Wer schrieb das Buch?
Salomo hauptsächlich
Agur (Kap. 30)
Lemuel (Kap. 31)
Wann wurde es verfasst?
größtenteils etwa 971 – 931 v.Chr., Endredaktion unbekannt
An wen ist es geschrieben?
Was ist die Gliederung des Buches (eine Ebene mit Bibestellen)?
1-9 Allgemeine Einführung von Salomo
10-22,16 Allgemeine Sprüche Salomos
22,17-24 Worte der Weisen
25 -29 Sprüche Salomos von Hiskias Leuten zusammengestellt
30 Worte Agurs, Sohn des Jakes aus Massa
31 Worte des Königs Lemuel
Was ist das Thema und die Hauptaussage des Buches?
Thema: Wie lebt man ein gelungenes Leben?
Hauptaussage steht da nicht
Schlüsselvers
Sprüche 1,7
Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.
Weisheit und Zucht verachten nur die Narren.
Weisheit ist zu verstehen,
nach welchen Gesetzmäßigkeiten diese Welt funktioniert
und wie ich inmitten ihrer Herausforderungen so lebe, dass ich und meine Mitmenschen glücklich sind.
-„fürchten“ ist das Gefühl, dass durch Bedrohung entsteht.
-fürchten + JHWH ist im ganzen AT (fast) ausschließlich positiv belegt!
-Wer Gott fürchtet, der widerstrebt ihn nicht, sondern gehorcht ihm (20,12 und 22,12)
-Dieser Gehorsam erfolgt nicht aus Unterdrückung, sondern aus Überzeugung (Jes. 29,13; Spr. 8,13).
Echte Gottes Furcht treibt nicht von Gott weg, sondern zieht zu Gott hin!
Drei zentrale Elemente:
Gottesfurcht entsteht…
-wenn man seine souveräne Überlegenheit erkennt! (Pred. 3,11.14)
- wenn man sein gerechtes Gericht erkennt! (Ps. 34,12ff)
- für Christen (1. Petr. 1,18)
- für Nichtchristen (2. Petr. 2,4-9)
- wenn man herrliche Liebe erkennt (1. Petr. 1,18; 2. Petr. 2,4-9; Mal. 3,23-24)
Nicht: Abhandlungen/Erörterung, Verheißung oder Befehl.
Sondern: kurze, einprägsame, provokative, bildliche Lebensregeln.
-Längere Sinneinheiten
-Enthalten Sprichwörter und Mahnungen
Sprüche stellt den Tun-Ergehen-Zusammenhang optimistisch dar, also derjenige, der gutes tut dem geht es gut und dem, der das Böse tut,dem geht es schlecht (das zeigt die Regel auf, aber nicht den Einzelfall)
Hiob stellt den T-E-Z pessimistisch dar, als ob es dem guten schlecht und dem bösen gut geht (stellt eher den Einzelfall dar und nicht die Regel)
Prediger stellt den T-E-Z dann realistisch dar: meistens geht es dem Guten gut und dem Bösen schlecht, aber es geht halt leider auch mal anders rum.
Salomo hat sich davon inspirieren lassen und es in kürzerer und teilweise geänderter Fassung weitergegeben.
z.B Die Maat (Charma) wurde durch Gott ersetzt.