Golftechnik Flashcards

(286 cards)

1
Q

Wie ist laut Regelwerk das Golfspiel definiert?

A

Golf spielen ist, einen Ball mit einem Schläger durch einen oder aufeinanderfolgende Schläge in Überein-
stimmung mit den Regeln vom Abschlag in das Loch zu spielen

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2
Q

Wie lautet das weltweit am meisten gespielte Format im Golf?

A

Das am meisten gespielte Format im Golf ist das sogenannte Zählspiel

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3
Q

Wie lautet das bei Amateuren am häufigsten verwendete Format im Golf?

A

Zählspiel nach Stableford

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4
Q

Beschreiben Sie die Grundidee des Zählspiels?

A

Jeder Spieler zählt seine Schläge, am Ende der Runde werden die Schläge addiert und derjenige mit den wenigsten Schlägen hat gewonnen

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5
Q

Für welche Zielgruppe eignet sich die Spielform „Zählspiel nach Stableford“ besonders?

A

Das Zählspiel nach Stableford eignet sich besonders für Anfänger, da es keine Minuspunkte gibt und der Ball aufgenommen werden kann, wenn keine Punkte mehr erzielt werden können. Dies beschleunigt das Spiel.

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6
Q

Welche Vorteile hat das Zählspiel bei Wettspielen gegenüber dem Lochspiel?

A

Der Vorteil dieser Spielform ist, dass auf diese Weise viele Spieler zeitgleich miteinander in Wettstreit treten können

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7
Q

Was wird mit Hilfe der erspielten Ergebnisse eines Spielers berechnet?

A

Die Spielstärke des Spielers im Verhältnis zu den Anforderungen des gespielten Platzes

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8
Q

Nennen Sie eine weitere sehr verbreitete Spielform im Golf?

A

Lochspiel

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9
Q

Wann hat ein Spieler ein Lochspiel gewonnen?

A

Ein Spieler hat das Lochspiel gewonnen, wenn er mehr Löcher gewonnen hat, als noch zu spielen sind.

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10
Q

Für was sind Lochspiele NICHT besonders gut geeignet?

A

Lochspiele eignen sich nicht besonders gut zur Spielstärkenberechnung.

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11
Q

Nennen Sie zwei Teamwettkämpfe, die im Lochspielmodus ausgetragen werden.

A

Beispiele für Teamwettkämpfe, die im Lochspielmodus ausgetragen werden, sind der Ryder Cup, der Sohlheim Cup, Presidents Cup, DGL Final Four)

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12
Q

Welche Kernthese beschreibt die Spielqualität in Bezug zu den Schlagarten?

A

Je mehr Aufgaben ein Spieler lösen kann, desto weniger Schläge wird er
benötigen!

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13
Q

Beschreiben Sie die Kategorie „Spieleröffnung“.

A

Unter Spieleröffnung oder Abschlag (engl. Tee Shot) versteht man jeweils den ersten Schlag an einer Spielbahn, der vom Abschlag aus (häufig von einem Tee) gespielt werden. Ziel dieses Schlages ist es, den Ball so ins Spiel zu bringen, dass eine ideale Position für den nächsten Schlag erreicht wird. U.a. ermöglicht eine passende Schlägerwahl unterschiedliche Arten der Spieleröffnung

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14
Q

Welche Fähigkeit ist in der Kategorie Spieleröffnung maßgeblich für die Qualität verantwortlich? Begründen Sie Ihre Aussage!

A

Die Qualität der Spieleröffnung liegt vor allem in der Fähigkeit „viel Distanz“ bereits mit dem ersten Schlag zu überbrücken – sprich der Schlagweite. Aber auch die Regulierung der zu spielenden Distanz, sowie die Richtung und die Verlässlichkeit der Schläge, spielen eine große Rolle.

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15
Q

Wie lautet die Beschreibung eines Transportschlages?

A

Als Transportschlag bezeichnet man jeden Schlag, der mit der Absicht gespielt wird, eine bestimmte Distanz auf der Spielbahn zu überbrücken, ohne dabei das Grün anspielen zu wollen. Oft werden solche Schläge auf langen Spielbahnen genutzt, um sich für den Schlag zum Grün in eine günstige Position zu bringen.

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16
Q

Beschreiben Sie einen Recoveryschlag.

A

Bei einem Recoveryschlag macht entweder die (schlechte) Lage des Balles massive Anpassungen notwendig oder die Spiellinie Richtung Fahne bzw. Ziel ist versperrt oder eingeschränkt, so dass der Ballflug entsprechend angepasst werden muss.

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17
Q

Nennen Sie klassische Situationen in denen ein Recoveryschlag zur Anwendung kommt.

A

Klassische Situationen für einen Recovery sind Schläge aus dem Wald oder Rough, aber auch Lagen z.B. nahe an der Kante eines Fairwaybunkers zählen dazu

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18
Q

Welche Bedingung muss bezogen auf einen Grünschlag NICHT notwendigerweise erfüllt sein?

A

Ein Grünschlag (engl. Shot to Green) ist ein Schlag, der mit der Absicht gespielt wird, den Ball auf dem Grün landen zu lassen. Der Erfolg des Schlages (also ob der Ball auf dem Grün landet) ist nicht entscheidend für die Definition.

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19
Q

Welche Abschläge werden NICHT als Spieleröffnung gewertet und warum nicht?

A

Abschläge an Par 3 Löchern werden in der Regel als Grünschläge gewertet, vor allem dann, wenn der Ball vom Boden gespielt wurde.

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20
Q

Was kennzeichnet einen Pitchschlag?

A

Ein Pitch ist ein Annäherungsschlag zum Grün, mit der Absicht, den Ball nach der Landung durch viel Rückwärtsdrall (Backspin) schnell zum Stoppen zu bringen

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21
Q

Warum werden Pitchschläge in der Regel nicht aus sehr kurzen Entfernungen zum Grün gespielt?

A

Pitchschläge können nicht aus sehr kurzen Entfernungen gespielt werden, da dabei nicht genug Spin erzielt werden kann.

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22
Q

Beschreiben Sie einen Lobschlag?

A

Ein Lob ist ein Annäherungsschlag zum Grün, mit der Absicht, den Ball mit Hilfe einer hohen Flugbahn und einem entsprechend steilen Anflugwinkel schnell zum Liegen zu bringen

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23
Q

Warum kann aus Situationen in denen ein Lob gespielt wird, kein Pitch gespielt werden?

A

Lobs werden in der Regel dann gespielt, wenn die Entfernung zur Fahne bzw. Landezone gering ist, und deshalb nicht ausreichend Spin auf den Ball gebracht werden kann

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24
Q

Wie lautet die Beschreibung für einen Chipschlag?

A

Ein Chip ist ein Annäherungsschlag, bei dem der Ball nach der Landung ausrollen soll. Die Schlägerwahl spielt dabei keine Rolle

