Nervensystem Flashcards

(58 cards)

1
Q

Worin ist das Nervensystem untergliedert

A

Zentrales Nervensystem:
- Gehirn
- Rückenmark
Peripheres Nervensystem
- Somatisches Nervensystem
- Vegetatives Nervensystem

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2
Q

Neuron (Aufgaben 3, Grundbauplan 3, Funktionen 3)

A

Aufgaben: Empfang, Leitung und Übertragung elektrochemische Signale
Grundbauplan:
- Dendriten
- Perikaryon (Soma)
- Axon (Neurit)
Funktion:
- rezeptive Struktur
- Stoffwechselzentrum
- effektorische Struktur

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2
Q

Nervengewebe (2) und ihre Aufgaben

A

Nervenzellen (Neuronen)
–> Reizaufnahme, Erregungsleitung, Reizverarbeitung
Gliazellen
–> Myelinscheidenbild, Versorgungsfunktion, Immunabwehr

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3
Q

Ionenverteilung im Neuron

A

im Neuron außerhalb Neuron
(Intrazellulärraum) (Extrazellulärraum)
K+ 139 4
Na+ 12 145
Cl- 4 116
Proteine- 138 34

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4
Q

Was ist das Membranpotenzial

A

Potenzialdifferenz zwischen Inneren der Neurons (Intrazellulärraum) und den das Neuron umgebenden Außenraum (Extrazellulärraum)
–> entsteht durch eine unterschiedliche Ionenverteilung im Intra- und Extrazellulärraum

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5
Q

Was ist das Ruhepotenzial

A

in Ruhe hat Intrazellulärraum des Neurons gegenüber dem Extrazellulärraum eine negative Ladung (ca. -70mV)
–> Ursache: im Neuron mehr negativ geladene Teilchen als außen

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6
Q

Wozu dient die Natrium-Kalium-Pumpe

A
  • ist ein primär aktiver Transport (=> Ionentransport entgegen Konzentrationsgefälle => benötigt Energie; ATP)

Funktion:
- pumpt Natrium aus Zellen heraus und Kalium in Zellen rein
–> sorgt dafür, dass Spannung nie im Gleichgewicht ist )–> sonst keine Reizweiterleitung mehr möglich)

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7
Q

Wie funktioniert die elektrische Informationsleitung

A

durch Ausgleichsströmchen:
- Aktionspotential breitet sich entlang der Membran des nachgeschalteten Neurons aus (durch schnelles Öffnung und Schließung der Ionenkanäle in Zellmembran)
- durch Erregung der Ionenkanäle bewegt sich das Aktionspotential (APO) entlang des Axons (langer Fortsatz eins Neurons)

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8
Q

Was ist die Myelinisierung von Axonen

A
  • Axone von Neuronen werden von Myelinscheide (isolierende Schicht) umgeben
  • Myelin besteht hauptsächlich aus Lipiden und Proteinen
    –> Myelinschicht steigert die elektrische Leitfähigkeit der Axone => schnellere Nervenimpulsleitung (von 30m/sek –> 120m/sek)
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9
Q

Wie wird die elektrische Informationsleitung mittels myelinisierter Axonen bezeichnet

A

saltatorische Erregungsleitung

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10
Q

Woraus bestehen Synapsen und womit stehen sie in Verbindung

A

Synapsen “verbinden” Neuronen
- Bestandteile:
Präsynaptische Membran
Synaptischer Spalt
Postsynaptische Membran

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11
Q

Wo kommen chemische Synapsen vor (3)

A
  • in Nervenzelle der Nervenzellen
  • in Nervenzellen der Muskelzelle
  • in Nervenzelle der Drüsenzelle
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12
Q

Was wird von der Präsynapse, über den synaptischen Spalt, zur Postsynapse zur Signalübertragung übertragen

A

Acetylcholin

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13
Q

Unterteilung von Synapsen (2)

A

erregende Synapse
hemmende Synapse

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14
Q

Was sind synaptische Botenstoffe und wo kommen sie vor

A

Neurotransmitter:
kleine Moleküle im ZNS und PNS, die chemische Informationsübertragung bewirken

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15
Q

Neurotransmitter-Klassen (4)

