Leitlinie Definieren
Leitlinien sind systematisch entwickelte, evidenzbasierte Empfehlungen zur Unterstützung ärztlicher Entscheidungen. Die AWMF unterscheidet S1-, S2- und S3-Leitlinien, wobei S3 die höchste methodische Qualität mit systematischer Evidenzrecherche und formalem Konsensprozess darstellt.
S1-Leitlinie
Niedrigste Stufe
Experten treffen sich und einigen sich
• Informeller Konsens einer Expertengruppe • Keine systematische Literaturrecherche • Keine formale Evidenzbewertung
S2k Leitlinie
guter Konsens, aber ohne systematische Evidenzsuche
S1-Leitlinie
Niedrigste Stufe
• Informeller Konsens einer Expertengruppe
• Keine systematische Literaturrecherche
• Keine formale Evidenzbewertung
S1 = „Experten treffen sich und einigen sich“
S2k
• Strukturierter Konsensprozess
• moderierte Konsensuskonferenzen
• Delphi-Verfahren
• Keine systematische Evidenzrecherche
S2e
Systematische Literaturrecherche
• Evidenzbewertung nach festgelegten Kriterien
• Kein strukturierter Konsensprozess
S2e = „gute Evidenz, aber ohne formalen Konsens“
S3-Leitlinie
Höchste Qualitätsstufe
• Systematische Literaturrecherche
• Formale Evidenzbewertung
• Strukturierter Konsensprozess
• Berücksichtigung von:
• Nutzen/Risiko
• Patientenpräferenzen
• Gesundheitsökonomie
S3 = „Evidenz + Konsens + Transparenz“
Das Delphi-Verfahren
Das Delphi-Verfahren ist ein anonymisiertes, iteratives Befragungsverfahren von Expertinnen und Experten, mit dem schrittweise ein Konsens zu medizinischen Fragestellungen erreicht wird.
Warum braucht man das Delphi-Verfahren?
• Wenn Evidenz begrenzt oder widersprüchlich ist
• Wenn viele Fachdisziplinen beteiligt sind
• Um Dominanz einzelner Personen zu vermeiden
• Um einen transparenten, reproduzierbaren Konsens zu erzielen
➡️ Deshalb typisch für S2k-Leitlinien.
Was bedeutet AWMF?
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Typ von Kontrastmittel in der Abdomen-CT
Normal Volume der Schilddrüse
18-25 mL