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25
Nennen Sie ein Beispiel bei dem ein Chipschlag auch außerhalb des klassischen Anwendungsbereichs „rund ums Grün“ gespielt wird.
Im Bereich der Recoveryschläge können auch Varianten des Chipschlags zum Einsatz kommen (z.B. beim Herausspielen des Balles aus einem dichten Waldstück)
26
Wie lautet die Beschreibung für einen Bunkerschlag?
Ein Bunkerschlag ist ein Annäherungsschlag aus einem Grünbunker
27
Wie lautet die englische Bezeichnung für einen Grünbunker?
Greenside Bunker
28
Welcher Kategorie werden Schläge aus einem Fairwaybunker zugeordnet?
Schläge aus Fairwaybunkern kann man wahlweise als Recovery- (schwere Lage), Transport- (keine Grün-Erreichungs-Absicht) oder als Grünschlag definieren
29
Wie heißen die beiden Kategorien für Putts?
Annäherungsputt und Richtungsputts
30
Was versteht man unter einem „Annäherungsputt“?
Unter einem Annäherungsputt versteht man einen Putt, der mit der Absicht gespielt wird, den Ball so nahe wie möglich ans Loch zu spielen. Bei Putts aus dieser Kategorie steht vor allem die Dosierung im Mittelpunkt
31
Was versteht man unter einem „Richtungsputt“?
Unter einem Richtungsputt versteht man einen Putt, der mit der Absicht gespielt wurde, den Ball in das Loch zu spielen. Bei Putts aus dieser Kategorie steht vor allem die Wahl der passenden Spiellinie im Mittelpunkt
32
In welchen Längenkategorien sind vornehmlich Annäherungsputts bzw. Richtungsputts zu finden?
Richtungsputts finden sich dabei vor allem in Kategorien XS (bis 60cm) bis M (bis 240cm), während Annäherungsputts vornehmlich in den Kategorien L (450cm) bis XXL(mehr als 900cm) zu finden sind
33
Nach welchem Aspekt lassen sich Putts kategorisieren?
In der Praxis werden Putts oft nach ihrer Länge kategorisiert. Dies ist vor allem für statistische Auswertungen sinnvoll
34
Wie viele Putts locht ein Tourspieler im Schnitt aus 2,40 Metern Entfernung?
Ein-Putt-Quote auf der Tour aus 2,40 m: 49%
35
Wie häufig benötigt ein Tourspieler aus neun Metern noch zwei Putts zum Einlochen?
Zwei-Putt-Quote auf der Tour aus 9,00 m: 88%
36
In welchen Längenkategorien sind vornehmlich Annäherungsputts bzw. Richtungsputts zu finden?
Richtungsputts finden sich dabei vor allem in Kategorien XS bis M, während Annäherungsputts vornehmlich in den Kategorien L bis XXL zu finden sind.
37
Beschreiben Sie warum es auf der Welt keinen Schwung zweimal gibt?
Bewegungen sind individualisiert und den körperlichen Voraussetzungen der Spieler angepasst. Basierend auf den Erfahrungen eines Spielers (motorischer Grundlagen (z.B. springen, laufen, werfen), entwickelt jeder Spieler seinen eigenen funktionalen Schwung.
38
Wie heißt die Ausgangsstellung beim Golf?
Ansprechposition
39
Nennen Sie den Fachausdruck für „das Wegnehmen des Schlägers“.
Take away
40
Wie nennt man das Ende der Ausholbewegung?
ToB-Position (Top of Backswing)
41
Beschreiben Sie den Abschwung im Golf unter besonderer Berücksichtigung der Teilbewegungen
Der Abschwung beginnt bereits bevor der Schläger den ToB erreicht hat. Um den Schläger im Treffmoment maximal zu beschleunigen ist es sinnvoll, alle Teilimpulse der Bewegung zu nutzen und günstig aneinanderzureihen. Die Abschwungbewegung beginnt durch eine Vorwärtsbewegung im Unterkörper – genauer gesagt einem Abdruck vom rechten Fuß. Sobald der Unterkörper (Hüfte) den Moment der größten Beschleunigung erfahren hat und wieder abbremst, erreicht die Geschwindigkeit der Oberkörperdrehung ihr Maximum. Darauf folgt die größtmögliche Beschleunigung der Arme und Hände, sowie der Übertragung der Beschleunigung auf den Schläger und den Schlägerkopf. So kommt es auch, dass sich schließlich im Treffmoment die Hände vor dem Ball befinden.
42
Wie lautet die Beschreibung für einen steilen Schläger?
Ein Schläger ist steil, wenn der Schlägerkopf weiter oberhalb oder weniger unterhalb der Schaftebene ist als das Griffende. Ein am Ende des Ausholens (ToB) steiler Schläger wird auch als „gekreuzt“ bezeichnet
43
Wie lautet die Beschreibung für einen flachen Schläger?
Ein Schläger ist flach, wenn der Schlägerkopf weniger oberhalb oder weiter unterhalb ist als das Griffende. Ein am Ende des Ausholens (ToB) flacher Schläger wird auch als „gelegt“ bezeichnet
44
Wie lautet die Beschreibung für einen Schläger der „außen“ ist?
Der Schlägerkopf befindet sich außen, wenn sich der Schlägerkopf vor (und damit oberhalb) der Schwungebene befindet
45
Wie lautet die Beschreibung für einen Schläger der „innen“ ist
Der Schlägerkopf befindet sich innen, wenn sich der Schlägerkopf hinter (und damit unterhalb) der Schwungebene befindet
46
Beschreiben Sie, wann die Hände in den jeweiligen Positionen „vorne“ sind.
Die Hände bzw. das Griffende sind vorne, wenn  sich das Griffende bei 9-Uhr im Ausholen deutlich oberhalb der Ebene (engl. Swing Plane) befindet.  sich das Griffende am höchsten Punkt des Ausholens vor der Fersenlinie befindet.  sich das Griffende bei 9-Uhr im Abschwung deutlich oberhalb der Ebene (engl. Swing Plane) befindet.
47
Beschreiben Sie, wann die Hände in den jeweiligen Positionen „hinten“ sind.
Die Hände bzw. das Griffende sind hinten, wenn  sich das Griffende bei 9-Uhr im Ausholen unterhalb oder auf der Ebene (engl. Swing Plane) befindet.  sich das Griffende am höchsten Punkt des Ausholens hinter der Fersenlinie befindet.  sich das Griffende bei 9-Uhr im Abschwung unterhalb oder auf der Ebene (engl. swing plane) befindet.
48
Beschreiben Sie, wann die Schlagfläche in den jeweiligen Positionen „offen“ ist!
Die Schlagfläche wird als offen beschrieben, wenn • das Lot, das auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes im Ausholen bei 9-Uhr sitzt, weiter nach oben zeigt als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms. • das Lot auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes am höchsten Punkt des Ausholens stärker nach unten geneigt ist als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms. • das Lot, das auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes bei 9-Uhr im Abschwung sitzt, weiter nach oben zeigt als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms.
49
Beschreiben Sie, wann die Schlagfläche in den jeweiligen Positionen „geschlossen“ ist!
Die Schlagfläche ist geschlossen, wenn • das Lot, das auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes im Ausholen bei 9-Uhr sitzt, weiter nach vorne zeigt als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms. • das Lot auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes am höchsten Punkt des Ausholens stärker nach oben geneigt ist als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms. • das Lot, das auf der vorderen Kante (Leading Edge) des Schlägerkopfes bei 9-Uhr im Abschwung sitzt, weiter nach vorne gekippt ist als das Lot auf der Oberseite des linken Unterarms.
50
Wie wird die günstige Kopplung der Teilbewegungen in der Fachsprache genannt?
Staircase-Effekt
51
Was versteht man unter „früh geschlagen“?
Wenn der Schlägerkopf zu früh die Hände überholt und somit das Ende des Schlägers (die Hände) im Treffmoment nicht vor dem Ball ist, spricht man von „früh geschlagen“
52
Anhand welcher Aspekte kann das „frühe Schlagen“ beurteilt werden?
Während der Bewegung kann die Beurteilung des „Schlagens“ anhand folgender Aspekte erfolgen51:  Ist im Abschwung, wenn der linke Arm von vorne betrachtet in einem Winkel von 45° zum Boden steht, der Winkel zwischen linken Arm und Schläger größer als 90°, so ist das ein Indiz für „frühes Schlagen“  Ist im Abschwung, wenn der Schläger parallel zum Boden ist (also in der 9-Uhr-Postion), der linke Arm mehr als 20° von der Senkrechten entfernt, so ist das ebenfalls ein Indiz für „frühes Schlagen“.  Sind im Treffmoment die Hände nicht ausreichend vor dem Ball bezeichnet man den Treffmoment als zu früh.
53
Was versteht man unter „spät geschlagen“?
Wenn der Schlägerkopf zu spät die Hände überholt und somit das Ende des Schlägers (die Hände) im Treffmoment zu weit vor dem Ball ist, spricht man von „spät geschlagen“
54
Anhand welcher Aspekte kann das „späte Schlagen“ beurteilt werden?
Während der Bewegung kann die Beurteilung des „Schlagens“ anhand folgender Aspekte erfolgen:  Ist im Abschwung, wenn der linke Arm von vorne betrachtet in einem Winkel von 45° zum Boden steht, der Winkel zwischen linken Arm und Schläger kleiner als 90°, so ist das ein Indiz für „spätes Schlagen“.  Ist im Abschwung, wenn der Schläger parallel zum Boden ist (also in der 9-Uhr-Postion), der linke Arm weniger als 20° von der Senkrechten entfernt, so ist das ebenfalls ein Indiz für „spätes Schlagen".  Sind im Treffmoment die Hände zu weit vor dem Ball* bezeichnet man den Treffmoment als zu spät.
55
Was versteht man unter „gelöffelt“?
Als gelöffelt werden Schläge bezeichnet, bei denen der Grund für das frühe Treffen des Balles (Hände im Treffmoment hinter dem Ball) das Verhalten der Handgelenke ist
56
Was versteht man unter „geschaufelt“?
Als geschaufelt werden Schläge bezeichnet, bei denen der Grund für das frühe Treffen des Balles (Hände im Treffmoment hinter dem Ball) das Verhalten des Oberkörpers ist
57
Wie bezeichnet man die Bewegung der Hände richtung Handfläche?
Palmare Bewegung
58
Wie bezeichnet man die Bewegung der Hände weg von der Handfläche?
Dorsale Bewegung
59
Worauf lässt sich auf Grund genauer Beobachtung der Ballflüge schließen?
Auf den Treffmoment und damit die Auswirkungen der Schlagtechnik.
60
Von wo aus sollte man Ballflüge beurteilen?
