Wofür stehen die Bezeichnungen “roh”, “an”, “wf”, “waf” und “wmf”?
Welche Grundlegenden Verfahren kenne Sie aus der Vorlesung zur Kohleverwertung?
Nennen Sie die Produkte der einzelnen Verfahren.
• Brikettierung
o Formkoks, marktfähige Brennstoffe
• Verkokung, Schwelung
o Schwelkoks, Hüttenkoks, Rohgas (Weiterbehandlung zu Kokereigas, Öl/Benzin oder Kohlenwertstoffe)
• Verstromung
o elektrische Energie
• Verflüssigung
o Öl, Benzin
• Vergasung
o Schwachgas, Synthesegas, SNG (Weiterbehandlung zu Wasserstoff, Öl, Benzin oder SNG)
Welche Bedingungen müssen von einem abgelagerten, organischen und inkohlten Stoff erfüllt sein, damit er als Kohle bezeichnet wird?
* Keine freie Cellulose mehr vorhanden
Ordnen Sie absteigend hinsichtlich des Anteils an flüchtigen Bestandteilen: Flammkohle, Weichbraunkohle, Anthrazit, Esskohle, Fettkohle, Gaskohle.
• Weichbraunkohle
o Flammkohle
Fettkohle
Esskohle
AnthrazitWodurch lässt sich der Grad der Inkohlung sehr genau bestimmen?
Durch die vorliegenden Maceralgruppen
Nennen Sie die Ihnen aus der Vorlesung bekannten Macerale der Weichbraunkohle.
Nennen Sie die Ihnen aus der Vorlesung bekannten Macerale der Steinkohle.
Zeigen Sie auf, woraus die Macerale der Steinkohle entstanden sind.
Nennen Sie mögliche Unterscheidungsmerkmale der Kohlen.
Welche Prozessparameter haben Einfluss auf die geochemische Inkohlung?
Wie ist der Reflexionsgrad definiert?
Nennen Sie die Ihnen aus der Vorlesung bekannten Produkte, die aus Braunkohle entstehen können.
Welche hauptsächlichen organischen Bestandteile von Braunkohle kennen Sie?
Welche hauptsächlichen anorganischen Bestandteile von Braunkohle kennen Sie?
• Mineralstoffe
o Pflanzenasche aus anorganischen Bestandteilen der kohlebildenden Pflanzen
o Metallerden der Humate
o Nebengestein (Berge), z.B. Sand, Ton, Kalk
o Chloride, Sulfate, Sulfide
• Wasser
Definieren Sie Asche und beschreiben Sie die verschiedenen Aschetypen.
• Definition: Als Asche wird der anorganische Rückstand beschrieben, der nach der Verbrennung eines biogenen Festbrennstoffs zurückbleibt.
• Aschetypen:
o Pflanzenasche
o Metallerden
o Chloride
o Sulfatschwefel/Sulfidschwefelverbindungen
o BergeWeshalb ist ein hoher Aschegehalt nicht wünschenswert?
Welchen Nutzen hat der Nassdienst?
Welche Trocknervarianten kennen Sie aus der Vorlesung?
Weshalb wird die Braunkohle nicht unter 10 Gew.-% Restfeuchte getrocknet?
Selbstentzündungsgefahr
Weshalb zeigt die Braunkohle bei der Schwelung einen so hohen Massenverlust und wie äußert sich dieser?
• Durch den relativ hohen Anteil an flüchtigen Bestandteilen und Wasser
• 5 Phasen:
o Vorwärmphase (20-105 °C)
o Trocknungsphase (105-220 °C) - Eigenwasser ist vollständig ausgetrieben
o Vorentgasungsphase (220-465 °C) - Teerbildung ab 270 °C
o Hauptentgasungsphase (465-830 °C) - Teerbildung abgeschlossen bei 550-600 °C, Wasserstoffentweichung vermehrt ab 600 °C
o Nachentgasungsphase (>830 °C)
Beschreiben Sie das Herdofenverfahren kurz.
Wo wird Herdofenkoks (HOK) eingesetzt?
• Rauchgasreinigung
o Müll- und Sondermüllverbrennung, Prozessgasreinigung
o Adsorption von Schwermetallen, Schwefelwasserstoff, Geruchsstoffe, Kohlenwasserstoffe
• Abwasserreinigung
o Biotechnologie (z.B. Biologische Abwasserreinigung)
o Trinkwasseraufbereitung
• Metallurgische Prozesse
o Reduktionsmittel
o Aufkohlung von Stahl- und Gießereiprodukten
Wie viele Tonnen Braunkohle werden in Deutschland pro Jahr gefördert und zu welchen Anteilen wird sie als Kraftwerkskohle und in der Veredelung eingesetzt?