Nenne die Begriffsdefinition von Emotionen!
– Affekt (heftige, kurzzeitige Emotion)
– Gefühl (subjektiver Aspekt der Emotion)
– Stimmung (schwache, langandauernde Emotion)
Nenne Emotionskomponenten am Beispiel Prüfungsangst!
1. affektive Komponente
= subjektives Gefühl
- Prüfungsangst, Unwohlsein
2. expressive Komponente
= Ausdruck im Verhalten, Mimik
- ängstlicher Gesichtsausdruck, Mundwinkel hängen
3. physiologische Komponente
= körperliche Reaktion
- erhöhte Herzfrequenz, beschleunigter Puls, Zunahme der Hautleitfähigkeit
4. kognitive Komponente
= Bewertungen, Gedanken
- Sorge um möglichen Misserfolg
5. motivationale Komponente
= Verhalten
- Situationsflucht/-vermeidung
Nenne Emotionskomponenten am Beispiel Lernspaß!
Erläutere die Klassifikation lernrelevanter Emotionen (Pekrun)!
Valenz:
positiv vs. negativ Freude vs. Traurigkeit
zeitlicher Bezug: vergangenheitsbezogen vs. zukunftsorientiert Stolz über eine gute Note vs. Hoffnung auf einen Prüfungserfolg
Art der Energetisierung: aktivierend vs. desaktivierend Hoffnung, Vorfreude vs. Hoffnungslosigkeit, Entspanntsein
Warum sind Emotionen im Lern- und Leistungskontext wichtig?
Erläutere die Prüfungsangst!

Erläutere die Langeweile!
Langeweile - wenig untersuchte Emotion
Langeweile im pädagogisch-psychologischen Kontext
Langeweile als ineffektive Nutzung von „Humanressourcen“
→ aus Interviewstudie (Götz, Frenzel & Haag, 2006), Schüler der 9. Jahrgangsstufe
Erläutere die Leistungsemotionen ab Schuleintritt!
– vereinzelte Längsschnittstudien zeigen:
durchschnittliche Ausmaß negativer Emotionen steigt im Laufe der Schulzeit
durchschnittliche Ausmaß positiver Emotionen sinkt im Laufe der Schulzeit
Ursachen für die negativen emotionalen Entwicklungsverläufe?
Erläutere die Ursachen für die negativen emotionalen Entwicklungsverläufe - Fokus auf Bezugsgruppeneffekt!
Schüler im unteren Leistungsbereich am Ende der Grundschulzeit profitieren vom Wechsel in die Hauptschule!
Leistungsbezogene Selbstkonzept erholt sich durch:
• Entfall ungünstiger Leistungsvergleiche mit
deutlich leistungsstärkeren Schülern
• bessere Noten
• häufigere Gelegenheiten für soziale
Abwärtsvergleiche mit schwächeren Schülern
Entgegengesetzter Effekt für leistungsstarke Schüler beim Übergang auf das Gymnasium!
Fähigkeitsbezogene Selbstkonzept sinkt durch:
• Erfahrung, dass viele Mitschüler gleiche oder
bessere Leistungen erbringen
• schlechtere Noten
• häufigere Gelegenheiten für soziale
Aufwärtsvergleiche mit leistungsstärkeren Mitschülern
Mittlere schulische Selbstkonzept konvergiert stark auf den verschiedenen Schulformen im Laufe der Sekundarstufe I.
Erläutere die Appraisal-Theorie!
Die spezifische Konstellation von Appraisal definiert Art der Emotion.
Beispiele
Ärger: Situationen, in denen man denkt, dass etwas persönlich Bedeutsames, Negatives eingetreten ist, was vermeidbar gewesen wäre.
Angst: Wenn etwas Negatives, persönlich Relevantes mit gewisser Wahrscheinlichkeit auftreten kann, man aber nur über wenige Ressourcen verfügt, um es abzuwenden.
Erläutere den Pekruns Kontroll-Wert Ansatz zu Leistungsemotionen!