Die beste Beobachtungsposition liegt direkt auf der Verlängerung der Ball-Ziellinie. Die Ball-Ziellinie ist die direkte Verbindungslinie zwischen dem Ball und dem anvisierten Ziel.
61
Richtet sich die Beurteilung von Ballflügen nach der Ausrichtung des Spielers oder nach dem Ziel des Spielers?
Nach der Ausrichtung des Spielers. Dabei wird zuerst überprüft, wohin der Oberkörper zielt, da dieser mehr Einfluss auf die Schwungrichtung des Schlägers (Swing Direction) hat als die Ausrichtung der Füße.
62
Aus welchen Faktoren setzt sich die Analyse von Ballflügen zusammen?
Aus der Startrichtung und der Drallrichtung ergeben sich neun verschiedene Ballflüge.
63
Welcher Fachausdruck beschreibt einen linksstartenden Ball?
Pull
64
Welcher Fachausdruck beschreibt einen rechtsstartenden Ball?
Push
65
Welcher Fachausdruck beschreibt linksdrehende Bälle?
Hook
66
Welcher Fachausdruck beschreibt rechtsdrehende Bälle?
Slice
67
Beschreiben Sie alle neun Ballflüge.
Der gerade Schlag: Ball startet in Richtung Ziel und fliegt ohne Kurve gerade weiter in Richtung Ziel. Der Pull: Ball startet links vom Ziel und fliegt ohne Kurve gerade nach links. Er landet links vom Ziel. Der Push: Ball startet rechts vom Ziel und fliegt ohne Kurve gerade nach rechts. Er landet rechts vom Ziel. Der Hook: Der Ball startet in Richtung Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er landet links vom Ziel. Der Pull-Hook: Der Ball started links vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er landet links vom Ziel. Der Push-Hook: Der Ball startet rechts vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er kann links und rechts vom Ziel landen. Landet ein Push-Hook im Ziel kann man auch von einem Draw sprechen. Der Slice: Der Ball startet in Richtung Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er landet rechts vom Ziel. Der Push-Slice: Der Ball startet rechts vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er landet rechts vom Ziel. Der Pull-Slice: Der Ball startet links vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er kann links und rechts vom Ziel landen. Landet ein Pull-Slice im Ziel kann man auch von einem Fade sprechen.
68
Definition Pull
Ball startet links vom Ziel und fliegt ohne Kurve gerade nach links. Er landet links vom Ziel.
69
Definition Push
Ball startet rechts vom Ziel und fliegt ohne Kurve gerade nach rechts. Er landet rechts vom Ziel.
70
Definition Hook
Der Ball startet in Richtung Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er landet links vom Ziel.
71
Definition Pull-Hook
Der Ball started links vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er landet links vom Ziel.
72
Definition Push-Hook
Der Ball startet rechts vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach links. Er kann links und rechts vom Ziel landen. Landet ein Push-Hook im Ziel kann man auch von einem Draw sprechen.
73
Definition Slice
Der Ball startet in Richtung Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er landet rechts vom Ziel.
74
Definition Push-Slice
Der Ball startet rechts vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er landet rechts vom Ziel.
75
Definition Pull-Slice
Der Ball startet links vom Ziel und dreht dann in einer Kurve nach rechts. Er kann links und rechts vom Ziel landen. Landet ein Pull-Slice im Ziel kann man auch von einem Fade sprechen.
76
Welche äußeren Faktoren beeinflussen die Flugkurven?
Die Qualität der Bälle, aber auch die Temperatur, der Luftdruck und vor allem die Windrichtung
77
Wovon ist die Bewertung des Zielerfolgs abhängig und warum?
Bei der Bestimmung des Zielerfolgs, also bei der Beurteilung wann ein Ball im Ziel gelandet ist, ist es wichtig, den richtigen Bewertungsmaßstab anzulegen. So ist es beispielsweise bei der Spieleröffnung häufig ausreichend, wenn der Ball die Spielbahn trifft. Bei einem Grünschlag aus größerer Distanz kann bereits ein Grün-treffer bzw. das Treffen eines größeren Bereichs auf dem Grün als Erfolg gewertet werden. Bei kurzen Schlägen spielt dagegen in jedem Fall die verbleibende Restdistanz zum Loch eine große Rolle. Für einen Tourspieler kann es bei einem Chip aus 18 Meter tendenziell eher unbefriedigend sein, wenn der Ball zwei Meter von der Fahne entfernt zur Ruhe kommt. Ein Freizeitspieler könnte mit diesem Ergebnis aber gut leben
78
Wie lautet Mark Broadies Klassiker zum Thema Statistiken im Golf?
Every Shot Counts; 2014
79
Wie groß ist die durchschnittliche seitliche Abweichung eines Tourspielers?
Tourspieler haben im Schnitt eine seitliche Abweichung von 9%
80
Wie groß ist die durchschnittliche seitliche Abweichung bei einem Freizeitspieler, der im Mittel 90 Schläge benötigt?
Freizeitspieler mit einer Spielstärke um die 90 dagegen 15,4%
81
Warum ist das Identifizieren der Startrichtung des Balles in der Praxis so schwierig?
Da die Startphase meist nur wenige Augenblicke dauert
82
Wie breit ist die Ball-Ziel-Linie?
Einen Finger breit
83
Wie gruppiert man eine Ballflugbeobachtung und wie kann man diese Gruppierung modifizieren?
Anfangs besteht eine Serie aus zehn Schlägen mit dem gleichen Schläger. Später kann eine Serie – je nach Könnensstufe des Bewerters – auf weniger Bälle reduziert und auf verschiedene Schläger ausgeweitet werden
84
Welche Kategorien von Fehlschlägen werden neben den Ballflügen noch beschrieben?
Wir unterscheiden dabei zwischen getoppten Schlägen, fetten Schlägen, Sockets (engl. Shank) und Treffer mit der Spitze des Schlägers
85
Nennen Sie die drei physikalischen Ursachen des Toppens.
Physikalisch betrachtet gibt es drei Arten den Ball zu toppen:  Toppen in der Aufwärtsbewegung (des Schlägers) – Low Point zu weit rechts  Toppen in der Abwärtsbewegung (des Schlägers) – Low Point zu weit links  Toppen durch einen insgesamt zu hohen Schläger – Low Point in der Luft (auf Höhe des Balles)
86
Was verbirgt sich hinter einem „fetten“ Schlag?
Bei einem fetten Schlag ist der Low Point meist zu tief im Boden. Er kann dies sowohl vor, hinter oder genau unter dem Ball sein
87
Was ist ein Socket?
Als Socket oder „Hackentreffer“ werden alle Schläge bezeichnet, die mit der Hacke (sprich dem Hosel) des Schlägers getroffen werden
88
Wie viele verschiedene Arten von Sockets gibt es?
3 Arten: 1) Zum einen den „klassischen Socket“ bei dem der Ball so nah am Schaft getroffen wird, dass das Hosel bzw. das Offset des Schlägers den Ball trifft, was dazu führt, dass dieser mit relativ hoher Geschwindigkeit nach rechts fliegt. Erreicht der Ball dabei noch eine gewisse Flughöhe, wird dieser Schlag gelegentlich als „Flug socket“ bezeichnet. Ein gutes Indiz für einen Socket ist, dass sich die Schlagfläche nach dem Treffer nach links verdreht. Außerdem klingt der Ballkontakt etwas voller als bei einem ähnlich fliegenden „Spitzentreffer“. 2) Stark nach links fliegt der Ball dagegen bei einem Treffer mit der Innenseite des Hosels. Auch hier spricht man von einem Socket. Dieser Schlag taucht häufig bei Hölzern oder Hybriden auf, da diese in der Regel kein Offset und dadurch kein vorgelagertes Hosel besitzen. 3) Wird der Ball dagegen genau in der Mitte des Hosels getroffen, kann es sein, dass er nicht nach rechts oder links fliegt, sondern sich eher wie ein getoppter Ball verhält und geradeaus rollt bzw. hüpft. Auch hier verdreht sich die Schlagfläche nach links. Diese Art von Sockets kommt nicht sehr häufig vor bzw. taucht oft im Zusammenhang mit den anderen beiden Socketvarianten auf.
89
Auf welche Weise unterscheiden sich Sockets von Treffern mit der Spitze?
Allerdings fliegt der an der Spitze getroffene Ball mit weniger Druck und etwas langsamer los als der Socket. Auch die Schlagfläche verhält sich anders – sie verdreht sich nach dem Ballkontakt tendenziell nach rechts7
90
Wie lautet der englische Fachausdruck für den Treffmoment?
Impact
91
Wie lange dauert der Treffmoment?
0,4 Millisekunden bzw. 0,0004 Sekunden
92
Wie lange ist die Kontaktstrecke zwischen Ball und Schlägerkopf im Treffmoment?
1,79 cm
93
In welchem Maß rotiert die Schlagfläche durch den Treffmoment?
Die Schlagfläche rotiert in dieser Zeit 0,25° bis 0,50° (Face Rotation)
94
Wie ist der Treffmoment definiert?
Augenblick in dem der Ball die größte Kompression erfährt
95
Unter welchen drei Oberbegriffen lassen sich die Treffmomentfaktoren zusammenfassen?
die Face Orientation (Schlagflächenstellung, dynamischer Loft, dynamischer Lie), die Club Direction (Eintreffwinkel, Schwungbahn) und der Smash (Schlägerkopfgeschwindigkeit, Mittigkeit des Treffens horizontal und vertikal).
96
Was verändert sich, wenn man die Schlagfläche um die Vertikalachse dreht?
Verdrehen wir die Schlagfläche, um eine x-beliebige Vertikalachse, zeigt das Schlagflächen-Lot mehr nach links oder rechts
97
Was verändert sich, wenn man die Schlagfläche um die Horizontalachse dreht?
Verdreht man sie um die horizontale Achse erhält der Schläger mehr oder weniger Loft
98
Was verändert sich, wenn man die Schlagfläche um die Longitudinalachse dreht?
verdreht man sie dagegen um die Longitudinalachse, erhöht bzw. verringert sich der dynamische Lie des Schlägers und das Schlagflächen-Lot zeigt mehr nach links bzw. rechts
99
Welche drei traditionellen Treffmomentfaktoren bilden die Face Orientation?
Zusammen mit dem dynamischen Loft und dem dynamischen Lie bildet die Schlagflächenstellung (engl.Face Angle) die Schlagflächenorientierung (im Weiteren engl. Face Orientation). Die Face Orientation beschreibt in welche Richtung die Schlagfläche „blickt“, also in welche Richtung das Lot auf der Schlagfläche zeigt
100
