Exkretion Flashcards

(57 cards)

1
Q

Was wird alles vom Körper entsorgt

A
  • stickstoffhaltige Endprodukte aus dem Eiweiß- und Nukleinsäurestoffwechsel
  • Kreatinin aus dem Muskelstoffwechsel
  • Bilirubin (Abbauprodukt des Hämoglobins)
  • Medikamente
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Worüber scheidet der Mensch Stickstoff aus (3)

A
  • Harnstoff (hauptsächlich)
  • Ammoniak
  • Harnsäure
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Harnstoff (3) Fakten

A
  • relativ ungiftig
  • gut wasserlöslich
  • kann nur ausgeschieden werden, wenn genug Wasser vorhanden ist und/oder wenn Organismus imstande ist konzentrierten Harn zu bilden
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Wo und worüber findet die Harnstoffsynthese statt

A

in der Leber über den Harnstoffzyklus

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

harnpflichtige Subtanzen (3)

A

Harnstoff (aus dem Proteinstoffwechsel)
Harnsäure (aus dem Purinstoffwechsel)
Kreatinin (aus dem Muskelstoffwechsel)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Wie funktioniert das Exkretionssystem Niere

A

1) Gewinnung eines Primärharns aus dem Blut in ein
Röhrensystem durch Ultrafiltration
2) Modifikation des Primärharns im Röhrensystem durch Reabsorption & Sekretion
3) Exkretion des modifizierten Ultrafiltrates (Endharn, Urin, Harn)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Beteiligten Organe an der Exkretion (5)

A

Harnbildung und Harnkonzentration:
Niere

Harnleitung und Harnausscheidung:
Nierenbecken
Harnleiter
Harnblase
Harnröhre

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Funktion (3) der Nieren und ableitenden Harnwegen

A

homöostatische Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes (Wasser, Ionen)
Ausscheidung (Exkretion) von Abfallprodukten (Stoffwechselprodukte, körperfremde Stoffe)
Produktion von Hormonen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Was ist das Nierenbecken (Pelvis renalis)

A

kurzer, trichterförmiger Schlauch mit röhrenförmigen Fortsätzen (Nierenkelche)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Woraus (2) besteht das Urogenitalsystem

A

Harnorgane (Organa urinaria)
Geschlechtsorgane (Organa genitalia)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Was ist ein Nephron

A

funktionelle Einheit der Niere (kleinste anatomische Struktureinheit)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Was entsteh durch die organisierte Anordnung der Nephrone

A

Nierenrinde und Nierenmark

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Woraus besteht ein Nephron

A

Nierenkörperchen
Nierenkanälchen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Was sind die Nierenkörperchen und aus welchen 3 Schichten bestehen sie

A

Nierenkörperchen sind:
aus Silverthorn: Physiologie
Filtrationsbarriere („Blut-Harn Schranke“)
(1) glomeruläres Kapillarendothel
(2) gemeinsame Basalmembranen des Kapillarendothels & der Podozytenfortsätze
(3) viszerales Epithel der Bowman-Kapsel (Fußfortsätze der Podozyten)

besitzt außerdem:
Filtrationsschlitze = Löcher des Filters (d.h. hier gelangen die Substanzen hindurch): NUR (2)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Abschnitte der Nierenkanälchen (4 + Kapillaren)

A

proximaler Tubulus
Henle-Schleife (entscheidende Bedeutung bei konzentrierter Harnbildung)
distaler Tubulus
Sammelrohr

peritubuläre Kapillaren:
enger Kontakt zwischen Nierentubulus und Blutgefäßsystem zur Modifikation des Ultrafiltrats

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Aus welchen 4 Prozessen besteht die Harnbildung

A

glomeruläre Filtration
tubuläre Resorption
tubuläre Sekretion
Exkretion durch Sammelrohr

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
17
Q

Was passiert bei der renalen / glomerulären Filtration

A

Flüssigkeitsstrom von den glomerulären Kapillaren in das Lumen der Bowman-Kapsel
Entstehung des Primärharns (Ultrafiltrat)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
18
Q

Was beeinflusst die renale / glomeruläre Filtration

A
  1. hydrostatischer Druck des strömenden Blutes in glomeruläre Kapillare = “Blutdruck”
  2. kolloidosmotischer Druck in den glomulären Kapillaren
  3. hydrostatischer Druck der Flüssigkeit in der Bowman-Kapsel

für die Filtration entscheidender Druck:
effektiver Filtrationsdruck = 1. - 2. - 3.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
19
Q

