Oberer Respirationstrakt Flashcards

(16 cards)

1
Q

Was ist die Definition der Atmung?

A

Atmung ist der Austausch der Atemgase –
Sauerstoff (O₂) und Kohlendioxid (CO₂) –
zwischen dem Körper und der äußeren Umgebung.

Sie umfasst zwei Hauptvorgänge:
1. Äußere Atmung: Gasaustausch zwischen Lunge und Blut.

  1. Innere Atmung (Zellatmung): Nutzung des Sauerstoffs in den Zellen zur Energiegewinnung.

Merksatz:
Atmung = O₂ rein, CO₂ raus – außen Lunge, innen Zelle.

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2
Q

Was ist den Äußere Atmung ?

A

Die äußere Atmung bezeichnet den Gasaustausch zwischen der Atemluft in der Lunge und dem Blut in den Lungenkapillaren.

Ablauf:
• Sauerstoff (O₂) diffundiert aus den Alveolen ins Blut.
• Kohlendioxid (CO₂) diffundiert aus dem Blut in die Alveolen und wird ausgeatmet.

Dieser Vorgang findet in den Lungenbläschen (Alveolen) statt
und ermöglicht die Sauerstoffversorgung des Körpers.

Merksatz:
Äußere Atmung – Gasaustausch in der Lunge: O₂ rein, CO₂ raus.

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3
Q

Was ist den Innere Atmung ?

A

Die innere Atmung ist die zelluläre Energiegewinnung (Zellatmung),
die in den Mitochondrien jeder Körperzelle abläuft.

Dabei werden Nährstoffe (v. a. Glukose, Fettsäuren) und Sauerstoff (O₂)
unter Bildung von ATP (Adenosintriphosphat) umgesetzt.
Als Abfallprodukte entstehen Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O).

Diese Form der Atmung dient der Bereitstellung von Energie für alle Zellfunktionen.

Merksatz:
Innere Atmung = Zellkraftwerk – O₂ und Nährstoffe rein, ATP raus.

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4
Q

Welche Teile gehören zum oberen Respirationstrakt?

A

Zum oberen Respirationstrakt (obere Atemwege) gehören:
1. Nase (Nas cavum) – leitet, filtert, befeuchtet und erwärmt die Atemluft.
2. Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) – dienen der Resonanz, Luftbefeuchtung und Gewichtsreduktion des Schädels.
3. Rachenraum (Pharynx) – gemeinsamer Abschnitt für Atem- und Speiseweg; leitet Luft weiter zum Kehlkopf.

Diese Strukturen bereiten die Atemluft für die Lunge vor und schützen die unteren Atemwege.

Merksatz:
Oberer Atemweg = Nase, Nebenhöhlen, Rachen – Luft wird sauber, warm und feucht.

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5
Q

Wo trennt sich der obere vom unteren Respirationstrakt?

A

Die Epiglottis (Kehldeckel) bildet die Grenze zwischen oberem und unterem Respirationstrakt.
• Oberer Respirationstrakt:
→ Nase, Nasennebenhöhlen, Pharynx bis zur Epiglottis
• Unterer Respirationstrakt:
→ unterhalb der Epiglottis beginnend mit dem Kehlkopf (Larynx),
danach Trachea, Bronchien, Bronchiolen und Alveolen

Die Epiglottis schützt beim Schlucken die unteren Atemwege,
indem sie die Luftröhre verschließt und so das Eindringen von Nahrung verhindert.

Merksatz:
Epiglottis = Grenze – oben Rachen, unten Kehlkopf und Lunge.

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6
Q

Wie ist die Nase unterteilt?

A
  1. Naseneingang (Vestibulum nasi)
    • Hier befinden sich Haare (Vibrissae),
    die das Eindringen von Staub und Fremdkörpern verhindern.
    1. Hintere Nasenöffnung (Choanen)
      • Verbindung der Nasenhöhle mit dem Rachenraum (Pharynx).
    2. Seitenwände der Nasenhöhle
      • Tragen drei Nasenmuscheln (Conchae nasales superior, media, inferior).
    3. Nasengänge (Meatus nasi)
      • Zwischen den Muscheln entstehen drei Nasengänge,
      durch die die Luft strömt und dabei erwärmt, befeuchtet und gereinigt wird.

