Was ist das Ziel einer Mehrebenenanalyse?
Geht über Standardregression mit kleinsten Quadraten hinaus, weil fest (wie bei Standard) und zufällige Effekte untersucht werden. Bei herkommlicher Regression sind alle Variablen auf einer Ebene.
Warum MEA?
Was ist die Problematik von mehreren Ebenen?
Es könnte sein, dass auf den einzelnen Ebenen ein Zusammenhang besteht, der unterschätzt wird, weil der Effekt über alle Ebenen hinweg nicht besteht oder umgekehrt. –> Falsche Schlüsse in Form von Über- oder unterschätzung des Zusammenhangs.
Warum analysiert man nicht mit herkömmlicher Regression?
Was sind zentrale Vorteile der MEA?
Wie ist die Regressionsgleichung für mehrere Ebenen aufgebaut?
Jede Ebene wird in einem “normalen” Regressionsterm “verpackt” (einziger Unterschied: Fehlerterm wird auch angegeben).
Dann werden alle Terme zusammengebaut und um einen Interaktionsterm erweitert:
Yij = Ebene 2 + Ebene 1 + Interaktion zwischen 1 und 2
yij = ß0j + ß1j(xij-X.j) + eij
Prädiktoren werden üblicherweise zentriert
eij: Annahme: zufällig und Normalverteilt mit MW = 0
Wie lautet die Regressionsgleichung für Ebene 2?
ß0j = y00 + y01W + u0j
W: z.B. Variable für Schulart, codiert mit 0 & 1
y00: Konstante für Schulart
u0j: spez. Abweichung der Klasse j vom LeistungsMW aller Klassen aus öff. Schulen
Welche Effekte werden in der MEA untersucht?
Wie sieht die theoretische Ebene aus?
Untersuchte Einheiten können als ZufallsSP betrachtet werden –> Koeffizienten können Zufallsvariablen sein
Wie sieht die praktische Ebene aus?
Feste Effekte:
Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Faktorausprägungen (z.B. Männer und Frauen für Geschlecht) oder man ist nur an einer bestimmten Anzahl von Faktorausprägungen interessiert –> alle Koeffizienten, die sich nicht in Abhängigkeit der Ausprägungen der Messobjekte ändern = system. erklärte Varianz
Zufällige Effekte:
Ist man hingegen an der Wirkung eines Faktors im Allgemeinen interessiert und es ist praktisch nicht möglich, die Ausprägungen systematisch und vollständig zu variieren, dann kann man eine Zufallsauswahl aus allen möglichen Faktorausprägungen treffen (z.B. einige Studiengänge stellvertretend statt alle Studiengänge vergleichen) (hier u0j, u1j und eij)
–> alle anderen Koeffizienten, deren Wert von den konkreten Ausprägungen der Messobjekte abhängt. Zu erkennen daran, dass die Subskripte Variablen bezeichnen (i und j). (Variieren mit den Messobjekten, feste Werte haben nur Zahlen)
–> (noch) nicht systematisch erklärte Varianz!
Welche Analysestrategien gibt es?
Was ist die systematische Vorgehensweise nach Hox et al.?
Beim Durchlauf der Schritte können n.-aussagekräftige Koeff. entf. werde
Wie prüft man das Modell mit Signifikanztests?
Für einzelne Koeffizienten:
Mit Standardnormalverteilung (oder t-Verteilung, gleiches Prinzip)
z = Koeff / SE des Koeff
= ist ZH zwischen Variablen überhaupt sign.?
Für Zuwachs an Erklärungskraft:
Signifikanztest auf Basis von Maximum Likelihood
Durch Hinzufügen weiterer Koeffizienten: Vgl. der “Devianzen” –> Ausgangsbasis
Abweichungen vom idealen Modellfit - Devianz = -2 x LN (Likelihood)
X^2 Modell-Unterschied = Devianz Ausgangsmodell - Devianz Neues Modell (mit df = Anzahl neuer Prädiktoren) –> Test dafür, ob Erklärungskraft des neuen Modells höher ist als Ausgangsmodell
Wie prüft man das Modell mit Effektgrößen?
Für einzelne Koeffizienten:
Üblicherweise berechnen entsprechende Statistikpakete nur die unstandardisierten Koeffizienten. Um die stand. zu erhalten gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Alle Variablen vor der Analyse z-transformieren
2. Koeffizient standardisiert = (Koeffzient unstand. x SD Prädiktor) / SD Kriterium
Für Zuwachs an Erklärungskraft:
Reduktion der Fehler - e auf Ebene 1 und u auf Ebene 2
= Wie stark reduziert sich die Variation der Fehler, wenn man neue Präd. hinzunimmt?
Mit R^2
R^2:
1 = neues Modell erklärt alles
0 = neues Modell = Ausgangsmodell
Was sind die Anforderungen an die Daten bzw. SP?
Was sind die Möglichkeiten der MEA?
Was sind die Grenzen der MEA?