kontext bezogen)
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12
Q

Typische Themen in Räteromanischer Literatur und welcher Analyseansatz passt hier gut?

A
  • Erhaltung der Sprache
  • Heimweh nach Engadin für Auswanderer nach Italien
  • Ansprache der Sprachgemeinschaft und des Modelllesers
  • Satiren und Parodien, die nur von bestimmter Personengruppe zu verstehen sind
  • New Historicism hilft mit Kontextliteratur, diese speziellen Texte besser zu verstehen
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13
Q

Wie wurde Textgenetik auf Räteromansche Literatur angewandt?

A
  • Andri Peer: Materialien wie Notizen, Essays, Briefwechsel
  • er schrieb Lyrik und Prosa
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