Wie groß ist der Einfluss der Schlagfläche auf die Startrichtung des Balles?
Die Fachliteratur bezeichnet die Schlagflächenstellung gerne als den bedeutendsten Treffmomentfaktor, da er maßgeblich für die Start- und Drallrichtung des Balles verantwortlich ist. Die Schlagfläche hat bei einem Driver ca. 85% Einfluss auf die Startrichtung des Balles. Bei einem Eisen 6 sind es beispielsweise etwa 75%. Die Stärke der Verdrehung bzw. Verkantung beeinflusst die Kippung der Spinachse und damit die seitliche Abweichung.
101
Wie nennt man die Vorderkante bei einem Golfschläger?
Leading Edge
102
Wann ist eine Schlagfläche square?
Wenn die Leading Edge rechtwinklig zum Club Path ist.
103
Wann spricht man von einer geöffneten Schlagfläche?
Wenn die Leading Edge im Verhältnis zum Club Path nach rechts zeigt
104
Wann spricht man von einer geschlossenen Schlagfläche?
Wenn die Leading Edge im Verhältnis zum Club Path nach links zeigt
105
Wann gilt eine Schlagfläche als verdreht?
Ein Schläger gilt dann als verdreht, wenn der Schläger um die Schaftachse herum verdreht wird. Das heißt der Schaft bleibt in seiner Position unverändert, nur die Spitze des Schlägers (engl. Toe) wird entweder nach links oder nach rechts gedreht
106
Wie verhält sich der dynamische Loft bei einer verdrehten Schlagfläche?
Bei einer Verdrehung des Schlägers nach links reduziert sich der dynamische Loft, bei einer Verdrehung nach rechts erhöht er sich
107
Wie lautet der Englische Fachausdruck für die Schlagflächenstellung
Face Angle
108
Wann gilt eine Schlagfläche als verkantet?
Ein Schläger gilt als verkantet, wenn die Hände im Verhältnis zum Ball weiter vorne (vor dem Ball) oder hinten (hinter dem Ball) sind und dabei die Schlagfläche weiter nach rechts bzw. nach links zeigt
109
Wie verhält sich der dynamische Loft bei einer verkanteten Schlagfläche?
Bei einer Verkantung des Schlägers bleibt der Loft der im Treffmoment wirkt (dynamischer Loft) unverändert
110
Wie definiert man die Schlagflächenstellung (Face Angle)
Die Schlagflächenstellung bezeichnet die Verdrehungsgröße der Leading Edge (vordere Kante des Schlägers) um die Vertikalachse im Verhältnis zum Club Path und wird in Grad gemessen
111
Was ist der statische Loft?
Der statische Loft beschreibt den Winkel zwischen Schlagfläche und dem Lot zum Boden bei senkrechter Positionierung des Schaftes
112
Was ist der dynamische Loft?
Der dynamische Loft beschreibt den Loft des Schlägers im Treffmoment, also den Winkel zwischen der Schlagfläche und dem Lot zum Boden. Er wird in Grad gemessen und hat bei Golfschlägern in der Regel ein positives Vorzeichen (z.B. ein Eisen 8 hat einen Loft von +40°)
113
Welche Besonderheit bezogen auf den Loft des Schlägers zeigt sich bei Hölzern?
Während bei Eisen der dynamische Loft an jeder Stelle der Schlagfläche gleich ist, da die Schlagfläche eine ebene Fläche ist, haben Hölzer auf Grund ihrer vertikalen Wölbung (engl. Roll) der Schlagfläche an jeder Stelle der Schlagfläche einen anderen dynamischen Loft.
114
Was ist der statische Lie?
Der statische Lie ist der sogenannte Anstellwinkel des Schlägers zum Boden. Gemessen wird der spitze Winkel zwischen dem Schaft und dem Boden.
115
Was ist der dynamische Lie?
Mit dynamischen Lie wird die Verdrehung der Schlagfläche um die durch die Schlagflächenmitte laufende Longitudinalachse beschrieben. Dabei kann sich entweder die Hacke oder die Spitze des Schlägers vom Boden heben. Gemessen wird dann der spitze Winkel zwischen Schaft und Boden in Grad (wie beim statischen Lie).
116
Wie verändert sich der dynamische Lie, wenn die Hacke des Schlägers nach oben kommt?
Geht die Hacke nach oben vergrößert sich der Winkel und der dynamische Lie erhöht sich
117
Wie verändert sich der dynamische Lie, wenn die Spitze des Schlägers nach oben kommt?
Geht die Spitze in die Luft, verkleinert sich der Winkel und der dynamische Lie verringert sich
118
Wohin zeigt die Schlagfläche, wenn sich der dynamische Lie verringert?
Nach Links
119
Wohin zeigt die Schlagfläche, wenn sich der dynamische Lie erhöht?
Nach rechts
120
Wie verhält sich der dynamische Loft bei Änderungen des dyn. Lie?
In beiden Fällen zeigt die Schlagfläche weniger „in die Luft“, der dynamische Loft verringert sich also
121
Aus welchen zwei Komponenten setzt sich die Club Direction zusammen?
Club Path und dem Angle of Attack (dt. Eintreffwinkel)
122
Definieren Sie physikalisch die Club Direction.
Der Weg den der Schlägerkopf während des Treffens durch den Ball im Raum beschreibt
123
Was ist der Club Path?
Der Weg, den der Schlägerkopf auf der Horizontalen im Moment des Treffens beschreibt
124
In welcher Einheit wird der Club Path gemessen?
Er wird im Verhältnis zur Ziellinie in Grad gemessen.
125
Aus welcher Perspektive wird die Club Path beurteilt?
Der Club Path wird aus der Vogelperspektive betrachtet. Das heißt, der Betrachter stellt sich vor, er würde genau oberhalb des Balles „thronen“, von dort aus auf den Treffmoment blicken.
126
In welche Richtung zeigt ein Club Path mit +4,6°?
Nach rechts
127
In welche Richtung zeigt ein Club Path mit -4,6°?
Nach links
128
Was ist die Swing Direction?
Der Club Path darf nicht mit der Swing Direction gleichgesetzt werden. Die Swing Direction beschreibt die Richtung, in die der Schläger geschwungen wird. Sie gibt also an, in welche Richtung die (Ab- und Durch-) Schwungebene (engl. Swing Plane) im Moment des Treffens verdreht ist.
129
Aus welcher Perspektive wird die Swing Direction beurteilt?
Die Swing Direction wird aus der seitlichen Perspektive (engl. Down the Line) beurteilt. Das heißt, der Betrachter platziert sich in der Verlängerung der Ball-Ziel-Linie und beobachtet von dort aus, in welche Richtung der Schwung verläuft. Die Swing Direction kann nach rechts zeigen, in diesem Fall spricht man von „von innen“, nach links zeigen („von außen“) oder genau in Richtung des Ziels zeigen
130
Wie lautet der Fachausdruck für den tiefsten Punkt des Schwungbogens?
Low Point
131
Wo im Schwung zeigen Club Path und Swing Direction in die gleiche Richtung?
Am tiefsten Punkt des Schwungbogens (Low Point)
132
Beschreiben Sie den Begriff „von innen“ bezogen auf die Swing Direction.
Ein Schläger, der im Treffmoment von innerhalb der Ball-Ziellinie kommt, wird als „von innen“ kommend oder als „von innen nach außen“ bezeichnet. Hierbei ist normalerweise die Swing Direction gemeint. Die Swing Direction ist in diesem Fall positiv (z.B. +5°)
133
Wohin zeigt der Club Path, wenn der Ball vor dem Low Point getroffen wird?
Weiter nach rechts als die Swing Direction
134
Wohin zeigt der Club Path, wenn der Ball nach dem Low Point getroffen wird?
Weiter nach links als die Swing Direction
135
Beschreiben Sie den Begriff „von außen“ bezogen auf die Swing Direction.
Ein Schläger, der im Treffmoment von außerhalb der Ball-Ziellinie kommt, wird als „von außen“ oder als „von außen nach innen“ bezeichnet. Hiermit ist auch die Swing Direction gemeint. Die Swing Direction ist in diesem Fall negativ (z.B. -5°).
136
In welche Richtung bewegt sich ein Schläger im Treffmoment der die Schwungbahn „von innen nach innen“ hat?
137
Was ist die Swing Plane?
Die Swing Plane ist der vertikale Winkel zwischen dem Boden und dem Schwungbogen, welchen der Schlägerkopf im unteren Teil des Schwungbogens beschreibt. Die Swing Plane (auch Schwungebene genannt) ist daher sehr ähnlich zu dem, was beispielsweise in einer 2D-Videoanalysen als Schaftebene bezeichnet wird.
138
Wieviel Grad hat die Swing Plane bei einem Driver?
Die Gradzahl der Swing Plane liegt nah am Liewinkel des Schlägers. So hat ein Driver z.B. eine Swing Plane von 45° bis 50°, und ein Eisen 6 eine Swing Plane von ca. 60°. Allerdings haben auch Größe und Ansprechposition des Spielers einen Einfluss darauf.
139
Was ist der Eintreffwinkel bzw. Angle of Attack?
Als Eintreffwinkel (engl. Angle of Attack) bezeichnet man den Winkel zwischen dem Boden und der (vertikalen) Richtung aus der der Schläger an den Ball kommt. Der Eintreffwinkel wird in Grad gemessen.
140
Ein Eintreffwinkel von -5° ist __________.
Steil
141
Ein Eintreffwinkel von +2° ist __________.
Flach
142
Was versteht man unter einem „neutralen Eintreffwinkel“?
Ein neutraler Eintreffwinkel kann, anders als vermutet, nicht in einer bestimmten Gradzahl ausgedrückt werden, sondern steht synonym für einen „günstigen“ Eintreffwinkel bezogen auf die Anforderungen der Schlagaufgabe.
143
Wann kann ein Eintreffwinkel als „günstig“ bezeichnet werden?
Ein günstiger Eintreffwinkel zeichnet sich dadurch aus, dass der Ball – trotz dessen Lage – so auf der Schlagfläche getroffen wird, dass dadurch die gewünschten Flugeigenschaften entstehen und bestmöglich Energie übertragen werden kann. So ist beispielsweise bei einem Schlag mit dem Driver, bei dem der Ball in der Aufwärtsbewegung getroffen werden soll, ein Eintreffwinkel von +3° günstiger als ein Eintreffwinkel von -5°, wenn eine maximale Schlagweite erreicht werden soll. Bei einem von hartem Untergrund gespielten Eisenschlag ist es dagegen genau umgekehrt.
144
Was ist der Low Point?
Der Low Point ist der tiefste Punkt des Schwungbogens. Er kann oberhalb und unterhalb des Bodens liegen. Seine Lokalisation wird ins Verhältnis zum Treffpunkt gesetzt.
145
In welchen Maßeinheiten kann der Low Point gemessen werden?
Er wird in cm bzw. inch angegeben.
146
Was ist der Spin Loft?
