W2 Strukturbedingte Formen Flashcards

(42 cards)

1
Q

Strukturbedingte Formen Definition

A
  • endogen bestimmte Formen (meso-mega)
  • durch Erscheinungsbild von Form ist deutliche Abhängigkeit von geolog. Struktur erkennbar
  • entstehen über längere Zeiträume
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2
Q

4 Typen strukturbedingten Formen

A

Plattentektonik
Vulkanismus
Bruchstrukturen/Falten
Schichtabhängige Formen, Reliefumkehr

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3
Q

Konvektionsströme von Asthenosphäre

A
  • Asthenosphäre ist zähflüssig, dadurch bilden sich Ströme
  • Absinken von kalter Masse, Aufsteigen von warmer
  • Ströme sind Treiber der Plattentektonik
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4
Q

3 Arten der Plattengrenzen

A

Divergierende
Konvergierende
Transformstörungen/konservative

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5
Q

Wirkungen von Plattentektonik auf Erdkruste?

A
  • Kompression: führt zu Faltung => Auf/Überschiebung
  • Dehnung: Ausdünnung => Abschiebung
  • Scherung: => seitliche Verschiebung
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6
Q

Bsp divergierende Zonen

A

Ostafrikanischer Graben, Islands MOR

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7
Q

endogene Formen von divergierenden Zonen

A
  • Grabenbrüche
  • junge Ozeanbecken
  • MOR
  • Horst-Graben Strukturen
  • Schild/Spaltenvulkane
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8
Q

Unterschied Grabenbrüche und MOR

A
  • wenn Dehnung bis Ausdünnung weitergeht kann Mantelmaterial an Oberfläche treten, gibt Sea floor spreading => Entstehung MOR
  • wenn nur Dehnung, stillgestandener Prozess => Grabenbrüche (Rift)
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9
Q

Bsp konvergierende Zone

A

Indien mit Himalaya

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10
Q

endogene Formen von konvergierenden Zonen

A
  • Tiefseegräben mit Akkretionskeilen
  • vulkanische Inselbögen mit Stratovulkanismus
  • Decken/Falten/Kollisionsgebirge
  • Überschiebungskulturen
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11
Q

Bildung von Himalaya

A
  • indische Platte nach Norden
  • bestehender Ozean wurde subduziert
  • Anbindung indische Platte an eurasische
  • dabei beim Akkretionskeil Sedimentmaterial abgeschert (≠ Himalaya, dort wo Platte subduziert wird)
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12
Q

endogene Formen von Transformstörung

A

auch konservative Plattengrenzen
- lange, lineare Täler
- versetzte Flussläufe, Oberflächenversatz
- Pull-Apart Becken und Push-Up Strukturen

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13
Q

Auftreten von Vulkanogenen Formen bei Plattengrenzen

A
  • konvergierende = explosiv, SiO2 reich, Rhyolith/Andesit, Inselbogen/Bergkette, Schichtvulkane
  • divergierende = effusiv, SiO2 arm, Basalt, Vulkanrücken/Grabenbruch (Rift), Schildvulkane
    => Basalt = dünnflüssiger
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14
Q

Strato/Schichtvulkan

A
  • steil, kegelförmig, 10km
  • abwechselnde Schichten aus abgekühlter zähflüssiger Lava, Asche, Gesteinsbrocken
  • Subduktionszonen (Ätna, Fuji), Lava durchdringt kont. Kruste
  • explosiv
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15
Q

Schildvulkan

A
  • schildförmig, flach, 10km
  • Vulkanberg durch langsame wiederholte Eruptionen von dünnflüssiger Lava, effusiv
  • weiträumiges Fliessen durch dünnflüssige Lava = breite Flanken
  • HotSpot, Lava durchdringt ozean. Kruste (Hawaii)
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16
Q

Asche/Schlackenkegel

A
  • kegelförmig, steil, 500m
  • aus pyroklastischem Material, durch explosiven Ausbruch
  • Flankenvulkane von Strato/Schichtvulkanen
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17
Q

Caldera

A
  • trichterförmig, 10km bis 100km
  • kesselförmige Vertiefung nach stark explosiver Eruption: Magmakammer geleert, fehlende Masse macht instabil, Einsackung
  • bei allen Vulkanen möglich (Pinatubo)
18
Q

Maar & Tuffring

A
  • Maar = schüssel/trichterförmige Mulde in Gelände eingesenkt
  • durch Wasserdampfexplosion (Wasser & Magma) = phreatomagmatisch
  • Mulde mit Wassergefüllt = Maarsee, trocken = Trockenmaar
  • Tuffring = phreatomagmatische Explosion, aus Lockerprodukt auf Oberfläche
19
Q

Spalte

A
  • flach, dünnflüssige Lava, effusiv
  • Bergrücken mit weitflächigen Lavafeldern
  • an ozean. Kruste, MOR oft
20
Q

Lavadom

A
  • hügel/säulenartige Erhebung
  • durch Eruption von sehr zähflüssiger Lava mit hohem SiO2 Gehalt
21
Q

