Realität bei psychologisch-diagnostischen Aussagen
Realität bei psychologisch-diagnostischen Aussagen nicht leicht zu „fassen“
-Objektive Indikatoren nur Proxy für eigentliches Kriterium(Krankentage,
Studiennoten, etc.)
Wie groß sollte Erklärbarkeit sein?
• Chemotherapie und Brustkrebs überleben r= .03 aber Assessment-Center und Berufserfolg r=0.37
Realität vs. Messung ( 3 Aspekte )
•Messung und Realität nur teilweise deckungsgleich
Kriteriums- relevanz
Teil der Realität, die wir tatsächlich erfassen
- Schnittmenge Krit.defiziens und Kontamination
Kriteriumsdefiziens
Teil der Realität, die wir nicht erfassen
Kriteriumskontamination
Teil der Realität, die wir erfassen, aber mit Krit. Nichts zu tun hat
Was hat jetzt die Messung der Realität mit der diagnostischen Aussage zu tun?
Durch die diagnostische Aussage wollen wir ein Urteil über die Realität fällen.
Um die Güte unserer Aussage zu bestimmen, vergleichen wir diese mit der Realität.
Allerdings können wir die Realität nicht direkt erfassen. (Bspw. steht der Berufserfolg den Menschen nicht „auf der Stirn geschrieben“.) Wir müssen die Realität also auch messen.
Genau das sollten wir beachten: Wir können unsere Aussage nicht mit der “wahren” Realität vergleichen, sondern nur mit der Messung der Realität.
So kann es sein, dass wir eine diagnostische Aussage treffen, die die “wahre” Realität perfekt beschreibt. Wenn wir diese aber mit einer kontaminierten oder defizienten Messung vergleichen, würden wir zu dem Urteil kommen, dass unsere diagnostische Aussage fehlerhaft ist, obwohl sie die Realität perfekt beschreibt.
Arten Kriteriumsdaten
retrograde, konkurrente, prädiktive Validierung
retrograde Validierung
Kriteriumsdaten stammen aus Vergangenheit
Konkurrenten Validierung
Prädiktor und Kriterium entstehen zeitgleich
prädiktive Validierung
Evidenz, über das was wir für Realität halten, könnte in der Zukunft liegen ( Prognose)
Zusammenfassung
Erschwernis beider Evaluation