Ursachen für einen Ekzem ?
Ein Ekzem kann durch verschiedene Auslöser entstehen. Die wichtigsten Ursachen:
1) Allergisch
• Kontaktallergien (Nickel, Latex, Duftstoffe)
• Nahrungsmittelallergien
• Atopische Veranlagung (Neurodermitis)
2) Irritativ
• Chemikalien
• Reinigungsmittel
• Säuren / Basen
• Häufiges Händewaschen
3) Mikrobiell
• Bakterien
• Pilze
• Viren
→ führen zu entzündlichen Hautreaktionen
4) Atopische Faktoren
• Gestörte Hautbarriere
• Genetische Veranlagung
• Begleitend: Asthma, Heuschnupfen
5) Physikalische Reize
• Kälte
• Wärme
• Reibung
• Schwitzen
6) Psychische Belastung
• Stress kann Ekzeme verstärken oder auslösen
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Merksatz:
Ekzem: Allergie, Reizung, Keime, Barriere-Störung oder Stress.
Wie wird ein Ekzem behandelt?
Die Therapie richtet sich nach Ursache, Stadium und Schwere.
Die wichtigsten Maßnahmen:
1) Lokale Therapie
• Rückfettende Cremes / Salben
• Feuchtigkeitscremes zur Stabilisierung der Hautbarriere
• Antiseptische Cremes bei bakterieller Besiedlung
2) Entzündungshemmung
• Glukokortikoid-Cremes (Cortison)
→ kurzzeitig, nicht dauerhaft
• Bei allergischem Ekzem:
Topische Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus)
3) Auslöser meiden
• Allergene (Nickel, Duftstoffe, Waschmittel)
• Reizstoffe (Seifen, Chemikalien)
• Mechanische Reize (Reiben, Schwitzen)
4) Hautschutz und Pflege
• pH-neutrale Reinigung
• Rückfettende Pflege nach jedem Waschen
• Baumwollhandschuhe bei Handekzemen
5) Systemische Therapie (bei schweren Fällen)
• orale Antihistaminika
• systemisches Cortison (kurzzeitig)
• Immunsuppressiva (selten)
Wann darf man bei einem Ekzem keine Manuelle Lymphdrainage (MLD) durchführen?
MLD ist kontraindiziert, wenn:
1) Ein generalisiertes oder großflächig akutes Ekzem vorliegt
• Die gesamte oder große Teile der Haut im Ödemgebiet sind entzündet.
• Die Haut ist offen, gerötet, nässend oder stark irritiert.
• Jede manuelle Behandlung kann die Haut weiter schädigen und das Ekzem verschlimmern.
2) Ein infiziertes Ekzem vorliegt
• Bei bakterieller, viraler oder mykotischer Superinfektion
→ absolute Kontraindikation, da sich Keime über das Lymphsystem ausbreiten könnten.
3) Die Hautbarriere stark gestört ist
• Krusten, Risse, nässende Läsionen
→ MLD würde Schmerzen verursachen und Heilung verzögern.
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Wann ist MLD erlaubt?
Nur bei trockenem, abgeheiltem, nicht-akutem Ekzem
→ dann randständig, nie direkt auf die betroffene Stelle.
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Merksatz:
MLD tabu bei akutem, generalisiertem oder infiziertem Ekzem.
Was kann der Therapeut einem Patienten mit Ekzem empfehlen?
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Merksatz:
Ekzem: nichts Neues auf die Haut – nur mild, reizarm, pH-neutral.
Was ist ein Ekzem?
Ein Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung,
die mit folgenden typischen Merkmalen auftritt:
• Rötung
• Juckreiz
• Schuppung
• Nässen oder trockene Stellen
• Bläschen oder Krusten
Ein Ekzem ist nicht infektiös und kann entstehen durch:
Allergien, Reizstoffe, trockene Haut, Stress oder Barriere-Störungen.
Es gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen.
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Merksatz:
Ekzem: entzündete, juckende, gereizte Haut – nicht ansteckend.