Merksatz:
Haare vorne, Choanen hinten, Conchae an der Seite – drei Gänge für saubere, warme Luft.

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7
Q

Welche drei Funktionen hat die Nase?

A

Die Nase erfüllt drei zentrale Aufgaben im Atemsystem:
1. Erwärmung, Vorreinigung und Anfeuchtung der Atemluft
→ Durch Schleimhaut, Flimmerhärchen und Blutgefäße wird die Luft optimal vorbereitet.

  1. Sitz des Riechorgans
    → Im oberen Nasengang liegt das Riechepithel mit den Riechzellen (Geruchswahrnehmung).
  2. Resonanzraum für die Stimme
    → Die Nasenhöhle beeinflusst Klang und Resonanz der Stimme beim Sprechen.

Merksatz:
Nase wärmt, riecht und klingt.

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8
Q

Wer produziert Schleim im Körper?

A

Der Schleim (Mukus) wird von den Becherzellen produziert.

Becherzellen sind spezialisierte Epithelzellen der Schleimhäute,
die vor allem in den Atemwegen, im Darm und in anderen Schleimhautepithelien vorkommen.

Sie bilden Mukopolysaccharide (Muzine),
die den Schleim zäh und schützend machen.
Dieser Schleim:
• befeuchtet die Oberflächen,
• bindet Staub und Keime,
• schützt das Gewebe vor Austrocknung und Reizung.

Merksatz:
Becherzellen machen Schleim – Schutz, Feuchte und Filter in einem.

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9
Q

Welche vier Nasennebenhöhlen besitzt der Mensch?

A

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume, die mit der Nasenhöhle verbunden sind.
Sie bestehen aus vier Paaren:

1) Sinus frontalis
• Stirnhöhle
• Liegt über den Augenbrauen

2) Sinus maxillaris
• Kieferhöhle
• Größte Nasennebenhöhle, seitlich der Nase im Oberkiefer

3) Cellulae ethmoidales
• Siebbeinzellen
• Viele kleine Hohlräume zwischen Nasenhöhle und Augen

4) Sinus sphenoidalis
• Keilbeinhöhle
• Liegt tief im Schädel hinter der Nasenhöhle

Merksatz:

Stirn, Kiefer, Siebbein, Keilbein – das sind die vier Nasennebenhöhlen.

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10
Q

Wie nennt man eine Entzündung der Nasennebenhöhlen?

A

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen heißt Sinusitis.

Die Entzündung kann auftreten in:
• Stirnhöhle (Sinusitis frontalis)
• Kieferhöhle (Sinusitis maxillaris)
• Siebbeinzellen (Ethmoiditis)
• Keilbeinhöhle (Sinusitis sphenoidalis)

Merksatz:

Entzündete Nebenhöhlen = Sinusitis.

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11
Q

Was ist der Tränen-Nasen-Gang? Nenne den lateinischen Namen und seine Funktion.

A

Lateinischer Name:

Ductus nasolacrimalis

Funktion:

Der Ductus nasolacrimalis leitet die Tränenflüssigkeit
vom inneren Augenwinkel über den Tränensack in die Nasenhöhle.
Dadurch läuft überschüssige Tränenflüssigkeit kontrolliert ab.

Merksatz:

Ductus nasolacrimalis: Tränen vom Auge in die Nase.

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12
Q

Wie funktioniert die Vorreinigung und Anfeuchtung der Atemluft in den oberen Atemwegen?

A

Die Schleimhaut der Nase reinigt und befeuchtet die einströmende Luft durch folgende Mechanismen:

1) Mehrreihiges Flimmerepithel
• Die Nasenschleimhaut besteht aus einem mehrreihigen Flimmerepithel.
• Darauf sitzen Flimmerhärchen (Kinozilien).

2) Rhythmische Bewegung der Kinozilien
• Die Kinozilien bewegen sich koordiniert Richtung Rachen.
• Dadurch werden Fremdstoffe nach hinten transportiert.

