Basalganglien Flashcards

(23 cards)

1
Q

Was ist das Basalganglien?

A

Kerne im Marklager des groß-,Zwischen- und Mittelhirn

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2
Q

Was macht die Basalgaglien?

A

1) Wichtiger Teil des Willkürmotorik Systems
2) Erhalten Bewegungsimpulse vom gesamten cerebralen Kortex
3) Initiierung und Modulation von Willkürbewegungen

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3
Q

Was passiert mit die Bewegungsimpulse vom gesamten cerebralen Kortex in die Basalganglien?

A

Führen sie zusammen, filtern und integrieren sie -> ermöglichen so dass Bewegungen von verschiedenen Rindernarealen eingeleitet werden

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4
Q

Wie passiert die Initiierung und Modulation von Willkürbewegungen ?

A

1) Können motorische Kortex erregen oder hemmen und so gewollte Bewegungenfördern bzw. ungewollte Bewegungen hemmen
2) Steuerung von Ausmaß, Richtung den kraft von Bewegungen
3) Motorisches Lernen (Fließende Bewegung aus Fragen)
4) Handlungsgedächtnis (speichern erfolgreiche Bewegungen)

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5
Q

Welche Teilen des Gehirn sind die Basalganglien?

A

1) Telencephalon
2) Diencephalon
3) Mesencephalon

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6
Q

Von die Telencephalon welche sind die Teilen von die Basalganglien?

A

1) Nucleus caudatus
2) Putamen.

Die zusammen machen die Striatum

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7
Q

Was ist die Striatum?

A

1) Nucleus caudatus

2) Putamen

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8
Q

Welche Teilen der Diencephalon sind Teil des Basalganglien?

A

1) Nucleus subthalamicus
2) Globus pallidus lat.
3) Globus pallidus med.

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9
Q

Welche Teilen der Mesencephalon sind teil des Basalganglien?

A

1) Pars compacta
2) Pars reticularis

Zusammen die machen Substantia nigra

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10
Q

Wie funktioniert und verarbeitet Information die Basalganglien?

A

1) BG erhalten ersten Bewegungsentwurf von Cortex
2) BG modulieren Bewegungsentwurf und Initiieren bzw. Hemmen Bewegungen
3) BG schicken modulierte Entwurf zurück an Cortex
4) Cortex leitet Willkürbewegung ein über Pyramidenbahn und Extrapyramidale Bahnen

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11
Q

Welche ist die Pyramidal Bahn und welche funktion hat es?

A

1) Tr. Corticospinalis

2) Direkt und feinmotorisch

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12
Q

Welche Bahnen gehören zum extrapyramidalen System – und welche Funktion haben sie?

A

Das extrapyramidale System umfasst motorische Bahnen außerhalb der Pyramidenbahn,
→ es steuert indirekt, vor allem unwillkürliche, automatische und stützmotorische Bewegungen.

🔹 Extrapyramidale Bahnen & ihre Funktionen:

  1. Tractus rubrospinalis
    – Ursprung: Nucleus ruber (Mittelhirn)
    – Funktion: Beugung der oberen Extremität, Feinmotorik
    – Wichtig bei Ersatzfunktionen bei Schädigung des Tr. corticospinalis
  2. Tractus reticulospinalis
    – Ursprung: Formatio reticularis (Hirnstamm)
    – Funktion: Muskeltonusregulation, automatische Halte- und Stützreflexe, grobmotorische Bewegungen
    – Verbindung zu vegetativen Systemen (Atmung, Kreislauf)
  3. Tractus vestibulospinalis
    – Ursprung: Vestibulariskerne (Medulla / Pons)
    – Funktion: Gleichgewicht, Kopfhaltung, Streckung der Extensoren (Anti-Schwerkraft-Muskeln)
    – Wichtig bei Balance und Körperhaltung
  4. Tractus tectospinalis
    – Ursprung: Colliculus superior (Tectum)
    – Funktion: Koordination von Kopf- und Augenbewegungen
    – reagiert auf visuelle Reize (z. B. plötzliche Bewegung)

🔹 Funktionen zusammengefasst:
• Unbewusste Bewegungssteuerung
• Haltung, Gleichgewicht, Stützreflexe
• Muskeltonusregulation
• automatisierte Bewegungsmuster

Merksatz:
→ Extrapyramidal = unbewusst, automatisch, stützend – nicht präzise, aber stabilisierend

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13
Q

Wie ist den Indirekter Weg eine Bewegung zu hemmen ?

