Was ist das Ziel der Bonitätsprüfung?
Sie verringert das Kreditrisiko, prüft Liquidität und Zahlungsverhalten und dient zur Festlegung eines Kreditlimits.
Was prüft man besonders bei Neukunden (ohne Historie)?
Man holt externe Auskünfte ein (z. B. Creditreform/Bürgel), prüft Unternehmensdaten und macht eine Markt-/Risikoanalyse.
Welche Unterlagen/Infos können bei Neukunden geprüft werden?
Finanzberichte, Steuerunterlagen, Handels-/Bankreferenzen, Gründungsdokumente, Handelsregisterauszug und ggf. Sanktionsprüfungen.
Welche Informationen liefert eine Bonitätsauskunft typischerweise?
Rechtsform, Vermögens- und Schuldenlage, Liquidität, Zahlungsverhalten und Informationen zur Geschäftsführung.
Was ist ein Kreditlimit (Kreditrahmen)?
Es ist die maximale offene Summe, die der Kunde „auf Ziel“ haben darf; es soll grundsätzlich nicht überschritten werden (sonst Rücksprache/Freigabe).
Welche Konsequenzen leitet man aus einer schwachen Bonität ab?
Man verschärft Zahlungs- und Sicherungsbedingungen (z. B. Vorkasse, Teilvorkasse, kürzeres Zahlungsziel, Nachnahme).
Was prüft man bei Stammkunden bei jeder neuen Anfrage?
Man prüft die Zahlungshistorie (pünktlich gezahlt, Skonto genutzt, Mahnungen, offene Posten).
Welche Daten nutzt man im WWS/ERP zur Kundenprüfung?
Kundendatei/Debitorendatei: Umsätze, Zahlungsverhalten, Mahnungen und die Offene-Posten-Datei.
Warum muss man Kundendaten (Stammdaten) aktuell halten?
Damit Angebote, Lieferung und Rechnung korrekt sind (Adresse, Ansprechpartner, Konditionen, Liefer-/Rechnungsadresse).
Was bedeutet Lieferfähigkeit?
Die Ware ist verfügbar und kann innerhalb der gewünschten Lieferzeit geliefert werden.
Wie prüft man Lieferfähigkeit im WWS?
Man prüft Sortiment/Artikel, verfügbaren Bestand, Reservierungen und ob Kommissionierung/Verpackung/Versand bis zum Termin möglich sind.
Was ist „verfügbarer Lagerbestand“ (prüfungsnah)?
Bestand, der tatsächlich frei ist: Lagerbestand minus Reservierungen (plus ggf. bestätigte Zugänge).
Welche Lösungen gibt es bei Engpässen?
Teillieferung, Alternativartikel, späterer Liefertermin oder Priorisierung (z. B. A-Kunden zuerst).
Was bedeutet Lieferwilligkeit?
Man entscheidet, ob man den Auftrag wirtschaftlich/strategisch annehmen will (nicht nur „können“, sondern „lohnt es sich?“).
Welche Grundregel gilt bei der Lieferwilligkeit?
Der Umsatzerlös sollte die Kosten decken (Einstandspreis + Handlungskosten) und eine ausreichende Marge liefern.
Wann prüft man die Wirtschaftlichkeit besonders genau?
Bei großen Aufträgen, Neukunden oder wenn der Kunde hohe Nachlässe fordert.
Welche typischen Problemfälle prüft man (IHK-nah)?
Bestellmengen unter VE/Mindestabnahme, zu niedriger Auftragswert für Abwicklungskosten, logistische Sonderaufwände.
Welche Maßnahmen gibt es bei zu geringer Marge/zu hohem Risiko?
Konditionen anpassen (Zuschläge, Mindestmenge), Sicherung (Vorkasse) oder Auftrag ablehnen.
Was ist das Ziel der Preisermittlung im Verkauf?
Man macht aus Listen-/Basispreis einen passenden Angebotspreis (Kosten, Menge, Kunde, Risiko, Wettbewerb).
Nennen Sie typische Abschläge (Nachlässe).
Mengenrabatt, Sonderrabatt, Bonusvereinbarung, Skonto (Zahlungsanreiz).
Nennen Sie typische Zuschläge.
Mindermengenzuschlag, Eilzuschlag, Sonderverpackung, Expressversand, Inselzuschlag, Risikoaufschlag (z. B. Neukunde).
Was ist eine Mindestabnahmemenge (Mindestbestellmenge)?
Der Kunde muss mindestens eine bestimmte Menge bestellen, damit sich der Auftrag lohnt.
Was ist der Zweck einer Mindestabnahmemenge?
Sie sichert Wirtschaftlichkeit, weil jeder Auftrag Fixkosten verursacht (Bearbeitung, Kommissionierung, Versand).
Was ist ein Mindermengenzuschlag?
Ein Zuschlag, wenn der Kunde zu wenig bestellt, um die Fixkosten kleiner Aufträge zu decken.