3) Bindung von Partikeln und Keimen
• Becherzellen produzieren Schleim, der Staub, Pollen und Bakterien bindet.
• Diese Mischung wird dann verschluckt und im Magen unschädlich gemacht.

4) Anfeuchtung der Atemluft
• Die Schleimhaut gibt Feuchtigkeit ab → Luft wird „angefeuchtet“.
• Das schützt die tieferen Atemwege vor Austrocknung.

Merksatz:

Nase: Flimmerhärchen schieben, Schleim bindet, Schleimhaut befeuchtet.

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13
Q

Wie funktioniert die Erwärmung der Atemluft in der Nase?

A

Die Nasenschleimhaut wärmt die eingeatmete Luft effektiv auf.
Wichtige Mechanismen:

1) Dichte Blutgefäße in der Nasenschleimhaut
• Die Nasenschleimhaut besitzt feine, stark durchblutete Gefäße.
• Diese Gefäße geben Wärme a die einströmende Luft ab.
• Dadurch wird kalte Luft auf Körpertemperatur gebracht.

2) Nervale Steuerung der Durchblutung
• N. trigeminus und N. facialis regulieren die Gefäßweite der Schleimhaut.
• Bei kalter Luft kommt es reflektorisch zu einer verstärkten Durchblutung.
• Folge: Noch mehr Wärmeabgabe a die Atemluft.

Merksatz:

Nase wärmt durch Blut – je kälter die Luft, desto mehr Durchblutung.

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14
Q

Wie funktioniert die Riechfunktion der Nase?

A

Die Nase besitzt im obersten Bereich der Nasenhöhle eine Riechschleimhaut,
in der die Riechzellen (Chemorezeptoren) sitzen.

1) Riechschleimhaut und Riechzellen
• Liegt im oberen Nasendach und an der oberen Nasenmuschel.
• Enthält spezialisierte Riechzellen, die Duftmoleküle erkennen.

2) Weiterleitung der Reize
• Die feinen Nervenfasern der Riechzellen ziehen durch die
Lamina cribrosa des Siebbeins.
• Dort bündeln sie sich zum N. olfactorius (I. Hirnnerv).

3) Verarbeitung
• Der N. olfactorius leitet die Informationen direkt zum Riechhirn
(Bulbus olfactorius → primäres Riechzentrum).
• Dort wird der Duft erkannt und bewertet.

Merksatz:

Riechen: Duft trifft Riechzellen – über die Siebplatte zum Gehirn.

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15
Q

Welche Aufgabe hat der Pharynx (Rachen)?

A

Der Pharynx ist der hinter Mund- und Nasenhöhle liegende gemeinsame Atem- und Speiseweg.
Er reicht von der Schädelbasis bis zu Ösophagus und Trachea.

Aufgaben:
1. Leitet die Atemluft
• Von der Nase bzw. vom Mund weiter in die Trachea.

  1. Leitet die Nahrung
    • Vom Mund in den Ösophagus.
  2. Schluckvorgang koordinieren
    • Durch Reflexe und Muskelarbeit wird die Atem- und Speiseroute getrennt.
  3. Teil des Immunsystem
    • Rachenmandeln und lymphatisches Gewebe erkennen Krankheitserreger.

Merksatz:

Pharynx: gemeinsamer Weg für Luft und Nahrung – trennt beim Schlucken.

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16
Q

Welche Funktionen hat der Pharynx?

A

Der Pharynx (Rachen) erfüllt zwei zentrale Funktionen:

1) Verbindungsfunktion

Er verbindet:
• Nasenhöhle → Trachea (Atemweg)
• Mundhöhle → Ösophagus (Speiseweg)

2) Kreuzung von Atem- und Speiseweg

Im Pharynx überkreuzen sich Luft- und Nahrungsweg.
Beim Schlucken wird der Atemweg durch die Epiglottis verschlossen,
damit Nahrung nicht in die Luftröhre gelangt.

Merksatz:

Pharynx verbindet oben und unten – und trennt Luft von Nahrung beim Schlucken.