Was ist Marktversagen und welche vier Güterarten werden unterschieden?
• Marktversagen: Der freie Markt teilt Ressourcen nicht optimal zu; es entsteht Ineffizienz.
• Die 4 Güterarten (nach Rivalität und Ausschließbarkeit):
1. Private Güter: Rivalität (Ja), Ausschließbar (Ja).
• Beispiele: Äpfel, Kleidung, PCs.
2. Öffentliche Güter: Rivalität (Nein), Ausschließbar (Nein).
• Beispiele: Deiche, Landesverteidigung, Straßenbeleuchtung.
3. Allmendegüter: Rivalität (Ja), Ausschließbar (Nein).
• Beispiele: Fische im Meer, saubere Umwelt, überfüllte Stadtparks.
4. Mautgüter (Klubgüter): Rivalität (Nein), Ausschließbar (Ja).
• Beispiele: Pay-TV (Netflix), Autobahnen mit Maut, Kinos.
Warum bietet der private Markt öffentliche Güter (z. B. Deiche) oft nicht an?
• Wegen des Trittbrettfahrerproblems: Da niemand von der Nutzung ausgeschlossen werden kann, verweigern viele die Zahlung und hoffen, dass andere die Kosten übernehmen.
• Folge: Private Märkte bieten diese Güter nicht im effizienten Umfang an (Unterversorgung).
• Lösung: Der Staat stellt das Gut bereit und finanziert es über Steuern.
Was sind externe Effekte und wie wirken sie sich auf die Produktionsmenge aus?
• Definition: Kosten oder Nutzen einer Entscheidung, die unbeteiligte Dritte beeinflussen.
• Negativ (z. B. Abgase, Lärm): Es wird zu viel produziert, da die sozialen Grenzkosten über den privaten liegen.
• Positiv (z. B. Impfungen, Bildung): Es wird zu wenig produziert/konsumiert, da der gesellschaftliche Nutzen nicht voll eingepreist wird.
• Staatliche Lösungen: Steuern (Pigou-Steuer), Gebote, Zertifikatehandel.
Erkläre den Unterschied zwischen Adversed Selektion und Moral Hazard.
• Adverse Selektion (vor Vertragsschluss): “Schlechte Risiken” verdrängen gute vom Markt (z. B. Gebrauchtwagenmarkt: Käufer bieten nur Durchschnittspreise, woraufhin Verkäufer guter Autos den Markt verlassen).
• Moral Hazard (nach Vertragsschluss): Verhaltensänderung zum Negativen, weil man die Konsequenzen nicht voll trägt (z. B. riskanteres Verhalten nach Abschluss einer Versicherung).
Warum führt staatliches Eingreifen nicht immer zu besseren Ergebnissen?
• Staatsversagen: Machtfragen und politische Anreize verzerren die Entscheidungsfindung so, dass ineffiziente Ergebnisse entstehen.
• Ursache: Politiker setzen oft populäre statt ökonomisch effiziente Maßnahmen um, um Wählerstimmen nicht zu gefährden.
• Beispiele: Fehlende Staugebühren oder keine Kerosinbesteuerung aus Angst vor Protesten.