Definition Sozialisation
Prozess der Eingliederung bzw anpassung des heranwachsenden Menschen in die ihn umgebende Gesellschaft und Kultur.
Er lernt soziale Normen, Verhaltensstandards und Rollen um ein handlungsfähig, verhaltenssicheres Wesen zu werden und seine soziokulturelle Persönlichkeit zu entwickeln
Wichtige Stationen der Sozialisation
Lernen im sozialen Umfeld findet das ganze Leben lang statt. Es ist unerlässlich für die menschliche Entwicklung und trägt wesentlich zur Charakterbildung bei
Anlagen des Menschen
Einfluss der Umwelt auf den Menschen (Theorien)
Vererbungstheorie: Mensch ist das Ergebnis seiner Gene, Verhalten ist anlagebedingt
Milieutheorie: Mensch ist Ergebnis seiner Umwelt/Erziehung
Wechselwirkung beides bestimmt die Entwicklung
Einflüsse auf Handeln und Verhalten
“Umwelt, Gene, Erziehung”
Bereiche und Phasen der Entwicklung
Reifung: genetisch gesteuert, kann nicht beeinflusst werden
Erziehung: Direkte und Indirekte Beeinflussung mit dem Ziel das Verhalten langfristig zu ändern
Lernen: Prozess, der durch Erfahrung und Übung beeinflusst wird und ein neues dauerhaftes Verhalten zur Folge hat
Soziales Lernen (Fähigkeiten und Erwerb)
Vorgang des Erwebs sozialer und emotionaler Kompetenzen
- Wahrnehmungsfähigkeit
- Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
- Empathie und Diskretionsfähigkeit
- Kooperations- und Konfliktfähigkeit und Zivilcourage
Wird durch Lernen am Modell erworben, durch Beobachtung. Lebenslang.
Unterschiedliche Lernarten
Bewusst: machen und wiederholen
Unbewusst: beiläufig, nicht beschreibbar
Entwicklungsfördernde und entwicklungshemmende Einflüsse
Entwicklungsfördernd:
Lob, Anerkennung, Selbständigkeit, Förderung, ermutigen, Fehler zulassen, Vertrauen, Motivation, Chancengleichheit, soziale Bindungen
Entwicklungshemmend
Problematische familiäre Situation, körperliche oder geistige Einschränkungen, Über-/Unterforderung, Trauma, fehlender Zugang zu Bildung
Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen
Jugendliche - Probleme und Lösungen
Besondere Lebenssituation
Pubertät, Eintritt in die Arbeitswelt, innere und äußere Entwicklung, Übernahme Verantwortung, Rechte, Pflichte, Verschwinden der Kindheit, individuelle Lebensgestaltung, eigenständiges Arbeiten
Probleme
Motivationsschwierigkeiten, launisch, Unaufmerksamkeit
Lösungen
Ernst nehmen, Paten zur Seite stellen, nicht über-/unterfordern, Vorbild sein, Geduld und Verständnis, individuell fördern, Ansprechpartner sein auch privat, evtl Zusammenarbeit mit Eltern
Frauen und Männer
Probleme, Lösungen
Probleme
- Elternzeit Personalmangel
- körperliche Unterschiede
- Respektlosigkeit und Vorurteile
- unfaire Verteilung der Aufgaben und Positionen
- Männer sprechen Probleme seltener an
- Einschränkungen Schwangerschaft
- veraltetes Frauenbild
Lösungen
- Elternzeit rechtzeitig organisieren
- Gleichstellung
- Hilfsmittel besorgen
- offene Gespräche
- Nach Eignung und Fähigkeiten gerecht einstellen
- Personalrat
- andere Aufgaben suchen
Ältere Mitarbeiter
Probleme, Lösungen
Probleme
- sinkende Bereitschaft für Arbeit
- sinkende Reaktionsvermögen
- weniger sehen/hören
- fehlende Flexibilität
- längere Ausfälle möglich
- Modernisierung/Digitalisierung
- Konflikte zwischen Altersgruppen
- Kommunikation schwierig
Lösungen
- Schulungen für Modernisierungen
- gerechte Aufgabenverteilung
- Geduld
- gegenseitige Wertschätzung
- Gespräche, klar machen, dass Ältere wertvoll sind
- Austausch und Zusammenarbeit
Behinderte Mitarbeiter
Probleme, Lösungen
Probleme
- mühselig, aufwendig
- extra Behandlung
- mehr Zeit für Arbeiten