A

Acetylcholin
Aminosäuren
Monoamine (Noradrenalin, Dopamin, Serotonin)
Neuropeptide (z.B. Endorphine)

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16
Q

Auf welche 2 Arten kann die Wirkung eines Neurotransmitters ausfallen

A

erregend
hemmend

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17
Q

Gemeinsamkeiten / Unterschiede Somatisches und Vegetatives NS (beide Teil des PNS)

A

Gemeinsamkeiten:
besitzen beide Afferente (von Sinneswahrnehmung zum ZNS) und Efferente (von ZNS zu Effektororganen) Nerven

Unterschiede:
Somatisches NS :
- Außenwelt, willkürlich/bewusst
Vegetatives NS:
- Innenwelt, unwillkürlich/unbewusst

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18
Q

Beispiele für Afferenzen

A

somatische Afferenzen (somatisches NS):
- Sinnesorgane
- Gelenke
- Skelettmuskel

viscerale Afferenzen (Vegetatives NS):
- Eingeweide

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19
Q

Beispiele für Efferenzen

A

motorische Efferenzen (somatisches NS):
- Skelettmuskel

vegetative Efferenzen (vegetatives NS):
- Herzmuskel
- Glatter Muskel
- Drüse

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20
Q

Was ist das somatische/animalische NS und wozu dient es

A
  • Teil des NS
  • regelt willkürlichen Funktionen des Organismus
  • dient vor allem zur Wahrnehmung und Integration von Reizen der Umwelt und Steuerung der Motorik
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21
Q

Was ist das vegetative/autonome NS und wozu dient es

A
  • Teil des NS
  • regelt Vitalfunktionen (Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Wasserhaushalt, …) und deren Zusammenwirken
  • geschieht automatisch, unwillkürlich und unbewusst
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22
Q

Unterteilung des vegetativen Nervensystems

A
  • Sympathicus
  • Parasympathicus
  • Enterisches NS (Magen-Darm-Trakt)
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23
Q

