W3 Karst Flashcards

(51 cards)

1
Q

Karstlandschaft Definition

A

Landschaft deren ober/unterirdische Formenschatz durch Lösungsverwitterung (Korrosion) geschaffen wurde

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Karstvorkommen in der CH

A
  • abhängig von Gesteinsart (Löslichkeit) & Klüftigkeit
  • bei Orogenese verkarstungsfähige Gesteine zerbrochen
  • 20% von CH
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

4 Voraussetzungen für Karstlandschaften

A
  • Löslichkeit der Gesteine
  • Klüftigkeit des Gesteins (Tektonik)
  • Wasser
  • Kohlendioxid
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Trockenheit bei Karstlandschaften?

A

trocken an Oberfläche weil Wasser versickert, auch abhängig von Klima (=> Schlucklöcher)
dadurch auch Ausbildug des ober/unterirdischen Formenschatzes

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Wasserlöslichkeit von Gestein

A
  • nimmt über Karbonate zu Silikaten ab
  • Karstvorkommen bei Kalk, Dolomit, Gips
  • kein Karstvorkommen bei extrem löslichen Salzgesteinen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Löslichkeit bei warm/kaltem Wasser

A
  • kaltes Wasser kann besser CaCO3 lösen bis gesättigte Lösung besteht, warmes Wasser fällt Kalk aus
  • Löslichkeit ist von gelöstem CO2 in Wasser abhängig, dies ist abhängig von CO2-Partialdruck der Umgebungsluft
  • je grösser Druck desto mehr CaCO3 wird gelöst
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Klüftigkeit von Gestein

A
  • Abfluss & Versickerung von Wasser in die Tiefe notwendig (Klüfte, Risse)
  • Kalklösung ist nur oberhalbt von Karstwasserspiegel möglich, da darunter eine kalkgesättigte Lösung ist => Karstgebiete höher gelegen als GW
  • unters. Verhalten in vadoser / phreatischer Zone
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

vadose / phreatische Zone

A

vadose: Hohlräume sind luftgesättigt, Fliessbewegung vertikal durch Gravitation, Korrosion erwetiert Risse
phreatisch: ist unterhalb von Karstwasserspiegel, Hohlräume wassergesättigt mit Druckfliessen, sobald Wasser kalkgesättigt ist = keine Korrision mehr

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

epiphreatische Zone?

A
  • auch Hochwasserzone
  • bei Niedrigwasser Hohlräume nicht wassergefüllt, nur bei Hochwasser
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Funktion von Karstquellen

A

Ort wo Wasser aus Untergrund herauskommt aufgrund horizontalen Fliesswegen
gibt auch Hochwasserquellen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Kohlendioxid CO2 in Wasser

A

CO2 + H2O = H2CO3 (Kohlensäure), CaCO3 + H2CO3 => Verwitterung
- Reaktion ist reversibel
- Kalk gelöst = Lösung untergestättigt, Kalk ausgefällt = Lösung übersättigt
- je mehr CO2 gelöst desto mehr Kohlensäure desto mehr Kalk wird gelöst (höherer Partialdruck = mehr CO2 in H2O)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Sättigungskurve von Kalklösung

A
  • nicht linear: zuerst starker Anstieg mit erhöhtem CO2 dann Abnahme
  • bei zusätz. CO2 aus Umgebungsluft kann mehr Kalk gelöst werden, wenn CO2 aus Lösung entzogen (durch Wurzelatmung) ist’s übersättigt
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Rosa Kurve bei Sättigungskurve

A
  • Mischungskorrosion
  • wenn 2 vers. Wasser zusammenfliessen und sich vermischen = neues Wasser mit best. CO2 Gehalt dass noch mehr Kalk lösen kann (ungesättigt/kalkaggressiv)
  • relevant für grosse Hohlräume
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

CO2 Ursprung im Wasser

A

CO2 in H2O aus Atmos (0.04%), Boden (2-10%), Luftschicht über Boden (hoch)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

reines Wasser?

A
  • = kein CO2 gelöst
  • löst schlechter als CO2 haltiges Wasser, 10x besser (+ besser je kälter)
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Sinterbildung Entstehung

A

bei Absinken von CO2 Gehalt im H2O
=> Kalkausscheidung

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
17
Q

was ist Kalkausscheidung?