Welche 2 Mechanismen besitzt (renale/glomeruläre) Filtration

A

▪ mechanischer Filter
▪ elektrischer Filter

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
20
Q

Was macht der mechanische Filter bei der (renale/glomeruläre) Filtration

A

Harnfilter wirkt wie Sieb: Porengröße bestimmt welche Moleküle passieren können

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
21
Q

Was kann beim mechanischen Filter ungehindert passieren, was nicht

A

ungehindert passieren können: Wasser, klein-molekulare Stoffe (z.B. Harnstoff, Glucose, Ionen, Aminosäuren)
(normalerweise) nicht passieren können: große Eiweißmoleküle (> 80 kDa) (Albumine, Globuline), Blutzellen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
22
Q

Was ist der elektrischer Filter bei der (renale/glomeruläre) Filtration und wie funktioniert er

A
  • die Basalmembran des Harnfilters besitzt viele negative Ladungen (Glykoproteine)

negativ geladene Moleküle werden stärker zurückgehalten als positiv geladene

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
23
Q

Was liegt im Primärharn (Ultrafiltrat des Blutplasmas)

A

gelöste Stoffe liegen in gleicher Konzentration wie im Blutplasma vor (mit Ausnahme höhermolekularer Eiweiße)

24
Q

Was ist die die Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) und was beeinflusst sie

A

Flüssigkeitsvolumen, das von allen Glomeruli pro Zeiteinheit in die Bowman-Kapseln filtriert wird
(180L pro Tag -> 125ml pro Minute)
==> maß für Ausscheidungsfähigkeit der Nieren

Einflussfaktoren:
- effektiver Filtrationsdruck (renaler Blutfluss & arterieller Blutdruck)
- Filtrationskoeffizient (verfügbare Oberfläche der glomerulären
Kapillaren & Permeabilität der Filtrationsbarriere

