Vorhofflimmern Flashcards

(19 cards)

1
Q

Wie definiert man Vorhofflimmern?

A

Unregelmäßige, oft schnelle Herzrhythmusstörung des Vorhofs durch chaotische elektrische Erregung, die zu ineffektiver Vorhofkontraktion führt.

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2
Q

Beschreibe die Pathophysiologie (Vorhofkontraktion, Thrombenrisiko).

A
  • Chaotische, schnelle elektrische Impulse in den Vorhöfen → fehlende koordinierte Vorhofkontraktion
  • Unregelmäßige Ventrikelfrequenz → Herzzeitvolumen schwankt
  • Stase in Vorhöfen → Thrombusrisiko ↑ → Schlaganfallrisiko
  • Chronische AF → strukturelle Vorhofumbauten („remodeling“)

Hauptursachen: Hypertonie, KHK, Herzklappenvitien, Hyperthyreose.

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3
Q

Welche Symptome treten häufig auf? (4)

A
  1. Palpitationen
  2. Herzrasen
  3. Dyspnoe
  4. Leistungsminderung.
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4
Q

Welche atypischen Verläufe sind möglich?

A
  1. Synkope
  2. Schwindel
  3. Asymptomatisch
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5
Q

Welche Rolle spielen Laborwerte bei der Diagnostik?

A
  • Meist unauffällig, evtl. TSH ↑ (bei Hyperthyreose).
  • NT-proBNP ↑ (bei gleichzeitiger HI).
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6
Q

Welche EKG-Veränderungen sind typisch?

A
  1. unregelmäßige RR-Abstände
  2. keine P-Wellen
  3. flimmernde Basislinie.
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7
Q

Welche Strategien gibt es zur Therapie (Frequenz- vs. Rhythmuskontrolle)?

A
  1. Frequenzkontrolle: β-Blocker, Verapamil, Digitalis.
  2. Rhythmuskontrolle: Kardioversion, Amiodaron.
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8
Q

Wann ist eine Antikoagulation indiziert? (4)

A
  1. Vorhofflimmern (CHA₂DS₂-VASc-Score beachten) Fast immer Indikation bei HI + VHF
  2. Thrombusnachweis im linken Ventrikel (Häufig nach großem Vorderwandinfarkt)
  3. Mechanische Herzklappen (Lebenslange Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonist (VKA))
  4. Venöse Thromboembolie (VTE) (Tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie.)

Eine Herzinsuffizienz allein ist KEINE Indikation für eine Antikoagulation.

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9
Q

Welche Differenzialdiagnosen kommen in Betracht? (4)

A
  1. Supraventrikuläre Tachykardie
  2. Vorhofflattern
  3. Extrasystolen
  4. Sinustachykardie.
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10
Q

CHA₂DS₂-VASc-Score

A

|C | Congestive heart failure (Herzinsuffizienz)
|H | Hypertension (arterielle Hypertonie)
|A₂ | Age ≥75 Jahre
|D | Diabetes mellitus
|S₂ | Stroke/TIA/Thromboembolie
|V | Vascular disease (KHK, pAVK, Aortenplaque)
|A | Age 65–74 Jahre
|Sc | Sex category (weiblich)

Männer: ab ≥2 Punkten

Frauen: ab ≥3 Punkten

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11
Q

Wofür wird der CHA₂DS₂-VASc-Score verwendet?

A

Zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos bei Vorhofflimmern und Entscheidung über Antikoagulation.

Score ≥2 → orale Antikoagulation empfohlen

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12
Q

Wofür wird der HAS-BLED-Score verwendet?

A

Zur Abschätzung des Blutungsrisikos bei oraler Antikoagulation.

Ein hoher HAS-BLED-Score heißt nicht ‚keine Antikoagulation‘, sondern ‚Vorsicht und Kontrolle‘.

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13
Q

HAS-BLED-Score (Blutungsrisiko)

A

|H | Hypertension (arterielle Hypertonie >160 mmHg syst.)
|A | Abnormal renal and liver function (Niere oder Leber, je 1)
|S | Stroke (früherer Schlaganfall)
|B | Bleeding (Blutungsanamnese/Neigung)
|L | Labile INR (schwankende Werte bei VKA)
|E | Elderly (Alter >65 Jahre)
|D | Drugs (ASS, NSAR) oder Alkoholabusus (je 1)

0–2 Punkte: niedriges bis moderates Blutungsrisiko
≥3 Punkte: hohes Blutungsrisiko → engmaschige Kontrolle, Risikofaktoren behandeln

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14
Q

Wie erklären Sie einem Patienten Vorhofflimmern?

A

Die Herzvorhöfe schlagen nicht mehr regelmäßig, sondern sehr schnell und unkoordiniert. Dadurch wird der Puls unregelmäßig, und es können Blutgerinnsel entstehen

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15
Q

Wie erklären Sie die Therapie?

A

Wir können den Herzrhythmus mit Medikamenten oder Stromstößen wieder ordnen. Außerdem geben wir Blutverdünner, um Schlaganfälle zu verhindern.

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16
Q

Nennen Sie die vier Formen von Vorhofflimmern nach Dauer. (4)

A
  • Paroxysmal: <7 Tage, meist <48 h, spontan terminierend.
  • Persistierend: >7 Tage, Kardioversion notwendig.
  • Long-standing persistent: >12 Monate.
  • Permanent: Rhythmuskontrolle wird nicht mehr angestrebt
17
Q

Welche Strategien der AF-Therapie gibt es?

A
  • Rhythmuskontrolle: Antiarrhythmika, Kardioversion, Ablation
  • Frequenzkontrolle: Betablocker, Ca-Antagonisten, Digoxin.
  • Thromboembolieprophylaxe: Antikoagulation.
18
Q

Wann ist eine sofortige elektrische Kardioversion indiziert?

A

Bei hämodynamischer Instabilität (z. B. Schock, Synkope, akutes Lungenödem).

19
Q

Nennen Sie die drei wichtigsten Komplikationen des Vorhofflimmerns

A
  1. Schlaganfall
  2. Herzinsuffizienz
  3. tachykarde Kardiomyopathie