A
  • wenn gesättigter Lösung CO2 entzogen wird = Lösung wird übersättigt
  • wird kein Kalk mehr gelöst sondern Kalk gebildet/ausgefällt => Sinterbildung
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
18
Q

Ursachen für Kalkausscheidung

A
  • Wasser wird erwärmt (Quellen), Kalklösung tritt an Erdoberfläche, trifft auf höhere Temp
  • Kalklösung mit CO2 angereichrt fliesst in Bereich von vadoser Zone, dort ist CO2 Partialdruck niedriger als Erdoberfläche, CO2 kann Lösung entweichen
  • an Erdoberfläche wachsende Pflanzen entziehen CO2 aus Bodenwasser, Bodenwassergehalt wird kleiner
  • durch turbulente Wasser entweicht CO2 in die Umgebungsluft bei Brüchen, durch Schäumen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
19
Q

3 Arten der Kalkausscheidung

A
  • Sinterbildung: harte, dichte Kalkablagerung, wachsen Schicht für Schicht (Tropfsteine)
  • Kalktuff: porös, weich, bei Kalkablagerungen an Pflanzen/Quellen
  • Travertin: verfestigte Form von Kalktuff
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
20
Q

Kalktuffausscheidung

A
  • poröse, weiche Ausscheidungen oft an Gefällsbrüchen als Kalktuffquelle
  • aufgrund turbulenten Wasser oft auf Stein/Moos
  • Tuffbarren können Flüsse aufstauen
  • Travertin wenn verfestigt
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
21
Q

Sinterterrassen

A
  • Tiefenwasser löst unter Druck viel CO2, kann also Kalk lösen
  • tritt an (Thermal)Quelle aus
  • Druck und Tempänderung = CO2 entweich
  • stufenartige Becken entstehen
22
Q

Entstehung von Tropfsteinen in Karsthöhlen

A
  • mit CO2 angelagertes Wasser gelangt in Karsthöhlen
  • durch Änderung von CO2 Partialdruck, dabei wird Teil von CO2 an Umgebungsluft abgegeben = dabei wird Kalk aus Wasser ausgeschieden
  • kalkgesättigtes Wasser tropft von der Höhlendecke: dabei sinkt CO2 von Wasser also wird Kalk ausgefällt
23
Q

Stalaktiten/miten/gnaten

A

Stalaktit = oben nach unten
Stalakmit = unten nach oben
Stalagnaten = zusammengewachsen