25
Wie wird gewährleistet, dass Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) konstant bleibt
Autoregulation der GFR (1) myogene Antwort (von Muskeln ausgehend) (2) tubuloglomeruläre Rückkopplung (parakriner Signalmechanismus)
26
Wie funktioniert die myogene Antwort bei der Autoregulation der GFR
Detektion eines veränderten Blutdrucks über mechanosensible Ionenkanäle in den renalen Arteriolen Regulation durch Kontraktion oder Relaxation der glatten Muskulatur der Arteriolen
27
Was ist die tubuläre Resorption
Modifikation des Primärharns Rücktransport von Wasser und gelösten Subtanzen
28
Worüber wird bei der tubuläre Resorption resorbiert und was wird resorbiert
Resorption über transzellulären und perizellulären Transport Was: Wasser Ionen (H+, Na+, K+, Ca2+, Cl-, HCO3-) Nährstoffe (z.B. Glucose, Aminosäuren)
29
Wie wird Na+ im proximalen Tubulus resorbiert
durch niedrigen intrazelluläre Na+ Konzentration gelangen Na+ Ionen zur Epithelzelle des proximalen Tubulus --> Transport durch Epithelzelle via Membrantransportproteinen
30
Wovon ist die Glucoseresorption abhängig (S.75)
Na+ abhängig
31
Wie gelangt Glucose in die extrazelluläre Flüssigkeit
durch GLUT-Transport: befördert Glucose mittels erleichterter Diffusion in die extrazelluläre Flüssigkeit
32
Was ist die tubuläre Sekretion
Modifikation des Pimärharns --> Transport ausgewählter Substanzen in Tubuluslumen
33
Wodurch erfolgt die Sekretion der meisten organischen Substanzen
durch sekundär aktiven Transport
34
Was wird bei der tubulären Sekretion sekretiert
Wasser Ionen (H+, K+, NH3) verschiedenste organische Subtanzen
35
Was ist die renale Exkretion (+Gleichung)
Ausscheidung von Urin Exkretion = Filtration – Resorption + Sekretion => Resorption von mehr als 99% der in Tubuli eintretenden Flüssigkeit (1.5L von 180L)
36
Zusammensetzung des Harns
- 95% Wasser - organische Substanzen z.B. Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin - anorganische Bestandteile Z.B. Ionen Na+, K+, Ca2+, Cl-, PO43-, NH3+ - Urochrome (u.a. Bilirubin, Verwandte der Gallenfarbstoffe, entstehen beim Abbau von Hämoglobin, erzeugen die hell- bis dunkelgelbe Farbe des Harns
37
Woraus besteht der Harnleiter (Ureter) + Funktion
paarige muskulöse & dehnbare Schläuche Funktion: Befördert Harn durch peristaltische Wellen aus Nierenbecken in Harnblase
38
Was für ein Organ ist die Harnblase + Funktion
muskulöses Hohlorgan Funktion: temporäre Speicherung von Urin => willentliche Abgabe von Urin zu bestimmten Zeitpunkten
39
Welche Verschluss- und Öffnungseinrichtungen hat die Harnblase
Muskelschicht des Blasendreiecks: - Muskulatur der Harnleitermündungen - Muskulatur der Harnröhrenmündung (innerer unwillkürlicher glatter Schließmuskel + äußerer willkürlicher quergestreifter Schließmuskel)
40
Was für ein Epithel besitzt die Harnblasenschleimhaut
Urothel (Übergangsepithel) mehrschichtiges Epithel
41
Funktion der Harnröhre (Urethra)
Ausscheidung des Urins in die Umwelt (Miktion) -> beim Mann: zusätzlich Ausführungsgang für Geschlechtsprodukte
42
Muskulatur (2) der Harnröhre
innere unwillkürlicher glatter Schließmuskel äußerer willkürlicher quergestreifter Schließmuskel
43
Was ist die Miktion und wodurch wird sie ausgelöst
Prozess bei dem Urin aus dem Körper ausgeschieden wird (Entleerungsphase) -> ausgelöst durch einfachen Rückenmarkreflex (Dehnungsrezeptoren senden Signale ans Gehirn)
44
Was passiert, wenn Harnblase in Ruhe ist
Füllungsphase --> Ansammlung von Urin in der Harnblase
45
Weshalb ist Homöostase wichtig
viele Prozesse im menschlichen Körper sind von best. Konzentration an Wasser und Elektrolyten abhängig
46
Wie wird Aufrechterhaltung des Gleichgewichtszustandes gewährleistet
innerhalb eines dynamischen Systems durch selbstregulative Prozesse
47
Was ist alles regulationsbedürftig
Kreislauf (Blutdruck und Herzfrequenz) Wasser- und Elektrolythaushalt (H2O, K+, Na+, PO43-, Ca2+, …) Säure- und Basenhaushalt Osmotische Konzentration
48
Homöostatische Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt erfolgt durch Integration von...
... Harnsystem (größter Beitrag) ... Atmungssystem ... Herzkreislaufsystem ... Verdauungssystem
49
Was ist Osmose
Wanderung von Wassermolekülen durch eine Membran infolge eines Konzentrationsgradienten der Osmolyte
50
Was sind Elektrolyte + 3 Funktionen
Stoffe, die in Lösungsmitteln (Wasser) in Ionen dissoziieren Funktionen: Aufrechterhaltung des Ruhemembranpotenzials Signalübertragung (z.B. Aktionspotenziale, …) Regulation des Zellvolumens & des Zellinnendrucks
51
Funktionen von Wasser (4) für den menschlichen Körper
Lösungsmittel Transportmittel (z.B. Blut, Lymphe) Thermoregulation (Schweiß) Entgiftung (Urin)
52
Womit befasst sich die Osmose
Stoffmengenkonzentration osmotisch aktiver Substanzen in einer Lösung
53
Was sind Osmotisch aktive Substanzen (Osmolyte)
- Substanzen, die den osmotischen Zustand eines Systems beeinflussen - dies sind v.a. Ionen und Proteine, aber auch andere lösliche Substanzen
54
Was ist der osmotische Druck
Druck, der durch den Fluss des Lösungsmittels verursacht wird, welches aufgrund gelöster Osmolyte aus dem Kompartiment geringerer Konzentration in das Kompartiment höherer Konzentration strömt
55
Wann spricht man vom kolloidosmotischen Druck
wenn es sich bei den Osmolyten um Makromoleküle handelt
56
Wovon sind Zellvolumen und Zellinnendruck abhängig
Konzentration an Wasser & Elektrolyten
57
Was fällt unter die Flüssigkeits- und Elektrolythomöostase und worauf hat es Einfluss
Regulation der Resorption von Wasser und Elektrolyten der osmotischen Konzentration des Blutes des Blutvolumens (und damit des Blutdrucks) => Einfluss auf Volumen und Osmolarität des Urins