Der Spin Loft ist der Winkel zwischen der Club Direction (Eintreffwinkel und club path) und der Face Orientation (dynamischer Loft und Schlagflächenstellung) Anmerkung: Dieser Winkel ergibt sich aus zwei 3D-Vektoren. Da die Differenz zwischen Club Path und Schlagflächenstellung in der Regel viel kleiner ist als die Differenz zwischen Eintreffwinkel und dynamischer Loft, ist der Spin Loft im Allgemeinen sehr nahe dem Wert, den man erhält, wenn man vom dynamischen Loft den Eintreffwinkel abzieht.
147
Wie lautet die Berechnungsformel für den Spin Loft?
Face Orientation – Club Direction = Spin Loft
148
Erläutern Sie den Begriff „Spin Loft Mountain“.
Der Spin erhält seinen Höchstwert bei einem Spin Loft von ca. 45°. Nimmt der Spin Loft ab oder zu, verringert sich der Spin des Balles.
149
Wofür steht die Abkürzung D-Plane?
Descriptive Plane
150
Was ist die D-Plane?
Mit D-Plane (Descriptive Plane) bezeichnet man die (virtuelle) Ebene zwischen der Face Orientation (Schlagflächenlot) und der der Club Direction (Stoßrichtung des Schlägers). Der Ball startet IMMER auf der D-Plane. Zeigen Face Orientation und Club Direction (betrachtet aus „Down the Line“) in die gleiche Richtung, ist die Rotationsachse des Balles parallel zum Horizont. Der Ball fliegt in diesem Fall gerade (ohne seitlichen Drall). Je nachdem, ob die D-Plane nach links oder rechts gekippt ist, kippt die Rotationsachse um das gleiche Maß. Ist die D-Plane nach rechts gekippt, slict der Ball. Ist sie nach links gekippt, hookt der Ball, mittiges Treffen und eine normale Face Rotation vorausgesetzt.
151
Die Schlägerkopfgeschwindigkeit ist maßgeblich verantwortliche für ________________.
Die Energie, welche im Treffmoment überhaupt zur Verfügung steht.
152
Für was ist die Mittigkeit des Treffens im Treffmoment verantwortlich?
Die Effizienz der Energieübertragung
153
Was drückt der Smash-Faktor aus?
Der Smash-Faktor ist ein relativ neuer Terminus in der Golfwelt, der sich vor allem seit der Einführung von Doppler-Radar-Messgeräten etabliert hat. Der Smash-Faktor spiegelt dabei die Qualität der Energieübertragung vom Schlägerkopf auf den Ball wieder - also wie solide der Ball getroffen wurde.
154
Wie lautet die Berechnungsformel für den Smash-Faktor?
Ballabfluggeschwindigkeit / Schlägerkopfgeschwindigkeit = Smash-Faktor
155
Warum kommt es zu Messfehlern bei der Ermittlung des Smash-Faktors?
Beschleunigt ein Spieler seinen Schlägerkopf auf 100 mph und sein Ball fliegt mit 140 mph ab, hat er folglich einen Smash-Faktor von 1,4. Würde es seinen Ball bei gleicher Schlägerkopfgeschwindigkeit mit 150 mph auf die Reise schicken, hätte er den Idealwert von 1,5 erreicht. Bei Messungen kann auch ein höherer Wert angezeigt werden, da immer die Geschwindigkeit des Massenschwerpunkts des Schlägers gemessen wird, andere Stellen am Schläger (z.B. näher an der Spitze) jedoch schneller sind und die Rechnung entsprechend verzerren.
156
Wie viel weiter würde man einen Drive schlagen, wenn man 10mph mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit hätte?
10 mph Unterschied würden bei einem Drive ca. 20 yards (18 Meter) in der Schlagweite (carry) ausmachen.
157
In welcher Einheit wird die Schlägerkopfgeschwindigkeit gemessen?
Miles per Hour, mph
158
Wie groß ist der angestrebte Smash-Faktor beim Drive?
Der anzustrebende Smash-Faktor beim Driver liegt bei 1,48
159
Welche Faktoren beeinflussen den Smash-Faktor?
Einflussfaktoren des Smash-Faktors sind: Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit, Treffpunkt auf der Schlagfläche (engl. Impact Location), Masse des Schlägerkopfes, Masse des Balles, Spin Loft und Schlagflächenstellung. Grundsätzlich gilt aber, je höher der Loft bzw. der Spin Loft desto geringer ist der zu erwartende Smash-Faktor. Bei einem Pitching Wedge beträgt er im Idealfall nur noch rund 1,25
160
Was bedeutet die Abkürzung COR?
Coefficient of Restitution - Trampolineffekt: Neben der Mittigkeit des Treffens, spielen für den Smash-Faktor-Wert der COR, das Masseverhältnis zwischen Ball und Schlägerkopf sowie der Loft des Schlägers eine Rolle.
161
Wie hoch ist der festgelegte Höchstwert für den COR?
Für den Trampolineffekt hat R&A (Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews), einen Maximalwert von 0,83 festgelegt
162
Welcher Wert wird mit dem heutzutage gängigen Messverfahren anstelle des COR-Wertes ermittelt?
CT-Wert (Characteristic Time oder Rückprallzeit) - Die Rückprallzeit (CT) ist ein Maß für die Aufpralleffizienz, d.h. für das Ansprechen einer Driver-Schlagfläche auf ein darauf auftreffendes Objekt, und wird manchmal als der “Federeffekt” eines Drivers bezeichnet.
163
Welche Grenzwerte wurden beim CT-Wert von R&A und USGA festgelegt?
Grenzwert wurden 239 Mikrosekunden plus eine Testtoleranz von 18 Mikrosekunden festgesetzt, was einen Maximalwert von 257 Mikrosekunden ergibt
164
Was versteht man unter „Mittigkeit des Treffens“ und wofür ist sie verantwortlich?
Kontaktpunkt des Balles mit der Schlagfläche und ist maßgeblich für die Energieübertragung auf den Ball verantwortlich.
165
Warum fliegen Bälle, die außerhalb der Mitte getroffen werden in der Regel kürzer?
Der Punkt auf der Schlagfläche, der direkt vor dem Massenmittelpunkt liegt, wird als Mitte der Schlagfläche bezeichnet (engl. Sweet Spot). Dieser Punkt muss nicht geometrisch in der Mitte der Schlagfläche liegen. Wird der Golfball an diesem Punkt getroffen wird maximal viel Energie vom Schläger auf den Ball übertragen. Wird dieser Punkt verfehlt reduziert sich die Übertragungseffizienz und dem Ball steht weniger Energie für seinen Flug zur Verfügung. Je nach Schläger und Konstruktion kann der Energieverlust differieren.
166
Wie verhält sich die Schlägerkopfgeschwindigkeit bezogen auf unterschiedliche Bereiche der Schlagfläche?
Bei einer Schlägerkopfgeschwindigkeit von 100 mph in der Schlagflächenmitte, hat die Schlagfläche ¾ Inch Richtung Spitze (engl. Toe) zwei mph mehr Geschwindigkeit und lässt den Ball mit über 150 mph abfliegen. Zur Hacke hin verringert sich die Geschwindigkeit um fast drei mph im Vergleich zur Mitte. Auch auf der vertikalen Achse sind die Unterschiede deutlich. Ein halbes Inch oberhalb der Schlagflächenmitte ist die Schlägerkopfgeschwindigkeit mit 98 mph zwei mph langsamer als in der Mitte. Richtung Sohle nimmt die Schlägerkopfgeschwindigkeit dagegen um knapp zwei mph zu
167
Erläutern Sie den Gear-Effekt.
Trifft man den Ball an der Spitze oder an der Hacke, kann der Schläger dem Ball nicht genug Masse entgegensetzen und verdreht sich (um den Massenschwerpunkt) nach rechts bzw. links. In diesem Moment, in dem sich der Schlägerkopf durch den Ballkontakt nach hinten weggedreht, bewegt sich der Ball auf der Schlagfläche in Richtung der Schlagflächenmitte. Dadurch erhält ein an der Spitze getroffener Ball einen Linksdrall, ein an der Hacke getroffener Ball erhält dagegen einen Rechtsdrall
168
Warum ist der Gear-Effekt bei Hölzern größer als bei Eisen?
Dieser Effekt vergrößert sich, je weiter der Massenmittelpunkt von der Schlagflächenmitte entfernt ist. Bei Hölzern, deren Massenmittelpunkt weiter hinter der Schlagfläche sitzt, ist der Effekt daher deutlicher als bei Eisenschlägern
169
Erläutern Sie den Nutzen des Bulges beim Holz.
Da der Gear-Effekt bei den Hölzern so enorm ist, werden diese seitens der Hersteller mit einer horizontalen Schlagflächenwölbung versehen. Diese kann den Effekt zwar physikalisch nicht verkleinern seine Auswirkung aber mindern. Denn dadurch, dass die Schlagfläche durch die Wölbung weiter nach rechts (an der Spitze) bzw. weiter nach links (an der Hacke) zeigt, startet ein dort getroffener Ball mehr zur Seite, was dazu führt, dass der Ball trotz des seitlichen Dralls nicht so weit vom Ziel entfernt landet.
170
Wo auf der Schlagfläche wird ein Ball bei einem fetten Schlag getroffen, wenn der Low Point am Ball ist?
Zu weit oben auf der Schlagfläche
171
Wo auf der Schlagfläche wird ein Ball bei einem dünnen Schlag getroffen?
Zu weit unten auf der Schlagfläche
172
Erläutern Sie den vertikalen Gear-Effekt.
Der vertikale Gear-Effekt ist aus physikalischer Sicht mit dem horizontalen identisch. Einzig die Auswirkung auf den Ballflug sind andere. Zwar bekommt der Ball hier ebenfalls einen der Verdrehung des Schlägers entgegengesetzten Drall. Dieser führt aber bei Treffern oberhalb des Sweet Spot zu weniger und bei Treffern unterhalb des Sweet Spots zu mehr Rückwärtsdrall
173
In wie weit beeinflusst der Ball im Treffmoment den Schlägerkopf?
Vom Grundsatz her ist der Golfschlag ein „schiefer, elastischer Stoß“. Ein in Bewegung befindlicher Körper (Golfschläger) trifft einen ruhenden Körper (Ball) mit dem Ergebnis, dass der Ball in Bewegung versetzt wird. Dabei entsteht eine Wechselwirkung zwischen den beiden Komponenten, sprich der Ball wird auch den Schlägerkopf beeinflussen (in diesem Fall abbremsen)
174
Was versteht man unter Mechanik?
Unter Mechanik versteht man die Lehre von der Bewegung von Körpern sowie den dabei wirkenden Kräften
175
Wie schwer darf ein Golfball maximal sein?
Die Masse des Balles ist laut Regelwerk auf maximal 45,93 g beschränkt.
176
Was beeinflusst die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes?
Die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes resultiert aus den Fertigkeiten und Fähigkeiten des Spielers
177
Welches Limit existiert bei der Masse des Schlägerkopfes?
Die Masse des Schlägerkopfes ist nicht limitiert. So ließen sich beispielsweise mit einem tonnenschweren Golfschläger unglaubliche Schlagweiten erzielen. Allerdings könnte kein menschlicher Spieler eine solche Masse zielgerichtet bewegen.
178
Warum entstehen im Treffmoment Drehkräfte?
