V1 Flashcards

(25 cards)

1
Q

Welche wesentlichen Aufgaben zählen zum Rechnungswesen?

A

Das Rechnungswesen erfasst, überwacht und wertet das komplette Unternehmensgesche-
hen in quantitativer Form aus.

Hauptaufgaben des Rechnungswesens
– Dokumentation
– Rechenschaftslegung und Information
– Überwachung
– Disposition
– Kapitalerhaltung

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2
Q

Aus welchen Elementen setzt sich das Rechnungswesen zusammen?

A

Elemente des Rechnungswesens
Extern:
– Buchführung und Bilanzierung / Jahresabschluss

Intern:
– Kosten- und Leistungsrechnung
– Statistik
– Planung

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3
Q

Wann investiere ich am besten in ein Unternehmen?

A

👉In ein Unternehmen investierst du am besten, wenn …

  1. Es Geld verdient→ also Gewinn macht, nicht nur Umsatz.
  2. Es wächst→ Umsatz und Gewinn steigen über mehrere Jahre.
  3. Es gesund ist→ nicht zu viele Schulden, genug Eigenkapital.
  4. Der Preis passt→ die Aktie ist nicht zu teuer im Vergleich zum Gewinn.

Zusatz:
Dann kommt es oft zu Informationsasymmetrien - ich als Investor habe nicht alle Informationen über das Unternehmen
* wie viel Eigenkapital
* operativer Cashflow
* Geschäftsberichte

Merksatz
„Umsatz zeigt, ob Kunden da sind – Gewinn zeigt, ob wirklich etwas übrig bleibt.“
Wenn beides wächst und der Preis fair ist → guter Zeitpunkt zum Investieren.

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4
Q

Was ist Umsatz?

A

Der Umsatz (oder auch „Umsatzerlöse“) bezeichnet dieGesamtsumme der Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungeneines Unternehmens innerhalb einer bestimmten Periode,ohne Abzug von Kosten.

👉 Er ist also der Wert aller abgesetzten Produkte/Leistungenmalderen Verkaufspreis (netto, ohne Umsatzsteuer).

Beispiel:Ein Unternehmen verkauft 1.000 Stück eines Produkts zu je 50 € → Umsatz = 50.000 €.

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5
Q

Was versteht man unter Gewinn?

A

Der Gewinn ist derÜberschuss der Erträge über die Aufwendungenin einer Abrechnungsperiode.

👉 Er zeigt, was nach Abzug aller Kosten (Material, Personal, Abschreibungen, Zinsen usw.) vom Umsatz übrig bleibt.

Formel vereinfacht:
Gewinn = Erträge – Aufwendungen

Beispiel:Umsatz 50.000 € – Kosten 40.000 € → Gewinn = 10.000 €.

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6
Q

Was versteht man unter Eigenkapital?

A
  • Geld, das dieEigentümerins Unternehmen eingebracht haben oder im Unternehmen bleibt (z. B. durch Gewinne).
  • Gehört also den Besitzern des Unternehmens.
  • Keine Rückzahlungspflicht.
  • Beispiel: Gründer bringt 20.000 € Startkapital ein, oder Gewinn bleibt im Unternehmen.

👉 Eigenkapital = „gehört uns“.

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7
Q

Was versteht man unter Fremdkapital?

A
  • Geld, das vonaußen geliehenist (z. B. von Banken oder Lieferanten).
  • Musszurückgezahltwerden, oft mit Zinsen.
  • Beispiel: Kredit bei der Bank, offene Rechnungen bei Lieferanten.

👉 Fremdkapital = „müssen wir zurückzahlen“.

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8
Q

Vor- und Nachteile von Eigen- und Fremdkapital?

A

Merksatz

  • Eigenkapitalstärkt die Unabhängigkeit, ist aber begrenzt.
  • Fremdkapitalermöglicht schnelle Finanzierung, macht aber abhängig (Zinsen + Rückzahlung).
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9
Q

Was ist eine Bilanz?

