Im LZG wird zwischen expliziten und impliziten Inhalten unterschieden:
-> explizite Inhalte können bewusst abgerufen und oft verbalisiert werden
-> implizite Inhalte drücken sich im Verhalten aus
* Sie werden über explizites und implizites Lernen erworben.
Assoziatives vs. nicht-assoziatives Lernen
-> gibt jeweils kurz- und langfristige Effekte
nicht-assoziativ (definition und wichtigsten Formen)
Sensitivierung: Steigerung der behav. Antwort
assoziatives Lernen (definition + wichtigste Formen)
Nicht-assoziatives Lernen: Beispiel Aplysia
-> Lebewesen mit einfachem Nervensystem
-> zeigt einige Reflexe, z.B. Kiemenrückzugsreflex
* Habituation am Bsp. des Kiemenrückzugsreflexes:
Merkmale von Habituation und Sensitivierung
Abnahme…
Merkmale von Habituation und Sensitivierung
Zunahme…
*Zunahme der Reaktionsstärke bei wiederholter Reizdarbietung
-> wird vor allem in Bezug auf schädliche Reize beobachtet
(schmerzauslösender Reiz)
*gibt auch kurz- und langfristige Veränderungen
Assoziatives Lernen
Klassische Konditionierung
Klassische Konditionierung
Grundstruktur
Ausgangssituation (vor der Konditionierung)
US -> UR
NS -> keine/unspezifische Reaktion
Lernphase (während der Konditionierung, Erwerb)
NS +US (wiederholt) -> Aufmerksamkeit + UR
Testphase (nach der Konditionierung, Löschung)
CS -> CR
(wird der CS mehrmals alleine präsentiert, sinkt die Wahrscheinlichkeit der CR)
Klassische Konditionierung: Was wird gelernt
Assoziation zw. CS und US: S-S Lernen
Assoziation zw. CS und UR: S-R Lernen
Befunde sprechen dafür, dass bei Klassischer Konditionierung S-S Assoziationen gelernt werden!
Erwerb und Löschung
Erwerb (Akquisition):
-> gemeinsame Darbietung von CS + US
-> Zunahme der Wahrscheinlichkeit von CR auf CS
Löschung (Extinktion):
-> Darbietung von CS ohne US
-> Abnahme der Wahrscheinlichkeit von CR auf CS
Spontanerholung
-> teilweise kann nach einiger Zeit ein kurzfristiger Anstieg der Wahrscheinlichkeit von CR auf den CS beobachtet werden
-> Indiz, dass Löschung nicht einfach verlernen sondern das Erlernen einer neuen Reaktionen auf einen Reiz ist
Generalisierung und Diskriminierung
*Reizdiskrimination: Organismen können lernen, zwischen ähnlichen Reizen zu unterscheiden
Studie von Gynther (1957):
- in der Lernphase: “Licht rechts” –> Luftstoß, aber “Licht links” –> kein Luftstoß
- anfangs wurde die CR (Lidschluss) auf beide Reize beobachtet („Licht links“ und „Licht rechts“)
- später war die CR viel stärker für „Licht rechts“ als für „Licht links“
-> Diskriminierung tritt nur auf, wenn ein Reiz nie mit US gepaart wird
Zeitverhältnisse bei Paarung von CS und US
Relativer Informationswert: Kontingenz
-> Effektivität ist größer, wenn CS Vorhersage auf US erlaubt!
-> KK beruht nicht nur auf Kontiguität sondern auf dem relativen Informationsgehalt!
Relativer Informationswert: Kontingenz
Konditionierte Inhibition
CS2–
->negativ mit dem US assoziiert
Konditionierte Inhibition:
Studie von Zimmer-Hart und Rescorla (1974):
-> Lernphase:
-> Testphase zeigte: CS1+ allein verursacht CR, CS+1 und CS2- zusammen nicht
-> Was wurde gelernt: Ton sagt Stromschlag und damit Schock vorher
Licht sagt Abwesenheit von Stromschlag vorher
Blockierungseffekt
Kontrollgruppe: nur Lernphase 2
-> Testphase: CR als Reaktion auf CS2 (Licht) nur in Kontrollgruppe, obwohl in beiden Gruppen gemeinsame Präsentation von CS2 und US
-> Erklärung: in Lernphase 1 der Experimentalgruppe wurde positive Assoziation zwischen Stimulus (CS) und US erlernt
->blockiert Konditionierung für einen weiteren CS àder zweite CS hat keine zusätzliche Vorhersagekraft
Rescorla-Wagner Model
-> Aktivierung der CS-Repräsentation aktiviert Erinnerung an US
-> löst Ausführung einer antizipatorischen CR aus
Rescorla-Wagner Model: Weitere Grundannahmen
-> Die Assoziationsstärke (V) zwischen CS und US steigt bei gemeinsamer Präsentation schrittweise an oder sinkt schrittweise bei einzelner Präsentation (Löschung)
-> die maximal erreichbare Assoziationsstärke ist begrenzt
-> der Anstieg der Assoziationsstärke bei der Paarung von US und CS wird durch Differenz zwischen maximal erreichbarer Assoziationsstärke und aller im aktuellen Versuch vorhandenen Assoziationsstärken bestimmt
Mathematische Seite des Rescorla-Wagner Models
ΔVj = α (λUS – ΣVj)
Differenz..
the most important message of RW-Modell
Die Differenz λUS – ΣVj ist damit die Abweichung der aktuellen Vorhersage vom tatsächlich eintretenden Ereignis (US da oder nicht da)
Biologische Grenzen der KK
*Bei Geschmacksaversion ist teilweise nur eine gemeinsame Präsentation ausreichend um Assoziation zu erwerben, außerdem kann auch der zeitliche Abstand zw. Präsentation von CS und Auftreten von US sehr groß sein (Spurenkonditionierung)
-> Evolutionäre Signifikanz ist bedeutend Martin Seligman (1970) formulierte die Annahme der biological preparedness
-> erklärt, warum Organismen dazu tendieren Angstreaktionen vor allem für potentiell gefährliche Dinge zu entwickeln