Erreger bei Säuglingen (<6 Wochen)
Erreger bei Kindern (>6 Wochen)
Erreger bei Erwachsenen
Symptome/Klinik
Sonderform : Tuberkulöse Meningitis
Therapie:
Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)
Brudzinski-Zeichen
Kernig-Zeichen
Lasègue-Zeichen
Das Bein des auf dem Rücken liegenden Patienten wird passiv durch den Untersucher in der Hüfte gebeugt. Ab einem bestimmten Beugungswinkel kommt es zu Nervendehnungsschmerz mit reflektorischer Beugung des Kniegelenks, was zur Schmerzreduktion führt.
Liquorbefund bei bakterieller Meningitis
Liquorbefund bei viraler Meningitis
Liquorbefund bei tuberkulöser Meningitis
Liquorbefund bei Neuroborreliose
Latexagglutinationstest
Latexagglutinationstest zum Nachweis insb. von Meningokokken, Haemophilus influenzae und Pneumokokken
Beim Latexagglutinationstest liegen Antikörper gebunden an Latexpartikeln in einer Lösung vor. Gibt man Substanzen (in diesem Fall Liquor) mit entsprechenden Antigenen hinzu, kommt es im Zuge der Antigen-Antikörper-Reaktion zu einer Agglutination (sichtbare Verklumpung) der Suspension. Dies dient der Erkennung von Polysaccharid-Antigenen von Haemophilus influenzae b, Pneumokokken, Meningokokken, E. coli K1 und B-Streptokokken. Hierbei spielt es im Gegensatz zur Blutkultur keine Rolle, ob der Erreger noch vital ist oder durch eine antibiotische Therapie abgetötet wurde, sodass trotz verzögerter Liquorpunktion (nach Beginn der Antibiotikatherapie) valide Ergebnisse erzielt werden können.
Mikroskopische Untersuchung der Meningitiserreger
Gramfärbung, Form
Mikroskopische Untersuchung
Meningokokken: Gramnegative Diplokokken Pneumokokken: Grampositive Diplokokken Listerien: Grampositive Stäbchen Haemophilus influenzae: Gramnegative Stäbchen Mykobakterium tuberculosis: Säurefeste Stäbchen in Ziehl-Neelsen-Färbung
Kryptokokken-Meningitis
Diagnostisches Vorgehen bei Meningitis ohne Bewusstsseineintrübung
- dann Antibiotikatherapie
Diagnostisches Vorgehen bei Meningitis mit Bewusstseinseintrübung oder fokalen neurologischen Defiziten
Kalkulierte Antibiotikatherapie bei Meningitis
Ambulant erworbene Meningitis: Kombinationstherapie
Nosokomial erworbene Meningitis (bspw. nach neurochirurgischer Operation, Schädel-Hirn-Trauma bzw. bei Shunt-Infektion
Vancomycin + Meropenem oder Vancomycin + Ceftazidim Zusätzlich Metronidazol
Komplikationen bei bakterieller Meningitits
Neurologisch
Hirnödem
Vestibulokochleäre Schädigung (Taubheit, Schwindel)
Seltener: Hirnabszess, Hydrozephalus, subdurales Empyem, Arteriitis (Gefahr für Hirninfarkte und Sinusvenenthrombose), Ventrikulitis, Zerebritis
Internistisch
Sepsis, Verbrauchskoagulopathie
ARDS
Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
Weitere Maßnahmen:
Dexamethason i.v.
Volumenersatztherapie
Katecholamine, insb. Noradrenalin (zur Kreislaufstabilisierung)
Ultima Ratio bei schweren Nekrosen: Amputation von Gliedmaßen
Prognose
Unbehandelt immer letal, i.d.R. innerhalb von 12–24 Stunden
Unter Maximaltherapie meist auch letal
Umgebungsprophylaxe bei Meningokokken/HiB-Meningitits
Isolation des Patienten für bis zu 24h nach Therapiebeginn
Rifampicin (1. Wahl) für alle mit engem Kontakt zum Patienten)
Meldepflicht
Arztmeldepflicht
Nach §6 IfSG: Namentliche Meldepflicht bei Verdachts-, Krankheits- oder Todesfällen einer Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis
Erreger bei einem Hirnabszess