Da der Kraftstoß des Schlägers in der Regel am Schwerpunkt des Balles vorbeigeht – also der Schwerpunkt des Balles und der Schwerpunkt des Schlägers in Stoßrichtung nicht auf einer Linie liegen entstehen an dieser Stelle Drehkräfte, welche entsprechende Drehmomente erzeugen.
179
Welche drei praktischen Erkenntnisse lassen sich aus der Treffmomentphysik ableiten?
1. Wie "mittig", d.h. nahe am Schwerpunkt, der Schläger den Ball tatsächlich trifft, ist bereits maßgeblich für die Energiebilanz unabhängig von den Auswirkungen auf die Flugkurve des Balles 2. Wenn der Schläger den Ball "mittig" trifft, d.h. nahe am Schwerpunkt, sind die sonstigen Konstruktionsmerkmale des Schlägerkopfes eigentlich ziemlich unerheblich. 3. Der Schwerpunkt des Kopfes ist ein wesentliches Konstruktionsmerkmal
180
Von welchen vier Faktoren hängen die Flugweite und die Flugkurve des Balles ab?
Abfluggeschwindigkeit des Balles (engl. Ball Speed) Abflugwinkel (engl. Launch Angle) Rotation (Drall) bzw. Rotationsgeschwindigkeit (engl. Spin Rate) Stellung der Rotationsachse (engl. Spin Axis)
181
Welche äußeren Faktoren haben Einfluss auf die Flugweite und die Flugkurve des Balles?
Äußere Einflüsse sind Wind, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck sowie der Zustand des Materials (Ball, Schläger)
182
Auf welche Weise beeinflusst der Drall des Balles dessen Flug?
Der Drall bewirkt, dass die Balloberfläche sich auf der einen Seite (Luv) nach vorne bewegt und auf der anderen (Lee) nach hinten. So entsteht auf der Lee-Seite weniger Reibung mit der Luft als auf der Luv-Seite. Hierdurch krümmt sich die Flugbahn in die Richtung, in der weniger Widerstand (Reibung) ist. Bei Linksdrall nach links, bei Rechtsdrall nach rechts und bei Rückwärtsdrall nach oben
183
Wodurch erhält der Ball Drall?
Ursachen des Dralls: Der Ball erhält Drall, wenn der Kraftstoß, der ihn trifft, seinen Mittelpunkt (Ballschwerpunkt) verfehlt.
184
Von welchen Faktoren hängt die Abflugrichtung ab?
Die Abflugrichtung (AR) entspricht nun weder der Kraftrichtungslinie (KL) noch der Angriffslinie (AL), sondern liegt irgendwo dazwischen. Der genaue Winkel hängt von unzähligen Faktoren ab, u.a. von der Schlägerkopfgeschwindigkeit, der Härte des Balles, der Kontaktzeit, der Reibung zwischen Ball und Schlägerblatt, dem Schwerpunkt des Schlägerkopfes
185
Wie entsteht seitlicher Drall?
Seitlicher Drall entsteht, wenn der Kraftstoß den Ballschwerpunkt nicht nur unterhalb, sondern auch noch seitlich verfehlt. Dies geschieht, wenn das Schlägerblatt nicht rechtwinklig zur Kraftstoßrichtung steht
186
Wovon ist die Stärke des Dralls physikalisch abhängig?
Je weiter die Kraftrichtungslinie am Schwerpunkt des Balles vorbei läuft, desto größer wird der Drall.
187
Auf welche Weise beeinflusst der Drall des Balles dessen Flug?
Der Drall bewirkt, dass die Balloberfläche sich auf der einen Seite (Luv) nach vorne bewegt und auf der anderen (Lee) nach hinten. So entsteht auf der Lee-Seite weniger Reibung mit der Luft als auf der Luv-Seite. Hierdurch krümmt sich die Flugbahn in die Richtung, in der weniger Widerstand (Reibung) ist. Bei Linksdrall nach links, bei Rechtsdrall nach rechts und bei Rückwärtsdrall nach oben
188
Wodurch erhält der Ball Drall?
Der Ball erhält Drall, wenn der Kraftstoß, der ihn trifft, seinen Mittelpunkt (Ballschwerpunkt) verfehlt
189
Wofür steht das Akronym GASP?
Grip, Aim, Stance, Posture (Griff, Ausrichtung, Stand zum Ball und Positionierung des Körpers) - sind sämtliche Grundlagen, die aus der Statik heraus Einfluss auf die Ausführung der Bewegung und deren Qualität haben
190
Warum lässt sich ein Golfgriff nicht in die Kategorien „falsch“ oder „richtig“ einteilen?
Zur erfolgreichen Bewältigung der Schlagaufgaben kommen unterschiedliche Griffvarianten zum Einsatz
191
Mit welchen Adjektiven lässt sich ein „guter“ Golfgriff beschreiben?
Funktional, passend und zielführend
192
Beschreiben Sie die „Stellschrauben des Greifens“.
Verdrehung der Hände/Unterarme (Supination, Pronation) Beugung/Streckung der Handgelenke (Palmar und Dorsal) Positionierung des Schlägergriffs in der Handfläche (in der Hand, in den Fingern) Positionierung des Griffes am Schlägergriff (z.B. „kurz gegriffen“) Verbindung beider Hände (Interlock, Overlap, Baseball etc.) Griffdruck
193
Was ist eine Supination?
Als Supination (lateinisch supinitas = „zurückgebogene Stellung“) wird in der Medizin und Anatomie die Auswärtsdrehung der Hand durch Rotation des Unterarms bezeichnet, so dass Elle und Speiche nach der Drehung parallel nebeneinander liegen. Beim hängenden Arm zeigt die Handfläche nun nach vorne.
194
Was ist eine Pronation?
Pronation ist die Gegenposition zur Supination. Bei dieser Drehung des Unterarms überkreuzen sich Elle und Speiche. Beim hängenden Arm zeigt die Handfläche nun nach hinten.
195
Was versteht man unter einer palmaren Beugung des Handgelenks?
Lateinisch palma manus = Handfläche: Handflächenseitig; also Richtung Handfläche
196
Was versteht man unter einer dorsalen Beugung des Handgelenks?
Lateinisch dorsum manus = Handrücken: Handrückenseitig; also Richtung Handrücken
197
Was versteht man unter einem „durch die Hand“ laufenden Griff?
Griff liegt das Griffende unterhalb des Daumenballens (lat. thenar)
198
Was versteht man unter einem „in den Fingern“ liegenden Griff?
Bei einem „in den Fingern“ liegenden Griff liegt das Griffende unterhalb des Kleinfingerballens (lat. hypothenar)
199
Nennen Sie drei verschiedene Griffarten.
Interlock, Overlap, Baseball
200
Welche Faktoren werden v.a. durch den Griff beeinflusst?
Winkeln und Entwinkeln („Schlagen“) der Handgelenke Schlagflächenstellung Schlägerkopfgeschwindigkeit Eintreffwinkel Ansprechposition (v.a. Körperwinkel und Abstand zum Ball)
201
Welche Körperlinien können bei der Beurteilung der Ausrichtung betrachtet werden?
Fußlinie vorne (an den Zehenspitzen) Fußlinie hinten (an den Fersen) Hüftlinie Schulterlinie Augenlinie
202
Wann bezeichnet man eine Ausrichtung als „parallel“?
Ausrichtungslinie ist parallel zur Ball-Ziellinie
203
Wann bezeichnet man eine Ausrichtung als „offen“?
Ausrichtungslinie zeigt links vom Ziel
204
Wann bezeichnet man eine Ausrichtung als „geschlossen“?
Ausrichtungslinie zeigt rechts vom Ziel
205
Wann kann man von einer passenden Ausrichtung sprechen?
Eine passende Ausrichtung ist dann gegeben, wenn diese einer qualitativ hochwertigen Lösung der Aufgabe dient – sprich: der geplante Schlag gelingt
206
Welche Ausrichtung wählen Spieler häufig, wenn sie den Ball mit dem Driver vom Tee extrem weit schlagen wollen?
Geschlossen - Ausrichtungslinie zeigt rechts vom Ziel
207
Welche Ausrichtung wählen Spieler häufig bei Schlägen mit Wedges?
Offener Stand und vor allem eine offene Schulterausrichtung
208
Was versteht man unter dem Basic „Stand zum Ball“?
Die Stellung des Körpers zum Ball aus der frontalen Sicht (engl. Face on)
209
Welche Aspekte gehören zum „Stand zum Ball“?
Ballposition im Verhältnis zum Körper (z.B. links der Körpermitte) Standbreite Körperschwerpunkt und Gewichtsverteilung (rechts/links) Oberkörperneigung zur Seite SchulterlinieAugenlinie
210
Was versteht man unter dem Basic „Positionierung zum Ball“?
Stellung des Körpers zum Ball aus der seitlichen Ansicht (engl. Down the Line)
211
Welche Aspekte gehören zur „Positionierung zum Ball“?
Körperwinkel (Knie, Oberkörper) und deren Verhältnis zueinander Kopfposition Abstand zum Ball Körperschwerpunkt und Gewichtsverteilung (vorne/hinten) Ausrichtung
212
Aus welchen Grundbewegungen setzt sich der der Golfschwung zusammen?
Drehung und seitliche Bewegung des Körpers Heben und Senken der Arme Ober- und Unterarmrotation Winkeln und Beugen der Handgelenke
213
Beschreiben Sie die „Drehung und seitliche Bewegung des Körpers“ innerhalb des Golfschwungs.
Die gemeinsame Drehung von Hüften und Schultern ist ein besonderes Kennzeichen eines vollen Schwungs. Im OT (oberen Totpunkt oder ToB – Top of Backswing) sind die Schultern um ca. 90º und die Hüften um ca. 45º–50º gedreht. Durch die daraus entstehende Verwringung der Schultern gegenüber den Hüften entsteht eine Vorspannung, deren Energie sich im Abschwung entladen kann. Dabei wird die Translation (seitliche Bewegung) vor der Rotation (drehende Bewegung) abgeschlossen. Die rechte Hüfte verschiebt sich beim Ausholen ungefähr fünf Zentimeter nach rechts, noch bevor der Schläger 90º überschritten hat. Auch beim Abschwung gilt: Translation vor Rotation. Bei der Körperdrehung kann man sich die beiden Hüftgelenke als untersten Punkt der Drehachsen vorstellen: Beim Ausholen dreht man sich in das rechte Bein, beim Abschwung in das linke. Geschieht das im richtigen Maße, bewegt sich der Kopf beim Ausholen etwa eine halbe Kopfbreite nach rechts. In der Vorwärtsbewegung ist die seitliche Bewegung noch stärker, und der Kopf ist am Ende des Schwunges genau über dem linken Bein.
214
Beschreiben Sie das „Heben und Senken der Arme“ innerhalb des Golfschwungs.
Die Arme müssen sich beim Ausholen im richtigen Maß vom Körper lösen, d.h. sie schwingen unabhängig vom Körper nach oben und nach hinten. Würden die Arme nur nach oben geschwungen, befänden sich die Hände im höchsten Punkt der Ausholbewegung noch vor der Mitte des Körpers. Sie müssen jedoch so weit nach hinten schwingen, dass sie sich in etwa über der rechten Schulter befinden.
215
Beschreiben Sie die „Rotation der Ober- und Unterarme“ innerhalb des Golfschwungs.