A

Bilanz (”Foto”)
- Die Bilanz ist eineGegenüberstellung von Vermögen (Aktiva)undKapital (Passiva)zu einem bestimmten Stichtag.
- Stichtag oft der 31.12
- Sie zeigt:
- Woher kommt das Geld?(Passiva = Finanzierung)
- Wofür wurde es verwendet?(Aktiva = Investition)

👉Merksatz:„Passiva zeigt die Herkunft der Mittel, Aktiva die Verwendung.“

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10
Q

Was versteht man unter Mittelverwendung?

A

🔹 Aktiva (linke Seite der Bilanz) →Mittelverwendung

= Was das Unternehmen mit dem Geld „macht“

  • Anlagevermögen(langfristig): Maschinen, Gebäude, Patente
  • Umlaufvermögen(kurzfristig): Kasse, Bank, Forderungen, Vorräte

👉 Alles, was dem Unternehmen gehört und Nutzen bringt.

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11
Q

Was versteht man unter Mittelherkunft?

A

🔸 Passiva (rechte Seite der Bilanz) →Mittelherkunft

= Woher das Geld kommt

  • Eigenkapital: Geld der Eigentümer, einbehaltene Gewinne
  • Fremdkapital: Schulden bei Banken, Lieferanten, Anleihen

👉 Zeigt, wie das Vermögen finanziert wurde.

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12
Q

Was gilt es bezüglich der Aktiva und Passiva Seite einer Bilanz zu beachten?

A
  • Aktiva = Passiva(müssen immer gleich groß sein).
  • Beispiel:
    • Maschine im Wert von 10.000 € gekauft → steht aufAktiva (Maschine).
    • Bezahlt mit Bankkredit → steht aufPassiva (Fremdkapital).
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13
Q

Welche Relevanz hat die Buchführung für die weiteren Teilbereiche des Rechnungswesens?

A

Buchführung und Finanzierung eng verbunden → Buchführung ist die Technik um die GuV und die Bilanz berechnen zu können

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14
Q

Welchen Zweck bzw. welches Ziel hat die Buchführung? bz. Wie hat eine Buchführung zu erfolgen?

A
  • Die Buchführung hat sämtliche Geschäftsvorfälle einer Periode laufend, lückenlos und sachlich geordnet zu erfassen und aufzuzeichnen, d.h. zu buchen.
  • laufend, lückenlos, sachlich geordnet - sie muss GoB konform sein
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15
Q

Was sind Geschäftsvorfälle?

A
  • Geschäftsvorfälle sind Sachverhalte, die die Vermögenswerte und Schulden sowie den Werteverzehr (Aufwand) und Wertezuwachs (Ertrag) betreffen.
  • Jedem Geschäftsvorfall ist ein Beleg mit relevanten Angaben zu Grunde zu legen.
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16
Q

Was ist Gegenstand der Buchführung?

A

Geschäftsvorfälle sind der Gegenstand der in Belegen nachweisbar ist

17
Q

Erläutern Sie drei Geschäftsvorfälle mit den zugehörigen Belegen.

A

Beispiel für Geschäftsvorfall:
* Einkauf von PKW - Belege: Zahlungsbeleg, Kaufvertrag etc.
* Mietzahlung - Beleg: Mietvertrag oder Zahlungsnachweis der Miete

18
Q

Welche konkreten Zwecke erfüllt die Buchführung?

A

Konkrete Zwecke der Buchführung
* Feststellung des Vermögens- und Schuldenstands
* Aufzeichnung sämtlicher Veränderungen der Vermögens- und Schuldenwerte in lückenloser und sachlich geordneter Hinsicht
* Ermittlung des Erfolgs mittels Erfassung sämtlicher Aufwendungen und Erträge
* Zahlenlieferant für Kalkulation und innerbetriebliche Kontrollen
* Bereitstellung von Daten für Steuerberechnung
* Beweismittel bei rechtlichen Auseinandersetzungen

19
Q

Wie lauten die Adressaten der Buchführung?

