WADA und NADA
NADA jedes Land hat der National Anti-Doping Agency
WADA ist world Anti-Doping Agency. Alle Gesetze kommen von die WADA
Welche Asthmasprays sind im Sport (WADA/NADA) erlaubt?
Folgende Beta-2-Sympathomimetika sind grundsätzlich erlaubt,
wenn sie inhaliert werden und unterhalb der erlaubten Dosierungen bleiben:
Erlaubt (mit Grenzwerten):
1. Salbutamol
• Erlaubt bis 1600 µg pro 24 h
• Max. 600 µg in 8 Stunden
2. Formoterol
• Erlaubt bis 54 µg pro 24 h
3. Salmeterol
• Erlaubt in therapeutischen Dosen, keine feste Obergrenze,
aber nur inhalativ und ärztlich begründet
4. Vilaterol
• Bestandteil moderner Kombisprays (z. B. Relvar)
• Laut NADA erlaubt, wenn therapeutisch eingesetzt und inhaliert
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Wichtig:
• Tabletten, Sirup oder Injektionen dieser Wirkstoffe sind verboten.
• Dosierungen können von Jahr zu Jahr angepasst werden → immer App oder WADA-Liste checken.
• Bei Grenzbereich-Werten im Urin kann ein Athlet trotzdem gesperrt werden,
wenn der Wert „nicht physiologisch erklärbar“ ist.
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Merksatz:
Erlaubt sind inhalierte Sprays wie Salbutamol, Formoterol, Salmeterol und Vilaterol – aber nur in Grenzdosen.
Was sind Glukokortikoide und wie wirken sie?
Glukokortikoide sind körpereigene Stresshormone aus der Nebennierenrinde
(z. B. Cortisol) oder synthetische Formen wie:
Prednisolon, Dexamethason, Betamethason, Hydrocortison.
Wirkungen:
1. Entzündungshemmend
• Hemmen Immunzellen und Zytokine
• Werden bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt
2. Immunsuppressiv
• Dämpfen das Immunsystem → wichtig bei Autoimmunerkrankungen
3. Antiallergisch
• Reduzieren Schwellung, Juckreiz, allergische Reaktionen
4. Stoffwechselwirkung
• Erhöhen Blutzucker
• Fördern Proteinabbau
• Steigern Fettabbau + Umverteilung
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Nebenwirkungen (wichtig):
• Osteoporose
• Muskelabbau
• Gewichtszunahme, Stammfettsucht
• Bluthochdruck
• Infektanfälligkeit
• Magenschmerzen
• Hautverdünnung
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Doping-Regel (WADA/NADA):
• Systemisch (Tablette, Spritze, Infusion) → verboten
• Inhalativ oder lokal (z. B. Creme, Nasenspray) → meist erlaubt, aber oft Meldung nötig
Die genaue Liste ändert sich jährlich, also immer NADA-App prüfen.
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Merksatz:
Glukokortikoide: stark entzündungshemmend – aber viele Nebenwirkungen und systemisch im Sport verboten.
Wie wirken Anabolika im Körper?
Anabol-androgene Steroide wirken so:
1. Erhöhen die Proteinsynthese
• Zellen bauen schneller neue Muskelproteine auf.
2. Hemmung des Muskelabbaus (antikatabol)
• Cortisolwirkung wird abgeschwächt.
3. Zunahme von Muskelmasse und Kraft
• Durch größere Muskelfasern und bessere Regeneration.
Nach welcher Zeitspanne merkt man die typischen Effekte von Anabolika?
Die ersten Effekte von Anabolika (anabol-androgene Steroide) werden in der Regel nach:
ca. 2–4 Wochen
spürbar.
Typische frühe Effekte:
• Mehr Wasserretention
• Schnellere Regeneration
• Leichte Zunahme von Kraft und Muskelvolumen
Die maximalen Effekte auf Muskelzuwachs treten oft erst nach:
6–12 Wochen
auf – abhängig von Dosierung, Wirkstoff, Training und Ernährung.
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Merksatz:
Anabolika spürt man nach etwa 3 Wochen – richtig stark wirken sie später.
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Anabolika auftreten?
Anabol-androgene Steroide haben zahlreiche schwere Nebenwirkungen, die mehrere Organsysteme betreffen.
1) Sehnen- und Bänderprobleme
• Muskel wächst schneller als Sehnen
• → Überlastung, höhere Rissgefahr
2) Blutdruckerhöhung
• Erhöhtes Risiko für Infarkt und Schlaganfall
3) Leberschäden
• Entzündungen
• Leberzysten
• Risiko für Leberversagen (v. a. orale Steroide)
4) Fettstoffwechselstörungen
• LDL steigt, HDL sinkt
• Hohe Gefahr für Gefäßschäden
5) Hormonelle Nebenwirkungen (Männer)
• Hodenatrophie
• Infertilität
• Prostatavergrößerung
• Gynäkomastie (Brustdrüsenvergrößerung) durch Östrogenüberschuss
6) Hormonelle Nebenwirkungen (Frauen)
• Virilisierung (Tiefere Stimme, Haarwuchs, Klitorishypertrophie)
• Zyklusstörungen
7) Psychische Nebenwirkungen
• Stimmungsschwankungen
• Aggression
• Depression
• Euphorie
• Abhängigkeitspotenzial
8) Hautveränderungen
• Akne
• Haarverlust (androgen bedingt)
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Merksatz:
Anabolika: mehr Muskeln – viele Schäden. Herz, Leber, Hormone, Haut und Psyche leiden.
Wie wirkt EPO (Erythropoietin) und welche Nebenwirkungen hat es?
EPO ist ein Hormon, das in der Niere gebildet wird und die Bildung roter Blutkörperchen anregt.
1. EPO steigert die Erythrozytenproduktion im Knochenmark.
2. Dadurch steigt die Hämoglobinkonzentration.
3. Die Sauerstofftransportkapazität des Blutes erhöht sich.
4. Folge: Ausdauerleistung steigt, Ermüdung tritt später ein.
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Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind zum Teil lebensgefährlich:
• Blutverdickung (erhöhte Viskosität)
• Thrombosen
• Herzinfarkt
• Schlaganfall
• Bluthochdruck
• Gefährliche Schlafapnoe
• Erhöhte Belastung für das Herz durch dickeres Blut
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Merksatz
EPO: mehr rote Blutkörperchen – mehr Ausdauer, aber dickeres Blut und Thrombosegefahr.