Um den Schläger auf der richtigen Ebene zu schwingen, müssen die Ober- und Unterarme beim Ausholen im Uhrzeigersinn rotiert werden, beim Ab- und Durchschwung entsprechend umgekehrt. Die Bewegung beginnt nach dem Start der Ausholbewegung (Schläger hat 45º überschritten) gemeinsam mit dem Winkeln der Handgelenke.
216
Beschreiben Sie das „Winkeln und Beugen der Handgelenke“ innerhalb des Golfschwungs.
Durch die Handgelenke werden aus der Einheit von linkem Arm und Schläger zwei Hebel und so „aus einem langen, trägen Stab eine zweigliedrige Peitsche.
217
Aus welchen Teilelementen besteht die Bewegungsstruktur der Golfbewegung?
Vorbereitungs-, der Haupt- und der Endphase einer Bewegung
218
Nennen Sie die Aufgabe der jeweiligen Funktionsphasen.
Die Vorbereitungsphase soll die Hauptphase optimal vorbereiten. In der Hauptphase soll die gestellte Bewegungsaufgabe direkt gelöst werden. In der Endphase soll das am Schluss der Hauptphase oft labile Gleichgewicht stabilisiert werden.
219
Aus welchen Phasen besteht der Golfschwung und wie heißen diese Phasen im Golf?
Ausholbewegung (Vorbereitungsphase) den Abschwung (Hauptphase) Durchschwung (Endphase)
220
Was versteht man unter einer morphologischen Bewegungsanalyse?
Diese zerlegt die Bewegungsabläufe in direkt wahrnehmbare Merkmale der äußeren Form und untersucht deren Beziehungen. Es wird nur der äußerlich sichtbare Teil einer Bewegung betrachtet. Nicht sichtbare Teile der Bewegung wie auftretende Kräfte, physikalische Gesetze oder innere Steuerungsprozesse werden nicht untersucht
221
Auf welche Art und Weise kann eine morphologische Bewegungsanalyse durchgeführt werden?
Neben der einfachen Beobachtung bieten sich Methoden an, welche die Beobachtungen zum Teil objektivieren können, wie z.B. Video und Bild
222
Was versteht man unter Bewegungsmerkmalen?
Unter Bewegungsmerkmalen versteht man ohne Hilfsmittel wahrnehmbare Kriterien einer Bewegung, die die Qualität einer Bewegung beschreibbar und wiedererkennbar machen. Dazu gehören: Bewegungsrhythmus Bewegungskopplung Bewegungsfluss Bewegungspräzision Bewegungskonstanz Bewegungsumfang Bewegungstempo Bewegungsstärke
223
Was versteht man unter Bewegungsrhythmus? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Zeitliche Ordnung einer sportlichen Bewegung. Im Golf wird hier z.B. die Dauer der Ausholbewegung in ein Verhältnis zur Dauer des Abschwungs bis zum Treffmoment gesetzt. Bei vielen erfolgreichen Spielern liegt dieses Verhältnis bei 3:1, d.h. die Ausholbewegung dauert dreimal so lang wie der Abschwung
224
Was versteht man unter Bewegungskopplung? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Zusammenhang von Teilbewegungen. Es werden folgende vier Aspekte unterschieden: Energieübertragung, zeitliche Verschiebung von Teilbewegungen, Formen des Rumpfeinsatzes und Steuerfunktion des Kopfes. Im Gegensatz zu den Phasen der Bewegungsstruktur handelt es sich bei der Bewegungskopplung um Teilbewegungen verschiedener Körperregionen, zum Beispiel der Beine, des Rumpfs, der Arme und der Hände. Dieses Bewegungsmerkmal kann auch als „Timing“ bezeichnet werden. Beispiel: „Die dosierten Wedgeschläge des Spielers sind sehr gut getimet.
225
Was versteht man unter Bewegungsfluss? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Grad der Kontinuität des Ablaufs einer sportlichen Bewegung. Der Bewegungsfluss ist in Golfbewegungen vor allem dann gegeben, wenn nicht in die Bewegung eingegriffen wird. Fließende Bewegungen werden meist auch als „harmonisch“ angesehen, und sind in der Regel sehr effizient. Beispiel: „Der Spieler hat bei langen Putts einen guten Fluss in seiner Bewegung
226
Was versteht man unter Bewegungspräzision? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Grad der Übereinstimmung einer sportlichen Bewegung mit dem geplanten Verlauf oder Ziel. Jede Golfbewegung – egal ob Putt oder Drive – hat zum Ziel, den Ball zu treffen. Je exakter der Ball an der Stelle getroffen wird, die anvisiert wurde, desto größer war die Bewegungspräzision. Beispiel: Der Spieler trifft die Bälle in der Mitte des Schlägers.
227
Was versteht man unter Bewegungskonstanz? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Die Bewegungskonstanz beschreibt den Grad der Übereinstimmung von wiederholten sportlichen Bewegungen oder Teilbewegungen in Bezug auf das Bewegungsergebnis und die Merkmale einer Bewegung. Beispiel: „Die Treffer auf der Schlagfläche liegen dicht beieinander.
228
Was versteht man unter Bewegungsumfang? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Der Bewegungsumfang beschreibt die räumliche Ausdehnung einer sportlichen Bewegung. Bei einem Golfschwung ist ein zu großer Bewegungsumfang meist daran zu erkennen, dass bezogen auf die geforderte Spielaufgabe ungünstig – meist zu weit – ausgeholt wird. Beispiel: Der Spieler holt beim Schlag mit dem Fairwayholz sehr weit aus.
229
Was versteht man unter Bewegungstempo? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Das Bewegungstempo beschreibt die Schnelligkeit und Frequenz sportlicher Bewegungen oder deren Teilbewegungen. Beispiel: Der Spieler schwingt seine langen Eisen sehr schnell.
230
Was versteht man unter Bewegungsstärke? Nennen Sie dazu ein Beispiel.
Die Bewegungsstärke beschreibt den Krafteinsatz bei einer Bewegung. Der Krafteinsatz wird meist in ein Verhältnis zum Ergebnis gesetzt. Schlägt beispielsweise ein Spieler mit sehr viel Krafteinsatz nur wenige Meter weit, hat der Beobachter meist den Eindruck, die Bewegung wäre „mit zu viel Krafteinsatz“ erfolgt. Fliegt der Ball dagegen 300 Meter weit, wird der Krafteinsatz meist positiv wahrgenommen. Beispiel: Der Spieler setzt zu viel Kraft bei Schlägen aus dem dickeren Rough ein.
231
Was versteht man unter dem „Prinzip der Gegenwirkung“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Dieses Prinzip beruht auf dem 3. Newtonschen Gesetz (actio = reactio) und tritt a) beim Rückschwung durch den hohen Druck auf das hintere Bein mit anschließendem reaktivem Abstoß nach vorne auf b) beim Abschwung durch den Druck auf das vordere Bein auf, der eine Streckung nach oben und damit eine positive Schwungbeeinflussung bewirkt
232
Was versteht man unter dem „Prinzip der Anfangskraft“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Die hohe muskuläre Vorspannung in der letzten Phase des Rückschwungs bewirkt eine hohe Anfangskraft im Abschwung
233
Was versteht man unter dem „Prinzip des optimalen Beschleunigungswegs“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Der Schläger soll im Abschwung möglichst geradlinig (oder stetig gekrümmt) und nicht wellenförmig geführt werden (vgl. Schwungebenen)
234
Was versteht man unter dem „Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Die größten Beschleunigungskräfte bzw. höchsten Schlägerkopfgeschwindigkeiten sollten am Ende des Abschwungs sein – also kurz vor dem Treffpunkt
235
Was versteht man unter dem „Prinzip der zeitlichen Koordination der Teilimpulse“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Auf Grund der durch die Muskelschlingen zusammenhängenden Körperteile kommt es zu einer zeitlich und räumlich gerichteten Aneinanderreihung von Teilimpulsen. Vereinfacht ausgedrückt kommt es im Abschwung nacheinander zum Einsatz folgender Körperteile: Hinterer Fuß – Beine – Hüfte – Rumpf – Schultern – Arme – Handgelenke – Schläger
236
Was versteht man unter dem „Prinzip der Impulserhaltung“? Nennen Sie dafür ein Beispiel aus dem Golfschwung.
Dieses Prinzip beruht auf dem Drehimpulserhaltungssatz und bedeutet für den Golfschwung, dass man beim Abschwung durch Heranbringen der Arme an die Körperdrehachse die Winkelgeschwindigkeit (Winkel zwischen Armen und Schaft) vergrößern und damit das Trägheitsmoment verkleinern kann (vgl. auch Pirouette beim Eiskunstlauf mit angelegten Armen)
237
Was versteht man unter dem Begriff „Kompetenz“?
Kompetenz umfasst die Gesamtheit von Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten einer Person zur erfolgreichen Aufgabenbewältigung in unterschiedlichen Handlungssituationen
238
In welche fünf Kompetenzstufen wird unterschieden?
1. Neuling (ggfs. Anfänger) 2. Fortgeschrittener Anfänger 3. Kompetenz (ggfs. Fortgeschrittener) 4. Gewandtheit (ggfs. Könner) 5. Experte
239
Was versteht man unter „Griffkompetenz“?
Unter Griffkompetenz versteht man die Fähigkeit den Golfschläger situationsangepasst, effizient und funktional zu greifen
240
Was versteht man unter „Set-Up-Kompetenz“?
Unter Set-Up Kompetenz versteht man die Fähigkeit sich situationsangepasst, effizient und funktional zum Ball zu stellen
241
Was versteht man unter „Beschleunigungsweg-Kompetenz“?
Unter Kompetenzbeim Schlägerweg versteht man die Fähigkeit den Schlägerweg situationsangepasst effizient und funktional zum Ball zu wählen
242
Was versteht man unter „Speed-Kompetenz“?
Unter Speed-Kompetenz versteht man die Fähigkeit den Speed situationsangepasst, effizient und funktional einzusetzen, sowie Speed überhaupt maximal generieren zu können. Haupteinflussfaktoren dafür sind neben den koordinativen Fähigkeiten vor allem die konditionellen Fähigkeiten – und hier vor allem Schnelligkeit und Schnellkraft
243
Was versteht man unter „Beschleunigungsverlaufs-Kompetenz“?
Unter Kompetenz im Beschleunigungsverlauf versteht man die Fähigkeit den Beschleunigungsverlauf situationsangepasst, effizient und funktional zu wählen
244
Was versteht man unter „Impact/Bounce-Kompetenz“?
Unter Impact-Bounce-Kompetenz versteht man die Fähigkeit den Treffmoment situationsangepasst, effizient und funktional zu gestalten
245
Was versteht man unter „Orientierungs-Kompetenz“?
