Verhaltensbeobachtung allg. Und Definition
Arten VB
• Alltagsbeobachtung • Gelegenheitsbeobachtung (etwa im Rahmen von Testverfahren oder Interviews) • Freie Verhaltensbeobachtung • Systematische Verhaltensbeobachtung
Kriterien VB
Fragestellungen VB
Was ist das Ziel der Beobachtung? (Art des Zwangsverhaltens, Ausmaß der Aggression im schulischen Alltag, Rückschluss auf eine Eigenschaft der Person)
Im Alltag der Zielperson oder in bewusst gestalteten Situationen?
Si tuationsstärke
Starke Situationen vermitteln klare Verhaltensanforderungen, sodass wenig / keine interindividuellen Unterschiede im Verhalten auftreten (Mischel, 1973)
Trait-Relevanz
Eine Situation wird als relevant für einen Trait im Sinne der Trait Activation Theory (Tett & Burnett, 2003) erachtet, wenn sie „Cues“ enthält, die grundsätzlich geeignet sind, Trait bezogenes Verhalten hervorzurufen
Realistic Accuracy Model (Funder, 1995)
P →relevance → availability → detection → utilizstion → judgement → P
Fremde-Situations-Test (Ainsworth, Blehar, Waters & Wall, 1978
Bindungsmuszer
Kategoriensysteme
Einteilung von Verhalten in feststehende Kategorien (Bsp: Fahrsimulator: regelkonformes, ruhiges Fahrverhalten, aggressives Fahrverhalten, unsicheres Fahrverhalten, …)
• In jedem Beobachtungszeitraum wird genau eine Zuordnung von Verhalten zu einer Kategorie vorgenommen
• Daher müssen sich Kategorien disjunkt und exhaustiv sein
• Kleingruppenverhalten mit 2 bis 8 Personen
(ursprünglich von Bales, 1950; Abb. aus Stemmler & Margraf- Stiksrud, 2005, S. 32)
Zeichensysteme
Verhaltensweisen werden als Zeichen für Zielmerkmale verstanden
• Wenn in Beobachtungszeitraum keine „Zeichen“ auftreten, ist der
Protokollbogen an dieser Stelle leer
• Es können mehrere „Zeichen“ gleichzeitig auftreten
Eventsampling
Timesampling
Beobachtungs- und Beurteilungsfehler
Evaluation von Verhaltensbeobachtungen
Vorrangig anhand der Beurteilendenübereinstimmung
• Cohens Kappa, Odds Ratio, Yules Y (für dichotome Daten)
• Intraklassenkorrelationen (für intervallskalierte Daten)
• Validität der Interpretation der Beurteilungsergebnisse im Prinzip analog
zu Testverfahren zu bestimmen, aber selten Daten in angemessenen Umfang verfügbar