A
  • Adressaten sind Eigenkapitalgeber, Fremdkapitalgeber, Geschäftspartner, Fiskus, Mitarbeiter und Gewerkschaften, Presse, Finanzanalysten, Ratingagenturen, unternehmensinterne Einheiten, Überwachungsorgane und weitere interessierte Dritte.
  • Jeder der ein berechtigtes Interesse an dem Unternehmen hat!!!
20
Q

Wer ist zur Führung von Büchern verpflichtet?

A
  • Alle Kaufleute, Gewerbetrieb die mind. ein 80.000€ Jahresüberschuss (Gewinn) und Jahresfehlbetrag (Verlust) haben ???
  • § 238 HGB - Kaufmann §1 und § 5 HGB
21
Q

Welche rechtlichen Vorschriftenbereiche liegen der Buchführung und Bilanzierung zu Grunde?

A

Drittes Buch §238 des HGB bis § 289

22
Q

Was sind die GoB und wie lassen sie sich unterteilen?

A

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
GoB = Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
→ Regeln, die sicherstellen, dass die Buchführung richtig, vollständig, nachvollziehbar und vergleichbar ist.

Sie stehen nicht alle direkt im Gesetz, sondern ergeben sich aus:
* HGB (z. B. §§ 238–239, 243–256)
* kaufmännischer Praxis
* Rechtsprechung

  • lässt sich unterteilen in Dokumentations-, Rahmen-, System- und Kapitalerhaltungsgrundsätze sowie Ansatzgrundsätze für die Bilanz und Definitionsgrundsätze für den Jahreserfolg
23
Q

Was sind die konkreten GoB?

A
  • Buchführung hat klar und übersichtlich zu sein
  • Nur Buchung mit Beleg
  • Ordnungsgemäße Erfassung sämtlicher Geschäftsvorfälle
  • Ordnungsgemäße Aufbewahrung der Buchführungsunterlagen
24
Q

Welche Beispiele für GoB gibt es?

A

Klarheit & Übersichtlichkeit
* Buchführung muss verständlich und nachvollziehbar sein
* Klare Kontenführung, Belege geordnet

Vollständigkeit
* Alle Geschäftsvorfälle müssen erfasst werden
* Kein Umsatz oder Aufwand darf fehlen

Richtigkeit & Willkürfreiheit
* Werte müssen sachlich richtig sein
* Tatsächliche Anschaffungskosten buchen

Einzelbewertung
* Jeder Vermögensgegenstand wird einzeln bewertet
* Jedes Auto im Fuhrpark mit eigenem Wert

Vorsichtsprinzip
* Verluste früher, Gewinne erst bei Sicherheit erfassen
* Lagerwert sinkt → Abschreibung

Imparitätsprinzip
* Verluste sofort, Gewinne erst bei Realisierung
* Drohender Verlust wird berücksichtigt

Realisationsprinzip
* Gewinn erst bei Verkauf erfassen
* Auftrag erst nach Lieferung als Gewinn

Stetigkeit
* Bewertungsmethoden beibehalten
* Immer gleiche Abschreibungsmethode

Periodenabgrenzung
* Aufwand/Ertrag der richtigen Periode zuordnen
* Versicherung anteilig für das Folgejahr

25
Was passiert bei Verstößen gegen die GoB?
Schätzung der Besteuerungsgrundlage könnte erfolgen, bei unrichtiger Wiedergabe bzw. Verschleierung → Freiheitsstrafe * Gegen handels- und steuerrechtliche Normen: Möglichkeit der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen durch Finanzbehörden * Unrichtige Wiedergabe des Jahresabschlusses oder Verschleierung: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe * Insolvenzfall: mögliche Freiheitsstrafe