A

1) Cotex cerebri +
2) Stratium -> subst.nigra Pars compacta -
3) Globus pallidus externes-
4) Nucleus subthalamicus +
5) Aktiviert Globulos pallidus internuns und subst. Nigra Pars reticularis Hemmer aktiviert
6) Info nicht in Motor. Thalamus weitergeleitet

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14
Q

Wie ist den Direkte weg eine Bewegung zu fördern?

A

1) Cortex cerebri +
2) Striatum -> Subst. Nigra Pars compacta +
3) hemmt die Hemmer globus pallidus internus und subst. Nigra reticularis
4) + Motorik Thalamus
5) weiter in der Cotex cerebri

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15
Q

Wie übernimmt die Substantia nigra pars compacta (SNc) ihre bewegungsmodulierende Rolle im Basalgangliensystem?

A

Die Substantia nigra pars compacta (SNc) steuert die Motorik über dopaminerge Projektionen in das Striatum.
Dopamin wirkt dabei modulierend auf zwei Wege des Basalgangliensystems:

1) Dopamin fördert den direkten Weg (Bewegungsförderung)
• Dopamin bindet an D1-Rezeptoren im Striatum.
• Dadurch wird der direkte Weg aktiviert.
• Ergebnis: Sinnvolle, gewünschte Bewegungen werden erleichtert.

2) Dopamin hemmt den indirekten Weg (Bewegungshemmung wird reduziert)
• Dopamin bindet an D2-Rezeptoren im Striatum.
• Dadurch wird der indirekte Weg gehemmt.
• Ergebnis: Unsinnige, störende Bewegungen werden unterdrückt.

Gesamtwirkung der SNc:
• Fördert zweckmäßige Motorik
• Unterdrückt überflüssige Hemmung
• Sorgt für flüssige, koordinierte Bewegungen

Wenn Dopamin fehlt (z. B. bei Morbus Parkinson):
→ direkter Weg zu schwach
→ indirekter Weg zu stark
→ Hypokinesie, Rigor, Tremor

Merksatz:

Dopamin aus der SNc: direkter Weg an – indirekter Weg aus → Bewegung wird flüssig.

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16
Q

Was passiert pathophysiologisch bei Morbus Parkinson?

A

Bei Morbus Parkinson gehen dopaminerge Neurone in der
Substantia nigra pars compacta (SNc) zugrunde.
Das führt zu einem Dopaminmangel im Striatum und verändert die Motoriksteuerung der Basalganglien.

1) Untergang der dopaminergen Neurone
• Weniger Dopamin aus der SNc
• Weniger Aktivierung des motorischen Systems

2) Direkter Weg wird zu schwach
• Normalerweise fördert Dopamin den direkten Weg über D1-Rezeptoren
• Jetzt fehlt Dopamin → direkter Weg unteraktiv
→ Bewegungsförderung nimmt ab
→ Hypokinesie, Bradykinesie, Akinese

3) Indirekter Weg wird zu stark
• Normalerweise hemmt Dopamin den indirekten Weg über D2-Rezeptoren
• Dopaminmangel → Hemmung fehlt
→ indirekter Weg überaktiv
→ Bewegungshemmung dominiert
→ Start- und Stopp-Probleme, Freezing, Muskelrigidität

4) Gesamtfolge

Der indirekte Weg überwiegt,
der direkte Weg ist zu schwach.
Das motorische System wird gebremst.

Typische motorische Symptome:
• Bradykinesie / Akinese
• Rigor
• Tremor
• Haltungsinstabilität

Merksatz:

Bei Parkinson fehlt Dopamin – direkter Weg zu schwach, indirekter Weg zu stark → Bewegung blockiert.

17
Q

Welche typischen Symptome treten bei Morbus Parkinson auf?

A

Die Hauptsymptome (Parkinson-Trias) sind:

1) Bradykinesie / Hypokinesie / Akinese
• Verlangsamte Bewegungen
• Startschwierigkeiten
• Kleine Schritte, reduziertes Mitschwingen der Arme

2) Rigor
• Erhöhter Muskeltonus
• „Zahnradphänomen“ bei passiver Bewegung

3) Ruhetremor
• 4–6 Hz
• Typisch: „Pillendreher-Tremor“ in Händen
• Verschwindet bei Bewegung

Weitere wichtige Symptome:
4. Haltungsinstabilität

•	Sturzrisiko erhöht
•	Posturale Reflexe abgeschwächt

5.	Hypomimie

•	Maskenhaftes Gesicht

6.	Leises, monotones Sprechen (Hypophonie)
7.	Kleinschrittiger Gang / Freezing

•	Blockaden beim Losgehen oder beim Drehen

8.	Vegetative Symptome

•	Obstipation
•	Speichelfluss
•	Seborrhö
•	Orthostatische Hypotonie

9.	Psychische Symptome

•	Depression
•	Schlafstörungen
•	Kognitive Einbußen in späteren Stadien

Merksatz:

Parkinson: langsam, steif, zitternd – plus Gangstörung und maskenhaftes Gesicht.