Unter Orientierungskompetenz versteht man die Fähigkeit sich und den Bewegungsablauf situationsangepasst, effizient und funktional im Raum wahrzunehmen und zu orientieren
246
Was versteht man unter „Differenzierungskompetenz“?
Unter Differenzierungkompetenz versteht man die Fähigkeit sich und den Bewegungsablauf situationsangepasst, effizient und funktional auf Differenzen einzustellen
247
Was versteht man unter „Anpassungskompetenz“?
Unter Transferkompetenz (Umstellungsfähigkeit – Transfer – Anpassungsfähigkeit) versteht man die Fähigkeit sich und den Bewegungsablauf situationsangepasst, effizient und funktional auf neue Umstände (z.B. Golfplatz) einzustellen
248
Was versteht man unter einer sinnvollen bzw. passenden Spieleröffnung?
Eine sinnvolle und gute Spieleröffnung ist dann gegeben, wenn sie den Spieler in eine gute Ausgangsposition bringt, um die kommenden Aufgaben an einem Loch zu bewältigen. Dies kann dann gegeben sein, wenn der Spieler den Ball maximal weit auf der richtigen Fairwayseite platziert oder auf der richtigen Länge (z.B. vor einem Hindernis) ablegt.
249
Welchen Vorteil hat ein Spieler, der variantenreich das Spiel eröffnen kann?
Je variantenreicher ein Spieler bei der Spieleröffnung ist, umso besser kann er die Aufgaben lösen und umso einfacher wird die nachfolgende Aufgabe des Transport- oder Grünschlages (ggfs. auch eines Annäherungsschlages oder Putts).
250
Wann ist dem Faktor Richtungskontrolle bei der Spieleröffnung Genüge getan?
Dem Faktor der Richtungskontrolle ist vorerst Genüge getan, wenn der Ball im Spiel bleibt
251
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform der Spieleröffnung.
Wahl des passenden Schlägers Anpassen des Bewegungsumfangs Ballposition passend zur Club Direction (Eintreffwinkel) Passende Standbreite Balance und Dynamik in der Bewegung
252
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform der Spieleröffnung.
Variation der Schlägerwahl Variation der Teehöhe bzw. Flughöhe Einfluss der Grundstellung auf den Schlag Shapen – bewusste Beeinflussung der Flugkurve und Flughöhe Einbeziehung folgender Schläge auf die Schlagplanung (z.B. Wahl der Fairwayseite) Dosierung (Differenzierungsfähigkeit) bei Abschlägen
253
Bei welcher Art von Spieler sind Transportschläge von besonderer Bedeutung?
Bei durchschnittlichen Hobbygolfern kommt der Schlag dagegen häufig zum Einsatz und hat dadurch eine höhere Priorität innerhalb des Spiels.
254
Bei welcher besonderen Aufgabe innerhalb der Transportschläge, ist die Längenkontrolle von besonderer Bedeutung?
Beim "ablegen", damit er nicht zu weit geht
255
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Transportschlages.
Schlägerwahl Ballposition Balance Bewegungsumfang
256
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Transportschlages.
Variation der Schlägerwahl Bewusste Beeinflussung des Ballflugs Dosierung und Längenkontrolle (Gesamtlänge der Schläge) Orientierung, Positionierung und Auswahl der Zielzone (Zielen, Richtungskontrolle)
257
Für welche Art von Spielern sind Recoveryschläge von besonderer Bedeutung?
Scratch spieler - die Spielstärke des Spielers lässt nur wenige Schlagversuche pro Loch zu
258
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Recovery.
Situationsanpassung und Einschätzung der Lage Ballposition und Eintreffwinkel passend wählen Startrichtung bestimmen und einhalten Wahl der passenden Schlagart und des passenden Schlägers Differenzierungsfähigkeit Orientierungsfähigkeit Anpassungsfähigkeit Gleichgewicht und Kennenlernen des Untergrundes (speziell Fairwaybunker)
259
Was ist Variable Verfügbarkeit?
Umfassende Lösungskompetenz der Spielaufgabe unter verschiedensten (Druck-)Bedingungen
260
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Recovery.
Höhenkontrolle der Schläge (Gesamthöhe und/oder Starthöhe) – statischer Loft und dynamischer Loft Bewusste Beeinflussung des Ballflugs Dosierung und Längenkontrolle (Gesamtlänge der Schläge) Orientierung, Positionierung und Auswahl der Zielzone (Zielen, Richtungskontrolle) Abwägung von Risiko und Nutzen – vorausschauende Schlagplanung
261
Welche Probleme bezogen auf den Schlag ins Grün tauchen vor allem bei Spielern mit geringer Schlägerkopfgeschwindigkeit auf?
Probleme bei Konstanz und Richtung. "Unsauber" getroffene Schläge sind in der Regel zu kurz und landen daher meist nicht auf dem Grün
262
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Schlags ins Grün.
Schlägerwahl Bewegungsumfang Kennenlernen der neuen Spielsituation Standbreite, ggfs. Ballposition
263
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Schlags ins Grün.
Variation der Schlägerwahl für die Längenkontrolle Bewusste Beeinflussung des Ballfluges (Spin- und Höhenkontrolle) Orientierungsfähigkeit, Zielen Spinkontrolle Anpassung an (leichte) Hanglagen und Höhenunterschiede Differenzierungsfähigkeit innerhalb einzelner Längenbereiche
264
Was sorgt bei einem Pitch für das schnelle Stoppen nach der Landung?
Rückwärtsdrall und eine günstige (hohe) Flugkurve
265
Welche Eigenschaften weisen Schläger auf, die häufig zum Pitchen genutzt werden?
Stärker gelofteten Schläger
266
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Pitchens.
Schlägerwahl und Loft (inkl. Gerätegewöhnung) Bewegungsumfang Ballposition und Eintreffwinkel
267
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Pitchens.
Differenzierungsfähigkeit (Bewegungsumfang und -intensität) Spinkontrolle Umgang mit unterschiedlichen Balllagen Abwägung von Risiko und Nutzen Nutzung des Bounce
268
Beschreiben Sie einen Lobschlag.
Ein Lob ist ein Annäherungsschlag zum Grün, mit der Absicht, den Ball mit Hilfe einer hohen Flugbahn und einem entsprechend steilen Anflugwinkel schnell zum Liegen zu bringen
269
Warum kann aus Situationen in denen ein Lob gespielt wird, kein Pitch gespielt werden?
Lobs werden in der Regel dann gespielt, wenn die Entfernung zur Fahne bzw. zur Landezone gering ist, und deshalb nicht ausreichend Spin auf den Ball gebracht werden kann
270
Wie kann bei einem Lobschlag der Loft des Schlägers zusätzlich erhöht werden?
Reicht der zur Verfügung stehende Loft nicht aus, kann er durch das Aufdrehen der Schlagfläche zusätzlich erhöht werden
271
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Lobens.
Schlägerwahl Einschätzen und Kennenlernen von Lobsituationen Beeinflussen des statischen und dynamischen Lofts Einsetzen des Bounces Ballposition und Eintreffwinkel
272
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Lobens.
Veränderung der Intensität („den Ball langsam machen”) Höhenkontrolle Dynamische und statische Anpassung abstimmen Unterschiedliche Lagen und Grasarten Bounce-Einsatz verfeinern Differenzierungsfähigkeit Orientierungsfähigkeit
273
Wie lautet die Beschreibung für einen Bunkerschlag?
Ein Bunkerschlag ist ein Annäherungsschlag aus einem Grünbunker
274
Wie lautet die englische Bezeichnung für einen Grünbunkerschlag?
Greenside Bunker
275
Welcher Kategorie werden Schläge aus einem Fairwaybunker zugeordnet?
Recovery- (schwere Lage), Transport- (keine Grünerreichungsabsicht) oder Grünschlag
276
Wie nennt man den Winkel, der sich durch die höher gelegene vordere Kante des Schlägers mit dem Boden bildet?
Bounce
277
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Bunkerschlages.
Kennenlernen des neuen Untergrundes Schlägerwahl Ballposition und Eintreffwinkel Intensität (Boden/Ball) – Dämpfung durch Sand Bounce nutzen und einsetzen
278
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Bunkerschlages.
Variation der Schlägerwahl Variation der Sandmenge Ballposition Anpassung an Sandmenge (Menge des Sandes im Bunker) und dessen Qualität Differenzierungsfähigkeit und Bewegungsumfang Höhenkontrolle (statischer und dynamischer Loft) Anpassung an besondere Lagen (Spielgelei und andere Recoverys)
279
Wie lautet die Beschreibung für einen Chipschlag?
Ein Chip ist ein Annäherungsschlag, bei dem der Ball nach der Landung ausrollen soll. Die Schlägerwahl spielt dabei keine Rolle
280
Nennen Sie ein Beispiel, bei dem ein Chipschlag auch außerhalb des klassischen Anwendungsbereichs „rund ums Grün“ gespielt wird.
Im Bereich der Recoveryschläge können auch Varianten des Chipschlages zum Einsatz kommen (z.B. beim Herausspielen des Balles aus einem dichten Waldstück)
281
Auf welche Weise wird unter anderem die Distanz beim Chippen reguliert?
Je nach gewähltem Schläger entscheidet der im Treffmoment zum Einsatz gebrachte Loft über das Flug-Roll-Verhältnis.
282
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Chippens.
Schlägerwahl Kennenlernen der neuen Situation (Ball nicht mehr am Grün) Erkenntnis, der Ball soll fliegen Ballposition und Eintreffwinkel „konstanten“ Bodenkontakt produzieren (Probeschwung -> Schlag)
283
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Chippens.
Griff Schlägerwahl und Flug-Roll-Verhältnis Ballposition und dynamischer Loft Intensität Landezone definieren und treffen Differenzierungsfähigkeit Anpassung an besondere Lagen (z.B. Hanglagen, Grasart)
284
Wie heißen die beiden Kategorien für Putts?
Richtungs- und Annäherungsputts
285
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Grobform des Puttens.
Griff Pendelbewegung Stellung zum Ball Sinn des Spiels
286
Nennen Sie mögliche Lernziele beim Erlernen der Feinform des Puttens.
Dosierung (Bewegungsumfang, Differenzierungsfähigkeit, Rhythmus) Lesen des Grüns (Wahrnehmung, Fall-Linie, Routine, Orientierungsfähigkeit) Richtungskontrolle (Zielen, Orientierungsfähigkeit) Anpassung an unterschiedliche Grüngeschwindigkeiten