24
Q

Definitionen der Karstformen

A
  • Unterscheidung Oberflächenkarst & Unterirdischer Karst
  • nackter Karst = Oberflächenkarst der nicht mit Vege bedeckt ist, bedeckter Karst = Vege bedeckt den Karst
  • überdeckter Karst = Karst nachträglich von Sedimenten überdeckt
25
Karren
- mm-cm grosse Korrisionsform, Neigung hat Einfluss - entweder an freier Gesteinsoberfläche oder unter Humusdekce => freie/bedeckte Karren
26
nackter / bedeckter Karren
- freie Karren: entstehen auf Karst direkt unter Einfluss von Regenwasser - bedeckte Karren eher abgerundet, freie Karren spitz und scharfkantig
27
Formen der Karren
Rillenkarren: entlang Falllinine, durch Grate von einanader getrennt Firstrillenkarren: scharfkantig, setzen setzen an Firsten in mehrere Richtungen an Rinnenkarren: tiefer bis dm
28
Karrenfelder
- verkarstete Flächen mit mehreren oberirdischen Karstformen - Neigung von Gestein und Richtung der Klüfte bestimmen Ausrichtung Karren - typisch für Schichtstufen/Schichtkamm Landschaften
29
nackter / bedeckter Karst
- nackt: unbewachsen, aussert trockenliebende Pflanzen/Gräser - bedeckt: unterhalb Waldgrenze, stärkere Verkarstung durch Wurzelatmung/biogene Aktivität
30
Dolinen
- trichter/schüssel/kesselförmige Hohlformen, geschlossene Mulden - m-100m, bis 300m tief - oft an Schwächezonen von Gestein gebildet - oft verbunden mit unterirdischen Höhlensystemen (Schluck/Schwundlöcher)
31
Entstehung von Dolinen
- durch Einsturz/Korrosion von unterirdischen Hohlräumen - weisen speziell bei bedecktem Karst auf unteridische Prozesse hin
32
Formen von Dolinen
Lösungsdoline: Anfangsforme, Gestein wird im Untergrund gelöst, Wasser versickert, führt zu anderen Formen Trichterdoline: fortgeschritten, steiler, evtl asymmetrisch durch Schrägstellung der Schichten Schlüsseldoline: keine Entwässerung, Schluckloch verstopft durch Bodenmaterial, Korrosion in die Breiten, flacher Einsturzdoline: braucht Hohlräume im Untergrund, wachsen durch Korrosion, Doline an Oberfläche stürzt ein
33
Uvalas
- grosse geschlossene Karstsenken durch das Zusammenwachsen mehrere Dolinen entstanden - Kalkwände zw. Dolinen stürzen ein - 100m - km - Boden ist rau, oft ohne grosse Vege, kann oft Seen haben wenn Wasser nicht abgeflossen in Höhlensystem
34
Poljen
- geschlossene Mulde/Tal ohne Oberflächenabfluss - km gross
35
Formen der Poljen
Staupolje: entsteht durch Wasserstau, Wasser kann nicht versickern, besonders bei Schneeschmelze Strukturpolje: entsteht durch tekton. Strukturen, auf undurchlässigem Gestein, Form aufgrund Tetkonik nicht nur Erosion Semi/Ranpolje: am Rand von Karstgebiet, Grenze zw. Karst & undurchlässiges Gestein, Korrosion nur an einer Seite
36
Schwund-/Schlucklöcher/Ponore
- Stelle wo Oberfläcehnwasser im Untergrund verschwindet - durch Korrosion meist entlang Brüchen mit Höhlensystem im Untergrund - talabwärts von Schluckloch => Trockental
37
Trockental
ehemalige fluviale Talform ohne dauerhaftes Fliessgewässer, durch Schlucklöcher oben Wasser versickert (können auch peri/glaz Ursprung haben)
38
was ist Nivo/Glaziokars?
entstehen unter kalten Klimabedingungen unter Schnee/Eis ("Kryokarst" = PFgebiet, Frost)
39
Nivokarst Ausbildung
- durch Schnee/Schneeschmelzwasser - kleinräumige Mulden, Löcher, Tälchenstrutkur - Schnee bleibt dort länger blieben, kaltes Schmelzwasser kann viel CO2 aufnehmen, löst Kalkgsetein besonder gut - zusätz. Frostverwitterung
40
Glaziokarst Ausbildung
- Gletscher bedeckt verkarstungsfähiges Gestein - unterhalb Eis fliesst Schmelzwasser unter Druck, kommt zu Korrosion (+ mech. Erosion) - bei Gletscherrückzug: Kombination aus glaz & Karstformen
41
Schichttreppenkarst
- Form des Glaziokarsts - bei Neigung der Schichten können durch Brüche einnzelne Schichtfugen abrutschen (Stufenbildung) - wenn Gletscher über Karrenfeld fliesst frieren Gesteinspakete an Grund an und werden mitgerissen - beeinflusst von Korrosion am Untergrund
42
Ausbildung der tropischen Kalkgebiete
- hohe P und T + Vege (dadurch viel CO2 im Bodenwasser) = starke Korrosion - trotz hoher T mehr gelöst aufgrund Feuchtigkeit - Vollformen sind charakteristisch: allseitig gerundete Kuppel, Türme - kein Unterbruch durch Kaltzeiten
43
Cockpit/Kuppenkarst
- Anfangsstadium der Reliefentwicklung - Regenwasser versickert in Klüften, löst Kalkstein trichterförmig auf - sternförmige Senken (Cockpit), sanf abgerundete Hügel (Kuppen) - Tiefewachstum durch Korrosion endet dann sobald Niveau von Karstwasserspiegel oder nicht lösungsfähiges Gestein erreicht wurde
44
Kegelkarst
- Weiterentwicklung von Kuppenkarst, bei weitere Vertiefung der Senken - steilere Hänge als Kuppenkarst
45
Turmkarst
- Endstadion von Karstform der Tropen - wenn Täler die Erosionsbasis erreichen wird Kalkstein neu seitlich wegerodiert - Flüsse relevant: erodieren seitlich an Grund der Türme, Sedimenttransport, ungesättigte Flüsse => isolieren Türme, flache Ebene zw. Türmen
46
Voraussetzungn für Karsthöhlen
- verkarstungsfähiges Gestein - Tektonik: Hebung Kalk über Meeresspiegel, Brüche - im Sickerwasser gelöstes CO2 - Zeit
47
Karsthöhlen in CH
- Ergebnis von Korrosion im Untergrund va. Jura, Voralpen: Gestein im Meer enstanden, Orogenese an Oberfläche, Brüche durch Tektonik - Wasser an Erdoberfläche hat CO2 = löst Kalk, dringt durch Risse ein - langsam: 5.5cm / 1000 Jahre
48
Karstsystem von Karsthöhlen
- Beginn mit Netz von Karströhren (= Entwässerungskanäle die Wasser von Oberfläche zu Quelle führen) - zuerst vertikal, dann horizontaler Fluss - Karströhren erweitern Gänge durch CO2 Wasser, Bildung von frei fliessenden Flüssen - saures Wasser durch Regenwasser, lösen kleine Steine für mech Erosion
49
Karstformen in Karsthöhlen
- vertikale Schächte im vadosen Bereich, Wasserfluss gravitativ - Schachthöhlen vertikal - horizontale Höhlen/Hallen im epiphreatischen Bereich mit Mischungskorrosion - bei Talabsenkung wird phreat. Bereich tiefer verlegt (durch glaz Tal, GW tiefer => Entstehung fossiler Gänge - Mänder sind hohe, enge schlängelnde Gänge, nur Boden korrodiert - Siphon wenn Gang vollständig unter Wasser
50
Entstehung von Hallen/Höhlen
- Korrosion & Mischungskorrosion als Hauptursachen: kalkungesättigt bei Mischung, kann noch mehr korrodieren - Deckeneinsturz & Hochwasser & mech Erosion als Vergrösserung: Abtrasnport von Deckensediment, hoher Druck bei Fluten
51
Entstehung von Höhlengletscher
- durch Luftzirukulation mit Kamineeffekt: im Winter unten kalte Luft, Eisbildung, im Sommer leichte Schmelze - durch Kaltlufteinschlüsse: Kaltluftsee, bleibt Jahr durch kalt