18
Q

Was bedeutet Hypokinesie?

A

Hypokinesie bedeutet Bewegungsarmut bzw. verminderte Bewegungsamplitude.
Bewegungen werden:
• kleiner,
• langsamer,
• weniger kraftvoll
• und seltener ausgeführt.

Typisch bei Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder nach neurologischen Schäden.

Merksatz:

Hypokinesie = zu wenig, zu klein, zu langsam Bewegung.

19
Q

Was bedeutet Akinese?

A

Akinese bedeutet Bewegungsunfähigkeit.
Der Betroffene kann willkürliche Bewegungen nicht starten oder nur mit massiver Verzögerung beginnen.

Typisch bei:
• Morbus Parkinson
• Schweren Basalganglienstörungen
• Bestimmten neurologischen Läsionen

Akinese ist die Steigerung der Hypokinesie.

Merksatz:

Akinese = Bewegung startet nicht.

20
Q

Was ist ein Ruhetremor und wie entsteht er?

A

1) Was ist ein Ruhetremor?

Ein Ruhetremor ist ein Zittern, das in völliger Muskelruhe auftritt
(z. B. Hände liegen im Schoß).
Er nimmt ab, wenn der Betroffene eine Bewegung beginnt.

Typisch:
• „Pillendreher-Tremor“ der Hände
• Frequenz ca. 4–6 Hz
• Zunahme in Stresssituationen

2) Wie entsteht ein Ruhetremor? (Pathophysiologie)

Der Ruhetremor entsteht durch ein Ungleichgewicht im Basalganglien-System infolge eines Dopaminmangels.
• Die dopaminerge Hemmung fällt weg →
• Dadurch werden Rhythmusgeneratoren im Hirnstamm (v. a. Formatio reticularis und Nucleus ruber) nicht mehr ausreichend kontrolliert.
• Es kommt zu rhythmischen Entladungen, die sich als Zittern äußern.

Kurz gesagt:
Zu wenig Dopamin → zu viel unkontrollierter Rhythmus → Ruhetremor.

Merksatz:

Ruhetremor: Zittern in Ruhe – Dopamin fehlt, Rhythmus entgleist.

21
Q

Was ist Rigor? und wie passiert es?

A

1) Muskelstarre

2) Wegfall der dopaminergen Hemmung der Muskeltonus-regulierenden Neurone in der Formatio reticularis

22
Q

Was passiert bei der Krankheit Chorea Huntingon?

A
  1. Genetik:
    • Autosomal-dominant vererbte Erkrankung
    • Ursache: CAG-Repeat-Expansion im Huntingtin-Gen auf Chromosom 4
    1. Pathophysiologie:
      • Degeneration striataler Neurone (v. a. im Nucleus caudatus & Putamen)
      • Vor allem Neurone des indirekten Weges der Basalganglien betroffen
      • → Hemmung des indirekten Weges → direkter Weg überwiegt
    2. Folge im Frühstadium:
      • Überwiegen des direkten Weges → Hyperkinesie (unwillkürliche, überschießende Bewegungen = Chorea)
    3. Spätstadium:
      • Degeneration breitet sich aus → auch direkter Weg betroffen
      • → Hypokinesie, Muskelrigidität, Demenz
23
Q

Was ist Hemiballismus und wie entsteht er?

A
  1. Definition:
    • Hemiballismus ist eine Bewegungsstörung mit unwillkürlichen, schleudernden Bewegungen.
    • Betroffen sind v. a. die proximalen Gliedmaßen der kontralateralen Körperhälfte.
  2. Ursache:
    • Infarkt des Nucleus subthalamicus, meist durch Verschluss der A. cerebri posterior.
  3. Pathophysiologie:
    • Ausfall des indirekten Weges in den Basalganglien → Hemmung fällt weg.
    • Direkter Weg überwiegt → übersteigerte Bewegungen.

Merksatz:
→ Subthalamicus kaputt → Hemmung weg → Arm/Bein schleudern.