Subjektive Kontrolle über lern- und leistungsbezogene Aktivitäten und Leistungsergebnisse
… bezieht sich auf
- zukunftsgerichtete Kausalerwartungen „Wenn ich mich anstrenge, dann schaffe ich die Prüfung.“
- aktuelle Kontrollwahrnehmungen
„Die Aufgabenstellung verstehe ich nicht. Ich kann die Aufgabe nicht bearbeiten.“
- rückblickende Kausalattributionen von Erfolgen und Misserfolgen
„Ich bin durchgefallen, weil ich mich nicht genug angestrengt habe.“
Wert dieser Aktivitäten und Ergebnisse
… beinhaltet
- kategoriale Bedeutung
ist die Lernaktivität bzw. das Leistungsergebnis subjektiv positiv oder negativ
- dimensionale Bedeutung
wie wichtig bzw. persönlich bedeutsam ist die Aktivität bzw. das Leistungsergebnis
Erläutere die Einflüsse der Sozialumwelt auf Leistungsemotionen
Pekrun: Beeinflussung der Kontrollüberzeugungen und Überzeugungen zur Bedeutsamkeit von Lernaktivitäten und Leistungsergebnissen durch fünf Facetten der Sozialumwelt
Instruktion
Wertinduktion
Autonomiegewährung
Erwartungen & Zielstrukturen
Leistungsrückmeldungen & -konsequenzen
►
Kontrollüberzeugungen und Überzeugungen zur Bedeutsamkeit von Lernaktivitäten und Leistungsergebnisse
Erläutere die Instruktion!
Erläutere die Wertinduktion!
Erläutere die Autonomiegewährung!
Erläutere die Erwartungen & Zielstrukturen!
Erläutere Leistungsrückmeldungen & -konsequenzen!
Erläutere den Überblick über die Ursachen von Emotionen

Erläutere die Unterschiede bei der Aufgabenlösung durch Stimmungsunterschiede!
schlechte Stimmung
gute Stimmung
Nenne die Wirkungen von Emotionen im Lern- und Leistungskontext!
Pekrun: drei Wirkmechanismen nach Pekrun zur Einflussnahme von lern- und leistungsbezogenen Emotionen auf akademische Leistung
positive aufgabenbezogene Emotionen (z.B. Lernfreude)
→ Aufmerksamkeit auf Aufgabe fokussieren → Leistungssteigerung
Götz (2004): positive Korrelationen zwischen selbst berichteter Freude und Konzentration → positive Zusammenhänge mit Leistungen
negative aufgabenbezogene Emotionen (z.B. Angst, Ärger)
→ Aufmerksamkeit wird von der Aufgabe abgelenkt
→ Leistungsbeeinträchtigung vor allem bei komplexen Aufgaben
Götz (2004): negative Korrelationen zwischen selbstberichtetem Ärger und Konzentration
2. Wirkung von Emotionen auf Lernstrategien
– Anknüpfung an Befunde aus Stimmungsforschung
– positive Emotionen (Freude, Stolz) –> verständnisorientierte, flexible Strategien (Elaboration)
– negative Emotionen (Angst, Ärger)
–> weniger verständnisorientierte, rigide Strategien (Wiederholen)
Effekt von Emotionen auf Selbstregulation des Lernens (Pekrun 2000; 2006)
– Positive Emotionen begünstigen selbstreguliertes Vorgehen beim Lernen.
– Negative Emotionen befördern Befolgen extern vorgegebener Regeln (Fremdregulation).
3. Wirkung von Emotionen auf Motivation
– Pekrun: aktivierende (Freude, Angst) vs. deaktivierende (Erleichterung, Langeweile) Emotionen
positiv-aktivierende Emotionen
- aktivitätsbezogen (Lernfreude): Lernen wird an sich als lohnend empfunden
= intrinsische Motivation
- ergebnisbezogen (Vorfreude auf ein gutes Ergebnis): Investition von Anstrengung als Mittel zum Zweck (gute Leistungen und ihre Folgen)
= extrinsische Motivation
→ positiver Zusammenhang positiv- aktivierender Emotionen mit Leistung
• komplexe motivationale Folgen
• Bsp. Prüfungsangst
• Senkt intrinsische Motivation - Lernhandlung wird aufgrund der Angst als unangenehm empfunden.
• Aber! Angst steigert zugleich unter Umständen die Anstrengung - aufgrund erhöhter (extrinsischer) Motivation zur Vermeidung von Misserfolg.
(Pekrun, 2006)