- Abbau der Leistungsfähigkeit
- Große Verantwortung
- Diskriminierung
- Zusatzurlaub
- besonderer Kündigungsschutz
Lösungen
- Tätigkeiten und Abläufe anpassen
- Routine/Wiederholung
- Mehr Zeit einplanen
- Anpassung des Arbeitsplatzes
- Anpassung der Sozialräume
- Sozialarbeiter einstellen
- Mitarbeiter aufklären und Schulen
- Kein mitleidiges Verhalten
- Keine Ausnahmen unbegründet
- stärkt das Gemeinschaftsgefühl
- Vorurteile werden abgebaut
- Verständnis wird aufgebaut
Mitarbeiter mit Migrationshintergrund
Probleme, Lösungen
Probleme
- Sprachbarriere
- formelle/bürokratische Probleme
- kulturelle Unterschiede
- Diskriminierung
- Religion
Lösungen
- Unterstützung von AgA, AG
- Sprachkurse, Dolmetscher
- klare Formulierungen
- Gespräche, Zusammenarbeit
- Langsam reden, mit Kunden reden, soziale Kontakte in der Arbeit
- Hilfe/Paten
- aktiv einbeziehen
- klare Regeln
- Mitarbeiter Schulen
- Verständnis fördern
Motivation
Definiton
Zustand einer Person, der sie dazu veranlasst, eine bestimmte Handlungsalternative zu wählen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen und das Verhalten hinsichtlich Richtung und Intensität beizubehalten
Möglichkeiten zur Motivationssteigerung
Arbeitsunzufriedenheit
Welche Faktorentragen zur Zufriedenheit bei, was sind die Folgen
Folgen
- Fluktuation
- Fehlzeiten
- sinkende Effizienz
- höhere Fehlerquote
- Unfälle
Bedürfnispyramide nach Maslow
Allgemein und Arbeitsleben
Besteht aus 5 Hierarchieebenen. Das untere muss erfüllt sein bevor das andere erfüllt werden kann
physiologische Bedürfnisse
Nahrung, Wohnung - Lohn, Urlaub
Sicherheitsbedürfnisse
Schutz, Gesetz - Arbeitsvertrag, Altersvorsorge
Soziale Bedürfnisse
Kontakte, Freunde, Partner - Teamarbeit, Gespräche
Individualbedürfnisse
Erfolg, Status - Titel, Übertragung Kompetenzen
Selbstverwirklichung
Eigene Interessen, mitdenken, Kreativität - mitbestimmen, Vollmachten, Aufstiegschancen, Selbstverantwortung
Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Motivatoren
Erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeiter langfristig
- Übertragung von Verantwortung
- aufstiegsmöhlichkeiten
- Wachstum und Entwicklungsmöglichkeiten
- Anerkennung
- ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz
- Möglichkeit der Mitbestimmung
- anspruchsvolle Arbeit, die nicht überfordert
Hygienefaktoren
Vermeiden Unzufriedenheit, wenn sie erfüllt sind. Sind normal
- Führungsstil
- zwischenmenschliche Verhältnisse
- Arbeitsbedingungen
- Entlohnung
- Privatsphäre
- Work-Life-Balance
- Sicherheit am Arbeitsplatz
Gruppen
Defition und Arten
Zusammenschluss mehrerer Menschen, die sich gegenseitig beeinflussen und steuern, haben besondere zwischenmenschliche Beziehungen und einen inneren Zusammenhang
Informell: freiwilliger Zusammenschluss aus eigener Motivation, oft zum Vergnügen
formell: Rollen sind durch einen Organisationsplan vorgegeben. Konflikte möglich, wenn informell sich bildet
Merkmale einer Gruppe
Gruppendynamik
Phasen und Aufgaben der Führungskraft
1. Phase Formatierungsphase
Höflich, Abtasten, Orientierung
Führung leitet das Team und sagt an
2. Phase Konfliktphase
Unterschwellige Konflikte, Selbstdarstellung, ich Orientierung, Cliquenbildung
Führung muss Ziele aufzeigen
3. Phase Regelphase
Entwickeln von Gruppenstandards, Umgangsformen, Austausch, wir Orientierung
Führung koordiniert die Aufgaben und Personen
4. Phase Arbeitsphase
Arbeitsorientiert, flexibel, offen, solidarisch, zielgerichtetes Handeln
Führung braucht wenig Energie, Team steuert sich selbst, Globalziele vorgeben
5. Phase Auflösungsphase
Auflösung
Was macht eine Gruppe kaputt?