Lavafelder

A
  • grossflächige Ablagerungen von dünnflüssiger basaltischer Lava nach effusiven Ausbruch
  • an Abhängen von Vulkanen
22
Q

Flutbasalte (Plateaus, Trapp)

A
  • sehr dünnflüssige Lava über riesige Fläche geflossen
  • Säulenstrukturen
23
Q

nicht vulkanogene Formen (Plutonite)

A
  • Lakolith: im Erdinnern ausgekühlte Magmakammer
  • Batholith: ausgekühlte Magmakammer, glazial abgerundet (Half dome)
  • Dyke: abgekühlte Ganggesteine
24
Q

Vulkanit vs Plutonit

A
  • Vulkanit = schnell abgekühlt, keine ausgebildeten Kristalle, feinkörnig
  • Plutonite = langsam abgekühlt im Erdinnern, grosse Kristalle, grobkörnig
25
Typen von Bruchstrukturen
Ab/Auf/Über/Blattverschiebung, Horst/Graben mit Staffelbruch, Pultscholle
26
Brüche Definitionen
- Brüche = Spalten im Gestein aller Dimensionen, Resultat von spröder Deformation durch Kompression/Dehnung/Scherung - Spalten können offen geschlossen oder mit anderem Material gefüllt sein - Störungen = mittelgrosse Brüche - Klüfte = kleine Brüche
27
Abschiebung
Ausdruck von Dehnungstektonik
28
Aufschiebung & Überschiebung
- Ausdruck von Kompressionstektonik - Aufschiebung hat steileren Winkel, Überschiebung geringerer Winkel von Bruchfläche - Überschiebung transportiert Gesteinspakete über längere Distanzen
29
Blattverschiebung
- Gesteinspakete an Verschiebungszonene aneinander vorbeigeschoben - Kompression ist nicht überall gleich, also Brüche
30
Haupttalachsen von CH
- Talachsen entstehen bei tekton. Störungen - oft rechtwinklich, gerade Linien, paralle Nebentäler - Täler bilden sich bei tekt. Schwächezonen, Schichtgrenzen wo Erosion von exog. Prozessen leichter ist
31
Horst/Graben mit Staffelbruch
- Ausdruck von Dehnungstektonik - bei Dehnung entstehen einfache Horst/Graben, bei weiterer Dehnung Staffelbrüche - Staffelbrüche = viele kleine Brüche
32
Pultschollen
- bei Dehnungstektonik - eine Seite sinkt an einem Bruch ab, die andere bleibt höher und kippt - kann bei Graben mit Staffelbrüchen enstehen (Oberrheingraben)
33
Falten Definition
- duktile tektonische Kompression, nicht spröde (Brüche) - können in grosser Tiefe mit hohem P & T entstehen oder an Erdoberläche mit hohem P
34
Formen von Falten
- Monoklinale = einfache Falten - Synform = Mulde, U Form - Antiform = Gewölbe, A Form - Synklinale = Mulde wo oberste Schicht jünger ist - Antiklinale = Gewölbe wo oberste Schicht jünger ist (Synformale Antiklinale, Antiformale Synklinale)
35
Jurafalten
- Jura als Nebenprodukt von Orogenese der Alpen - 4 Faltentypen: Faltenjura Typ Haute Chain/ Freiberge, Plateaujura, Tafeljura - bei Plattenkollison wurde helvetisches Gestein über Molasse geschoben, Abscherung von Gesteinspaketen, zum Jura aufgebaut
36
Schichtabhängie Formen
Schichttafel Schichtstufen Schichtkämme
37
Einflussfaktoren auf schichtabhängige Formen
- Neigung der Sedimente durch Tektonik - unters. Erodierbarkeit/Verwitterungsresistenz von Sediment - Mächtigkeit von vers. Sedimentschichten - Schichtstufen = geringe Schichtneigung, Schichtkäme = steile Gesteinslagerung
38
Schichttafel
- horizontal gelagerte Sedimentschichten - entstehen bei fluvial gesteuerter Talentwicklung bei flach gelagerten Sedimenten - wechselnd widerstandsfähige Sedimentgestein - Stufenbildner = härter, Sockenbildner = leichter erodierbar
39
Schichtstufen
- Gebiet mit wechselnd abtragungsresistenten Schichten mit <10° Neigung - Stufenbildner = schlechter erodierbar, bilden den höheren Punkt, Sockenbilder = besser erodierbar
40
Zeugenberge in Monument Valley
- Nebenprodukt bei Schichtstufen - waren einst verbunden, dann erodiert ausser die Überbleibsel
41
Schichtkämme
- Schichten mit >10°, oft mit Falten - First (höherer Punkt) und Rückhang entstehen - Teil von Gestein wurde erodiert
42
Reliefumkehr
- geolog. Hoch (Horst) wird zu Formentief, geolog. Tief (Graben) wird zu Formenhoch - oberste Gesteinsschicht ist am meisten exog. Verwitterung ausgesetzt - sobald diese Schicht erodiert wurde wird untere Schicht die leicht erodierbar ist, stark weg erodiert