Was ist das sympathische Nervensystem und wozu dient es

A
  • dominiert bei körperlichen und psychischen Stresssituationen
  • dient zur Leistungssteigerung und ist energieverbrauchend
    –> Stoffwechselprozesse katabol
24
Was fährt der Sympathicus hoch und was hemmt er
Hochfahren von: Atmung Herzfrequenz Muskelarbeit Glycogenabbau in Leber zur Energiebereitstellung Pupillenerweiterung Schweißproduktion Hemmt: Darmperistaltik
25
Was ist das parasympathische Nervensystem und wozu dient es
- dient der Regeneration und Erholung des Körpers und ist energiespeichernd --> anabole Stoffwechselprozesse
26
Was fährt der Parasympathicus hoch und was hemmt er
Hemmt: Herzfrequenz Pupillenverengung Fährt hoch: Darmperistaltik und Verdauung
27
Was ist das enterische Nervensystem und wozu dient es
--> Darmwandnervensystem - steuert von Speiseröhre bis zum Afterschließmuskel was wird gesteuert: - Muskelkontraktion - Sekretion - Durchblutung
28
Was schützt das ZNS (3)
- Knochen - Hirnhäute / Rückenmarkshäute - Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis)
29
Welche Häute gehören zu den Hirn- und Rückenmarkshäuten (von außen nach innen 3)
Dura mater (hart) Arachnoidea (Spinnwebshaut, weich) Pia mater (weich)
30
Wo befindet sich die Gehirn-Flüssigkeit
Äußerer Liquorraum (Subarachnoidalraum) Innere Liquorräume (Ventrikel) --> 4 Hirnventrikel
31
Welche Zelltypen gibt es im ZNS
- Neuronen - Gliazellen
32
Welche Arten von Gliazellen gibt es und wozu dienen sie (3 mit jeweils einer Funktion)
Oligodendrozyten: - Myelinscheidenbildung Astrozyten: - Versorgungsfunktion Mikroglia: - Immunabwehr
33
Fakten (3) zum Rückenmark (Medulla spinalis)
- ca. 40-50 cm lang u. fingerdick - geschützt im Wirbelkanal der Wirbelsäule - Vom Rückenmark ziehen 31 Paare Rückenmarksnerven zur Peripherie
34
Fakten (3) zu Spinalverven
- entspringen paarig aus RM - Teil des peripheren Nervensystems - gemischte Nerven mit sensorischen und motorischen Anteilen
35
Was ist ein Reflex
physiologische Reaktion eines Erfolgsorgans auf einen adäquaten Reiz
36
Wie kommt es zu einer schnellen Reaktion
Indem sensorischer Nervenimpuls "springt" direkt im Rückenmark in motorischen Impuls um (keine Weiterleitung zum Gehirn)
37
Welche 3 Reflexarten gibt es
Eigenreflex (monosynaptisch --> Reflexzeit kurz) Fremdreflex (polysynaptisch --> Reflexzeit länger) Bedingter Reflex (konditioniert, erlernt)
38
Wie wird das Gehirn mechanisch geschützt (3)
- Schädelknochen - Hirnhäute - Ventrikel
39
Wie wird das Gehirn chemisch geschützt
Blut-Hirn-Schranke
40
Aufgaben der Blut-Hirn-Schranke
- verhindert Übertritt toxischer Subtanzen - erlaubt selektiven Übertritt
41
Gehirnabschnitte (5)
- Telenzephalon (Großhirn) - Dienzephalon (Zwischenhirn) - Mesenzephalon (Mittelhirn) - Metenzephalon (Hinterhirn) - Myelenzephalon (Nachhirn)
42
Was sind die 3 Teile des Hirnstamms
- Mesencephalon (Mittelhirn) - Metencephalon (Hinterhirn, Pons) - Myelenzephalon (Nachhirn
43
Wie ist der Hirnstamm aufgebaut und was enthält er
- ähnlich aufgebaut wie Rückenmark - enthält Neurone für Atem- und Kreislaufregulation
44
Wie ist das Kleinhirn (Cerebellum) aufgebaut
Mittelteil + 2 Kleinhirnhemisphären
45
Funktion des Kleinhirns
zentrale Koordination der Motorik: - Bewegungskoordination - Gleichgewichtsregulation (Körperhaltung) - Erlernen neuer Bewegungsabläufe
46
Was kann man eventuell nicht tun, wenn eine Kleinhirnverletzung vorliegt
mit Finger Nase berühren (Koordination der Motorik ist gestört)
47
4 wichtige Bereiche des Zwischenhirns (Dienzephalon)
- Epiphyse (Zirbeldrüse) - Thalamus - Hypothalamus - Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)
48
Was passiert im Thalamus
Umschaltstation für Nervenerregungen aus Sinnesorganen
49
Was passiert im Hypothalamus
übergeordnetes Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems (Sympathicus, Parasympathicus) koordiniert: - alle vegetativen Vorgänge (Nervensystem) - die meisten endokrinen Vorgänge (Hormonsystem)
50
Aufbau und Funktionen (4) des Großhirns
Aufbau * 2 gefurchte Großhirnhemisphären * Balken (Corpus callosum) Funktionen - Wahrnehmung - Denken - Sprache - Willkürbewegung, etc.
51
Was macht die weiße und was die graue Substanz im Gehirn aus
Weiße Substanz (Nervenfasern) Graue Substanz (Nervenzellkörper)
52
Was ist der Balken und wozu dient er
= Nervenverbindung zwischen rechter und linker Gehirnhemisphäre - dient zum Informationsaustausch zwischen beiden Großhirnhemisphären
53
In welche Bereiche ist die Großhirnrinde (Cortex)
1 Stirnlappen (Lobus frontalis) 2 Scheitellappen (Lobus parietalis) 3 Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis) 4 Schläfenlappen (Lobus temporalis) + Furchen: Sulcus centralis Sulcus lateralis
54
komplexe Funktionen des Cortex
=> Kognitive Prozesse (Lernen, Sprechen, Problemlösen) => Komplexe Hirnfunktionen => Willkürbewegungen
55
4 funktionelle Cortex-Areale
- motorischer Cortex - somatosensorischer Cortex - Auditorischer Cortex - Visueller Cortex
56
Welcher Teil des Gehirns ist für die Bildung neuer Gedächtnisinhalte uiständig
Hippocampus
57
Wofür ist die Amygdala (Mandelkern) zuständig
Emotionen