Geschichte: 60er Jahre
Welcher sozialreformerische Ansatz liegt dem Leitbild der Urbanität durch Dichte zugrunde?
Welchen Mangel sollte die Urbanität durch Dichte kompensieren?
Beispiel eines kommunikativen, sozialen, freizeitlichen Zentrums einer Stadt
Welche öffentlichen Räume erzeugt die Urbanität durch Dichte?
Stadtstruktur des Märkischen Viertels
Märkische Viertel, West Berlin, Georg Heinrichs, Hans c. Müller, 22 weitere Architekten, 1962-1974
* zentrale Achse durch Gebiet, Straße + Anbindung an ÖPNV (Berliner Zentrum)(starke Infrastruktur)
* drei Klammerförmige-Arme, die alle vom Zentrum ausgehen, zum Zentrum hin die größte Bauhöhe
* Arme bestehen wiederum aus „kleineren“ klammerförmigen Gebäuden, sozialer Wohnungsbau, Wohnhochhäuser, innerhalb der Klammern öffentliches Angebot
* Stark verdichtet
* Maßstab der Gebäudedimension zu groß für attraktive Zwischenräume?
* öffentliche Flächen trostlos, wenig anspruchsvoll gestaltet
* im eig Zentrum dann Dienstleistungs-, Freizeit- angebot, Bildung
* zwischen den Wohnkomplexen parkartiger grüner Freiraum
* drum herum Einfamilienhausbereiche (Maßstabs-, sozialer Sprung)
Zielsetzung und heutige Realität Marzahns
Wettbewerb 1977, Dieter Bankert:
* Alle freizeitlichen, kulturellen Tätigkeiten sollten in Zentrum Raum bekommen, auf und um zentralen Platz und in Flachbauten
* Anschluss an nach Berlin führende Achse (unter Platz)
* Versuch an Knotenpunkt (Anschluss an ÖPNV) Gefühl von Urbanität erzeugen, Mitte erzeugen, zentrale Einrichtungen stärken
* drum herum hohe Wohnbauten Wohnklammern, mit Anschluss zum Zentrum, wo die Leute hinströmen sollen
* Stattdessen:
* Zentrale Einkaufsmall
* wenig belebender Flachbau, der Menschen nach innen zieht
* eindrucksvoller Ausdruck des urbanen Raums nicht umgesetzt worden
* Flachbauten bilden keinen attraktiven Raum
* öffentlicher Freiraum (zB Promenade) lädt nicht zum Verweilen ein
* Freiräume zu groß gedacht für Bewohneranzahl
* Wohnbauten: einfache, serielle, triste, kostengünstige Sozialbauten,
* -> Wohnbauten müssen rückgebaut werden, wegen schlechter Nachfrage, können nicht umgenutzt werden
* -> emotional, ökologisch, ökonomisch katastrophal
Probleme der Großsiedlungen
Einfluss der Mondlandung auf “Urbanität durch Dichte”
Landung auf dem Mond:
* Vorstellung die Erde irgendwann verlassen zu können, und Platzmangel wegen Bevölkerungswachstum mit der Bevölkerung von anderen Planeten entgegenzukommen
* –> Planung von Weltraumstädten: enges AV Verhältnis, Städte die nach innen organisiert sind, kein Kontakt zum Umland, bewegt sich im unbenutzbaren Raum
* ISS: Weltraumstatt, eher Labor; keine Freizeitgesellschaft, sondern hoher Arbeitsaufwand in Weltraumgesellschaft
Beispiel Entwurf: Walking Cities, 1964:
* kann sich in der Landschaft bewegen
* bezieht sich nur auf sein Inneres
* –> Einfluss auf Stadtplanung: Konzentration auf Mittenbildung, Peripherie verliert an Wirksamkeit, (Logo Märkische Viertel)
* Verknüpft aber was öffentliches Angebot angeht autark
(Stadterweiterung in Bucht Tokios, Kenzo Tange, 1960; zentale öffentliche Achse, andockende Wohnkomplexe, Megastadt)
* (Intrastadt, Walter Jonas, 1960; Pilzstadt, eigene, abgeschlossene obere Welt)
* ->wegen Ölkrise, (Stahlkrise) nicht realisiert
Umgang mit Großsiedlungen des Leitbildes Urbanität durch Dichte heute
Positivbeispiel:
Habitat 67, Montreal
* gute Lage
* abwechslungsreicher Wohnungsbau, individueller Wohnraum, nicht seriell wirkend
* nicht zu großmaßstäblich