Nenne einen Höhlenbrüter, Baumbrüter und Felsenbrüter?
Höhlenbrüter
* Dohle
Baumbrüter
* Saatkrähe
* Rabenkrähe/Nebelkrähe
* Elster
* Eichelhäher
* Tannenhäher
* Kolkrabe
Felsenbrüter
* Kolkrabe
* Alpendohle
* Alpenkrähe
Auswirkung von Krähen auf andere Vogelarten
keine oder sogar positiv, es kommt vorallem auf das habitat an
2 Vorteile von Kolonieverhalten Rabenvögel?
Frühere Feinderkennung/Schutz
* In der Gruppe werden Prädatoren oft schneller entdeckt und gemeinsam abgewehrt.
Nahrungsvorteile
* Durch die Gruppe kann das Finden bzw. Nutzen guter Nahrungsplätze erleichtert werden (Informationsvorteil)
Lebensräume: Saatkrähe, Aaskrähe, Kolkrabe
Saatkrähe
* offene Kulturlandschaft mit Gehölzgruppen, sehr häufig auf Feldern
Aaskrähe (Nebel- und Rabenkrähe)
* offene Kulturlandschaft mit Gehölzgruppen auch Siedlungsbereiche/Parks
* sehr anpassungsfähig.
Kolkrabe
* waldreiche Gebiete oder Gebirgslandschaften weniger anpassungsfähig als Saat-/Aaskrähe.
Spitze und runde Flügel wer hat was und warum?
Spitze Flügel
* Kolkrabe
* Nebelkrähe
* Rabnekrähe
* Saatkrähe
* Dohle
Vorteil effizient bei längeren Flügen (wneiger Luftwiederstand) Dafür nicht so wendig und langsameres Abheben
Runde Flügel
* Eichelhäher
* Elster
Schnelleres Abheben was Vorteil im Wald bringt und auch mehr Wendigkeit (gut zum ausweichen von Bäumen) dafür weniger effizient bei längerem Flügel weil mehr Luftwiederstand
Merkmale der Corviden (Rabenvögel) + warum umstritten?
Rabenvögel (Corvidae) gehören zu den Sperlingsvögeln (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeri). Sie sind sehr anpassungsfähig und treten oft als Kulturfolger in Siedlungen, Parks und Agrarlandschaften auf. Außerdem zeigen sie ein hoch entwickeltes Sozialverhalten, sind neugierig, lernfähig und als Allesfresser sehr flexibel in der Nahrungswahl. Umstritten sind sie, weil sie in der Gesellschaft stark polarisieren: manche finden sie faszinierend, andere sehen sie als „Problemvögel“. Konflikte entstehen v.a. durch (lokal) wahrgenommene Schäden in der Landwirtschaft sowie durch Diskussionen im Naturschutz und in der Jagd über ihren Einfluss auf andere Arten und über Management bzw. Bejagung.
FLÜGELFORM & SICHTFELD: AASKRÄHE, EICHELHÄHER, DOHLE + LEBENSRÄUME
Aaskrähen (Raben-/Nebelkrähe) haben laut Folien großes Sichtfeld (frühe Feindentdeckung) und spitze Flügel, was zu offen(er)en Habitaten und ausdauerndem Flug passt. Eichelhäher haben ein kleineres Sichtfeld (spätere Feindentdeckung) und runde Flügel, was Wendigkeit begünstigt und zu Nahrungssuche nahe Deckung passt. Die Dohle ist „gemischt“: kleines Sichtfeld (späte Feindentdeckung), aber dennoch spitze Flügel (langsames Abheben vom Boden). Als Lebensräume werden in den Folien genannt: offene Landschaft mit Gehölzgruppen bzw. Siedlungsräume (Parks/ältere Bäume) u.a. für Raben-/Nebelkrähe und Dohle; der Eichelhäher wird v.a. in offenen Landschaften mit Gehölzgruppen bzw. auch in Parks genannt. Diese Unterschiede werden als Anpassung verstanden: offen = Sichtfeld + ausdauernder Flug, deckungsnah = Wendigkeit.
KOOPERATIVES BRUTVERHALTEN: DEFINITION, AUSPRÄGUNG, AUSWIRKUNGEN
Macht eigentlich nur dohle und kolkrabe Kooperatives Brutverhalten bedeutet, dass Helfer (oft subadulte Tiere, z.B. Jungtiere des Vorjahres oder Nichtbrüter) bei der Aufzucht unterstützen. Diese Helfer bleiben im Brutgebiet oder wandern in Brutgebiete verwandter Individuen ein und helfen dort. Aufgaben sind laut Folien: Nestbau unterstützen, Weibchen während Inkubation füttern, Jungtiere füttern, Brutrevier verteidigen und Prädatoren anzeigen. Wirkung: Dadurch kann der Bruterfolg steigen bzw. die Brut besser gegen Prädation/Störungen abgesichert werden, und es entstehen komplexere Sozialstrukturen.
EINFLUSS AUF ANDERE VOGELARTEN + EXTERNE FAKTOREN
Rabenvögel können grundsätzlich Gelege/Jungvögel erbeuten und werden deshalb oft als Einflussfaktor diskutiert. Die Folien nennen aber eine Metastudie (326 Studien), in der kein negativer Einfluss auf Dichte/Produktivität anderer Vogelarten gefunden wurde (bei vielen Studien kein Effekt, bei wenigen sogar positiver). Entscheidend sind externe Faktoren wie das verfügbare Habitat: z.B. Auffindbarkeit von Nestern und Nahrungsverfügbarkeit (Lebensraumqualität) können den beobachteten Effekt stark mitbestimmen.
TERRITORIAL VS. KOLONIEBRÜTER + NEST-“STRUKTUREN”
Dohle & saatkrähe
In den Folien wird „Brutverhalten: Kolonie vs territorial“ behandelt und es wird gezeigt, wo Krähenvögel nisten (Strukturen). Typisch: Territorial u.a. (wie im Beispiel „territorial Nebelkrähe“ erwähnt) und Koloniebrüter sind v.a. Arten wie Saatkrähe (Kolonien werden in der LVA oft als Standardbeispiel genutzt). Zu den Neststrukturen steht in den Folien: viele Corviden sind Baumbrüter (Nester in Bäumen), Dohlen sind Höhlenbrüter, Kolkraben können auch Felsbrüter sein. Wenn du mir sagst, welche genau zwei territorialen und welche genau zwei Koloniearten ihr im Kurs verwenden sollt, formuliere ich dir das als „2+2 Arten + Neststruktur“ im Prüfungsstil.
GRÜNDE FÜR VERSTÄDTERUNG DER ELSTER
Als Gründe werden genannt: viele potenzielle Brutplätze, hohes Nahrungsangebot, geringere interspezifische Konkurrenz und keine Bejagung. Dadurch werden Städte für Elstern besonders attraktiv und es kommt zur stärkeren Nutzung urbaner Lebensräume.