Was ist moralisch richtig nach Bentham?
Moralisch richtig ist die Handlung, die das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl hervorbringt.
Glück wird definiert als Lust, Unglück als Schmerz.
Bentham ist Konsequentialist:
→ Die Folgen entscheiden über Moral.
Beispiel:
Eine Handlung ist moralisch gut, wenn sie insgesamt mehr Freude als Leid erzeugt.
Warum „quantitativer“ Utilitarismus?
Bentham unterscheidet nicht zwischen Arten von Lust.
Alle Lüste sind gleichwertig, entscheidend ist nur ihre Menge.
📌 „Pushpin is as good as poetry“
(Kinderspiel = Gedicht, wenn die Lust gleich groß ist)
Beispiel:
Netflix schauen zählt genauso wie Philosophie lesen – wenn es gleich viel Lust erzeugt.
Wie bewertet Bentham Handlungen?
Bentham entwickelt ein Lustkalkül mit Kriterien:
Intensität
Dauer
Wahrscheinlichkeit
Nähe
Ausdehnung (wie viele betroffen sind)
👉 Moral wird berechnet, nicht begründet.
Beispiel:
Eine Entscheidung, die viele leicht glücklich macht, kann besser sein als eine, die wenige stark glücklich macht.
Zählt jedes Glück gleich viel?
Ja. Jeder Mensch zählt gleich viel, niemand mehr als einer.
Keine Sonderstellung für Reiche, Mächtige oder Moralische.
📌 Fortschrittlich:
demokratisch
anti-elitär
Welche Probleme hat Benthams Theorie?
Qualität von Lust wird ignoriert
Minderheiten können geopfert werden
Menschen können als Mittel benutzt werden
Beispiel:
Unschuldigen verurteilen, um Unruhe zu verhindern → nützlich, aber ungerecht.